„Deine Umwelt: Alles hängt zusammen!“ von Jacques Pasquet und Yves Dumont

„Deine Umwelt: Alles hängt zusammen!“ von Jacques Pasquet und Yves Dumont

Wir bestehen aus Wasser; atmen Luft. Sind abhängig von unserer Umwelt. Auf Gedeih und Verderb. Wir sind Teil von ihr; kommen nicht ohne sie aus. Das zu verstehen ist wichtig. Überlebens wichtig.

Dieses übersichtliche Sachbuch für Kinder hilft dabei, die Zusammenhänge zu verstehen. Dabei lenkt es den Blick behutsam auf die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

„Deine Umwelt – Alles hängt zusammen!“ gliedert sich in fünf Kapitel: Wasser, Luft, Boden, Energie und Klima. Im ausführlichen ersten Kapitel lernen wir z. B., dass die Erdoberfläche zwar zu großen Teilen aus Wasser besteht. Davon aber nur ein minimaler Bruchteil Trinkwasser ist. Wir erfahren, wieviel Wasser wir in unserem Alltag verbrauchen und welche Gefahren den Meeren drohen. Bevölkerungswachstum, Fischfang, Erderwärmung, invasive Tierarten, Verschmutzung – das alles gefährdet unsere Ozeane. Und damit uns.

Unserer Umwelt und unsere Rolle in ihr

„Deine Umwelt: Alles hängt zusammen!“ von Jacques Pasquet und Yves Dumont
„Deine Umwelt“

Im Kapitel über Luft geht es um unsere gesamte Atmosphäre. Welche Aufgabe hat Wind? Wie steht es um unsere Luftqualität? Was sind die Folgen von Luftverschmutzung und was können wir dagegen tun? All diese Fragen werden hier beantwortet.

Danach schauen wir uns den Boden genauer an. Seine Zusammensetzung, seine Entstehung, die verschiedenen Arten. Seine Rolle im Ökosystem und wie schlimm manche Stoffe für ihn sind. Wie gründlich der Mensch schon war, fruchtbare Erde zu vergiften.

Das kurze Kapitel Energie widmet sich der Fragen: Warum brauchen wir Energie und woher kommt sie? Abschließend werfen wir einen Blick aufs Klima, unsere Klimazonen, den Treibhauseffekt und den Klimawandel. Insgesamt verschafft uns dieses Buch einen soliden Überblick über unsere Umwelt und die Rolle des Menschen in ihr.

Ein Schritt in Richtung einer besseren Zukunft

So kann ich Karel Mayrand (Président-Directeur général de la Fondation du Grand Montréal) nur zustimmen, wenn er im Vorwort betont:

„Unsere Abhängigkeit von der Natur zu verstehen, unsere Einheit zu begreifen, ist der erste Schritt in Richtung einer besseren Zukunft. Einer Zukunft in einer Welt für uns und alle Arten, mit denen zusammen wir diesen fantastischen Planeten Erde bewohnen.“

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„Käpt’n Waschbär und die Luftpiraten“ von Martin Gries und Günther Jakobs

"Käpt’n Waschbär und die Luftpiraten" von Martin Gries und Günther Jakobs

Das Städtchen Spitzhorn liegt am Fuße eines hohen Berges. Bürgermeister Wombat, Bäckerin Dachs, Kantonin Ameisenbär, Herr Ziege aus dem Papierladen und all die anderen tierischen Bewohner leben ein ruhiges Leben. Es könnte friedlicher nicht sein. Wenn da nicht Käpt’n Waschbärs Luftpiraten wären. Ja, genau. Luftpiraten!

Auf dem Gipfel des Spitzhorn-Berges liegt der geheime Heimathafen der Luftpiraten. Der Heimathafen ist wirklich sehr geheim. So geheim und gut versteckt, dass die Piraten ihn oft selbst nicht finden. Deswegen irren sie dauernd durch kalte Nächte und fangen sich Erkältungen ein. So kann das nicht weiter gehen, entscheidet Käpt’n Waschbär. Eine Lösung muss her.

Tja, und Käpt’n Waschbärs Problemlösungsideen sind von ganz eigener Schönheit und Logik. Genauso überraschend wie seine Ideen an sich, sind auch die Folgen für die Bewohner Spitzhorns. Es beginnt ein Reigen verrücktester Abenteuer. Ein wilder Tanz von Ursache und Wirkung.

Ein meisterhafter Schelmenstreich

"Käpt’n Waschbär und die Luftpiraten" von Martin Gries und Günther Jakobs

„Käpt’n Waschbär und die Luftpiraten“ ist ein wundersamer Spaß – voller bekloppter Ideen und urkomischer Missgeschicke. Martin Gries zündet ein übermütig leuchtendes Feuerwerk voll Schabernack und Unfug. Ein meisterhafter Schelmenstreich.

Günther Jakobs bannt die exzentrisch-drolligen Charaktere aufs Papier. Seine Illustrationen unterstreichen die brillante Abgedrehtheit. Durch sie kommen uns die Figuren nahe, wachsen ans Herz.

Wir lasen dieses mehr als unterhaltsame Kinderbuch in den Herbstferien. Alle zusammen: Chef (7), Vizechef (4), Mama und Papa (ü40). Anstatt – wie meist – die Zeit für Simonekram zu nutzen, während mein Mann den Jungs vorliest, blieb ich dabei. Lauschte. Und grinste.

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„Eine wilde Symphonie“ von Dan Brown und Susan Batori

„Eine wilde Symphonie“ von Dan Brown und Susan Batori

Ach, was habe ich „Illuminati“ damals gefeiert! Auch „Sakrileg“ mochte ich sehr. Dass der Autor dieser fesselnden Thriller mal ein musikalisches Kinderbuch reimen würde, das hätte ich im Leben nicht erwachtet. Dementsprechend erstaunt war ich, als ich „Eine wilde Symphonie“ entdeckte.

Ok, Dan Browns Eltern waren Musiker. Klavier spielte er schon als Kleinkind. Er sang im Chor und war Dauergast in Konzerten. Musik half ihm, sich zu entfalten. Mit diesem Wissen überrascht das neue Buch des Bestseller-Autoren nicht mehr ganz so arg.

Doch Brown schrieb nicht nur die Verse des Buches. Nein, er komponierte auch die Musik. Und die gibt’s zum Buch gleich dazu. Ein QR-Code führt uns nämlich direkt aus den Buchseiten zur kostenlosen App. Nach dem Download einfach die Kamera auf eine Stelle im Buch richten und – zack: Musik erklingt. Doch fangen wir am Anfang an.

„Eine wilde Symphonie“ – Musikgenuss und Knobelspaß

„Eine wilde Symphonie“ von Dan Brown und Susan Batori

Maestro Maus stellt ein Orchester zusammen. Aus all seinen tierischen Freunden. Darunter Waldvögel, Kängurus, Rochen und Frösche; Gürteltiere, Wildschweine, Elefanten, Käfer und Fledermäuse. Sie alle spielen ein Musikinstrument. Stellen es in ihrem eigenen Stück vor. Um es schließlich beim großen Finale mit allen zusammen zu spielen.

„Eine wilde Symphonie“ ist für uns ein richtiges Sonntagsbuch. Wir nehmen uns Zeit. Lesen die Reime und hören uns anschließend die Musikstücke. Dabei durchstöbern wir die Doppelseite. Suchen das Bienchen, das sich auf jeder Seite versteckt. Jagen die herumwuselnden Buchstaben – die manchmal ganz schön fies getarnt sind. Um anschließend aus dem gefundenen Anagramm den Namen des Instrumentes zusammenzusetzen, welches die Tiere der Seite im Orchester spielen werden. Was für ein Knobelspaß.

Dabei macht die Knobelei meinen beiden Jungs Spaß. Der Vize (4) begeistert sich besonders für die Biene. Aber er hilft dem Chef (7) auch tatkräftig bei der Suche nach den Buchstaben. Beim Zusammensetzen helfe ich. Wobei mein Zweitklässler Flöte, Horn und Klavier ganz allein enttarnte. Hilfreich war da das Vorsatzpapier. Auf dem tummeln sich nämlich alle Orchesterinstrumente (inklusive Namen).

Knuffige Illustrationen wilder Tierwelten

Ohne die Suchspielchen würde meinen Kids die Geduld fehlen, sich die klassischen Musikstücke komplett anzuhören. Als Berieselung nebenbei: ja! Aber nicht als Alleinunterhaltung. Als Gesamtwerk genießen wir Dan Browns Buchkomposition aber auch mal am Stück, alle 22 Kompositionen lang. Dabei dauern die meisten Beiträge etwa 90 Sekunden.

Durch die knuffigen Illustrationen von Susan Batori bleiben meine Jungs am Ball. In den wilden Tierwelten gibt es neben Biene und Buchstaben noch sehr viel mehr zu entdecken. Alleine die putzige Mimik der Tiere macht Laune.

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Escape Room Adventskalender: „Die drei unheimlichen Geschenke“ von Eva Eich

Escape Room Adventskalender: "Die drei unheimlichen Geschenke" von Eva Eich

Wie schon letztes Jahr gibt es bei uns lesbare Adventskalender. Ich genieße einfach die Extra-Lesezeit, die den Hauch des Besonderen innehat. Zum einen werden wir wieder „Maximilian und der verlorene Wunschzettel“ lesen. Das passt noch für Chef (7) und Vizechef (4) und kam letztes Jahr einfach unglaublich gut an. Daneben werde ich mit dem Großen den „Escape Room Adventskalender: Die drei unheimlichen Geschenke“ lesen.

Dieser Adventskalender-Krimi ist für Kinder ab neun Jahren empfohlen. Doch nachdem ich reingeschnuppert habe, passt das auch wunderbar für „Die drei ???“-erprobte Siebenjährige. Wenn Mama vorliest. Und das mache ich natürlich gerne. Denn so ein Knobbelkrimi macht Kinder froh und Erwachsenen ebenso. Für ein Escape-Abenteuer bin ich immer zu haben.

Escape-Adventskalender: Weihnachtswunder zum Aufschneiden

Escape Room Adventskalender: "Die drei unheimlichen Geschenke" von Eva Eich

Die Geschichte klingt wunderbar weihnachtlich: Nachdem Toni und ihr Bruder Luka drei mysteriöse Geschenke in ihrem Zimmer finden, beginnt ein rätselhaftes Abenteuer. Der Weihnachtsmann wurde entführt! Von Rentieren und Wichteln fehlt jede Spur. Was ist passiert?

Tja, das finden die Geschwister mit uns zusammen heraus. Jeden Tag ein bisschen. Bis wir Heiligabend hoffentlich Weihnachtsmann und Co. gefunden haben werden.

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„Rolf röhrt“ von Timon und Julian Meyer: Ein quirliges, tierisch lautes Bilderbuch

„Rolf röhrt“ von Timon und Julian Meyer
„Rolf röhrt“

Während im Novemberwind all die rotbraunen und gelborangenen Blätter zu Boden schweben, kuscheln wir uns aufs Sofa. Essen viele Kekse. Trinken eine Menge Kakao. Und lesen! Besonders toll finden die Jungs jahreszeitlich passende Lektüren. Dementsprechend kommen Herbstbücher gerade sehr gut an.

Und wenn zwischen den Buchdeckeln dann noch bilderreiche Seiten stecken, es ein wenig wild und lustig und gereimt zugeht, dann sind wir glücklich. Das neue Buch der kreativen Brüder Timon und Julian Meyer ist genau solch ein Herbstbuch.

„Rolf röhrt, das stört.“

Hirschjunge Rolf geht seinen Freunden ganz gewaltig auf den Wecker. Denn er röhrt die ganze Zeit. Unaufhörlich. Und laut. Sehr laut! „Beim Basteln und im Streichelzoo, beim Fahrradfahren sowieso.“ Fuchs und Dachs, Eichhorn und Bär werden nicht mehr froh. Doch Rolf kann einfach nicht anders. Egal wie sehr er sich bemüht.

Nur Hirschkuh Irmchen bekommt nicht genug von Rolfs Krach: „Das ist Musik in meinen Ohren. Ich fühle mich wie neugeboren!“ Was? Musik? Oh ha! Naja, vielleicht… Mir nichts, Dir nichts rockt der Wald. Zusammen lärmen, bis es knallt. So haben alle Tiere Spaß. Und das war’s.

Quirliges und tierisch buntes Bilderbuch

„Rolf röhrt“ von Timon und Julian Meyer
„Rolf röhrt“

Wenn der Vize (4) sich mit mir „Rolf röhrt“ anschaut, dann kichern und jauchzen wir. Zu lustig ist es, dem Rolf zusammen ein genervtes „Ruuuuheeee!“ entgegenzuschmettern. Mit den Reimen durch den Wald zu jagen. Die leidenden Tiergesichter zu studieren. Und abschließend lärmend über das Sofa zu hüpfen. Ok, den Part überlasse ich (größtenteils) dem Vierjährigen.

„Rolf röhrt“ ist ein quirliges, tierisch buntes Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren. Timon Meyers Verse sind pointiert. Julian Meyers Bilder drollig-lustig. Sie fangen die Stimmung der Tiere deutlich ein. Zum quietschen lustig.

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„Olaf Hajeks Buch der Blumen“ mit Texten von Christine Paxmann

„Olaf Hajeks Buch der Blumen“ mit Texten von Christine Paxmann

Olaf Hajek ist ein unheimlich bekannter Illustrator. Trotzdem kannte ich ihn nicht. Asche auf mein Haupt! Ok, der Stil von „Olaf Hajeks Buch der Blumen“ kam mir bekannt vor. Aber ich dachte wirklich, es wären wiederentdeckte Bilder alter Meister. Aufbereitet und mit passenden Texten versehen. Ja, ja, peinlich, …ich weiß.

Aber so falsch lag ich gar nicht. Denn der Berliner Künstler ließ sich von den Bildern Maria Sibylla Merians inspirieren. Die Naturforscherin veröffentlichte zwischen 1675 und 1677 ihr „Neues Blumenbuch“ (3 Bände). Ihr Werk vor Augen schuf Olaf Hajek sein „Buch der Blumen“. Auch über die Werke großer Renaissance-Meister streifte sein Blick. Nebenbei huldigt er Folk Art aus aller Welt. Was sich Hajek dachte, als er die märchenhaften Pflanzengeschichten schuf, das verrät uns Christine Paxmann am Ende des Blumenbuches.

Ein einziger Genuss

„Olaf Hajeks Buch der Blumen“ mit Texten von Christine Paxmann

Die Texterin stellt uns „Olaf, den Pflanzenerzähler“ so wundervoll vor, so herzlich und zugetan. Ihre Ansprache richtet sich an Kinder und kindliche Gemüter. Damit erreicht sie auch mich sehr wirksam. Genauso überzeugt ihre Einleitung und jede ihrer Heilpflanzenbeschreibung.

Das gesamte Buch ist ein einziger Genuss. Egal ob Schwertlilie, Mohn oder Ingwer – Paxmanns Texte harmonisieren perfekt mit den volkstümlich bis surrealistisch anmutenden Bildern Hajeks. Beide verbinden Legenden und Wissen über die vorgestellten Heilpflanzen. Erzählen von Schönheit und Nutzen. Nehmen uns mit, auf einen Spaziergang durch den überraschend bunten Medizingarten voll heimischer und exotischer Gewächse.

Sie zeigen uns Ananas, Artischocke, Eberesche und Glockenblume; stellen uns Mariendistel, Passionsblume, Löwenzahn und Madonnenlilie vor. Berichten von Passions- und Ringelblume, Wild- und Pfingstrose, Sonnenhut, Wegwarte und Wilder Malve. Welch Vielfalt! Welch Reichtum!

Hajeks Blumenpracht, seine erzählenden Bilder und Paxmanns lebendig-leerreicher Text – dieses „Buch der Blumen“ ist eine absolut runde Geschichte. Nicht nur für Heilpflanzenfans. Es ist das perfekte Geschenk für alle Blumenfreunde und Hajek-Liebhaber. Das Alter ist dabei Nebensache. Auch mein Papa (77) liebt das Buch. Fast noch mehr als mein Siebenjähriger. 😉

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Superleser! „Hallo, Igel!“ – Sach-Geschichten für Leseanfänger

Hallo, Igel! Sach-Geschichten für Leseanfänger, 1. Lesestufe
Hallo, Igel!

Ha! Mein Lesemuffel liest! Endlich. Der Knoten löst sich. Und ich beginne mich etwas zu entspannen. Denn mitten in der zweiten Klasse wird es doch auch langsam Zeit. Finde ich.

Den Durchbruch brachte tatsächlich eine Schulaufgabe. Die flatterte letzte Woche während der (ersten) Klassen-Quarantäne des Herbstes per Padlet zu uns in den Heimunterricht. Die Kinder sollten eine Lesetagebuch anlegen. Dafür sollten sie sich selbst ein Buch aussuchen. Und dieses Buch dann komplett lesen. Was soll ich sagen? Der Chef liest!

Seine Wahl fiel auf „Hallo, Igel“ aus der Superleser!-Reihe des DK Verlags. Praktisch veranlagt, wie mein Großer ist, wählte er ein Buch aus, mit dem er nicht nur ein Fach bedient. Denn im Sachunterricht geht’s grade – passend zur Jahreszeit – auch um Igel.

Große Igel-Liebe

Hallo, Igel! Sach-Geschichten für Leseanfänger, 1. Lesestufe
Hallo, Igel!

Aber bei uns herrscht insgesamt große Igel-Liebe. Schon lange. Nun liest der Chef jeden Nachmittag dem Vize zwei, drei Seiten aus „Hallo, Igel“ vor. Danach huschen hier zwei Igelkinder durch die Räume, bauen Nester und spielen Verstecken. Was ich durchgehend versuche, nicht nervig sondern niedlich zu finden… 🤪

Das Superleser!-Igel-Buch mag der Chef sehr. Die Größe (etwas länger als Din A5), liegt dem Siebenjährigen gut in der Hand. Die Seitenzahl (48) erschlägt ihn nicht. Das Lesebändchen ist der Hit! Für das Lesetagebuch-Projekt wählte er das Buch wegen der großen Buchstaben aus. Am besten findet er die Seite mit den Igel-Babys. Die schaut er sich täglich an. Egal welche Seiten er gerade gelesen hat. 😊

Gut verdaubare Texthappen und putzige Bilder

Hallo, Igel! Sach-Geschichten für Leseanfänger, 1. Lesestufe
Hallo, Igel!

Der Chef findet den Schwierigkeitsgrad der Sätze genau richtig. Meine Meinung: Insgesamt wurde sehr auf Einfache Sprache geachtet. Doch Trennstriche irritierten den Zweitklässler schon etwas (Beispiele: „Vorder- und Hinterbeine“ oder „Hör- und Geruchssinn“).

Ansonsten: Alles top! Gut verdaubare Texthappen, putzige Bilder, verständliche Sprache – hier passt alles. Zusammen mit dem günstigen Preis (5,95 €) ein absolutes Preis-Leistungswunder. Es wird nicht das letzte Buch der Reihe sein, das bei uns einzieht.

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„Hannahs Gefühl für Glück“ von Fran Kimmel

„Hannahs Gefühl für Glück“ von Fran Kimmel

Als Ellie letzten Winter mit ihrer Familie zu Schwiegervater Walter zog, setzte sie große Hoffnung in ihr neues Leben. Endlich würde ihr Mann Eric öfter zu Hause sein. Würde nicht mehr ständig als Polizist die Probleme anderer lösen. Wäre bei ihr und ihren Söhnen. Sie könnten neu beginnen. Altes hinter sich lassen.

Doch so wirklich kommt Ellie nicht an, in dem Haus am Rand des kleinen Ortes irgendwo im Norden Kanadas. Der Geist von Schwiegermutter Myrtle spukt durch Ellis Gedanken. Setzt sie unter Druck. War es doch früher bei Myrtle immer so behaglich und schön. Gerade zur Weihnachtszeit. Geradezu manisch klammert sich Ellie an den Versuch, ein genauso perfektes Weihnachtsfest zu bereiten, wie ihre Schwiegermutter es immer schaffte. Denn dann wird bestimmt alles gut.

Emotionaler Zündstoff

„Hannahs Gefühl für Glück“ von Fran Kimmel

Umso mehr erschüttert es sie, als ihr Mann ein Mädchen anschleppt. Hannah hat kein Zuhause mehr. Soll über die Weihnachtstage bleiben. Aber wie soll sich Ellie auch noch um dieses Mädchen kümmern? Wie wird es ihr kleiner Sammy aufnehmen, der mit allem Neuen Probleme hat? Was wird Teenager Dan sagen? Und wie – um Himmels Willen – soll sie selbst dieses Kind ertragen? Sie, der es immer wieder verwehrt war, ein lebendes Mädchen zur Welt zu bringen.

Oha! Das zuckerwatte-rosafarbene Cover lässt nicht ansatzweise darauf schließen, welch emotionalen Zündstoff „Hannahs Gefühl von Glück“ enthält. Nicht nur, dass die vermeintliche Protagonistin mit ihren zwölf Jahren schon viel zu viel durchlebt hat. Nein, auch Pflegefamilie Nyland trägt schwere Päckchen mit sich herum.

Weihnachtlicher Kitsch voller Hoffnung

Besonders Mutter Ellie. Doch auch Vater Eric scheitert an seinen Erwartungen. Sohn Dan – altersgerecht hormongesteuert – entfernt sich immer mehr von seiner Familie. Genauso wie Opa Walter. Dieser allerdings aus altersgerechten Demenzgründen. Und Nesthäkchen Sammy lebt eh in seiner eigenen Welt.

In diesem Ensemble leidet jeder. Und dennoch trägt dieses Drama Hoffnung in sich. Es strotzt nur so vor weihnachtlichem Kitsch. Denn mögen alle Charaktere allein und verzweifelt in diese Geschichte starten, beginnt der winterliche Zauber als Vater Nyland das Richtige tut.

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„The Loop: Das Ende der Menschlichkeit“ von Ben Oliver

"The Loop: Das Ende der Menschlichkeit" von Ben Oliver

Im Loop ist jeder Tag gleich. Gäbe es Wren nicht, Luke wäre in dem Jugendgefängnis schon längst durchgedreht. Doch die Bücher, welche die junge Wärterin dem 16-Jährigen zusteckt, retten ihn. Helfen ihm, die Einsamkeit zu ertragen. Und die unmenschliche Prozedur der Energieernte. Dabei ist „unmenschlich“ hier wortwörtlich zu verstehen.

Denn die K.I. Happy entscheidet sachlich und emotionslos über Wohl und Wehe der Insassen. Sowie über das allgemeine Weltgeschehen. Bis sich plötzlich Insassen in grinsende, mordlüsterne Monster verwandeln. Aber nicht nur die Gefangenen drehen durch. Auch die Technik funktioniert nicht mehr. Zwar dachte Luke, dass das Loop die Hölle ist. Doch der wahre Alptraum beginnt erst jetzt.

Gesellschaftskritische Horrorvision

"The Loop: Das Ende der Menschlichkeit" von Ben Oliver

„The Loop“ ist eine packende Jugend-Dystopie. Die Zukunft in Ben Olivers Debüt dunkel und beklemmend. Obwohl es keine Kriege mehr gibt, scheint die Welt alles andere als golden. Die Gesellschaft ist zerrissen. Die Kluft zwischen Arm und Reich gewaltig. Die Menschen legten ihr Schicksal in die Schaltkreise einer künstlichen Intelligenz. Die Entität entscheidet logisch. Was kann daran schon falsch sein?

Was als gesellschaftskritische Horrorvision beginnt, wandelt sich flott in eine actiongeladene Endzeit-Prophezeiung inklusive munter meuchelnder Zombievariante. Eine übermächtige Künstliche Intelligenz, optimierende Cyberware, soziale Ausbeutung und biologische Waffen – Ben Oliver fischte tief im dystopischen Ozean der letzten Jahrzehnte.

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Geh weg, du Problem!“ von Rachel Rooney und Zehra Hicks

„Geh weg, du Problem!“ von Rachel Rooney und Zehra Hicks

„Probleme sind Monster.“ Das ist mal klar. „Sie graben dir Gruben… Vermasseln den Spaß… Verfinstern den Himmel, verdunkeln das Gras.“

Dass die meisten Probleme gar nicht so monströs sind, zeigt das grandiose Bilderbuch „Geh weg, du Problem!“. Seine Botschaft: Mit Ruhe, Mut und frischem Blick lösen sich viele Probleme einfach auf. Ok, manchen muss man sich zuwenden. Manche muss man lösen. Doch bei vielen hilft: „Nicht füttern! Nicht streicheln! Sei klug, halt Dich fern.“ Nach einem Schläfchen verschwinden sie gern. Auch drüber reden hilft furchtbar gut. Und mit anderen zusammen, wächst dann der Mut. 😊

Hier ist alles bunt: Monster, Räume, Kinder

„Geh weg, du Problem!“ von Rachel Rooney und Zehra Hicks

Die mutmachenden Verse von Rachel Rooney reimen sich durch Zehra Hicks‘ bunte Illustrationen. Und hier ist alles bunt: Monster, Räume, Kinder. „Geh weg, du Problem!“ ist ein Paradebeispiel für unbeschwerte Diversität in Kinderbüchern. Denn Probleme hat jede*r. Egal welche Hautfarbe er oder sie hat. Das Kind im Rollstuhl hat welche, genauso wie die Kids mit dem Ball.

Ich bin ganz hin und weg. Die Kinder hier sind Kinder – nicht Jungs oder Mädchen. Farben und Formen gehören jedem.

Ok, die Mama ist von der Vielfalt und der Diversität begeistert. Chef (7) und Vizechef (fast 4) fällt nichts Besonderes auf. Und auch das begeistert die Mama. 😁

Geh weg, du Problem! Ich bin nicht allein!!!

Ganz wichtig finde ich die Botschaften des Buches. Bleib ruhig. Schau Dir die Sache mal aus einem anderen Blickwinkel an. Hab Verständnis für die Probleme von anderen. Auch, wenn Du darin gar kein Problem sehen solltest. Und besonders: Rede über Probleme. Du bist nicht allein!

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