Rezensionen und mehr

In diesem Blog tummeln sich meine Verbraucherberichte, Hobby-Rezensionen und professionellen Texte wild durcheinander. Ich wünsche jedem stöbernden Besucher viel Spaß und freue mich über Nachrichten und Kommentare.


Liebe Autoren, liebe Herausgeber!

Bitte schickt mir keine Rezensionsexemplare, ohne das vorher mit mir abzusprechen. Erspart mir ein schlechtes Gewissen und Euch Geld und Frust!
In Zukunft werde ich unverlangt zugesandte Bücher ohne Rückmeldung einem öffentlichen Bücherschrank anvertrauen.

Viel Erfolg all jenen, die ihre Träume verwirklichen!

„Die abenteuerliche Reise des Leopold Morsch“ von Gregor Wolf

Der Fantasy-Roman „Die abenteuerliche Reise des Leopold Morsch“ von Gregor Wolf

Eben noch kniete Morsch in seinem Garten und versuchte einen Apfelbaum zu verstehen – und schon steckt er mitten im verrücktesten Abenteuer. Weil sein Freund Landrich ihm von seinen Reisen ein Kästchen mitbrachte. Welches eine seltsame Muschel enthielt. Durch die Morsch den Ruf eines Vogels hört. Dem er folgt. Denn die Muschel muss dorthin zurück, wo sie herkam. Das ist Morsch ganz klar.

Also bricht er auf. Begleitet von seinem guten Freund Hainwart – einem wandelnden Baum. Doch schon bald sind die beiden nicht mehr allein. Denn nachdem Ritter Griesbert vom Berg Morsch vor Räubern rettete, weicht der Edelmann den beiden nicht mehr von der Seite. Zusammen befreien sie auch den jungen Tisal aus der Gefangenschaft der Banditen. Womit das Abenteuer eigentlich erst beginnt.

Ein weise erzähltes, warmherziges, witziges Märchen

Rückseite des Abenteuerromans „Die abenteuerliche Reise des Leopold Morsch“ von Gregor Wolf

Als ich mit dem Chef (10) „Etzel Zauderkern und die Macht der Wünsche“ gelesen hatte, war mir klar, dass ich alles lesen will, was Gregor Wolf bisher schrieb. Da Zauderkern erst sein zweiter Roman war, besorgte ich uns schnell seinen Erstling: „Die abenteuerliche Reise des Leopold Morsch“. Und diesen las ich nun mit meinen beiden Jungs. Oder eher: Mit all meinen Jungs. Denn der Mann war mit von der Partie. 😊

Ich mach es kurz: Leopold Morschs Reise gefiel mir noch besser als die von Zauderkern. Es ist ein weise erzähltes, lehrreiches, warmherziges, witziges Märchen für Menschen ab sieben oder acht Jahren. Die Leseempfehlung des Verlages – ab neun Jahren – ist mal wieder zum Selberlesen zu verstehen. Gewiss ist es aber kein Kinderbuch. An diesem epischen Fantasy-Roman haben Groß und Klein gleichermaßen Freude.

Durch viele Gefahren zum wahren Ich

In bester Fantastik-Tradition reisen die Gefährten durch weite Landschaften und stolpern durch verschiedene Aufgaben. Bestehen mutig Prüfungen, wiederstehen Verführungen, trotzen Gefahren, lösen Rätsel und erkennen ihr wahres Ich.

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„Die Wilden Rüben: Das Geheimnis von Garten Nr. 8“ von Dorthe Voss

Das Kinderbuch „Die Wilden Rüben: Das Geheimnis von Garten Nr. 8“ von Dorthe Voss auf Erde liegend von Osterglöckchen umrahmt

„Paula, du bist vom Kopf bis zu den schmuzigen Füßen voller Flausen und Frischluft.“

Das sagt zumindest ihre Mama immer. Und die verträumte Neuneinhalbjährige gibt ihr recht. Denn am liebsten ist sie draußen. Mit ihren Freunden Jonas, Bruno und Jette im Schrebergarten von Onkel Hajo. Besonders jetzt – am Frühlingsanfang.

Doch Onkel Hajo muss verreisen. Für länger. Weswegen er seinen Schrebi in der Gartenkolonie „Kraut und Rüben“ aufgeben will. Aber das lassen die vier Freunde nicht zu. Gemeinsam überzeugen sie Onkel Hajo davon, dass sie sich kümmern können und Hajos Abwesenheit vertuschen werden. Ehrensachen! Wie gut, dass bald Osterferien sind.

Also jäten sie Unkraut und reinigen den Gartenteich; sähen Gemüse und düngen die Erde mit Pferdemist. Was ihnen durchaus Spaß macht. Ganz besonders freuen sie sich aber auf Hajos Spezialauftrag: „die Ankunft der Frösche beobachten!“

Während sie dieser Aufgabe voller Eifer nachgehen, fallen ihnen jedoch einige tote Frösche auf. Reifenspuren und Fußabdrücke deuten darauf hin, dass sie keines natürlichen Todes starben. Dem müssen die Vier unbedingt auf den Grund gehen. Wer steckt hinter dem Froschsterben? Wer im Schrebergarten hat etwas zu verbergen? Die wilden Rüben werden es herausfinden!

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„Welt, warte! Zumindest, bis Henry und ich eine andere finden.“ von Anna Schlutter

Der Kinder-Endzeitroman „Welt, warte! Zumindest, bis Henry und ich eine andere finden.“ von Anna Schlutter auf einem bunten Mosaik liegend

„In zehn Tagen geht die Welt unter!
Das mag jetzt vielleicht etwas drastisch klingen.
Im Grunde genommen … ist es das auch.“

Mit diesen Worten startet Brie ihre Erzählung. Gerade erfuhr die Zwölfjährige, dass ein Asteroid mit der Erde kollidieren wird. Während Vater, Mutter und große Schwester gehörig die Nerven verlieren, muss sie die Sache erst einmal verdauen.

Also lebt Brie erst einmal einfach weiter. Doch während sie mit ihrem besten Freund Henry den Dachboden der Nachbarin entrümpelt, entdeckt sie ein altes Plakat. Das den Gedanken an Parallelwelten weckt. Und die Hoffnung auf einen Ausweg aus dem drohenden Weltuntergang.

Gemeinsam machen sich Brie und Henry auf die Suche nach dem Eingang in eine Welt, die nicht zerstört werden wird. Sie begegnen auf ihren Expeditionen inspirierenden Menschen; aber auch herzlosen. Und sie erleben unglaubliche Abenteuer. Fast, wie nicht von dieser Welt.

„Vielleicht muss man gewisse Dinge erlebt, gewisse Erfahrungen gemacht haben, damit ein bevorstehender Weltuntergang einen Gefühlsausbruch verursacht. Ich kann nur dasitzen, aus dem Fenster starren, auf meine zwölf Jahre und die graue Welt, und mich fragen, ob ich diese Welt überhaupt schon genug kenne, um sie zu verlassen.“

Voller einfallsreicher, weiser und mutiger Ideen

Als Chef (10) und Vizechef (7) den Titel hörten, war klar, was wir als nächstes zusammen lesen würden. Ein Kinderbuch zum Thema Weltuntergang! Kann das sein? Die Kinder waren jedenfalls direkt Feuer und Flamme. Und „Welt, warte! Zumindest, bis Henry und ich eine andere finden.“ enttäuschte uns nicht. Voller einfallsreicher, weiser und mutiger Ideen, überraschte mich der Endzeitroman für Menschen ab zehn Jahren mit Originalität, Kinderklugheit und Lebensmut.

Ich liebe wirklich alles an diesem Buch! Die furchtlose, optimistische Protagonistin. Den umsichtigen, liebenswerten, hinter die Dinge blickenden Henry. Die irrational und doch nachvollziehbar handelnden, Rollenklischees wiedersprechenden Erwachsenen. Die löwenstarke, zielorientierte Schwester. Den überraschend plazierten Mathelehrer und den menschlichen Geistlichen, der mich nach Ewigkeiten mal wieder zum Mirabellenschnapps greifen lies.

Augen-auf-Momente und Merk-ich-mir-Sätze

Rückseite des Kinderromans „Welt, warte! Zumindest, bis Henry und ich eine andere finden.“ von Anna Schlutter

Ich liebte Haus und Dachboden und Hund von Frau Alba, sowie die alte Dame selbst. Genauso wie Monsieur Maison mit seiner Katze in seinem ganz speziellem Reich. Gedanklich, wie örtlich. Die Enten, die anderen Kinder; anwesende und abwesende Eltern; Teenager, Klassenrivalen, Fremde.

Überraschende Wendungen, kluge Worte, allumfassende Weisheiten – „Welt warte!“ quillt über vor Augen-auf-Momenten und Merk-ich-mir-Sätzen. Ist magisch und realistisch; wonnig und gruselig. Manchmal echt hart und unheimlich. Schreckt auch vor Waffengewalt, Schimpfwörtern und emotionaler Grausamkeit nicht zurück. Geht über Grenzen. Rutscht ins Glück.

„Welt, warte! Zumindest, bis Henry und ich eine andere finden.“ von Anna Schlutter weiterlesen

„Geister gibt es nicht oder Meine total verrückte Reise mit Sir Parzival von Schreckenfels“ von Andrea Schomburg

Das Kinderbuch „Geister gibt es nicht oder Meine total verrückte Reise mit Sir Parzival von Schreckenfels“ von Andrea Schomburg vor einer alten Backsteinmauer

Eben noch stand Lina in der Turnhalle. Reimte lustig vor sich hin, während sie den seltsamen Stein in den Fingern hielt. Den Stein, den sie beim Ausflug zur Burgruine fand. Und plötzlich steckt sie im wildesten Abenteuer-Chaos mit Sir Parzival von Schreckenfels. Einem Geist. Dabei glaubt Lina überhaupt nicht an Geister. Auch Chaos mag sie nicht.

Die Zehnjährige mag Ordnung – Kontrolle und Struktur. Damit ihre Mama und ihre kleine Schwester Hedi nicht von grässlichen Krankheiten dahingerafft werden, wäscht sie sich immer gründlich die Hände. Genau 13 Mal. Auch tritt sie nie auf die Zwischenräume der Gehwegplatten. Mit diesen Maßnahmen „kann man das Schlimmste verhindern. Meistens.“

Papa ist trotzdem weg und Hedi trotzdem krank. Welch wundersame Fügung, dass Sir Parzival sie zu einer Reise nach Anderweit verpflichtet. Um den Berggeist zu befrieden, der den dichtenden Adeligen vor vielen Jahrhunderten verfluchte. Denn in Anderweit wartet das Wasser der Gesundheit. Genau das, was Lina für ihre Schwester braucht.

Wunderbar verrücktes Märchen

Die Rückseite des Kinderbuches „Geister gibt es nicht oder Meine total verrückte Reise mit Sir Parzival von Schreckenfels“ von Andrea Schomburg

Also bricht sie auf, ins Wunderland von Anderweit. Fällt zwar nicht durch einen Kaninchenbau, reist jedoch durch einen Spiegel. Was nicht die einzige Parallele zur Geschichte der wohl bekanntesten Weltenreisenden ist. Wie Alice begegnet auch Lina vielen verrückten, magischen Wesen. Rat gebenden, Rätsel sprechenden, wundersamen, chaotischen Gestalten. Die in ihrem Charakter Menschen aus Linas Realität ähneln. Herausforderungen verkörpern, die sie in ihrem Alltag stemmen muss.

Auf ihrer Reise mit dem reumütig reimenden Aristokraten, wächst das Mädchen über sich hinaus. Besiegt Zwangshandlungen, schließt Freundschaften, rettet die Anderweitwelt. Und damit auch die ihre.

„Geister gibt es nicht oder Meine total verrückte Reise mit Sir Parzival von Schreckenfels“ ist ein wunderbar verrücktes, Metaphern reiches Märchen für Menschen ab acht Jahren. Als Vorlesegeschichte klappt das Bilder und Gedicht reiche Buch aber auch für Jüngere. Dabei versteht jeder das, was er alters- und erfahrungsgemäß verstehen kann und will. Wir großen Vorleser interpretierten weit mehr ins Geschehen, als die Kinder. Doch jeder von uns genoss die fantasievolle, von Lina in authentischer Sprache einer Zehnjährigen erzählte Geschichte.

„Geister gibt es nicht oder Meine total verrückte Reise mit Sir Parzival von Schreckenfels“ von Andrea Schomburg weiterlesen

„School of Talents 5: Fünfte Stunde – Klassen treffen!“ von Silke Schellhammer

So lange besucht Alva die School of Talents noch gar nicht. Doch gehört die Tierversteherin schon voll dazu. Sie und ihre Mitschüler*innen Fritzi, Mala, Jonas, Lenni, Til, Sabita, Elwin und Co. lernen in dem Internat mit ihren außergewöhnlichen Talenten umzugehen.
Das Kinderbuch "School of Talents 5: Fünfte Stunde: Klassen treffen!" von Silke Schellhammer auf einer Wiese liegend, umgeben von blühenden Gänseblümchen

Bald ist es soweit: Das jährliche Freundschaftsfußballspiel gegen die Primelschule steht an. Die Kinder trainieren schon fleißig. Doch die Jugendherberge des Veranstaltungsortes wegen Bauarbeiten den Termin absagt, droht das Turnier ins Wasser zu fallen.

Doch die Kinder können Direktor Franzen überreden: Das Spiel soll auf der Internatsinsel stattfinden. Was bedeutet, dass alle ihre Talente beherrschen müssen. Denn die Gäste dürfen natürlich nicht mitbekommen, was es mit der School of Talents wirklich auf sich hat.

Auch scheinen nicht alle zu wollen, dass das Turnier stattfindet. Tore und Bälle verschwinden. Wer steckt hinter den Sabotageversuchen? Kann das Rätsel der Infotafel einmal mehr helfen?

Chaos und Situationskomik

Rückseite des Kinderbuches "School of Talents 5: Fünfte Stunde: Klassen treffen!" von Silke Schellhammer

„Klassen treffen!“ ist schon der fünfte Band der „School of Talents“-Reihe und wir mochten auch ihn sehr. Obwohl weder Chef (10) noch der Vize (7), der Mann oder ich etwas mit Fußball anfangen können. Viel spannender als der sportliche Wettkampf war sowieso die Frage, ob die Kinder ihre Kräfte in der Griff bekommen. Die unfreiwilligen Talentausbrüche sorgen für allerhand Chaos und Situationskomik.

„School of Talents 5: Fünfte Stunde – Klassen treffen!“ von Silke Schellhammer weiterlesen

“Der Spurenfinder” von Marc-Uwe, Johanna und Luise Kling mit Illustrationen von Bernd Kissel

Der Fantasy-Roman “Der Spurenfinder” von Marc-Uwe, Johanna und Luise Kling mit Illustrationen von Bernd Kissel

Das Spurenfindergeschäft ist ein riskantes. Weswegen sich Elos von Bergen mit seinen beiden Kindern Naru und Ada in das wohl verschlafenste Nest des Königreichs Dreibrücken zurückzieht: Friedhofen. Denn um die Zwillinge sicher aufwachsen zu sehen, verzichtet der Witwer gern auf sein vormals abenteuerliches Leben.

Doch als der Holzfäller des Dorfes am Waldrand eine schlimm zugerichtete Leiche entdeckt, steckt der Spurenfinder schnell bis zum Hals in den Ermittlungen. Zusammen mit seinen neunmalklugen Kindern.

Magisch, märchenhaft und mordern

Rückseite des Kinderbuches “Der Spurenfinder” von Marc-Uwe, Johanna und Luise Kling mit Illustrationen von Bernd Kissel

„Der Spurenfinder“ strotzt vor frischen Fantastik-Ideen. Fand ich den Namen Friedhofen für ein abgelegenes, verschlafenes Nest am Rande der Welt doch arg platt; holten Feuerdrops, die Nacht der Träume, Oma Martens, Jahrmarktattraktionen, Wandelwesen, Stimmonade und noch so viel mehr die kreativen Kartoffeln flott aus dem Feuer.

Die Verlorenen Provinzen sind mittelalterlich-magisch, märchenhaft und doch auch modern. So tragen die Dörfler völkerverbindende Namen – mal nordisch, mal südländisch oder morgenländisch und mal fantastisch anmutend. Jeder darf jeden lieben. Marotten dürfen gepflegt und das Recht auch mal persönlich frei gedeutet werden. Die Charaktere sind vielfältig in ihrem Wesen: ehrenwert und besonders; frech, vorwitzig und liebenswert; moralisch anständig bis Ränke schmiedend böse.

Das macht alles großen Spaß. Dem Mann, mir – und besonders den Kids. Chef (10) und Vizechef (7) genossen das Abenteuer der Spurenfinderfamilie sehr. Liebten die Fantasy-Welt, die frechen Zwillinge und all die verrückten Ideen und Figuren. Sie lachten mit mir zusammen immer wieder laut heraus. Und fanden die durchaus vorhandenen gruseligen Stellen weit weniger gruselig als ich. Wie so oft…

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„Heute back ich … Brot! Der Weg vom Getreide zum Mehl und viele leckere Rezepte“

Stellte ich Euch letzte Woche ein Buch vor, das Euch verriet, wie der Toaster das Brot toastet, präsentiere ich Euch heute eines, mit dessen Hilfe ihr das Brot zum Toasten backen könnt. 😊
Das Kinderbackbuch „Heute back ich ... Brot! Der Weg vom Getreide zum Mehl und viele leckere Rezepte“ auf einer Küchenarbeitsplatte aus Holz

„Heute back ich … Brot!“ zeigt Kindern ab sechs Jahren, dass Brot nicht gleich Brot ist. Stellt Rezepte aus mehreren Ländern vor. Und auch die ein oder andere süße Variante. Insgesamt 20 Rezepte erwarten kleine Bäckersleute. Darunter unterschiedliche Fladenbrote, Baguette, Mehrkornbrot, Maisbrot und Sauerteigbrot. Aber auch Brezeln, Bagels, Zimtschnecken und Brioche.

Bevor es jedoch ans Backen geht. werden die Küchenregeln geklärt und die Utelsilien erklärt. Wir erfahren, wie wir am besten kneten und wofür es gut ist. Was den Teig aufgehen lässt. Welches Getreide es gibt und wie es gesät, geerntet und verarbeitet wird. Wir lernen unterschiedliche Mehlsorten und ihre Eigenschaften kennen, genauso wie verschiedene Brotsorten. Auch in eine Bäckerei schauen wir.

„Heute back ich … Brot! Der Weg vom Getreide zum Mehl und viele leckere Rezepte“ weiterlesen

„Wonderscape: Wettlauf gegen die Zeit“ von Jennifer Bell

Das SciFi-Jugendbuch „Wonderscape: Wettlauf gegen die Zeit“ von Jennifer Bell

Tja, damit hätte Arthur wirklich nicht gerechnet, als er auf seinem Schulweg der Explosion im leer stehenden Haus auf den Grund ging. Plötzlich steckt er mit seinen Mitschülerinnen Ren und Cecily in einem realen, interaktiven und lebensgefährlichen Spiel. Auf anderen Planeten in einer fernen Zukunft! Vollkommen verrückt.

Das intergalaktische Escape Game könnte den drei Teenagern zum Verhängnis werden. Denn wenn sie nicht schnell in ihre Zeit zurückkehren, droht ihnen ein Schicksal als intergalaktischer Schleim. Zu doof, dass der Zeitenschlüssel, der sie in diese Situation brachte, kaputt ist. Und der Erfinder nicht nur verschollen ist, sondern sich auch ein unglaubliches Netz aus Intrigen und Verrat durch die Kulissen des Spiels webt.

Auf ihrer Suche nach einem Ausweg wachsen die Kids zusammen und über sich hinaus.

Escape-Krimi mit Jumanji-Vibes

Nachdem der Chef (10) und ich nach Monaten im Herbst endlich „Harry Potter 5“ beendeten, wählte er direkt den nächsten dicken Wälzer vom Das-könnten-wir-lesen-Stapel. Und ja, ich hatte Respekt vor dem 412 Seiten starken Kinderbuch. Auch, weil es einem durchaus komplexen Plot versprach. Der mich schon zum Erscheinen des Buches vor fast drei Jahren sehr neugierig machte. Nun fiel die Wahl meines Fünftklässlers also endlich auf den Escape-Krimi mit Jumanji-Vibes. Wir bereuten es nicht.

Arthur, Ren und Cecily sind ein ungleiches Gespann, welches vielfältige Identifikationsmöglichkeit bietet. Wohnt Arthur allein mit seinem Vater in eher prekären Verhältnissen, führt Cecily ein einsames Leben als verwöhntes Kind kaum anwesender Eltern. Und über die toughe Ren kursieren in der Schule einige Gerüchte. Und jedes der Kinder ist soviel mehr, als die anderen vermuteten.

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„Wie toastet der Toaster das Brot? Das Innenleben großer und kleiner Maschinen – einfach erklärt“

Das Sachbuch für Kinder: „Wie toastet der Toaster das Brot?: Das Innenleben großer und kleiner Maschinen - einfach erklärt“

In diesem Sachbuch für Kinder ab 5 Jahren erfahren wir, wie verschiedenste Maschinen funktionieren – von ganz einfachen bis hoch komplexen. Wobei selbst ganz einfach wirkende Geräte wie z. B. eine Schere überraschen. Die besteht nämlich auch schon aus mehreren Maschinen: Nämlich Hebeln und Keilen. Bewusst war mir das nicht wirklich. So lernte auch ich eine Menge, während ich das Buch mit meinen Kindern las.

Während wir so von Seite zu Seite staunten, wurde uns bewusst, wie viele Maschinen wir um uns herum haben: Von alltäglichen Gegenständen bei uns zu Hause, die uns kaum mehr auffallen wie Toilettenspülung, Waage, Tacker oder Thermometer. Über komplizierte Technik wie Röntgenapparat, Mikroskop, Rolltreppen und Mobiltelefon. Bis zu komplizierten Maschinen wie Flugzeug, U-Boot und Roboter. Besonders beeindruckte uns der Teilchenbeschleuniger des Schweizer CERN-Forschungszentrums und die Erklärung zu einem ganz normalen Schlüsselloch.

Solides Basiswissen mit so manchem Aha-Effekt

Rückseite des sachbuchs für Kinder „Wie toastet der Toaster das Brot?: Das Innenleben großer und kleiner Maschinen - einfach erklärt“

Knackige, humorvolle Einleitungen wenden sich an die Lesenden. Kurze, gut strukturierte Blöcke erklären die Funktionsweise der Geräte. Zwar nicht in einfacher Sprache, aber doch verständlich für Chef (10) und Vizechef (7). Und selbst für mich. 😉

Die kompakten Erklärungen reichen für ein Grundverständnis und so manchen Aha-Effekt. Vermitteln ein solides Basiswissen, auf dem Neugiersnasen fundiert aufbauen können. Ergänzt wird das Maschinenwissen durch ein paar interessante Fakten zu bedeutenden Wissenschaftlern sowie vielen bunten Querschnitten und Illustrationen im Comic-Style.

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„Erden“ von Dóri Varga

Die zweisprachige Lyrik-Sammlung „Erden“ von Dóri Varga auf bretonischem Granit. In der Ferne sieht man das Meer.

„Dieser Körper
ist eine Abbildung jedes Atemzugs.
Dieser Körper
ist der Klang von Zuhause.“

Aus „Kenne mich“ (Seite 57)

„Erden“ versammelt feministische Poesie; unabhängig und selbstständig – frei. Dóri Varga widmet ihren Gedichtband hoffnungsvollen Frauen. Und Frauen sind immer (wieder) Thema ihrer 26 Gedichte, die in diesem wunderschönen Buch zusammen gefunden haben. Aus ihrer Lyrik quellen wilde, wirre, weibliche Gedanken verschiedener Phasen des Lebens und der Liebe.

Schutzumschlag-Rückseite der Poesiesammlung „Erden“ von Dóri Varga

„So I let my heart break
Make room
For loving you more.”

Aus „Pines and Qudhacs“ (Seite 46-53)

Die zweisprachige Lyriksammlung der Weltbürgerin Varga verführt zum Immerwiederdrinblättern. Dazu, die Wörter des Gelesenen im Kopf zu jonglieren. Sie schmelzend über Wunden zu gießen. Bröckelnd in Gedanken zu streuen. Sie inspiriert zu Eigensatzfragmentschöpfungen und schafft kreative Miniaturauszeiten.

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