„REN, der Ninja: Aufbruch“ von Miyuki Tsuji und Pau Gámez

Das Kinderbuch „REN, der Ninja: Aufbruch“ von Miyuki Tsuji und Pau Gámez

Vor zwei Jahren wachte Ren in den Straßen dieser Stadt auf. Erinnerte sich an nichts. Seit zwei Jahren geht er nun schon in die Schule. Wohnt bei Lisa, die für ihn sorgt. Doch wirklich zu Hause fühlt er sich nicht.

Als ihm im Wald ein verletzter Hund zuläuft, überstürzen sich die Ereignisse. Erst versteht er, was der Hund sagt. Dann begegnet ihm Ana. Ein seltsames Mädchen, dass ihn zu kennen scheint. Während die beiden einen Hundefänger zur Strecke bringen, erinnert sich Ren nach und nach an seine Vergangenheit.

Für Lesemuffel und Bücherratten

Rückseite mit Rückentext des Manga-Romans für Kinder „REN, der Ninja: Aufbruch“ von Miyuki Tsuji und Pau Gámez

Und die hat es in sich. Denn Ren ist nicht nur ein Ninja. Er ist auch ein Zeitreisender.

„REN, der Ninja: Aufbruch“ ist der erste Band einer packenden Kinderbuchreihe, die Abenteuerroman mit Manga-Elementen und Seiten füllenden Illustrationen ergänzt. Dazu kurze Kapitel, knackige Absätze und viel wörtliche Rede – ein Konzept, das bei Lesemuffeln punktet. Aber auch lesefreudige Kids begeistert.

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„Kakadu und Kolibri fahren eine Runde … Ski“ von Katja Frixe und Juliane Zickelbein

Das Pappbilderbuch „Kakadu und Kolibri fahren eine Runde ... Ski“ von Katja Frixe und Juliane Zickelbein

Nicht nur Kakadu und Kolibri erwarten Euch in diesem Pappbilderbuch. Auch Eule, Reh und Bär sind dabei. Genauso wie Wildschein, Erdmännchen, Ente und noch viel mehr. Denn auf diesen wilden Winterseiten tummeln sich Tiere von nah und fern.

Gemeinsam reimen sie sich durch die Adventszeit bis zu den Weihnachtstagen.
Dabei raten wir mit. Denn auf einer Seite beginnt der Reim, auf der nächsten endet er. Erst nach dem Umblättern entdecken wir ihn. Und können so ganz herrlich mitreimen. Beispielsweise:

  • Eule, Bär und Reh toben durch den…
    -> Schnee.
  • • Wildschein, Fuchs und Vogel Strauß warten auf den Nikolaus.
    -> Fußballspiel.
  • Ente, Elch und Bienen verteilen…
    -> Apfelsinen.

Wilde Perspektivenwechsel

Rückseite des Kinderbuches „Kakadu und Kolibri fahren eine Runde ... Ski“ von Katja Frixe und Juliane Zickelbein mit Rückentext

Beim Wechseln der Seiten Wechseln wir auch immer mal wieder den Blickwinkel. Nicht nur von links nach rechts läuft das Geschehen. Auch von oben nach unten. Dadurch entstehen Perspektivenwechsel. Außerdem bleibt es durchgehend spannend. Und witzig!

Denn mal ehrlich – um Zweijährige über 30 Seiten bei Laune zu halten, braucht es schon Einiges. Aber „Kakadu und Kolibri fahren eine Runde … Ski“ hat alles, was es braucht. Und mehr! 😊

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„Herbsthundewetter“ von Andreas und Dirk Steinhöfel

Das Bilderbuch „Herbsthundewetter“ von Andreas und Dirk Steinhöfel vor rotbraunem Herbstlaub

Ein Junge und ein Welpe schauen aus dem Fenster in den Nebel. Gerne würde der kleine Hund nach draußen. Doch bei diesem Herbsthundewetter geht das nicht.

Also erzählt ihm der Junge, was ihn erwartet. Von den Jahreszeiten und davon, wie sich das Wetter verändert. Von allem, was der kleine Hund erleben wird, wenn er größer ist.

Mit Hund und Kind durch die Jahreszeiten

Und wir träumen uns mit Hund und Kind in klirrend kalte Wintertage. Rutschen über Eis. Erahnen die Frühlingsblumen unter dem Schnee. Bewundern glitzernden Morgentau. Jagen Schmetterlingen hinterher. Genießen Gute-Laune-Wetter und träge Sommertage. Grollende Gewitter und verhagelte Wiesen. Blitz und Donner. Bunte Herbstblätter und flammendes Abendrot. Bis der Nebel uns wieder nach Hause führt.

Weckt Erinnerungen und Vorfreude

Rückseite des Bilderbuches „Herbsthundewetter“ von Andreas und Dirk Steinhöfel mit Rückentext

Dirk Steinhöfels weiche Aquarelle fangen die wechselnden Jahreszeiten und ihre Stimmung traumschön ein. Erinnerungsschwer wirken diese Bilder. Dabei wecken sie Vorfreude auf das, was kommt.

Andreas Steinhöfel formuliert zu den Illustrationen seines Bruders offene, kurze Sätze. Sätze, die auffordern sich hineinzuversetzen. Erlebte Tage wachzurufen. Sich auf Wintertage und Sommergewitter zu freuen. Mit dem Jungen und seinem kleinen Hund auf Erinnerungsreise zu gehen. Was natürlich gerade jetzt, an trüben Herbsttagen und üsseligen Winterabenden, besonders schön ist.

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„Ein halber Zauber“ von Miriam Mann und Lisa Forsch

Das Kinderbuch „Ein halber Zauber“ von Miriam Mann und Lisa Forsch vor einer alten Backsteinmauer

Am Rand des verwunschenen Dunkelwaldes liegt das kleine Örtchen Zauberhexhausen. Dort wohnen auch Hexe Trixi und Zauberer Max mit ihren Eltern und Gestaltwandelhaustier Edgar. Die Zwillinge teilen sich nicht nur ihr Hochbett, auch Mamas alten Zauberstab dürfen sie nur abwechselnd nutzen. Eigene Zauberstäbe gibt’s frühestens zu ihrem nächsten Geburtstag. Klar, da ist Streit vorprogrammiert ist. Dass Trixi viel besser zaubern kann als Max, macht das Ganze nicht besser.

Dann passiert es: Der Stab bricht. Als sich die beiden mal wieder nicht einigen können. Schlimmer noch – die Reparaturzauber gehen total nach hinten los. Machen die magische Quelle kaputt. Die Zauberkraft versiegt. Der Versuch den Schlamassel wieder in Ordnung zu bringen, führt die beiden in den unheimlichen Dunkelwald. Wo sie sich vielen Herausforderungen und ihren Ängsten stellen müssen.

Ganz viel Identifikationspotenzial

Rückseite des Kinderbuches „Ein halber Zauber“ von Miriam Mann und Lisa Forsch mit Rückentext

„Ein halber Zauber“ ist ein magisches Vorlesebuch für Kids ab vier, eher fünf Jahren. Besonders natürlich für Geschwister. Weil: Wer kennt sie nicht, diese Nerven raubenden Streitigkeiten. Da steckt ganz viel Identifikationspotenzial drin.

Auch das ein Geschwister etwas besser kann als der andere, kennen wir hier nur zu gut. Der Vize überflügelt in vielen Schul-Dingen seinen großen Bruder. Dafür hat der Chef andere Stärken. Genau wie bei den beiden Zauberhex-Zwillingen. Wie gut, dass jeder anders ist. So können wir uns wunderbar ergänzen. Und zusammen (fast) alles schaffen. Egal ob Mensch, Hexe oder Zauberer.

Voll kreativer Einfälle und drolliger Figuren

Heimlicher Protagonist ist Gestaltwandler Edgar, der mit seinen drolligen Tieradaptionen und als Leidtragender des halben Zaubers den Kindern die Show stielt. Aber auch die anderen Nebencharaktere überzeugen mit überraschender Tiefe und schrulligen Eigenschaften. Überhaupt verblüffte mich Miriam Manns Kinderbuch mit kreativen Einfällen und drolligen Figuren. Ich las das Buch so gerne vor.

Ausschnnitt einer Innenseite des Kinderbuches „Ein halber Zauber“ von Miriam Mann und Lisa Forsch

Die putzigen Illustrationen von Lisa Forsch ergänzen das Geschehen zauberhaft atmosphärisch und kindgerecht. Für Vorschulkinder dürften es gerne noch mehr große Bilder geben, finde ich. Aber auf jeder Seite findet sich mindesten ein kleiner Hingucker. Das reicht oft schon, um dem Auge während des Lauschens etwas Halt zu geben.

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„Das kleine Muthörnchen“ von Nanna Neßhöver und Lena Hesse

Das unkaputtbare Baby Pixi: "Das kleine Muthörnchen" von Nanna Neßhöver und Lena Hesse auf sehr, sehr vielen Haselnüssen liegend.

Hörnchen entdeckt eine Nuss. Am Ast gegenüber. Boah, sieht die lecker aus. Aber…die ist ganz schön weit weg. Der Ast sieht so wackelig aus. Der Baum ist so hoch. Das ist alles viel zu viel!

Doch Papa ermutigt. Stellt sich zur Nuss und streckt die Arme aus. Und Hörnchen? Traut sich!

Unkaputtbares Bilderbuch für die Kleinsten

Rückseite des unkaputtbaren Baby Pixi: "Das kleine Muthörnchen" von Nanna Neßhöver und Lena Hesse

„Das kleine Muthörnchen“ ist ein Bilderbuch für die Allerkleinsten. Denn es gehört zu den unkaputtbaren Baby Pixi-Büchern, die der Verlag für Kinder ab 12 Monaten empfiehlt. Der Vize hatte sie aber schon früher in den grabbelnden Fingern und im dauerforschenden Baby-Mund. Die Bücher kamen mit in die Badewanne und an den Strand. Ein Exemplar hing immer am Kinderwagen und eines an der Autoschale. Deswegen kann ich aus Erfahrung sagen, diese Büchlein bekommt wirklich nichts kaputt. Wir waren riesige Fans. Und wenn ich heute Baby beschenken darf, dann gehört ein Baby Pixi immer mit ins Paket. 😉

Mutmachend und mitwachsend

Aber zurück zu diesem Baby Pixi! „Das kleine Muthörnchen“ zeichnet sich durch die knuffigen Bilder von Lena Hesse aus. Die Farben sind kräftig, Figuren und Raum sehr begrenzt. Was perfekt für ganz Kleine ist.

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„Die Insel der Smartphone-Waisen“ von Salah Naoura mit Illustrationen von Kai Schüttler

Ach, was mochten wir „Das Schloss der Smartphone-Waisen“. Wir lachten uns durch den anarchisch, frechen Görenspaß. Ob der zweite Band da mithalten kann? Das verrate ich Euch hier. 😉

Das Kinderbuch „Die Insel der Smartphone-Waisen“ steht auf einem Sandstrand, im Hintergrund eine Strandpflanze und eine Festung im Meer.

Gerade erst war Marla mit ihren Smartphone-Waisen und Oma Babett zur alten Hermine ins Schloss gezogen, als Tara aus dem Zoo eine neue Mitbewohnerin mitbringt. Bengal-Katze Madame war so freundlich, für Tara das Genuschel des Bengalischen Tigers Khan zu übersetzen. Der hatte Taras Mama vor zwei Jahren getötet. Aus Versehen. Weil er sich erschreckt hatte, als sie ein Selfie machte. Eine Aussprache war da längst fällig.

Eigentlich wäre das nun schon genug Aufregung. Doch die Karten offenbaren Tara, dass sie entführt werden soll. Kurzerhand beschließt Marla mit den Kindern Urlaub am Meer zu machen. So tricksen sie die Entführer bestimmt aus. Tara weiß natürlich, dass die Karten sich nie irren. Aber Urlaub am Meer klingt so oder so super. Allerdings wird ihr Aufenthalt in der kleinen italienischen Stadt an der deutschen Ostsee etwas herausfordernder als gedacht…

Voll strahlend schwarzem Humor

Rückseite des Kinderkrimes „Die Insel der Smartphone-Waisen“ von Salah Naoura mit Illustrationen von Kai Schüttler

Tara, Artschie, Kalli, Leo, Bodhi und Bhavani wieder zu begegnen freute uns sehr. Die Ergänzung des Ensembles durch tierische Charaktere feierten wir. Cat-Content punktet einfach immer. Außerdem bekam mein Lieblings-Butler Mister Gordon Sympathie-Konkurrenz von Taxifahrer Quinn.

Wir lieben den mitreißenden Schreibstil, die direkte Anrede der Lesenden, das selbstverständlich Magische im Normalen. Und natürlich den schwarzen Humor, der so hell strahlt.

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MINECOMIC 1: „Creeper – bis es knallt!“ von Heiko Wolz und André Sedlaczek

Meine Jungs sind schon lange im absoluten Minecraft-Fieber. Neben dem Spiel liebt besonders mein Achtjähriger alles, was mit dem Minecraft-Universum zu tun hat. Vom Lego-Set über T-Shirt und Socken bis zu Adventskalender und Sammelkarten. Na klar, dass ein Comic mit Creepern und Co. sofort gelesen werden muss.

Das Kinderbuch „Creeper – bis es knallt!“ von Heiko Wolz und André Sedlaczek

Stefan, Anna und dem Zombie Brokkoli helfen bei den Vorbereitungen zum großen Dorffest. Auf das Feuerwerk freuen sie sich schon lange. Doch was ist das? Das Schwarzpulver ist weg. Und ohne Schwarzpulver kein Feuerwerk. Oh weh.

Stefan hat die Idee: Sie gehen in eine Höhle. Dort verbergen sich Truhen. Auch mit Schwarzpulver. Erst braut er noch einen Trank. Dann machen sich die Freunde auf den Weg.

Nun ja, der Plan geht nicht ganz auf. Aber aufgeben kommt nicht in Frage. Crafting-Geschick, Diamantrüstung und Teamwork sorgen dafür, dass am Ende ein prächtiges Feuerwerk über dem Dorf funkelt.

Creeper – bis zum Leseprofi

Rückseite des Lesenlern-Comics „Creeper – bis es knallt!“ von Heiko Wolz und André Sedlaczek

Mein Vize verschlang das Comic in der zweiten Klasse. In einem Happs. Er fand es witzig, hatte Spaß an der Geschichte und den Bildern. Fachlich hatte er ein paar Kritikpunkte. Hier und da funktioniert das Spiel wohl nicht ganz so, wie im Comic dargestellt. Aber er sah gnädig darüber hinweg. Und las es dann doch noch das ein oder andere Mal.

Abweichungen erklären sich vielleicht dadurch, dass das Minecomic trotz aller Minecraftigkeit kein offizielles Minecraft-Produkt ist.

Mir gefiel der Humor, die großen Comic-Fenster und die Einfachheit des Textes. Zusätzlich sind die Textelemente überschaubar bis spärlich. Perfekt für Lesestarter. Aber auch für Lesemuffel. Um Leseanfänger noch besser zu unterstützen, wäre eine größere Schrift hilfreich. Wobei die Motivation hoch ist, alle Buchstaben zu entziffern.

Inzwischen ist der Vize in der dritten Klasse und das Buch der Schulbücherei gespendet. Wo es von Hand zu Hand wandert und dauerausgeliehen ist. Ich kann also sagen: Das Zielpublikum ist begeistert.

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Interaktive Eiersuche: „Wo rollen all die Eier hin“ von Günther Jakobs

Das Osterbuch „Wo rollen all die Eier hin“ von Günther Jakobs umgeben von bunten Bällen

„Alle Hasen sind in Eile.
Niemand hat mehr Langeweile.“

Es gibt allerhand zu tun, niemand darf zur Zeit noch ruhn. Ostern naht und die Eier sind längst nicht parat.

„Farbe auf die Euer schmieren!
Bloß nicht wieder eins verlieren“

Doch das sagt sich viel zu leicht. Da hat die Vorsicht nicht gereicht. Eins, zwei, drei, vier – schwupps sind sie schon nicht mehr hier. Rollen über Stock und Stein, leider nicht ins Nest hinein.

„Alle Tiere – auch ein Bär –
hecheln Eiern hinterher.“

Ausschnitt einer Innenseite des Bilderbuches „Wo rollen all die Eier hin“ von Günther Jakobs

Nicht nur Bär – auch Fuchs und Gans – machen mit beim Eiertanz. Doch zu Allerguterletzt, wird ein Eilein schwer verletzt. Und überrascht mit seinem Inhalt Klein wie Groß und Junge wie Alt.

Frühlingsfrisches Mitmach-Osterbuch

Die Rückseite des Pappbilderbuches „Wo rollen all die Eier hin“ mit Rückentext und Verlagsangaben

Ich kanns nicht verhindern – ich würds gern vermindern – aber: Günther Jakobs‘ Bücher bringen mich zum Reimen. Ich hoff, das bringt Euch nicht zum Weinen. Ok, ok, ich hör schon auf. Sonst bekomm ich vielleicht eins drauf. 😊

Jakobs‘ Reime im frühlingsfrisches Osterbuch „Wo rollen all die Eier hin“ sind eh wesentlich witziger und runder als meine. So rund wie die davonkullernden Eier. Dabei können wir das Tempo der rollenden Nestfüllung mit den Drehscheiben des Pappbilderbuches selbst bestimmen. Das macht kleinen Nesträubern ab zwei Jahren so richtig Laune.

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„Bookmän: Alles kaputti“ von Rüdiger Bertram mit Illustrationen von Dominik Rupp

Das Kinderbuch „Bookmän: Alles kaputti“ von Rüdiger Bertram mit Illustrationen von Dominik Rupp auf zerklüfteter Erde liegend

Eben noch bereiteten Matteo und Kim – alias Bookmän und Comicgirl – den hinterhältigen Machenschaften von Konfettimän ein Ende. Nun feuern sie Buchverleiher Steinschweiger bei seinem Fußballspiel an. Bis die Erde anfängt zu beben und ein riesiger Maulwurfshügel das Fußballfeld zerstört.

Schnell kommt ans Licht, dass ein Riesenmaulwurf sein Unwesen treibt und die ganze Stadt untertunnelt. Was auch die alten Gemäuer der Bücherei bedroht. Weswegen sie schließen muss. Und das geht ja mal gar nicht!

Den beiden Freunden ist klar: Sie müssen etwas unternehmen. Doof nur, dass das magische Buch verschwunden ist und sie sich ohne das Buch nicht in Superhelden verwandeln können…

Wunderbar schräge Superheldenreihe

Rückseite des zweiten Bandes der Bookmän-Kinderbuchreihe von Rüdiger Bertram mit Illustrationen von Dominik Rupp

„Bookmän: Alles kaputti“ ist der zweite Teil einer wunderbar schrägen Superheldenreihe für Kinder ab sieben Jahren. Band eins (Alles Konfetti) war für den „Deutschen Kinderbuchpreis 2024“ nominiert.

Doch „Alles kaputti“ gefiel meinen Jungs und mir eigentlich noch besser. Zwar strotzt die Geschichte weiterhin vor verrückten, frechen, aberwitzigen Ideen – zusätzlich wirkt es ein wenig realer. Und auch etwas düsterer. Was ja irgendwie klar ist. Schließlich lochert sich diesmal kein bunter Konfettimän durch die Seiten, sondern Betonwomän mit ihrem Zollstock des Grauens.

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„Bookmän: Alles Konfetti“ von Rüdiger Bertram mit Illustrationen von Dominik Rupp

Das Kinderbuch „Bookmän: Alles Konfetti“ von Rüdiger Bertram vor einem Regal mit Kinderbüchern

Matteo hat eine Zahnspange und reichlich Fantasie. Der Neunjährige findet Freunde überbewertet und ist gerne allein. Außerdem liebt er Bücher.

Klar, dass die lokale Bücherei sein Lieblingsplatz ist. Auch wenn Bibliothekar Steinschweiger ein wenig seltsam ist. Der war nämlich früher Bundesliga-Fußballspieler. Weswegen er die Büchereibesucher gerne mal mit einem Schlachtruf anfeuert:

„Zickezacke! Zickezacke! Buch, Buch, Buch!“

Doch als Matteo ganz, ganz oben im Regal ein rot leuchtendes Buch entdeckt, ist es mit dem beschaulichen Bücherwurmleben vorbei. Zwar steht das Buch unerreichbar hoch. Dafür tauchen in der Bücherei plötzlich Bücher auf, die voller Löcher sind.

„So als ob jemand das Buch von vorne bis hinten mit einem Locher bearbeitet hätte, um daraus Konfetti zu machen.“

Rückseite mit Klappentext des Kinderbuches „Bookmän: Alles Konfetti“ von Rüdiger Bertram mit Illustrationen von Dominik Rupp

Nebenbei… Matteo ist sich ganz sicher: Das rote Buch hat geknurrt. Dringend will er es in die Finger bekommen. Also überredet er seine Nachbarin Kim ihn in die Bücherei zu begleiten. Die ist genauso alt wie er, aber sehr groß und sehr sportlich. Tatsächlich: Gemeinsam gelingt es. Matteo bekommt das geheimnisvolle Buch in die Finger. Und verwandelt sich in einen Superhelden.

„Echt wahr und nicht gelogen.“

Denn nun ist Matteo der Hüter des magischen Buches. Das Superheldenkräfte verleiht. Mehr schlecht als recht von Buchgeistin Charlotte eingewiesen, verfolgen die beiden heldenhaften Kinder die Spuren des Buch vernichtenden Superschurken Konfettimän. Als Bookmän und Comicgirl!

Superspaß für Superkids

Und ja, die beiden Superhelden wider Willen bei der Schurkenjagd zu begleiten macht Superspaß. Wir lasen uns leicht und beschwingt durch „Bookmän: Alles Konfetti“. Fasziniert von all den knall-bekloppten Ideen. Wenngleich meine Jungs und ich so gar nichts mit Fußball am Hut haben und uns Herrn Steinschweiger manches mal verwirrte oder gar nervte, witzig wars auf jeden Fall.

Die kurzweilige Lektüre passt als Vorlesegeschichte für Kids ab sechs, sieben Jahren. Dank großer Schrift und den vielen, wilden Illustrationen von Dominik Rupp eignet es sich für motivierte Lesende ab Ende der zweiten Klasse. Dank Fußballquatsch und Heldenkräften begeistert es bestimmt auch widerspenstigste Lesemuffel. 😊

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