Rezensionen und mehr

In diesem Blog tummeln sich meine Verbraucherberichte, Hobby-Rezensionen und professionellen Texte wild durcheinander. Ich wünsche jedem stöbernden Besucher viel Spaß und freue mich über Nachrichten und Kommentare.


Liebe Autoren, liebe Herausgeber!

Bitte schickt mir keine Rezensionsexemplare, ohne das vorher mit mir abzusprechen. Erspart mir ein schlechtes Gewissen und Euch Geld und Frust!
In Zukunft werde ich unverlangt zugesandte Bücher ohne Rückmeldung einem öffentlichen Bücherschrank anvertrauen.

Viel Erfolg all jenen, die ihre Träume verwirklichen!

„Space Alarm: Mit Hyperschall durchs All“ von Patrick Fix

Das Kinderbuch „Space Alarm: Mit Hyperschall durchs All“ von Patrick Fix vor einer mit Graffiti besprühten Backsteinmauer

Sammys Leben lief bisher vollkommen normal. Doch dann kontaktiert Weltraum Vizepräsident Pauls aus heiterem Himmel (oder besser: aus der Müslipackung heraus) seine Eltern. Die sich als interstellare Geheimagenten entpuppen. Enorm gute Agenten! Die zurück in den Dienst gerufen werden, um den gefürchteten Weltraumpiraten Grimmlin Graubrot zu stellen. Der aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und Jagd auf das „Herz der Sonne“ macht. Ein mega mächtiger Edelstein. Den Sammys Eltern hüten.

Die ganze Familie – inkl. Pilotenkater – macht sich auf den Weg nach Proxima Centauri. Zum Hauptquartier der Weltraumagenten. Wo Sammy auf die Schule für junge Agenten geht. Auf der er galaktisch starke Freunde (und Feinde) trifft. Und auch das ein oder andere Abenteuer erlebt.

Abgefahrene Science Fiktion für Kids ab 8 Jahren

Rückseite des Oetinger Spash-Buches „Space Alarm: Mit Hyperschall durchs All“ von Patrick Fix

„Space Alarm: Mit Hyperschall durchs All“ ist jecker Weltraumspaß. Die abgefahrene Science Fiction für Kids ab acht Jahren ignoriert Naturgesetze und Astronomie, um einfach Laune zu machen. Bei Chef (10) und Vizechef (7) schlug das Konzept kometenstark ein. Beide liebten die abgedrehten Ideen und die witzigen Illustrationen.

Sammy mit seiner außerirdische Antiheldentruppe ist aber auch wirklich zu mitreißend. Zwar empfand ich die Sätze manches mal als nicht wirklich einfach zu lesen. Jedoch gleicht das der fetzige Aufbau und der kumpelhafte Ton dicke aus. Lesemuffel lockt die lockere Optik und die vielen humorvollen Bilder.

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„Die Schule der mittelguten Zauberer: Wirbel um den Neuen“ von Rieke Patwardhan

Das Kinderbuch „Die Schule der mittelguten Zauberer: Wirbel um den Neue“ von Rieke Patwardhan auf einer bretonischen Klippe stehend. Im Hintergrund: Das Meer.

Niko ist nicht nur das mittlere Kind seiner Eltern, er ist auch in allem anderen eher mittelmäßig. Nicht gut. Nicht schlecht. Der total Durchschnitt eben. Unauffällig. Normal. Doch dann sieht er plötzlich nur noch rosa Nebel. Und sein Leben ändert sich schlagartig. Denn in der Arztpraxis weiß man nicht weiter. Verweist an eine Sehberatung. Nur…da steht „Seherberatung“ auf der Karte…

Und Seherberaterin Meryem Güzel sieht, dass Niko ein …Seher ist. Und sie rät dringend zu einem Schulwechsel auf Madame Garzias Zauberschule (MGZ). Der Junge kann es kaum glauben. Bis er herausfindet, dass die MGZ auch „Schule der mittelguten Zauberer“ genannt wird. Ha!

Nur steckt er da schon mitten im Schulchaos dieses merkwürdigen Internats. Bei dem selbst das Essen eine Herausforderung ist. Ganz zu Schweigen von den seltsamen Fähigkeiten seiner Mitschüler. Die diese genauso wenig im Griff haben, wie er die seinen. Am liebsten würde Niko flüchten.

„Die Schule der mittelguten Zauberer: Wirbel um den Neuen“ von Rieke Patwardhan weiterlesen

„Leander Linnens Wunderladen“ Lena Hach und Friederike Ablang

Oha, am Freitag ist ja schon der 1. Dezember! Höchste Zeit eine kleine Auszeit in der nächsten Buchhandlung zu nehmen. Nur wenig wirkt im Vorweihnachtsgewusel entspannender. Und wenn man dann schon mal da ist, kann man auch gleich noch flott einen Adventskalender besorgen. Wie dieses Adventskalenderbuch zum Vorlesen. Und Kuscheln. Und glücklich sein. 😉
Das Adventskalenderbuch „Leander Linnens Wunderladen“ von Lena Hach und Friederike Ablang auf einer hyggeligen, blauen Decke liegend

„Es gibt da, in der schmalsten Gasse der Stadt, diesen zauberhaften kleinen Laden. Geführt wird er seit Jahrzehnten – wenn nicht noch länger – von Leander Linnen; einem stattlichen Mann mit Kugelbauch, struppigen weißen Haaren und Rauschebart.“

Durch seine immer leicht dreckige Brille – auf seiner zum Nordpol zeigenden Nase – schaut der alte Mann sehr wohlwollend in die Welt. Heißt alle Kunden Willkommen. Egal ob sie absichtlich oder zufällig in sein Reich stolpern. In seinem Laden findet jeder genau das Richtige. Genau das, was er oder sie braucht.

Weihnachtszauber, Weltoffenheit und Menschenliebe

Rückseite des Adventsbuches „Leander Linnens Wunderladen“ von Lena Hach und Friederike Ablang

„Leander Linnens Wunderladen“ erzählt in 25 winterlichen Episoden Geschichten voller Weihnachtswunder. An der Seite des betagten Ladenbesitzers erleben wir Kinder, die sich verloren fühlen. Die trauern. Die Probleme lösen müssen. Sich mit Geschwistern streiten. Oder ihre Träume verwirklichen möchten. Wir treffen Erwachsene, die durch die Tage hetzen. Dabei aber dringend Nähe bräuchten. Weihnachtsprofis, die Unterstützung benötigen. Scheue Verliebte; Väter, die ihre Kinder vermissen; Damen, die Wetten einlösen wollen.

Durch jede Geschichte weht Weihnachtszauber, warm umschmeichelnde Weltoffenheit und samtene Menschenliebe. Bei Leander dürfen alle sein, wer und wie sie sind. Hautfarbe und Kleidung sind ebenso egal, wie Alter oder Wohlstand der Kunden. Genauso wenig macht es für Leander einen Unterschied, ob seine Gäste Weihnachten oder Chanukka feiern. Er will nur, dass alle glücklich(er) sind. Denn: Das Glück liegt oft im Kleinen. In uns selbst. Und dem Leuchten in den Augen der anderen.

Ihr merkt, ich bin begeistert. Möchte Euch dringend zur täglichen Lektüre in „Leander Linnens Wunderladen“ raten. Es eignet sich ganz wunderbar für hyggelige Vorlesestunden. Zusammen unter einer Decke steckend. Was gibt es Schöneres an üsseligen Dezembertagen?

Ausschnitt einer Innenseite des Weihnachtsbuches „Leander Linnens Wunderladen“ von Lena Hach und Friederike Ablang
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„Stella und das Geheimnis“ von Madeleine Bernadotte und Stina Lövkvist

Das Kinderbuch „Stella und das Geheimnis“ von Madeleine Bernadotte, Karini Gustafson-Teixeira, Marie Oskarsson und Stina Lövkvist vor einem orangefarbenen Hintergrund

Als Stella aufwacht platzt ihr Vater in ihr Zimmer. Zusammen mit ihrem Stiefbruder samt seiner Mutter Camilla und ihrem Baby-Bruder Axel. Einen Kuchen bringen sie. Und Geschenke. Denn Stella wird heute neun Jahre alt. Ein Grund zum Feiern. Oder?

Tatsächlich ist Stella so gar nicht nach feiern zu Mute. Nicht nur, dass ihre Eltern sich getrennt haben und sie mit Papas neuer Familie ein Jahr in Schweden verbringen muss, während ihre Mama in Amerika bleibt. Nein, gerade heute verplappert sich ihre Mutter. Verrät beim Geburtstagstelefonat, dass ihr Freund zu ihr gezogen ist. Weil sie schwanger ist. Na, schlimmer kann es nun wirklich nicht mehr werden.

Immerhin entpuppt sich Nachbarsjunge Ali nach Startschwierigkeiten als echt netter Kerl. Und mit Elena gewinnt Stella schnell eine richtig gute Freundin. Doch irgendetwas stimmt mit Elena nicht.

Ein schlechtes Geheimnis

Eines nachmittags vertraut sich das Mädchen Stella an. Erzählt, was sie noch nie jemandem erzählt hat. Berichtet, dass der Freund ihrer Mutter auf sie aufpassen soll, wenn ihre Mutter abends arbeiten muss. Dass er dann zu ihr ins Zimmer kommt. Dort vor ihrem Bett steht. Sie anstarrt. Schwer atmet. Dass sie große Angst hat. Stella solle bitte, bitte niemanden etwas sagen. Er hat es ihr verboten. Und ihre Mutter würde ihr eh nicht glauben. Stella verspricht es. Doch belastet sie dieses Geheimnis zu sehr. Was kann sie bloß tun?

Stella entscheidet sich, ihrem Vater von dem Geheimnis zu erzählen. Der handelt. Und Elena vor einem weiteren Abend allein mit dem Freund der Mutter bewahrt . Alles wird gut.

Kinder stärken, Erwachsene sensibilisieren

Die Rückseite des Kinderbuchs „Stella und das Geheimnis“ von Madeleine Bernadotte, Karini Gustafson-Teixeira, Marie Oskarsson und Stina Lövkvist vor einem orangefarbenen Hintergrund

Madeleine Bernadotte (Prinzessin von Schweden) schrieb das Buch „Stella und das Geheimnis” in Zusammenarbeit mit der World Childhood Foundation. Es soll Kinder ab sechs Jahren (und erwachsene Vorleser*innen) zu den wichtigen Themen Kinderrechte und Missbrauch sensibilisieren. Stärken. Soll das Schweigen brechen. So hofft Prinzessin Madeleine, „dass dieses Buch Kindern, Eltern und Lehrerinnen helfen kann, neue Wege zu finden, um über Themen zu sprechen, die sonst vielleicht schwierig zu behandeln sind.“

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Brief-Detektiv – per Post ins Krimi-Abenteuer

Die Briefe des Brief-Detektiv-Abenteuers "Der Schatz des Gladiatoren"

Chef (10) und Vizechef (7) klären seit Kindergartentagen mysteriöse Vorkommnisse auf. Sind quasi von Geburt an Ermittler. Falls Eure Kinder auch solch detektivische Spürnasen sind, habe ich hier den perfekten Geschenktipp für Euch!

Die streng geheime Detektiv-Post für Kids ab sechs Jahren ist wirklich was ganz besonderes. Jeder Fall besteht aus sechs Briefen. Jede Woche geht ein Brief auf die Reise. Das heißt: die Kinder können sich sechs Wochen lang jede Woche über einen Brief freuen. Und diese Briefe haben es in sich.

Rätselhafte Nachrichten aus Italien

Die Briefe des Brief-Detektiv-Abenteuers "Der Schatz des Gladiatoren"

Als der erste Brief des „Der Schatz der Gladiatoren“-Abenteuers bei uns ankam, staunten meine Jungs nicht schlecht. Streng geheime Post? Für sie? Wie cool ist das denn!

Im ersten Brief stellen sich die Hobby-Detektive Leni (9) und Leo (11) vor. Senden ihren Kollegen und Kolleginnen liebe Grüße und einen Detektiv-Ausweis. Um dann sofort in den Fall einzusteigen.

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„Die Bücherjägerin“ von Elisabeth Beer

Der Roman „Die Bücherjägerin“ von Elisabeth Beer in Rosmarin

„Solange ich mich erinnern kann, ist die Welt manchmal zu laut, zu bunt, zu hell, zu schreiend. Nicht immer, aber ab und an. Dann fühlt sich jede Berührung falsch an, zu heiß, zu kalt, zu intensiv.“

Als Sarahs Tante Amalia stirbt, zieht das der jungen Frau den Boden unter den Füßen weg. Seit Kindertagen war die charakterstarke Frau nicht nur Elternersatz, verständnisvoller Beistand und warmherzige Mentorin. Durch sie lernte sie Bücher lieben. Fand ihren Traumberuf. Wurde Restauratorin für alte Karten und Folianten. Und jagte mit ihr als Bücherjägerin literarische Kostbarkeiten.

Nun – nach Amalias Tod – scheint alles zusammenzubrechen. Die Rechnungen stapeln sich. Sarah weiß nicht mehr weiter. Bis Benjamin Ballantyne in ihrem Leben auftaucht. Amila stellte dem Bibliothekar der Britischen Bibliothek den Fund eines außerordentlichen Schatzes in Aussicht: Den verschollenen Teil der Tabula Peutingeriana.

Gegen ihre menschenscheue und introvertierte Gewohnheit, lässt sich Sarah auf das Abenteuer ein. Und begibt sich mit dem (sehr gut aussehenden) Benjamin Ballantyne auf einen lebensverändernden Roadtrip.

„Ich bin nicht besonders gut mit Menschen, besonders nicht darin, ihre Gefühle zu lesen… Ich meine, dass Menschen zu kompliziert sind, und wenn alle einfach sagen würden, was sie meinen, anstatt alles immer so kompliziert wie möglich zu machen, hätte ich gar keine Probleme damit.“

Über den Tod, das Abschiednehmen und die Liebe

Rückseite des Romans „Die Bücherjägerin“ von Elisabeth Beer

Ein Setting im Kölner Villenviertel Marienburg und eine nerdige Buchverliebte – ich war ein leichtes Opfer für „Die Bücherjägerin“. Wie könnte ich an einem Roman mit bücherliebenden Protagonisten vorbei gehen? Der die großen Fragen nach dem Umgang mit Verlust und Liebe stellt? Natürlich musste ich ihn lesen!

Tat ich mich erst schwer in die Komma-reichen Sätze einzufinden, genoss ich Sarahs Aufbruch sehr. Ihre Gedanken über den Tod, das Abschiednehmen, ihren Schmerz gingen mir nahe. Die Einblicke in ihre Entwicklung, in die gemeinsame Vergangenheit mit ihrer Tante und Schwester berührten mich. Ich verstand so Vieles zu gut.

Die französische Episode mit dem wundervollen Jean, der Amalia auf seine Weise so groß liebte – was fühlte ich mit. Was ging es mir zu Herzen. Überhaupt mochte ich die unterschiedlichen Arten der Liebe, die in dieser Geschichte Raum finden bemerkenswert. Schließlich gibt es neben der romantischen Liebe noch weit mehr, genauso intensive Liebesverbindungen.

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„Nordische Mythen“ von Matt Ralphs und Katie Ponder

Das Buch „Nordische Mythen“ von Matt Ralphs und Katie Ponder vor einer Mauer in Herbstlaub stehend

Spätestens seit sie die „Drachenzähmen“-Reihe für sich entdeckten, sind Chef (10) und Vizechef (7) nicht nur verliebt in Drachen. Sie sind auch vollkommen fasziniert von der Welt der Wikinger und ihren Gottheiten. Besonders den Vize treibt die Frage, ob es machtvolle Wesen gibt, welche die Wege der Menschen kreuzen. Vielleicht auch lenken oder behindern.

Dementsprechend gespannt waren wir alle auf die reich illustrierte Enzyklopädie „Nordische Mythen: Von launischen Gottheiten, mutigen Helden und schaurigen Ungeheuern“. Da meine Jungs das ebenfalls im DK Verlag erschienene „Magische Fabelwesen und mythische Kreaturen“ sehr lieben, waren sie voller Vorfreude. Doch leider konnten die nordischen Mythen ihre hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Zu kühl und kantig fanden sie die Illustrationen; zu sperrig und altmodisch den Text.

Eher für ältere Mythen-Fans

Die Rückseite des Buches „Nordische Mythen“ von Matt Ralphs und Katie Ponder

Und ich versteh sie. Denn Matt Ralphs erzählt die Legenden der Nordländer sehr klassisch. Nicht sonderlich frisch. Und so gar nicht kindlich. Mit wörtlicher Rede und einer etwas modernisierten Sprache hilft er älteren Mythen-Fans durch die Göttergeschichten. Doch auch ich tat mich schwer. Dabei kämpfte ich mich vor rund 20 Jahren durch eine noch wesentlich drögere Übersetzung nordischer Mythologie. Zwar empfiehlt der Verlag beide Bücher für Leser ab 10 Jahren, doch empfinde ich das Fabelwesen-Buch als wesentlich kindgerechter als diese nordischen Mythen.

Meine Kinder verloren also recht schnell das Interesse an den brutalen Geschichten der Götter und Göttinnen. Was ich – ehrlich gesagt – begrüßte, weil die Erzählungen schon reichlich grausam und blutreich sind. Munter schlachten und köpfen sich die Gottwesen durch ihre Tage.

Übersichtliche Steckbriefe der Gottheiten

Weswegen wir dann doch immer mal wieder zum Buch griffen, waren die Porträt-Seiten. Auf denen je eine Protagonistin der Wikingergeschichten vorgestellt wird. Odin und Frigg, Thor, Sif, Loki, Baldur, Heimdahl und Idun – die Steckbriefe der Gottwesen fand der Vize höchst interessant. Genauso die Erläuterungen zu den magischen Kreaturen und fantastischen Tierwesen wie der Midgardschlange, den Riesen Hymir und Skadi, den Schmieden Brookk und Sindri, oder auch Fenrir und Hel.

Ausschnitt einer Innenseite der Enzyklopädie „Nordische Mythen“ von Matt Ralphs und Katie Ponder

So möchte ich dieses kunstvoll aufbereitete Sagenbuch Jugendlichen und Erwachsene mit einem Fable für die nordische Götterwelt ans Herz legen. Die Ästhetik der Bilder passt an sich ganz großartig zu den brachialen und archaischen Wikingerkulten. Für Liebhaber der Legenden um Odin Co. ist dieses Buch bestimmt ein fantastisches Weihnachtsgeschenk. 😉

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„Anton und der Gargoyle“ von Jo Ellen Bogart und Maja Kastelic

Das Bilderbuch „Anton und der Gargoyle“ von Jo Ellen Bogart und Maja Kastelicvor einem Granitstein mit einem Gargoyle daneben.

Anton lebt mit seinen Eltern in einem gemütlichen Haus auf dem Land. Fotos von seinen Eltern und der Oma erinnern an eine Vergangenheit in Paris. Als das Paar zusammenkam. Die Zeit zu dritt begann. Aus jener Zeit stammt auch ein großer, eiförmiger Stein. Den Anton sehr liebt.

Doch eines morgens wacht Anton auf und…der Stein ist zerbrochen. Da ist etwas geschlüpft! Nur was? Nach der Schule entdeckt er das kleine Wesen. Ganz sanft lockt er es aus der Reserve. Erobert sein Zutrauen. Und sie werden beste Freunde.

Als er mit seiner Mama in einem alten Fotoalbum blättert, entdeckt er etwas Überraschendes. Seine Eltern posieren neben einer steinernen Statue. Einem Wasserspeier, der fast genauso aussieht wie sein kleiner Freund. Ist das vielleicht dessen Papa?

Voller Wärme und Liebe

Rückseite des Bilderbuches „Anton und der Gargoyle“ von Jo Ellen Bogart und Maja Kastelic

„Anton und der Gargoyle“ ist eine unter die Haut gehende Geschichte. Voller Wärme und Liebe. Und ganz ohne Worte. Dafür mit äußerst aussagekräftigen Illustrationen. Schon ganz am Anfang sehen wir eine Fotografie von Antons Mama vor Notre Dame stehend. In ihrem Armen: Der eiförmige Stein. Auf einem anderen Foto hält Kleinkind-Anton ihn. Insgesamt transportieren diese Fotos – in Rahmen, im Album oder per Brief zugesandt – eine Tiefe, wie es sonst nur viele wohlgesetzte Worte schaffen.

Genauso wie Mimik und Körpersprache der Charaktere. Die Bildsequenzen sprechen Bände. Die Gefühle springen über. Sowohl die Trauer des kleinen Wasserspeiers als er seinen Papa (oder Mama) im Fotoalbum sieht. Als auch die Sorge von Antons Mama, als sie erfährt, dass ihre Mutter im Krankenhaus liegt. Neugier, Freude, Zusammenhalt, Tapferkeit, Sehnsucht, Verständnis – das sind nur einige der großen Emotionen, welche die pastelligen Bilder vermitteln.

Vom Loslassen und Erinnern

Denn die Familie reist zur Oma nach Paris. Mit im Gepäck: Das Gargyle-Kind. Anton bringt es nach Hause. Zu seiner Familie. Auch wenn das für ihn bedeutet Abschied zu nehmen. Am Ende ergänzt ein weiteres Herzensbild die Fotogalerie. Eine weitere Erinnerung an einen Moment, der das Leben prägte.

Der Vizechef (6) verbrachte schon viele Stunden in Antons Zimmer und in Paris. Schwelgte für sich in der Geschichte. Mein Erstklässler liebt den putzigen Wasserspeier. Versteht die Zerrissenheit der beiden Freunde. Die zusammen bleiben wollen. Doch wissen, dass sie zu ihren Familien gehören. Und der Chef weiß: „Sie können sich ja besuchen!“

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„Pepino Rettungshörnchen: Alarm im Park“ von Irmgard Kramer und Nora Paehl

Das Kinderbuch „Pepino Rettungshörnchen: Alarm im Park“ von Irmgard Kramer und Nora Paehl in Efeu liegend

Uiuiui, was ist das für ein Sturm! Als der Feuerwehrkommandant die Truppe zusammenruft, weil im Sternwartepark ein Baum umgestürzt ist, ist Pepino natürlich dabei. Schließlich könnte seine beste Freundin Jala in Gefahr sein. Wie gut, dass Pepino „das beste Rettungs-Eichhörnchen, das jemals in einem Dachboden über einer Feuerwache gelebt hat“ ist.

Zwar geht es Jala gut, doch eine Scharr Igelkinder schwebt in Gefahr. Doch zusammen mit Mönchsgrasmücke Dinki retten die Eichhörchen den Igelnachwuchs. Alles scheint gut auszugehen. Bis Jala von einem herunter fallenden Ast getroffen wird.

Auf dem Dachboden der Feuerwache pflegt die Eichhörnchenfamilie Jala gesund. Allen voran Pepinos kleiner Bruder Amini. So stehen neuen Abenteuern schon bald nichts mehr im Wege. Was gut ist, denn plötzlich verschwindet Amini. Steckt der garstige Marder Don Kling dahinter?

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„Das Museum des Körpers: Eintritt frei!“ von Professor Dr. Jennifer Z. Paxton und Katy Wiedmann

Das Sachbuch „Das Museum des Körpers: Eintritt frei!“ von Professor Dr. Jennifer Z. Paxton und Katy Wiedmann

„Unter unserer Haut liegt die unglaubliche Welt des menschlichen Körpers: Eine lebendige Maschine aus Hunderten und Tausenden von Teilen, die alle zusammenarbeiten und uns zu dem machen, was wir sind.“

Aus dem Vorwort von Professor Dr. Jennifer Z. Paxton

„Das Museum des Körpers“ empfängt uns mit nostalgischem Charme. Mit detailgenauen Skizzen von Körperteilen, Organen, Muskeln und Knochen, die an die Zeichnungen Leonardo da Vincis erinnern. Schon auf der Eingangstür prangen Schädel, Herz und Fingerknochen; Wirbelsäule, Augäpfel und diverses mehr. Hinter dem Vorhang des Vorsatzpapieres – reich verziert mit unterschiedlichen Körpereinblicken (Muskelapparate, Nervenbahnen, Skelett) – eröffnet sich eine Pinakothek erstaunlicher Gemälde. Die alle den beeindruckenden menschlichen Körper zum Thema haben.

Die riesigen Seiten des großformatigen Buches sind Museumssaal-würdig. Und allein schon die Illustrationen von Katy Wiedmann sind den Besuch wert.

Sechs Säle erwachten uns:

Rückseite des Sachbuches „Das Museum des Körpers: Eintritt frei!“ von Professor Dr. Jennifer Z. Paxton und Katy Wiedmann
  1. Im ersten Saal widmen wir uns dem Muskel- und Skelettsystem.
  2. Im zweiten dem Herz-Kreislauf- und Atmungssystem.
  3. Der dritte behandelt das Verdauungs- und Harnsystem.
  4. Das Nervensystem und die Sinnesorgane finden wir in Saal vier.
  5. Das Immun- und Lymphsystem im Fünften.
  6. Und der letzte Saal beherbergt das Hormon- und Fortpflanzungssystem.

Dabei finden wir in jedem Bereich aussagekräftige Abbildungen der menschlichen Anatomie. So sehen wir beispielsweise den Oberschenkelknochen von hinten und von vorne sowie als Querschnitt und in Schichten. Lernen mit Hilfe anschaulicher Entwürfe von Maschinenteilen die Funktionsweise von Gelenken. Erfahren durch die umfassenden Bildlegenden z.B. die deutschen und lateinischen Namen etwa der zehn Muskeln unserer Gesichtsmimik. Und, dass es einen Kussmuskel gibt. 😘

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