„In mir drin ist’s bunt“ von Theresa Bodner

„In mir drin ist´s bunt“ von Theresa Bodner

Neulich kamen mir die Tränen. Nachdem ich Stunden meines Lebens mit dem ionos-Kundenservice verschwendet hatte. Obwohl ich überhaupt nicht traurig war, kamen diese Tränen. Am liebsten hätte ich etwas gegen die Wand geschmissen. War wütend, verärgert, fuchsteufelswild. Auch zerknirscht, enttäuscht und beschämt. All das.

Die Sache mit den Gefühlen ist ganz schön kompliziert. Und dann haben wir auch noch so viele Wörter für etwas, dass sich ähnlich anfühlt. Dann aber doch ein anders ist. Irgendwie.

Knallbunte Emotionsvögel

„In mir drin ist´s bunt“ von Theresa Bodner

Die Künstlerin Theresa Bodner zeigt uns in ihrem Bilderbuch „In mir drin ist’s bunt“ die farbenfrohe Vielfalt unserer Gefühlswelt. Die Tirolerin präsentiert knallbunte Emotionsvögel. Lässt sie über die Doppelseiten fliegen, tapsen, stolpern. Mal neugierig, mal schüchtern. Ein anderes Mal grantig oder zerknirscht. Dann wieder stark, glücklich oder begeistert.

Die bunten Collage-Vögel zeigen ausdrucksstark, wie sich Gefühle äußern. Begleitet werden die Gefühlsvögelchen von den Worten für die Gefühle, die sie widerspiegeln. Und von Fragen, Mantras, Satzfragmenten. Äußerungen, die zu den dargestellten Gefühlen passen.

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„Rund um die Sonne: Das Weltall zum Staunen und Entdecken“

Gleich geht’s los! Zuerst ziehen wir unsere Raumanzüge an. Dann steigen wir ins Raumschiff. Starten unsere Reise „Rund um die Sonne“.
„Rund um die Sonne: Das Weltall zum Staunen und Entdecken“ von Patricia Geis

Denn dieses galaktische Sachbuch entführt uns ins Weltall. Es zeigt uns die Erde von oben. Erklärt, welche Aufgabe die internationale Raumstation ISS hat. Wie alt und heiß die Sonne ist. Weshalb die Bewegung von Erde, Mond und Sonne unsere Tage, Monate und Jahre bestimmen. Was es mit Sonnen- und Mondfinsternissen auf sich hat. Und was Planeten und Satelliten sind.

Mit vielen interaktiven Elementen lädt das Buch Kinder ab sechs Jahren ein, die Geheimnisse unseres Sonnensystems zu entdecken. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Einflüssen der Sonne auf unsere Erde. Doch werden auch die anderen Planeten unserer Galaxie beleuchtet. Hinter Klappen entdecken kleine Forscher verborgenes Wissen. Schiebeelemente reizen die Neugier.

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Superleser! „Unser Waldabenteuer“ – Sach-Geschichten für Erstleser

Unser Waldabenteuer – Sach-Geschichten für Erstleser, 2. Lesestufe

Wow! Da gewinnt die Klasse 2a doch glatt den Hauptgewinn bei der Schultombola. Drei Tage im Wald. Mit Übernachtung in Zelten! Wie cool ist das denn?

Sehr cool! Bevor es losgeht, lernen sie die Basics in der Schule. Was ist ein Wald überhaupt? Warum hat er Stockwerke wie ein Haus? Wer wohnt in diesem Waldhaus? Was wächst alles in ihm? Was müssen die Kinder für ihr Waldabenteuer einpacken? Wer unterstützt die sehbehinderte Anna auf dem Ausflug? Und wer den gehörlosen Philip?

Nachdem all diese Fragen geklärt sind, geht es endlich los. Mit dem Bus ins Landheim mitten im Wald. Försterin Paula steht der Klasse zur Seite. Und dann geht‘s richtig los.

„Unser Waldabenteuer“ – Mit der 2a im Wald

Unser Waldabenteuer – Sach-Geschichten für Erstleser, 2. Lesestufe

Chef (7) und Vizechef (4) begleiteten die Schulklasse so gerne bei ihrem Waldabenteuer. Zusammen lernten wir, dass der Wald voller Schätze ist. Dass er ein wichtiger Wasserspeicher ist. Wir erfuhren, wie er duftet. Auch was im Wald passiert, wenn die Sonne untergeht. Försterin Anna erklärt, dass der Wald für die Tiere gepflegt werden muss. Aber auch eine Art Holzfabrik ist. Ihre Tipps und Regeln zum Blumenpflücken, nahmen wir uns zu Herzen. Dringend möchten wir auch das Bärlauchpesto von Waldköchin Luise nachkochen.

Welche Gefahren im Wald lauern, fanden meine Jungs sehr spannend. Allerdings fanden sie Fuchsbandwurm und Zecken weniger aufregend als seltene Bärenbesuche und Waldbrandgefahr.

Als die Kinder der 2a überlegten Waldberufe zu ergreifen, fingen auch meine Kinder an zu überlegen. Da gibt es ja noch viel mehr als den Beruf des Försters!

Ein kleines Blattlexikon und ein Wald-Quiz runden das Waldbuch ab. Nicht zu vergessen, die Anleitung für ein Zelt aus Ästen und für Baumgeister aus Lehm.

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„Club der frechen Möwen“ von Usch Luhn: Ein abenteuerlicher Inselsommer

„Club der frechen Möwen“ von Usch Luhn mit Illustrationen von Daniela Kunkel

Stella und Rosalie freuen sich sehr auf ihren Sommer auf der kleinen Nordseeinsel. Im „Haus Sturmmöwe“. Das hat eine Kollegin von Mama Paula kürzlich geerbt. Da die aber schon eine Ägyptenreise gebucht hatte, dürfen die Mädels nun vier Wochen in den Dünen verbringen.

Schon auf der Fähre lernen sie Enno kennen. Der freundliche Junge entpuppt sich als ihr Feriennachbar. Schnell schließen die drei Kinder Freundschaft. Auch die Cousinen Elin und Naima wohnen um die Ecke. Als immer wieder Robbenjunge aus der Aufzuchtstation verschwinden, ist klar: Die Fünf gehen der Sache auf den Grund. Mit ihrem Club der frechen Möwen.

Zusammen lösen sie den Fall der verschwundenen Robbenbabys. Denn sie bleiben „unverschämt und hartnäckig und verbissen wie die Möwen“ an ihrer Beute. Na, wenn da nicht noch so einige Fälle auf die aufmerksamen Kinder warten.

Meine Jungs würden sofort die Koffer packen

„Club der frechen Möwen“ von Usch Luhn mit Illustrationen von Daniela Kunkel

Der Chef (7) verliebte sich in Cover und Geschichte des Kinderbuches, als er mit mir durch die Verlagsvorschau blätterte. Seit November hibbelte er diesem Buch entgegen. Fragte regelmäßig nach, wann es denn erscheint. Als es im April dann endlich eintraf war die Freude groß. Die Erwartung riesig. Und sie wurde nicht enttäuscht.

Chef und Vizechef (4) liebten die Möwen von der ersten Seite an. Mit der Fähre auf die Insel? Vier Wochen in einem kleinen Häuschen in den Dünen? Ein Traum! Meine Jungs würde sofort die Koffer packen.

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„Keine Angst, großer Wolf“ von Jan De Kinder

„Keine Angst, großer Wolf“ von Jan De Kinder

„Papa“, sagt Kleiner Wolf, „heute gehen wir zusammen in den Wald.“

Davon ist Papa Wolf so gar nicht begeistert. Überall fühlt und sieht und hört er Gefahren.

Doch Kleiner Wolf gibt nicht auf. Führt seinen Vater durch den finsteren Wald. Bis der Große nicht mehr zu halten ist. Panisch wegrennt. Warum bloß?

Etwa wegen der zweibeinigen Freundin des kleinen Wolfes?

Lauf Wolf, lauf!

Chef (7) und Vizechef (4) schauten sich das Buch gerne mit mir an. Doch sprang der Funke nicht über. Zwar fand der Vierjährige es schon cool, dass der kleine Wolf dem großen Mut macht. Ihn anleitet. Aber es irritierte ihn auch. Schließlich sollen die Großen doch leiten. Halt geben.

Das Ende verunsicherte ihn noch mehr. Es gibt kein Happy End. Der große Wolf rennt weg. Auch beim Siebenjährigen standen nun Fragezeichen in den Augen. Ratlos schauten mich die Jungs an. Tja, und ich konnte ihnen diesmal nicht so wirklich helfen.

Denn auch ich war etwas ratlos. Fürchtet sich der große Wolf doch vollkommen zurecht. Auch wenn die Jungen keine Angst voreinander haben, die Zeiten haben sich leider nicht so arg geändert. Menschen wollen die Wölfe weiterhin nicht in ihrer Nähe haben. Fürchten sie. Töten sie um ihre Schafe zu schützen. Lauf Wolf, lauf!

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„Das alles ist Familie“ von Michael Engler und Julianna Swaney

„Das alles ist Familie“ von Michael Engler und Julianna Swaney

Als Lars mit seiner Mama nach Hause kommt, entdeckt er ein Päckchen vor dem Haus. Doch leider kann er nicht lesen, für wen das Paket sein soll. Nur noch ein paar Worte entziffert Lars: „An Familie…“

Kurzerhand macht er sich auf die Suche nach der Familie. Beginnt alle Häuser der Nachbarschaft abzuklappern. Denn da wartet schließlich irgendeine Familie auf Post. Bald gesellt sich Lina dazu. Zusammen besuchen sie ihre Nachbarn.

Dabei finden sie heraus, wie unterschiedlich Familien sein können. Neben Vater-Mutter-Kind gibt es da zum Beispiel Mama und Mami von Sarah. Ebenso die Patchwork-Familie von Paul. Oder die wuselige Großfamilie im Dreigenerationenhaus der Jakobs. Das unverheiratete Paar mit den Zwillingen bildet eine Familie. Genauso wie das Ehepaar mit der adoptierten Tochter. Sowie der Witwer mit seiner Tochter. Besonders Lars findet bei dieser Suche viel mehr, als er erwartet hätte.

All das ist Familie

„Das alles ist Familie“ von Michael Engler und Julianna Swaney

„Das alles ist Familie“ zeigt die bunte Vielfalt moderner Familien. Ja, all das ist Familie. Egal ob sie aus elf Menschen oder nur aus zweien besteht. Ob es einen Trauschein gibt oder nicht. Mit Bauchkindern, Herzkindern, Enkelkindern oder auch gar keinen Kindern. Es gibt hellhäutige Eltern mit dunkelhäutigen Kindern. Rothaarige Enkel mit grauhaarigen Großeltern. Denn Lina hat ganz recht, wenn sie sagt: „Vielleicht ist Familie sein einfach nur, wenn man sich liebt.“

Da ist es auch egal, wenn man sich mal streitet. Oder auch mal öfter. Es ist vollkommen egal, wenn die Mama eine andere Muttersprache hat als der Papa. Oder wenn das Kind von einer anderen Mama zur Welt gebracht wurde.

Ein herzerwärmendes Plädoyer für alle Familien

Die Illustrationen von Julianna Swaney füllen die Diversität des Textes mit reichlich zusätzlicher Vielfalt. Auf den Seiten entdecken wir Babys und Schwangere; Brillenträger und Rollstuhlfahrer; Hautfarben und Haarfarben aller Couleur; Bartträger und Glattrasierte; Hunde und Katzen; Männer, die Care-Arbeit leisten sowie Paare, die sich die Arbeit teilen.

„Das alles ist Familie“ ist ein herzerwärmendes Plädoyer für alle Familien. Divers oder traditionell. Ganz egal. Es ist ein Plädoyer für Liebe und Vielfalt; für Neugier und Offenheit.

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Frag doch mal … die Maus: „In der Natur“

Weil DIE BÜCHER der „Sendung mit der Maus“ BEI MEINEN JUNGS derzeit mal wieder sehr beliebt SIND, gibt es diese Woche kurzerhand EIN MAUS-SPEZIAL. 😊
Frag doch mal die Maus: „In der Natur“

Gewissermaßen aus aktuellem Anlass. Schließlich feiert die Maus dieses Jahr ein stattliches Jubiläum. Seit 50. Jahren flimmert „Die Sendung mit der Maus“ über die Bildschirme! Schon in meiner Kindheit schaute mein Papa mit mir die Sach- und Lachgeschichten. Wir beide lieben sie noch heute. Genauso wie meine Jungs. „Die Sendung mit der Maus“ verbindet Generationen.

Weil wir nicht genug von dem orangenen Nager bekommen können, lebt er bei uns auch im Bücherregal. Die Sachbuch-Reihe „Frag doch mal … die Maus!“ erklärt in bekannter Maus-Manier Kinderfragen zu allerhand Themen. Immer verständlich. Immer kompakt.

Grün, grün, grün sind alle meine Farben…

Frag doch mal die Maus: „In der Natur“

Im Band „In der Natur“ beantwortet die Maus 52 wild gemischte Fragen zu Flora und Fauna. Darunter:

  • Können alle Bienen Honig machen?
  • Was hat die Pfefferminze mit dem Pfeffer zu tun?
  • Warum sind viele Blumen so schön bunt?
  • Wie knackt das Eichhörnchen die Nuss?
  • Warum wächst die Tulpe aus der Zwiebel?
  • Wie bat man einen Nisttasche?
  • Was macht ein Wildschwein in der Stadt?
  • Wie baut man ein Mini-Gewächshaus?
  • Was passiert im Kompost?
  • Was essen eigentlich Pflanzen?

Jede Doppelseite beantwortet eine der 52 Fragen. Nur der Frage, welche Tiere im Naturgarten leben, gehen wir auf mehreren Seiten auf dem Grund. Dabei ist der Text gut strukturiert und übersichtlich. Erschlägt meinen motivierten Zweitklässler nicht. Trotzdem enthält er reichlich Wissenswertes zu der gestellten Frage.

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Frag doch mal … die Maus: „Meere und Ozeane“

Da die Maus-Bücher bei meinen Jungs zurzeit wieder im Dauereinsatz sind, lege ich spontan ein Maus-Spezial ein.
Frag doch mal die Maus: „Meere und Ozeane“

Sozusagen aus aktuellem Anlass. Denn wir feiern schließlich Geburtstag. Immerhin wird „Die Sendung mit der Maus“ dieses Jahr 50. Jahre alt! Seit meiner Kindheit gehört die orangene Maus zu meinem Leben. Damals schaute mein Papa die Sendung mit mir. Er liebt sie bis heute. Und ich. Ich schaue sie heute mit meinen Kindern. „Die Sendung mit der Maus“ verbindet Generationen.

Bei uns wohnt die Maus nicht nur in Fernsehen und Tablet. Auch in unserem Bücherregal fühlt sie sich wohl. Die Sachbuch-Reihe „Frag doch mal … die Maus!“ erklärt in gewohnter Maus-Art die Fragen unserer Welt. Immer verständlich. Immer kompakt.

Meerige Sachgeschichten

Frag doch mal die Maus: „Meere und Ozeane“

Seit mein Zweitklässler die Tücken des Lesenlernens meisterte, steckt seine Nase eigentlich immer zwischen irgendwelchen Seiten. Schon bevor der Rest der Familie erwacht, schmökert er in seinem Bett. Dabei sind gerade die Sachgeschichten der Maus sehr beliebt. Auch der Band „Meere und Ozeane“.

Wie in den anderen Bänden beantwortet die Maus insgesamt 52 Fragen. Darunter:

  • Warum ist Meerwasser salzig?
  • Warum haben Fische Schuppen?
  • Wohin verschwindet das Wasser, wenn die Ebbe kommt?
  • Warum stoßen Fische im Schwarm nie aneinander?
  • Was sind Korallen und wie entsteht ein Riff?
  • Wie funktioniert ein U-Boot?
  • Müssen Fische trinken?
  • Wie sieht es in der Tiefsee aus?
  • Wie entstehen Wellen?
  • Wem gehört das Meer?
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Frag doch mal … die Maus: „Unsere Erde“

Da die Maus-Bücher bei meinen Jungs gerade mal wieder sehr gefragt und im Dauereinsatz sind, lege ich kurzerhand ein Maus-Spezial ein.
Frag doch mal die Maus: „Unsere Erde“

Quasi aus aktuellem Anlass. Denn neben großer Mausliebe feiern wir schließlich auch Geburtstag. Immerhin wird „Die Sendung mit der Maus“ dieses Jahr 50. Jahre alt!

Seit über 35 Jahren gehört das orangefarbene Nagetier zu meinem Leben. Damals schaute ich die Sendung mit meinem Papa. Der die Maus noch immer liebt. Heute schaue ich die Sendung mit meinen Kindern. „Die Sendung mit der Maus“ verbindet Generationen.

Bei uns gehört die Maus zum perfekten Sonntag einfach dazu. Doch ziehen wir sie auch in der Woche zu Rate. Ganz ohne Fernsehen und Co. Denn bei uns wohnt die Maus im Bücherregal.

Und obendrauf gibt’s ganz viel Maus

Frag doch mal die Maus: „Unsere Erde“

Die Reihe „Frag doch mal … die Maus!“ erklärt in gewohnter Maus-Weise komplexe Themen verständlich und kompakt. Mit vielen Grafiken, Fotos und – natürlich – immer wieder der Maus. Die Bücher sind sozusagen gebundenen Sachgeschichten.

Im Band „Unsere Erde“ beantwortet die Maus insgesamt 52 Fragen. Unter anderem:

  • Warum ist die Erde rund?
  • Wieso gibt es Erdbeben?
  • Warum gibt es so viele verschiedene Länder?
  • Wie entsteht eine Versteinerung?
  • Warum gibt es Menschen mit verschiedenen Hautfarben?
  • Wann brechen Vulkane aus?
  • Warum schwimmen Inseln nicht einfach weg?
  • Woher weiß der Fluss, wohin er fließen muss?
  • Stimmt es, dass es auf der Erde immer wärmer wird?

Seit mein Zweitklässler beim Kampf ums Lesenlernen siegreich war, nimmt er seine Nase kaum noch aus den Seiten. Schmökert schon, bevor der Rest der Familie erwacht. Dabei sind die Sachbücher der Maus gerade enorm beliebt. Auch dieser Band.

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„Der Koffer“ von Chris Naylor-Ballesteros

„Der Koffer“ von Chris Naylor-Ballesteros

„Eines Tages erschien ein seltsames Tier, das staubig, müde, traurig und ängstlich aussah.“ Was verbirgt sich wohl in seinem Koffer? Eine Tasse? Dafür ist der Koffer doch viel zu groß! Dass der Fremde dann auch einen Tisch und Stuhl und Küche im Koffer haben will, das kann ja wohl nicht sein. So groß ist der Koffer nun auch nicht.

Erschöpft schläft das fremde Tier ein. Misstrauisch beäugt von den heimischen Tieren. Argwöhnisch überlegen sie, was zu tun sei. Sie handeln. Brechen den Koffer auf. Aber was sie finden, überrascht sie. Beschämt sie.

Nun, sie machen es wieder gut. Entschuldigen sich. Reparieren, was kaputt ging. Gehen auf den Fremden zu. Und heißen ihn willkommen.

„Der Koffer“ – Kindlich, klar, konkret

Chef (7) und Vizechef (4) waren genauso neugierig, wie die Tiere. Was steckt bloß in dem Koffer? Warum ist der Fremde so müde? Sie verfolgten die Gespräche der Tiere. Erst zweifelnd. Dann ungläubig. Zuletzt entsetzt.

Das geht doch nicht! Oder doch? Nein! Das darf man doch nicht! Die Jungs verstanden nicht, was da vor sich ging. Der Große versteckte sich gar hinter einem Kissen. Und ich schwöre: Ich hörte Steine von Herzen purzeln, als die Tiere sich entschuldigten. Widergutmachung leisteten. Dem Fremden halfen. Alles gut wurde.

Welch Kraft doch in einer so einfachen Bildergeschichte stecken kann! Wie wenig es braucht, um das Richtige zu sagen. Das Wichtige zu zeigen. Ein paar wohl gesetzte Sätze. Präzise platzierte Zeichnungen. Beeindruckend!

Vollkommen zurecht ist „Der Koffer“ für den HUCKEPACK Bilderbuchpreis 2021 nominiert. Dieses wundervolle Bilderbuch thematisiert Fremdenfeindlichkeit und die Angst vor dem Unbekannten kindgerecht klar, unaufgeregt spannend und herzerwärmend direkt.

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