Ausschnitt des Buchrückens des Bilderbuches „Der kleine Drache, der kein Feuer spucken konnte“ von Gemma Merino

„Der kleine Drache, der kein Feuer spucken konnte“ von Gemma Merino

Das Bilderbuch „Der kleine Drache, der kein Feuer spucken konnte“ von Gemma Merino lehnt an einer Backsteinmauer und wird umgeben von einem Drachenkuscheltier und einem Krokodilkuscheltier

„Es war einmal ein kleines Drachenmädchen.
Und dieses Drachenmädchen mochte kein Feuer.“

Trotzdem will sie lernen Feuer zu speien. Versucht es so sehr. Will ihren Papa glücklich machen. Aber es klappt einfach nicht. Auch das Fliegen will ihr nicht gelingen. Und – oje – bei einem waghalsigen Versuch stürzt sie ins Wasser. Dabei hat Papa Drache seine Kinder strengstens vor dem Wasser gewarnt:

„Geht NIE, NIEMALS ins Wasser. Es ist kalt, es ist nass, und es ist FÜRCHTERLICH.“

Jedoch… das kleine Drachenmädchen findet es ganz und gar nicht fürchterlich. Sie fühlt sich wohl. Entdeckt im Wasser flügellose Drachen. Will mit ihnen spielen. Doch da fischt der alte Drache seine Tochter schon aus dem Nass. Auweia! Das gibt Ärger! Oder nicht?!

Ganz im Gegenteil. Denn Papa Drache hat erkannt, was wirklich in seiner Tochter steckt. Dass sie gar kein Drache ist. Dass sie andere Stärken hat. Und das ist für ihn absolut in Ordnung. Denn:

„Du bist meine wundervolle Krokodiltochter, und ich liebe Dich so wie du bist.“

Familie ist mehr als Blutsverwandtschaft

Das Bilderbuch „Der kleine Drache, der kein Feuer spucken konnte“ von Gemma Merino

„Der kleine Drache, der kein Feuer spucken konnte“ ist ein wundervolles, achtsam erzähltes Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren. Mit knuffigen Bildern und einfachen Sätzen vermittelt Gemma Merino, dass es ok ist anders zu sein. Das Familie mehr ist, als Blutsverwandtschaft. Dass es sich lohnt, ins kalte Wasser zu springen und sich auszuprobieren.

Was bangte der Vizechef (5) mit dem kleinen Drachenkind, als es von Papa aus dem Wasser gezogen wurde. Fürchtete ein Donnerwetter. Und was freute er sich, als der Vater nicht schimpfte. Als er Verständnis hatte. Sein Kind unterstützte und einfach lieb hatte.

Rückenansicht des Bilderbuches „Der kleine Drache, der kein Feuer spucken konnte“ von Gemma Merino

Besondere Freude bereitete es meinem Fünfjährigen das Geheimnis zu entdecken, welches das Vorsatzpapier offenbart. Denn es gibt durchaus einen Grund für das Durcheinander.

Nebenbei: Schon vor sechs Jahren erschien im NordSüd Verlag „Das wasserscheue Krokodil“. In welchem Gemma Merino die Geschichte eines kleinen Krokodils erzählt, dem eines Tages ein feuriger Nieser aus der Schnauze schießt. 😉

Ich danke dem Baumhaus Verlag und der Bloggerjury für unser kostenloses Rezensionsexemplar.

Titel: Der kleine Drache, der kein Feuer spucken konnte
Originaltitel: The Dragon who didn’t like fire
Illustriert und geschrieben von: Gemma Merino
Übersetzt von: Jennifer Gomber
Genre: Kinderbuch, Vorlesebuch, Bilderbuch, Bücher für Kindergartenkinder
Themen: Familie, Selbstvertrauen, Identität, Adoption, Selbstwahrnehmung, anders sein
Format: Hardcover, 32 Seiten
Verlag: Baumhaus (Bastei Lübbe)
Erscheinungstermin: 7. September 2021
ISBN: 978-3-8339-0672-5
Preis: 14,90 €
Altersempfehlung des Verlags: ab 4 Jahren
„Der kleine Drache, der kein Feuer spucken konnte“ beim Verlag: Zum Buch

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Veröffentlicht von

Simone

Das ist mein Blog. Hier tob ich mich aus. ;) Ich bin eine unverbesserliche Leseratte. Mein Herz schlägt aber auch für Filme und Serien, frische Luft, Basteleien und gutes Essen.

4 Gedanken zu „„Der kleine Drache, der kein Feuer spucken konnte“ von Gemma Merino“

  1. Auf den Buchinnenseiten erfahren wir den Grund, warum das kleine Drachenmadchen so anders ist als ihre Bruder und Schwestern, doch sie erfahrt es erst durch einen Zufall. Die Babies schlupfen und werden gro?, lernen Feuer spucken und sogar fliegen. Nur unser kleinen Drachenmadchen nicht, dafur liebt sie das Wasser. Eines Tages trifft sie auf Krokodilkinder, die das Wasser auch so sehr lieben und da wird ihrem Vater klar, dass sie kein Drache ist. Doch es ist ihm vollig egal, denn Familie hat nichts mit Blut oder Abstammung zutun, er liebt sie so, wie sie ist! Sie ist sein kleines Krokodilmadchen! Eine wunderbare Geschichte uber Familie und dass es vollig egal ist, ob man verwandt ist. Liebe ist Liebe! Man KANN sich also seine Familie aussuchen. Vielleicht noch nicht als Kind, aber wenn man gro?er ist und eigene Entscheidungen trifft. Blut ist eben nicht dicker als Wasser, aber LIEBE ist dicker als alles, was es auf der Welt gibt. Und so sollte jedes Kind aufwachsen, ganz egal, wessen Blut oder Abstammung auf der Geburtsurkunde steht. Ich liebe dieses Buch und es zeigt so schon, dass Liebe alles uberwinden kann. Es ist so wahnsinnig wichtig, dass jedes Kind dieses Buch oder eine ahnliche kennenlernt.

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