Sven Maria Schröder: „Max und Mux und der Riesenwunschpilz“

"Max und Mux und der Riesenwunschpilz" von Sven Maria Schröder

Max und Mux leben in ihren Baumhäusern am Rande des Fabelwaldes und sind die besten Freunde. Max liebt Abenteuer. Mux auch. Aber die dürfen ruhig allein in einem seiner zahlreichen Bücher geschehen. Außerdem träumen beide davon, einmal im Leben einen richtigen Schatz zu finden. Als Max ein riesengroßes Buch findet („Das große Pilzbuch“) rückt ihr Traum in greifbare Nähe.

Denn das Buch berichtet von einem Wunschpilz auf dem einmal im Jahr ein kleines Männchen erscheint. Immer zur gleichen Zeit. Und wer dem Männlein einen Goldtaler gibt, dem erfüllt es einen Wunsch. Also brechen Max und Mux auf. Machen sich auf den Weg in den Dunkelwald. Der gleich neben dem Riesengebirge liegt.

Auf dem Weg meistern sie allerhand Gefahren, sind mutig und finden erstaunliche Freunde. Sie wachsen über sich hinaus und erreichen ihr Ziel. Sie finden Pilz und Schatz. Doch nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatten. Letztendlich steht ein ziemlich verdutztes Männlein auf dem Wunschpilz. Und Max und Mux machen sich bestimmt bald auf zu einem neuen Abenteuer.

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Mein Oster-Buchtipp: „Die Nacht vor Ostern“ von Nadine Reitz

„Die Nacht vor Ostern“ von Nadine Reitz
„Die Nacht vor Ostern“
von Nadine Reitz

Huch! Wie konnte das nur passieren? Morgen ist ja schon Ostern!!! Wie soll der Osterhase jetzt bloß diese ellenlange Aufgabenliste erledigen? Neidisch denkt er an den Weihnachtsmann. Der hat ein perfekt organisiertes Team. Sein Team war dagegen…nun ja…er mag sein Team…

Doch der Osterhase und seine Wuselhühner, die eitlen Gockel, Osterlamm Wolle, Kuh Elsa, Ersatzhahn Heribert und viele knuddelige Küken legen sich so richtig ins Zeug. Ob sie das Osterfest wohl retten können?

Weihnachtsmann-Mythen im österlichen Gewand

Na klar! „Die Nacht vor Ostern“ erzählt die Geschichte des Osterhasen frisch und frei und mit reichlich Augenzwinkern. Was für den Weihnachtsmann funktioniert, dass kann für das Frühlingshäschen doch nicht verkehrt sein.

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„Melmoth“ von Sarah Perry

„Melmoth“ von Sarah Perry
„Melmoth“ von Sarah Perry

Die Engländerin Helen Franklin lebt ein bescheidenes Leben in Prag. Mit Ihrem spartanischen Lebensstil in ihrem selbstauferlegten Exil geißelt sie sich für eine Sünde, die sie seit langer Zeit mit sich trägt. Eine unverzeihliche, unaussprechliche Sünde. Als ein Freund Helen Dokumente über eine mythische Figur namens Melmoth übergibt, gerät ihr striktes Büßerleben aus dem Takt. Verfolgt Melmoth die Zeugin sie? Hat sie sie schon immer beobachtet? Kommt sie, sie zu holen?

Kein Schauerroman, keine Horrorgeschichte!

Was hab ich mich auf dieses Buch gefreut. Auf atmosphärischen Nervenkitzel während länger werdender Herbstabende. Schließlich verspricht der Rückentext einen fesselnden, unheimlichen Roman mit mysteriöser Gruselgestalt. Doch Sarah Perrys „Melmoth“ ist kein Schauerroman, keine Horrorgeschichte. Der Roman ist viel eher ein Psychogramm; eine philosophische Aufbereitung der Frage nach Schuld und Sühne; nach den Folgen, die unsere Handlungen haben und den Wert des Lebens. Es ist keine leichte Kost und alles andere als einfach zu lesen.

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Anne Scheller: „Becky und der geheimnisvolle Bonbonkocher“

Anne Scheller: Becky und der geheimnisvolle Bonbonkocher
Anne Scheller: Becky und der geheimnisvolle Bonbonkocher

Eigentlich ist die zwölfjährige Lotta ja die Mutige. Doch Lotta liegt mit fiesem Husten im Bett. Und irgendwie gelang es ihr, Becky zu überreden die Mutprobe für sie zu machen. Denn Beckys Zwillingsschwester Lotta ist die Anführerin der „Wilden Fünf“. Und als Anführerin, darf sie sich vor den anderen Mädchen doch nicht blamieren.

So findet sich Becky nun also in der alten, verlassenen und heruntergekommenen Bonbonfabrik wieder. Aber anstatt Ratten und Moder entdeckt sie die absolut geheime Bonbonküche von Doktor Mellis. Vor langer, langer Zeit waren seine Bonbons in aller Munde. Doch seit vielen Jahrzehnten stellt er seine süßen Wunderwerke nur noch im Verborgenen her. Und Wunderwerke sind es wirklich, denn einige seiner Kreationen haben magische Kräfte.

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Kristina Günak: „Glück ist meine Lieblingsfarbe“

Kristina Günak: „Glück ist meine Lieblingsfarbe“
Kristina Günak: „Glück ist meine Lieblingsfarbe“ (Bildquelle: Bastei Lübbe)

„Alles wird gut!“ Das ist Julis Lieblingsspruch. Doch irgendwie ist ihr beim Gutwerden etwas dazwischengekommen. Sie ist nicht glücklich im verregneten Hamburg; im gutbezahlten, aber verhassten Job; bei ihrer zielorientierten Familie. Was will sie wirklich? Warum scheinen alle anderen ihren Platz im Leben gefunden zu haben? Was macht ein zufriedenes Leben aus? Mit ihren 30 Jahren sollte sie doch wissen, wohin die Reise geht. Um Antworten zu finden nimmt sich Juli kurzer Hand eine Auszeit.

Mit leichtem Koffer und schwerem Seelengepäck reist sie nach La Palma. Arbeitet als Sandwich-Verkäuferin und Hundesitterin und grübelt. Und lernt den ernsten, zuverlässigen Quinn kennen. Der sich mit dem Glück auch ziemlich schwer tut. Als Juli plötzlich die Verantwortung für einen kleinen Hund übernehmen muss und Quinn sie selbstlos unterstützt, beginnt das Ziel der Reise Formen anzunehmen. Oder ist der Weg dann doch das Ziel?

Warm wie eine kanarische Sommerbrise

Glück ist meine Lieblingsfarbe ist eine herzerwärmende Romanze, die Mut macht auf’s Herz zu hören. Juli ist eine unglaublich sympathische Protagonistin. Und das meine ich wortwörtlich. Es ist unglaublich, wie liebenswert sie ist. Sie ist zu gut für diese Welt. Ich kleine Teilzeit-Misanthropin möchte mir dringend eine Scheibe von der menschenliebenden Juli abschneiden. Das Gute im Menschen sehen. Auf die Bedürfnisse anderer so eingehen, wie sie es tut und die Welt dadurch einen Tick besser machen. Denn es ist doch eigentlich so einfach, wenn man ein wenig hinter die Mauern schaut.

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