„Linus und Lina bei den Schummelpiraten“ – Theralingua Workbook zum Thema „SCH“

Linus und Lina bei den Schummelpiraten: Theralingua Workbook zum Thema „SCH“

Linus langweilt sich. Doch als er Linas frisch gemaltes Bild erblickt ist klar: Da will er hin. Zur Insel der Regenbogenmuscheln. Gesagt, getan. Prompt schwimmen die Otter-Geschwister zum magischen Strudel. Der sich knapp über dem Grund ihres Kleinen Sees befindet. Wenn sie ganz fest an Linas Bild mit der Insel denken, dann bringt sie der Strudel genau dort hin.

Doch als sie auftauchen schwimmen sie mitten im Meer. Eine Insel ist nicht in Sicht. Dafür nähert sich ein großes Schiff. Das Schiff der Schummelpiraten. Unter Käpt’n Scholli treiben diese Schurken allerhand Schabernack.

Allein schon wegen der fantasievollen Geschichte der zwei Otter-Kinder, würde ich Euch dieses Heft ans Herz legen. Doch die „Linus und Lina“-Reihe hat so viel mehr zu bieten als putzig-pfiffige Protagonisten, die aufregende Abenteuer erleben.

Übungen und Spiele zur Artikulationstherapie

Linus und Lina bei den Schummelpiraten: Theralingua Workbook zum Thema „SCH“

Es handelt sich nämlich um logopädische Arbeitsbücher. Neben den Geschichten erwarten uns zahlreiche Übungen und Spiele zur Artikulationstherapie. Entwickelt wurde das Ganze von den Logopädinnen Anna Mattersberger und Tanja Weskamp-Nimmergut. Die in ihren logopädischen Praxen (Theralingua) auf langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Sprachtherapie mit Kindern blicken. Außerdem betreiben sie eine logopädische Forschungsambulanz in Kooperation mit der Hochschule Bremen. Hinter der Reihe stecken also absolute Experten.

Bei „Linus und Lina bei den Schummelpiraten“ dreht sich alles um den Laut „Sch“. Als Rheinländer haben wir da eh unser Päckchen zu tragen. Manche mehr, manche weniger. Der Chef (7) leider etwas mehr. Mit meinem Großen besuchten wir unter anderem wegen diesem fiesen Laut fast zwei Jahre lang eine Logopädische Praxis. Inzwischen bekommt er das „Sch“ besser hin als ich. 😉

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„Tierisch: Zu Besuch bei Fuchs & Reh und anderen tierischen Nachbarn“

„Tierisch: Zu Besuch bei Fuchs & Reh und anderen tierischen Nachbarn“ von Bouwien Jansen, Lotte Stegeman und Marieke Nelissen

Mal ehrlich, wer kann diesem Cover widerstehen? Ich nicht! Auch meine Jungs nicht. Als der Chef (7) das Buch erblickte, hielt die Zeit an. Zumindest würde ich das beschwören. Sofort war es um ihn geschehen.

Zwar sind Drachen seine Lieblingstiere. Doch Füchse kommen direkt danach. Und Marieke Nelissen Fuchs-Illustration ist einfach hypnotisch schön!

Genauso das Vorsatzpapier des Buches. Und alle anderen Zeichnungen und Illustrationen der Niederländerin in diesem großartigen Sachbuch. Bis hin zur Abbildung des Tierkots. 😅

Ob rennendes Wildschwein, springendes Reh, putziger Feldhamster oder buddelnder Maulwurf – alle Tiere wirken lebendig. Überzeugen in ihrer Natürlichkeit. Präsentieren sich in ihrem angestammten Lebensraum. In typischer Pose. Mal niedlich, mal erhaben, mal bedrohlich.

Ein ganz besonderes Sachbuch für Kinder

„Tierisch: Zu Besuch bei Fuchs & Reh und anderen tierischen Nachbarn“ von Bouwien Jansen, Lotte Stegeman und Marieke Nelissen
von hinten

Jedoch sind diese lebendigen Zeichnungen nicht das Einzige, was dieses Buch in ein ganz besonderes Kindersachbuch verwandelt. Auch die Texte sind ganz anders, als ich sie aus Tierlexika kenne.

In locker-flockigen Fließtexten sprechen die Autorinnen Bouwien Jansen und Lotte Stegeman den Leser immer wieder direkt an. Plaudern teilweise recht flapsig über Liebes- und Familienleben von 42 heimischen Säugetieren. Stellen Besonderheiten, Feinde und Vorlieben vor.

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„50 tierische Supertalente: Die spektakulärsten Rekorde aus der Tierwelt“

„50 tierische Supertalente: Die spektakulärsten Rekorde aus der Tierwelt“ von Martin Jenkins und Tor Freeman

Weißt Du, welches Tier das schnellste der Welt ist? Oder welches Säugetier am tiefsten tauchen kann? Dass es Tiere gibt, die buchstäblich unter Strom stehen? Wir wussten das nicht. Doch das Buch „50 tierische Supertalente: Die spektakulärsten Rekorde aus der Tierwelt“ verriet uns die Antworten auf all diese Fragen. Sowie noch viele mehr.

Das humorvoll bebilderte Sachbuch für Kinder präsentiert auf jeweils einer Doppelseite die Preisträger der spektakulärsten Rekorde der Tierwelt. Neben den üblichen Kategorien wie „Wer ist der Schnellste, Stärkste, Älteste“ und so weiter, ehrt es außergewöhnliche Leistungen. So gibt es den Mega-Angeber-Preis, den Taschenlampenpreis, verschiedene Gärtnerpreise und den Handarbeitspreis.

Lustig, lehrreich, lässig

„50 tierische Supertalente: Die spektakulärsten Rekorde aus der Tierwelt“ von Martin Jenkins und Tor Freeman

Wir lernen so spannende Tiere wie die Termite, den Mistkäfer, die große Riesenmuscheln und den Axolotl kennen. Lernen Respekt vor dem Pfeilgiftfrosch. Während wir den Löwen um seine Mähne beneiden, bedauern wir den Tiger um seine Seltenheit.

Zudem erfahren wir, welche Tiere die besten Eltern sind. Sowie, welche weit herumkommen. Genauso wie, welche gute Team-Player sind. Außerdem sind uns Spinnen nun viel sympathischer. Genauso wie Stinktiere und Geier.

„50 tierische Supertalente: Die spektakulärsten Rekorde aus der Tierwelt“ ist mal wirklich ein anderes Tierlexikon. Frech, flapsig und faszinierend vermittelt das Sachbuch Angeberwissen aus der Tierwelt. Mit diesen tierischen Anekdoten gewappnet, sind große und kleine Tierfans für jeden Small-Talk gerüstet.

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Eine Bereicherung für unser Homeschooling: „Mein großes Buch der Erde“

„Mein großes Buch der Erde“ Pop-up-Buch

Als dieses Sachbuch für Kinder bei uns einzog, löste es wahre Begeisterungsstürme aus. Vollkommen überwältigt bestaunten Chef (7) und Vizechef (4) die großen Seiten mit ihren vielen Mitmach-Elementen. Je mehr Klappen und Schieber sie entdeckten, desto größer wurde ihre Freude.

Damit bereicherte „Mein großes Buch der Erde“ unseren Heimschul-Sachunterricht sehr. Selbst wenn die Luft am Nachmittag raus war und alle eigentlich nur noch eine Folge Ninjago schauen wollten – mit diesem Buch schummelte ich den Jungs dann doch noch etwas Sachkunde-Wissen unter.

Wobei meist der Vierjährige die treibende Kraft war. Und ist. Er liebt dieses Sachbuch sehr. Jedes Mal – wirklich jedes Mal! – wenn er die Seite mit dem Vulkan aufklappt entfleucht ihm ein erstauntes: „Woah!“. Es ist aber auch einfach beeindruckend, wenn der ca. 20 cm hohe Pop-up-Vulkan aus den Buchseiten schießt.

Erstaunliche Effekte

„Mein großes Buch der Erde“ Pop-up-Buch

Auch der Siebenjährige mag die interaktiven Elemente. Schon die Erde auf der ersten Seite überzeugte ihn. Durch das Umklappen der „Oberfläche“ schauen wir nämlich ins Innere unseres Planeten. Im Schnitt zeigen sich alle Erdschichten. Inklusive der Ozeane und tektonischen Platten.

Wie die sich bewegen, erfahren wir sehr anschaulich auf der nächsten Seite. Wo wir per Schieber die Indische Platte auf die Eurasische knallen lassen. Um den Himalaja aus der Seite wachsen zu lassen. Außerdem können wir hier tektonische Platten auseinanderdriften und aneinander reiben lassen. Die Auswirkungen sind erstaunlich.

So macht Sachkunde Spaß

„Mein großes Buch der Erde“ Pop-up-Buch
Tektonische Platten „falten“ den Himalaja

Eine große Ausklappseite zeigt uns, wie das Leben auf der Erde entstand. Wie es sich veränderte. Danach wird der Wasserkreislauf erklärt. Mit einem famosen Ausklapp-Diorama. Auch unsere Atmosphäre schießt über das Buch hinaus. Das beeindruckt und bleibt in Erinnerung.

Dagegen sind die Seiten zu Klima und Rohstoffe unaufgeregter. Doch auch hier gibt es hinter zahlreichen Klappen viel zu entdecken. So einprägsam vermittelt, haftet das Wissen bei den Jungs hoffentlich besser als bei mir. Denn ich habe all dieses Schulwissen schon lange wieder vergessen.

Unser Fazit: Spielerisch, farbenfroh und aufregend vermittelt dieses Sachbuch Grundlagenwissen über unsere Erde. So macht Sachkunde Spaß.

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Anna Böhm: „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ (Emmi & Einschwein 4)

Anna Böhm: „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ (Emmi & Einschwein 4)

Jede*r Wichtelstädter*in bekommt zum zehnten Geburtstag ein Fabelwesen. So kam Emmi zum einmaligsten, witzigsten, herzigsten und liebenswertesten Fabelwesen überhaupt: Einschwein!

Nun naht Einschweins erstes Weihnachtsfest. Welches unbedingt wunderwonnig werden soll. Doch irgendwas läuft schief. Nachdem die Wunschzettel abgesendet sind, kommen sie zurück. Korrigiert!

Mit dem Wunschzettel-Wichtel scheint etwas ganz und gar nicht zu stimmen. Bloß was? Es wäre doch gelacht, wenn Emmi und Einschwein das Rätsel nicht lösen können.

Wie hielten wir es bisher bloß ohne Einschwein aus?

Anna Böhm: „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ (Emmi & Einschwein 4)

Immer wieder stolperte ich die letzten Jahre über Emmi und Einschwein. Doch fanden wir nicht zueinander. Allerdings folge ich Einschwein-Schöpferin Anna Böhm auf Instagram. Als diese dort eine Handvoll „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ verloste, warf ich meinen Namen in den Hut. Und hatte (Ein)Schwein.

Wie wir es bisher ohne das freundliche Fabelwesen aushielten, ist uns ein Rätsel. Nachdem es bei uns angekommen war, stellte Einschwein unsere Adventslesepläne auf den Kopf. Um das 24 Kapitel dicke Buch als Adventskalenderbuch zu lesen, fehlte allen Beteiligten die Geduld. Wie schafft das überhaupt jemand?

Sowohl Chef (7) als auch Vizechef (4) ließen alle anderen Lektüren liegen. Emmi, Ihre Familie, die fantastischen Fabelwesen, Einschwein und seine kulinarische Magie – die Jungs waren hin und weg.

Die absurden Antworten vom Wunschzettelwichtel schockierten Schul- und Kindergartenkind gleichermaßen. Enorm enthusiastische Wichtel und das ganze dubiose Drumherum kitzelte die Detektivinstinkte meines Großen. Puddingschuhe und Lebkuchenzauberei bezirzten den Kleinen.

Fabulöser Weihnachtspaß – witzig, spannend, herzlich

Genauso begeistert wie die Kinder bin auch ich. „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ ist ein fabulöser Weihnachtspaß – witzig, spannend, herzlich. Obwohl es der 4. Band der „Emmi & Einschwein“-Reihe ist, vermissten wir nichts. Fühlten uns sofort wohl. Nicht nur die Kinder lachten immer wieder laut los. Auch ich bekam vom Dauergrinsen Muskelkater. Und Einschweins Zimtwünsche zaubern wir uns nun regelmäßig (Rezept im Buch).

Trotz aller Begeisterung: Ich muss Euch vor Einschwein warnen! Denn es wird nicht bei einem Band bleiben. Wenn Ihr ein Einschwein-Buch gelesen habt, werdet Ihr mehr wollen. Band 1 lag spontan noch unterm Baum. Und wurde sofort durchgesuchtet. Band 2 und 3 sind schon beim Buchhändler des Vertrauens bestellt. Da sie nicht auf Ostern oder Geburtstage warten wollten, finanziert der Chef Band 2 von seinem Weihnachtsgeld. Für Band 3 opfert der Vize seines. Die Einschweinsucht ist groß! ❤

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„Käpt’n Waschbär und die Luftpiraten“ von Martin Gries und Günther Jakobs

"Käpt’n Waschbär und die Luftpiraten" von Martin Gries und Günther Jakobs

Das Städtchen Spitzhorn liegt am Fuße eines hohen Berges. Bürgermeister Wombat, Bäckerin Dachs, Kantonin Ameisenbär, Herr Ziege aus dem Papierladen und all die anderen tierischen Bewohner leben ein ruhiges Leben. Es könnte friedlicher nicht sein. Wenn da nicht Käpt’n Waschbärs Luftpiraten wären. Ja, genau. Luftpiraten!

Auf dem Gipfel des Spitzhorn-Berges liegt der geheime Heimathafen der Luftpiraten. Der Heimathafen ist wirklich sehr geheim. So geheim und gut versteckt, dass die Piraten ihn oft selbst nicht finden. Deswegen irren sie dauernd durch kalte Nächte und fangen sich Erkältungen ein. So kann das nicht weiter gehen, entscheidet Käpt’n Waschbär. Eine Lösung muss her.

Tja, und Käpt’n Waschbärs Problemlösungsideen sind von ganz eigener Schönheit und Logik. Genauso überraschend wie seine Ideen an sich, sind auch die Folgen für die Bewohner Spitzhorns. Es beginnt ein Reigen verrücktester Abenteuer. Ein wilder Tanz von Ursache und Wirkung.

Ein meisterhafter Schelmenstreich

"Käpt’n Waschbär und die Luftpiraten" von Martin Gries und Günther Jakobs

„Käpt’n Waschbär und die Luftpiraten“ ist ein wundersamer Spaß – voller bekloppter Ideen und urkomischer Missgeschicke. Martin Gries zündet ein übermütig leuchtendes Feuerwerk voll Schabernack und Unfug. Ein meisterhafter Schelmenstreich.

Günther Jakobs bannt die exzentrisch-drolligen Charaktere aufs Papier. Seine Illustrationen unterstreichen die brillante Abgedrehtheit. Durch sie kommen uns die Figuren nahe, wachsen ans Herz.

Wir lasen dieses mehr als unterhaltsame Kinderbuch in den Herbstferien. Alle zusammen: Chef (7), Vizechef (4), Mama und Papa (ü40). Anstatt – wie meist – die Zeit für Simonekram zu nutzen, während mein Mann den Jungs vorliest, blieb ich dabei. Lauschte. Und grinste.

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„Die Umweltkonferenz der Tiere“ von Anita van Saan und Dorothea Tust

„Die Umweltkonferenz der Tiere“ von Anita van Saan und Dorothea Tust

„Es war an einem Tag im Lenz,
da trafen sich zur Konferenz,
…[viele, viele Tiere]…

Man kam, um sich zu informieren,
zu demonstrieren, diskutieren.
Wie ohne Streit und ohne Zwist
der Natur zu helfen ist.“

Der Natur geht’s nämlich gar nicht gut. Das berichten nacheinander Biene, Biber, Fledermaus und Gorilla; Panda, Tiger und Kamel; Maus, Eisbär, Wal und Clownfisch. Alle berichten sie von katastrophalen Entwicklungen auf Feldern, in Wäldern, in Wüste und Meer, im Dschungel und der Antarktis.

Und klar ist: Der Mensch ist die Wurzel allen Übels. So sagt die Biene „ich versteh dich! Oft sind Menschen unausstehlich. Doch kleine Kinder meistens nicht sie haben eine andre Sicht.“

Und genau diese Kinder erfahren in dem Sachbilderbuch „Die Umweltkonferenz der Tiere“ ganz viele Hintergründe über die Probleme, die wir Menschen unserer Umwelt bereiten. In rhythmischen Reimen stellt jeweils ein Tier sein Problem vor.

„1, 2, 3, 4, Gift im Wasser hassen wir!“

Die Biene erzählt von Gift auf den Feldern. Der Biber von Flussbegradigungen. Der Abendsegler vom Baumsterben. Gorilla und Panda beklagen das Schrumpfen ihrer Lebensräume. Darunter leidet auch der Tiger. Außerdem begehrt der Mensch sein Fell. Dem Kamel geht’s noch ganz gut. „Doch andre Tiere haben’s schwer, denn Wüste gibt es immer mehr.“ Auch die Mäuse beklagen den Treibhauseffekt. Dem Eisbären erzählt sie damit nichts Neues. Ihm bereiten auch noch Schmutz und Bohrungen Sorgen. Dem Wal liegt Plastik schwer im Magen, der Clownsfisch sorgt sich ums Korallensterben.

„Die Umweltkonferenz der Tiere“ von Anita van Saan und Dorothea Tust

Knackige Sachtexte mit kompakten Hintergrundinfos ergänzen die Protestverse der Tiere. Anita van Saans Reime sind fluffig, lustig, einnehmend. In den lexikalen Begleittexten vermittelt die Biologin kurz und sehr verständlich das Warum. Warum haben es Gorilla, Tiger und Panda so schwer? Weshalb finden die Bienen keine Blüten mehr? Wieso fehlt dem Eisbär Lebensraum?

„Schlechte Luft und harte Zeiten, wir müssen für das Klima streiten“

Die Kombination von unterhaltsamen Reimen und informativem Sachtext finde ich sehr gelungen. Wenn der Vizechef (3) mir das Buch bringt, lese ich ihm meist nur die Reime vor. Dagegen interessiert sich der Chef (7) mehr für die Hintergründe. Beide mögen das Buch sehr.

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„Anton das Bison“ von Lou Beauchesne und Kate Chappell

„Anton das Bison“ von Lou Beauchesne und Kate Chappell
„Anton das Bison“

Anton ist ein Bison. Ein Bison, das in einem Buch lebt. Und dieses Buch gehört einem kleinen Jungen namens Louis. Anton und Louis sind unzertrennlich. Das Buch begleitet den Jungen überall hin. Bis Louis einem Dinosaurier begegnet. Plötzlich hat er nur noch Augen für die Urzeit Tiere.

So landet Antons Buch im Stapel mit den Büchereibüchern. Und es kommt, wie es kommen muss: „Anton das Bison“ landet mit den ausgeliehenen Büchern in der Rückgabebox der Bücherei. Als wäre das nicht schon genug, findet sich das Bison nun außerhalb seines Buches wieder. Wie furchteinflößend. Wie aufregend!

Bald schließt Anton Freundschaft mit Bibliothekarin Nicole. Doch auch sie kann ihm nicht helfen nach Hause zu kommen. So sitzt Anton in der Bücherei und vermisst seinen Louis. Eine lange, lange Zeit.

Hommage an die Liebe zu Büchern und die Freundschaft

„Anton das Bison“ von Lou Beauchesne und Kate Chappell
„Anton das Bison“

Lou Beauchesne‘ Kinderbuch „Anton das Bison“ ist eine Hommage an die Liebe zu Büchern, an die Freundschaft und die Hoffnung. Bison Anton ist ein ehrlicher, treuer Held. Seine Sehnsucht geht zu Herzen. Genauso wie das Ende des Buches. Denn beste Freunde, die kann auch die Zeit nicht entzweien.

Neben den kindlich anmutenden Illustrationen von Kate Chappell fällt besonders die detailverliebte, hochwertige Gestaltung des Buches auf. Das Vintage-Cover in Leinen-Optik und Leinen-Haptik wirkt authentisch retro. Schließlich gehörte das Buch schon Louis Vater und Großvater. Die sich auf der ersten Seite des Buches im Feld „Dieses Buch gehört“ natürlich auch verewigt haben. Das Highlight für Chef (7) und Vizechef (3) ist aber das Lesebändchen.

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Leselöwen – ABC-Geschichten: „Das A findet Freunde“

Leselöwen - ABC-Geschichten: "Das A findet Freunde" von Annette Neubauer und Christine Thau

In Annette Neubauers süßer Buchstabenfabel stapft das große A ichbezogen durch sein kleines Leben. Als erster Buchstabe des Alphabets muss es doch auch der wichtigste sein. Ganz klar! Doch immer allein sein ist auch doof. Also zieht das A los um mit anderen Buchstaben zu spielen.

Die haben jedoch Besseres zu tun. Sind allesamt auf eine Geburtstagsfeier eingeladen. Bis A das E trifft. Das kommt mit auf den Spielplatz. B und D purzeln dazu und A merkt, dass es zusammen mit anderen etwas bewirken kann. Zusammen mit D ist es DA. Aber – ach – es will doch vorne stehen!

Geduldig beziehen B, D und E das A ein. Und als auch noch N dazukommt versteht A, dass es in dieser Buchstaben-BANDE wirklich nicht immer vorne stehen muss. Denn im Team ist jeder gleich wichtig.

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„Als wir allein waren“ von David A. Robertson und Julie Flett

"Als wir allein waren" von David A. Robertson und Julie Flett

Irgendwo in Kanada fragt ein kleines Mädchen seine Großmutter: „Nókom, warum trägst du so viele Farben? Warum trägst du dein Haar so lang? Warum redest du Cree?“ Neugierig löchert es seine Oma mit all diesen Fragen. Und die Oma erzählt.

Sie erzählt von einer Zeit, als sie und ihre Freunde in der Schule nur eintönige Uniformen tragen durften. Weit weg von zuhause. Von einer Zeit, als ihr die Haare abgeschnitten wurden. Einer Zeit, in der sie ihre Sprache nicht sprechen und ihren Bruder nicht sehen durfte.

„Als wir allein waren“ erzählt von einer Zeit, in der die Kinder der kanadischen Indianer in Residential Schools zwangserzogen wurden. Diese Schulen sollten „den Indianer im Kind töten“. Zugegeben: Dieser Teil internationaler Geschichte war mir bisher vollkommen unbekannt.

Ein dunkles Stück kanadischer Vergangenheit

"Als wir allein waren" von David A. Robertson und Julie Flett
Als wir allein waren

Das Kinderbuch „Als wir allein waren“ beleuchtet dieses dunkle Stück der kanadischen Vergangenheit und fordert auf nachzudenken. Wie fühlt sich jemand, dem die gewohnte Kleidung, die geliebten Haare, die Familie weggenommen wird? Wie fühlt es sich wohl an, all das wieder zu bekommen? Warum tun Menschen einander so etwas an?

David A. Robertson berichtet im Nachwort, dass er „die Geschichte des Residential School-Systems anstelle all derer“ erzählen wollte, die diese Zeit erlebt haben. Die es aber nicht schafften, darüber zu reden. Wie seine eigene Großmutter.

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