„Mein Opa, der Mond und ich“ von Séverine Vidal und Barroux

„Mein Opa, der Mond und ich“ von Séverine Vidal und Barroux

„Mein Opa hat ein Haus auf einem Hügel, drei Haare auf dem Kopf und eine Menge Geschichten zu erzählen.“ Außerdem trägt er immer einen roten Hut. „Irgendwann einmal, ganz in ferner Zeit oder vielleicht schon morgen, wird er ihn mir vermachen – sagt er.“

Bis dahin verbringt unser Erzähler aber noch ganz viel Zeit mit seinem Opa. In dem magischen Haus auf dem Hügel. In dem der alte Mann seine Geschichten erzählt. Von seiner Jagd auf Mammuts. Davon, wie er das runde Hühnerei erfand. Er berichtet aus seinem Piratenleben. Davon, wie er den Mond mit einer Harpune fing. Und ihm Meerjungfrau Irene ins Netz ging. Natürlich glaubt der Kleine Großvaters Geschichten!

Außerdem ist Opa ein großartiger Erfinder! Aus dem letzten Weihnachtsbaum und ein paar alten Brettern baute er ein Katapult. Mit dem Großvater und Enkel sich zum Mond katapultierten. Als Opa müde wurde, reisten sie zurück. Nach dieser Reise nun, spinnt der Enkel Opas Geschichten fort. Berichtet von Abenteuern, misslungenen Erfindungen und Weltrekorden. Und natürlich glaubt Opa ihm. Denn nun trägt er den roten Hut.

Ein inspirierendes Gesamtkunstwerk

„Mein Opa, der Mond und ich“ von Séverine Vidal und Barroux

„Mein Opa, der Mond und ich“ erzählt ganz zauberhaft von der innigen Beziehung eines Enkelkindes zum Großvater. Von Verständnis, Zuwendung und gemeinsam verbrachter Zeit. Davon, wie die Liebe zu Geschichten geweckt wird. Wie der Fantasie Flügel verliehen werden. Und ein Kind in die Fußstapfen des Opas tritt. Seinen Weg findet. Die Tradition fortführt. Behütet von Großvaters rotem Hut. Beschwingt aus dessen Vorstellungskraft schöpfend.

Illustrator Barroux bannt Séverine Vidals Geschichte in wunderliche, teils abstrakte Bilder. Mit ruhigen Farben. Traumhaft realitätsfern. Ich tue mich mit den Figuren etwas schwer. Mag es natürlicher. Mein Geist ist da vielleicht schon etwas eingerostet. Den Kindern gefällt’s nämlich sehr. Barrouxs Bilder beflügeln ihre Fantasie ebenso, wie Vidals Text.

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„Tiefseedoktor Theodor“ von Leo Timmers

„Tiefseedoktor Theodor“ von Leo Timmers

Unsere Herzen bersten vor Meerweh. Deswegen haben Meerbücher bei uns derzeit Hochkonjunktur. So fand auch „Tiefseedoktor Theodor“ von Leo Timmers zu uns. Das meerige Bilderbuch ist fast schon ein Klassiker.

Und wir tauchen ab. Mit Tiefseedoktor Theodor. Der jeden Morgen in den Ozean taucht, um Meerestieren in Not zu Helfen. „Doktor Theodor weiß immer Rat.“

So verschreibt er dem Seerennpferdchen eine Brille. Befreit den Hai von Zahnschmerzen und verarztet alle Krakenarme. Auch den traurigen Wal muntert er auf.

Doch, ach! Als sich sein U-Bott in Seepflanzen verheddert, gerät Theodor selbst in Gefahr. Aber zusammen schaffen es die Tiere nun ihm zu helfen.

Ozeanfrisch und herrlich leicht

„Tiefseedoktor Theodor“ von Leo Timmers

„Tiefseedoktor Theodor“ zeigt in kleinen, drolligen Szenen, dass jeder Probleme haben kann. Auch Große und Starke und Schnelle. Dass diese Probleme aber auch lösbar sind. Dabei erzählt das Kinderbuch, dass jeder helfen kann. Dass es wichtig ist einzugreifen und zu handeln, wenn jemand Hilfe benötigt. Dass Zusammenhalt wichtig ist.

Es ist eine feine, sensibilisierende Geschichte. Ohne aufdringliche Moral. Dafür Ozeanfrisch und herrlich leicht illustriert.

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