„Agathe Ugly“ von Maximilian Appel, Claudelle Deckert und Thomas Wulfes

Eine Kinderhand streckt sich zu einer Playmobil-Spinne, die auf dem Kinderbuch „Agathe Ugly“ von Maximilian Appel, Claudelle Deckert und Thomas Wulfes sitzt

Erst trampelt die kreischende Frau Pömp fast auf sie drauf. Dann frisst Vorstadt-Dackel Brutus sie beinahe. Und schließlich schlägt eine zusammengerollte Zeitung nach ihr. Warum mag sie bloß niemand? Dabei ist sie so eine nette kleine Spinne!

Ach, wie gerne wäre sie prächtig wie ein Schmetterling. Sie träumt davon, so niedlich wie ein Häschen zu sein. Oder so elegant wie eine Katze. Doch auch als sie sich hübsch macht: Die Menschen laufen schreiend weg. Holen gar den Staubsauger raus. Arme Agathe!

Alle Spinnen heißen nun Agathe

Die Rückseite des Bilderbuchs „Agathe Ugly“ von Maximilian Appel, Claudelle Deckert und Thomas Wulfes

Aber es gibt sie. Die Menschen, die keine Angst vor Spinnen haben. Und so ein Mensch findet Agathe letztlich. Alles wird gut.

Überhaupt: „Agathe Ugly“ ist gar nicht hässlich. Mein Vize (5) schloss sie sofort ins Herz. Selbst ich Arachnophobikerin finde die knuffig illustrierte Spinne extrem putzig. So verstand ich sehr gut, warum mein KiTa-Kind das Spinnentier retten wollte. Weshalb er mit ihr litt.

Der Fünfjährige verstand sehr gut, warum Agathe versuchte sich anzupassen. Davon träumte anders zu sein. Herzlich lachte er über die Spinne im Hasenkostüm. Als sie jedoch anfing sich zu schminken und aufzuhübschen, verdrehte er die Augen. Welch absurde Vorstellung. Liebe Agathe, es liegt doch nicht an Dir, dass die Menschen so bekloppt sind.

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Petronella Apfelmus – Bücher zur TV-Serie: „Der Hexengeburtstag“ (Band 1) und „Der Oberhexenbesen“ (Band 2)

Petronella Apfelmus - Bücher zur TV-Serie: „Der Hexengeburtstag“ (Band 1) und „Der Oberhexenbesen“ (Band 2)

Vor langer Zeit packte uns das Petronella-Fieber. In Rekordtempo verschlangen wir die ersten Bände. Chef (8) und Vizechef (5) liebten die Geschichten um die Kuchenbäckerkinder Lea und Luis. Den magischen Apfelgarten an der alten Mühle. Und am meisten natürlich die kauzige Apfelhexe selbst.

Zusammen mit einer Klassenkameradin des Chefs und ihrer kleinen Schwester tauchten meine Jungs in die Apfelhexenwelt ein. Monatelang war es ihr liebstes Rollenspiel als Petronella, Lea, Gurkenhut und Spargelzahn vor der Oberhexe oder bösen Konditoren zu flüchten.

Als Petronella plötzlich im KiKa auftauchte, gab es kein Halten mehr. Die Jungs feierten jede Folge. Und selbstverständlich lieben sie auch die Bücher zur TV-Serie.
Besonders mein Fünfjähriger schätzt die Bände sehr. Jeder von ihnen enthält drei Geschichten der Fernsehserie. In recht großer Schrift und mit ganz, ganz vielen Bildern der Serie.

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„Mein Papa – der Alleskönner“ von Barroux

Das Bilderbuch „Mein Papa - der Alleskönner“ von Barroux als Flatley mit Werkzeug, Schrauben und Co.

Papa arbeitet im Büro. Jeden Tag trägt er da Anzug und Krawatte. Aber am Wochenende passiert es. Da verwandelt sich. In einen Superhandwerker. Einem echten Alleskönner. Mit Superhelferin. Denn seine Tochter ist immer mit dabei. Zusammen verbringen die beiden viel Zeit im Geheimversteck. Der Höhle!

Dort wimmelt es vor Werkzeug. Vor Schachteln mit Nägeln und Dosen mit Schrauben. Und was noch alles mehr. Dass Papa der beste Handwerker überhaupt ist, das wissen auch alle Nachbarn. Er ist ein wahrer Held. Doch was er da in letzter Zeit zusammenschustert, dass erkennt die Kleine nicht. Bis ihr Papa sie mit dem Ergebnis überrascht.

Mit herrlich kindlichem Blick erzählt

Die Rückseite des Bilderbuchs „Mein Papa - der Alleskönner“ von Barroux

Barroux blickt in seinem Bilderbuch „Mein Papa – der Alleskönner“ mit herrlich kindlichem Auge auf eine rührende Papa-Kind-Beziehung. Ganz selbstverständlich hilft die Tochter von klein an im Werkraum von Papa. Füllt die Räume magisch auf. Genießt die Zeit in seiner Nähe. Wundert sich über seine Werke. Staunt. Himmelt Papa an, selbst wenn etwas schief geht. Wenn er den Kampf mit dem Werkzeug verliert. Wie kostbar solche Momente sind!

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„Anne und Pfirsich: oder: Wo unsere Seele zu Hause ist“ von Soheyla Sadr

Das Kinderbuch „Anne und Pfirsich: oder: Wo unsere Seele zu Hause ist“ von Soheyla Sadr

Was machst Du da, Oma Pfirsich?
Ich lächle, mein Schatz.
Du lächelst?
Ja, ich bin in meinem Lichtergarten.“

Anne liebt ihre Oma. Auch wenn diese von sich selbst sagt, sie sei ein wenig wunderlich. In Omas kleinem Haus neben der schiefen Birke geht es Anne gut. Wenn Oma schiefe Lieder summt. Sie sich an sie schmiegt und Omas Geschichten lauscht.

„Das Wort „anschmiegen“ habe ich übrigens von ihr gelernt – wie so viele andere Wörter auch. Meistens verstehe ich ehrlich gesagt nicht so viel von dem, was sie erzählt… Aber das macht nichts, ich finde ihre Stimme so wunderschön.“

Heute erzählt Oma also von ihrem Lichtergarten. Dem Ort in ihr drin, an dem sie all die guten Dinge aufbewahrt. All ihre schönen Erinnerungen.

„Der innere Garten ist wie ein Licht in uns, das verbunden ist mit allem Licht, mit aller Liebe, allem Schönen und allem Wissen dieser Welt.“

Wenn man vergisst ihn zu pflegen, dann verdorrt der Garten. Sagt Oma Pfirsich. Doch selbst dann gedeiht er wieder, sobald sich man sich ihm zuwendet.

Ist das nicht schön?
Ja, das klingt sehr schön!

Außergewöhnlich, sagt der Chef

Die Rückseite des Kinderbuches „Anne und Pfirsich: oder: Wo unsere Seele zu Hause ist“ von Soheyla Sadr

Ja, das klingt sehr schön! Das finde ich auch. Genauso wie Chef (8) und Vizechef (5). Das Urteil meines Drittklässlers ist eindeutig: „Ein außergewöhnliches Buch.“ Damit meint er nicht nur die Idee des Lichtergartens. Auch die Bilder des Buches beeindruckten ihn. Mehrmals strich er über die Collagen. Erwartete die Struktur der Formen ertasten zu können. Den Stoff der Blüten, Blätter und Lichtelemente erfüllen zu können.

Uns allen gefällt die Botschaft des Buches sehr. Besonders mag ich Oma Pfirsichs bewusste Lebenseinstellung. Ihren Glauben, dass man selbst entscheiden kann in welche Richtung man schaut. Ins Helle oder ins Dunkle. Ob wir uns über den Regen ärgern. Oder uns freuen, dass die Pflanzen Wasser bekommen. Dass wir uns in jedem Augenblick selbst entscheiden können.

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„Es gibt eine Zeit…“ von Lena Raubaum und Clara Frühwirth

Dieses philosophische, poetische Bilderbuch pustet Schmetterlinge in meinen Bauch und kitzelt Gänsehaut auf meinen Nacken. Jedes Mal, wenn ich es vorlese.

Das Bilderbuch „Es gibt eine Zeit…“ von Lena Raubaum und Clara Frühwirth„Es gibt eine Zeit…“ von Lena Raubaum und Clara Frühwirth

„Es gibt eine Zeit
für Morgenklänge und
eine für Sternenträume…

Es gibt eine Zeit
für Statuenstille
und eine für
purzelnde Bäume…“

Immer wieder schlage ich das Buch mit dem Vizechef (5) auf. Mein kleiner Philosoph erforscht mit mir die Worte. Untersucht die ungewohnten Wortschöpfungen. Schafft selbst frische Konstrukte und baut neue Sätze. Überlegt sich Zeiten für dieses und Zeiten für Jenes. Forscht in sich hinein. Sucht seine Zeiten des lachenden Bauches und des mutigen Herzens.

„Es gibt eine Zeit…“ in sich zu hören

Die Rückenansicht des Bilderbuches „Es gibt eine Zeit…“ von Lena Raubaum und Clara Frühwirth

Manches liegt uns näher als anderes. Wie das Chaosgewimmel oder die Füße im Himmel. Doch jeder Vers regt uns an auf die Suche zu gehen. In uns. Um uns herum. In der Zukunft und in der Vergangenheit. Wir betrachten die Bilder und treiben durch Möglichkeiten.

Manchmal lese ich es aber auch nur mir vor. Wenn ich mal wieder eine Stimme brauche, die mir sagt: „Alles ist ok! Das wird schon!“

Denn „Es gibt eine Zeit…“ für alles.

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„Schokuspokus 5: Ein paar Tropfen Abenteuer“ von Maja von Vogel und Franziska Harvey

Das Kinderbuch „Schokuspokus 5: Ein paar Tropfen Abenteuer“ von Maja von Vogel und Franziska Harvey

Amanda, Fiete, Jantje, Kalle, Klarissa, Lina und Oskar leben im Waisenhaus der fiesen Dr. Agathe Nieswurz. Dabei handelt es sich um kein normales Waisenhauas. Sondern um eine Schokoladenfabrik! In welcher die beste Schokolade der Welt produziert wird. Von den Kindern. Unter der tyrannischen Herrschaft der gemeinen Direktorin.

Aber natürlich dürfen die Waisen die leckeren Schokoladenkreationen nicht probieren. Auch ansonsten gönnt ihnen die „Fieswurz“ keinen Spaß. So träumen die sieben Freunde vom sagenumwobenen Glückskakao. Der für immer glücklich machen soll.

Schokuspokus 5: Ein paar Tropfen Abenteuer

Auf der Suche nach den Glückskakao-Zutaten, waren die Kinder schon recht erfolgreich. Bisher fanden sie den verschollenen Maya-Becher mit einer Glückskakaobohne. Auch die Goldene Glücksvanille, das Jaguar-Schnurrhaar und die Quetzal-Schwanzfeder haben sie schon. Als nächstes machen sie sich auf die Jagd nach den salzigen Tränen.

Dafür tricksen die Waisen einmal mehr ihre gemeine Direktorin aus. Begeben sich auf eine aufregende Reise ans Meer. Erkennen Verbündete und wachsen weiter zusammen.

Die Jungs lieben die Schokuspokus-Reihe

Die Rückseite des Kinderbuches „Schokuspokus 5: Ein paar Tropfen Abenteuer“ von Maja von Vogel und Franziska Harvey

Chef (8) und Vizechef (5) lieben die Schokuspokus-Reihe seit dem ersten Band („Der geheime Kakaoklau“). Jedes der bisherigen Bücher vermochte sie zu fesseln und zu begeistern. Am fünften Abenteuer gefiel ihnen besonders die Reise ans Meer. Mit Meer liegt man bei meinen Jungs eh immer richtig. Doch war die Reise dahin das eigentliche Highlight. Sieben Kinder allein unterwegs. Ohne Erwachsene. Welch wundervolle Vorstellung!

Neben dieser aufregenden Reise erfahren wir mehr über Amandas verstorbene Eltern. Außerdem steht diesmal die verträumte Jantje im Mittelpunkt. Die immer lebendiger wirkt, desto näher sie dem Meer kommt.

Mit seiner großen Schrift und den relativ einfachen Sätzen, ist die Kinderbuch-Reihe prädestiniert für geübte Lesestarter ab 7 Jahren. Auch Lesemuffel könnten an der reich bebilderten Geschichte Spaß haben. Zielgruppe sind definitiv Grundschüler.

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„Die Sternenspinne“ von Stefanie Christ und Karin Widmer

Das Bilderbuch „Die Sternenspinne“ von Stefanie Christ und Karin Widmer vor einem mit Spinnweben übersähten Fenster

In den Bäumen hüpfen die Zugvögel von Ast zu Ast. Saftiges Gras weht im Dezemberwind. Wie ärgerlich! Es ist viel zu warm für Lydias heiß ersehnten Schnee. Sie öffnet Türchen um Türchen ihres Adventskalenders. Der ihr Tag für Tag winterliche Bilder präsentiert. Aber vor ihrem Fenster tut sich nichts.

Nach dem elften Türchen entdeckt Lydia in einer Zimmerecke eine Spinne. Der ungebetene Gast scheint sich wohlzufühlen. Doch Lydia mag keine Spinnen. Hat Angst vor dem achtbeinigen Gast. Sie beschwört die Spinne, weg zu gehen. Doch die spinnt einfach weiter. Immerhin, eine gute Zuhörerin ist sie. Und als Lydia am Heiligabend aufwacht, da wartet eine glitzernde Überraschung auf sie.

Plötzlich verliert das Spinnentier den Schrecken

Rückenansicht des Bilderbuches „Die Sternenspinne“ von Stefanie Christ und Karin Widmer

Puh, Leute! Wenn man – wie ich – eine nicht gerade kleine Arachnophobie zu seinen Eigenheiten zählt, fällt es nicht ganz leicht sich auf „Die Sternenspinne“ einzulassen. Besonders, da die Spinne nicht verniedlicht wird. Sie ist eins dieser fiesen, langbeinigen Exemplare. Mit dickem Hinterleib und deutlichen Kieferklauen. Da bekomm ich schon vom Beschreiben Gänsehaut. Mit vermenschlichten, verhärmten Zügen schaut sie grimmig auf Lydia hinunter. So grimmig wie das Mädchen zu ihr.

Nach und nach wird der Achtbeiner vertrauter. Wird zum Vertrauten. Dem Lydia ihre Wünsche anvertraut. Der still webend zuhört. Dabei seine Schrecken verliert. Plötzlich gar nicht mehr gruselig ist.

Ich wünschte, ich wäre schon so weit wie Lydia. Doch leider verfalle ich immer noch in Schockstarre, wenn ich ähnliche Exemplare in freier Wildbahn erblicke. Ganz ehrlich? Ich bekomme tatsächlich Herpes vom Anblick großer Spinnen. Total bekloppt. Ich weiß! Hilft nur nicht.

Der Traum von weißer Winterwunderzeit

Das Bilderbuch „Die Sternenspinne“ von Stefanie Christ und Karin Widmer

Aber: Es wird besser. Mittlerweile kann ich mit den meisten Spinnen leben. Wenn sie locker unter ein normales Glas passen, komm ich klar. Ein Fortschritt. „Die Sternenspinne“ trägt vielleicht auch dazu bei, dass ich bei der nächsten Begegnung der achtbeinigen Art weniger panisch reagiere. Durch Gewöhnung.

Denn dem Vizechef (5) hat es Lydias Geschichte angetan. Wie sie kann er sich kaum noch an Schnee erinnern. Einen Tag lang gab es mal welchen hier in Köln. Vor drei Jahren. Gerade mal lang genug lag das Wunder, um einen Schneemann zu bauen. Seitdem träumt der Vize von weißer Winterzeit. Und auch wenn am Ende kein klirrendkalter, verschneiter Wintertag auf Lydia wartet, die verwobene Auflösung der Weihnachtsgeschichte mag mein Fünfjähriger sehr.

„Die Sternenspinne“ vermittelt, dass Spinnen in Ordnung sind. Ohne plakativ zu sagen, dass Angst vor ihnen unnötig und doof ist. Angst ist ok. Aber es gibt eben auch schöne Seiten an diesen Tieren. Auf die dieses leise, sanfte Adventsbuch unsere Aufmerksamkeit lenkt. 😊

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„Pepino Rettungshörnchen“ von Irmgard Kramer und Nora Paehl

„Pepino Rettungshörnchen“ von Irmgard Kramer und Nora Paehl

Pepino ist „das beste Rettungs-Eichhörnchen, das jemals in einem Dachboden über einer Feuerwache gelebt hat.“ Oh ja! Zusammen mit seinem kleinen Bruder Amini, Onkel Oko und seiner Mama lebt er dort. Und wenn die Feuerwehrleute zu einem Einsatz aufbrechen, dann ist Pepino mit dabei.

Aber seiner Mama gefällt das gar nicht. Nach dem letzten Einsatz verdonnert sie ihren kleinen Helden zu Nest-Arrest. Doch Chaos-Onkel Oko verschafft dem Action-Hörnchen Freigang. Zum Nüsse organisieren. Auf den Markt. Wo das Abenteuer erst so richtig losgeht. Weil Pepino ins Visier des fiesen Marders Don Kling gerät. Dabei lernt er die mutige Waise Jala kennen. Welch Glück!

Actiongeladenes Kinderbuch für Eichhörnchenfans

„Pepino Rettungshörnchen“ von Irmgard Kramer und Nora Paehl

Wuh! „Pepino Rettungshörnchen“ fetzt! Das actiongeladene Kinderbuch kam bei meinen Jungs tierisch gut an. Besonders der Vize (4) hatte mit dem frechen Feuerwehr-Nager viel Spaß. Schon das Cover begeisterte ihn. Als er es sah, wanderte das Buch sofort nach ganz oben auf die Vorleseliste. Fortan lief er regelmäßig „Wiu-wiu-wiu – Pepino, das Rettungshörnchen“ jauchzend durch die Wohnung. Bis Mama sich endlich erbarmte und vorlas.

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„Ein Licht im Wald“ von Raphaël Kolly

„Ein Licht im Wald“ von Raphaël Kolly

Als das Kaninchen nach einem langen Tag auf dem Feld neugierig einer Hummel folgt, findet es sich plötzlich im Wald wieder. Im sehr, sehr dunklen Wald. Was am hellen Tag aufregend war, macht dem kleinen Abenteuer nun Angst. Verloren hockt das Kaninchen in der Dunkelheit.

Da entdeckt es in der Ferne ein Leuchten. „Mitten im Wald liegt ein großes Stück Licht!“ Vielleicht hat die Sonne es vergessen? Das Kaninchen formt das knisternde Leuchten zu einem strahlenden Ball. Mit dem Lichtballon in der Hand, bahnt es sich den Weg durch den Nachtwald. Trifft Wesen aus der Unterwelt. Monster mit Klauen und spitzen Zähnen und erfahrene Nachtwandler.

Es erkennt, dass auch der nächtliche Wald wunderschön ist. Dass seine Bewohner sich genauso nach Licht und Sicherheit sehnen, wie es selbst. Und dass die Sonne wieder aufgeht.

Hoffnung auf sonnige Tage

„Ein Licht im Wald“ von Raphaël Kolly

„Ein Licht im Wald“ ist ein wunderschönes, atmosphärisches Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren. Der Schweizer Illustrator Raphaël Kolly erzählt eine erhellende Geschichte über Ängste. Über ihre Überwindung. Und über Großzügigkeit. Sein Kaninchen stolpert durch den Wald. Trifft auf seine Alpträume und erkennt, dass sie – bei Licht betrachtet – eigentlich keine sind.

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„Meine erste Naturkunde – Beeren und Pilze“ von Emma Jansson

„Meine erste Naturkunde - Beeren und Pilze“ von Emma Jansson

In einem anderem Leben – irgendwo in meinen Zwanzigern – arbeitete ich neben dem Studium für eine tolle Frau auf Mittelaltermärkten. Verkaufte „historisch nah interpretierte Gewänder“, Stoffe, Schließen und Fruchtwein. Von meiner Chefin lernte ich Stadtkind eine Menge über die Natur. Mit ihr ging ich in den Wald. Zusammen sammelten wir Pilze, Steinobst und Beeren. Inzwischen ist die tolle Frau Patin des Vizechefs (4). Jeder Besuch bei ihr im Westerwald ein seltenes, aber regelmäßiges Highlight unseres Familienlebens.

Mit dem Ultrasport durch den Wald

Jeden Herbst suchen wir mit ihr Pilze und Beeren. Als die Jungs noch nicht so gut liefen, packten wir sie in den Bollerwagen. Mittlerweile wuseln die kleinen Abenteurer selbst mutig durchs Unterholz. Auf der Suche nach Steinpilz, Krauser Glucke und Parasol.

Spannende Informationen und leichte Rezepte

„Meine erste Naturkunde - Beeren und Pilze“ von Emma Jansson

Als ich ihnen das Sachbuch „Meine erste Naturkunde – Beeren und Pilze“ von Emma Jansson zeigte, waren die Jungs begeistert. Stöberten sofort los. Erkannten Walderdbeere und Brombeere, Heidelbeere und Himbeere, Steinpilz und Pfifferling. Wollten mehr über die Beeren und Pilze wissen, die wir im heimischen Wald noch nicht gefunden haben. Sind nun neugierig auf Molte-, Moos- und Preiselbeere.

Zu jeder Frucht und jedem Pilz gibt es spannende, leicht verständliche Hintergrundinformationen. Wo wächst die Beere? Kann man sie verwechseln? Wie riecht der Pilz? Welche Zubereitungsart eignet sich am besten? Vier leicht zuzubereitende Rezepte laden die Kids dazu ein, selbst zu Marmeladenkoch oder Pilzköchin zu werden.

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