„Die Dino-Detektive: Das Rätsel um den Popo-Biss“ von Johanna Lindemann und Maïté Schmitt

Das Bilderbuch „Die Dino-Detektive: Das Rätsel um den Popo-Biss“ von Johanna Lindemann und Maïté Schmitt

Byro ist zwar viel kleiner als die meisten anderen Dinos. Dafür ist er aber auch viel schlauer. Weswegen er ein so guter Detektiv ist. Als Rocasaurus Rocky mit ihm spielen will, lehnt er ab. Dafür hat er nun wirklich keine Zeit. Denn sein neuer Fall kommt gerade herangestampft. Puertasaurus-Dame Mampfi wurde gebissen. Und Byro soll gefälligst herausfinden, wer das war!

Wie gut das Rocky da ist und ihm hilft. Denn ohne den langen Hals des größeren Dinosauriers könnte der kleine Byronosaurus jaffei den Biss auf Mamfis Popo gar nicht untersuchen. Und dann hätte er den abgebrochenen Zahn nicht entdeckt. Mit dem die beiden sich nun auf die Suche nach dem Übeltäter machen.

Pupswolken und Dinosauriergebisse

Rückseite des Kinderbuches „Die Dino-Detektive: Das Rätsel um den Popo-Biss“ von Johanna Lindemann und Maïté Schmitt mit Rückentext

„Die Dino-Detektive: Das Rätsel um den Popo-Biss“ ist ein witziges Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren. Sich mit den beiden ungleichen Detektiven durch Pupswolken und Dinosauriergebisse zu knobeln und zu kichern macht großen Spaß. Mir als Vorleserin mindestens genauso viel, wie den Kids.

Ein wenig spannend ist es auch, wenn wir uns einem grummeligen T-Rex stellen müssen. Am Ende erwartet uns aber eine besonders niedliche Auflösung. Voller Verständnis und Wohlwollen. Komplett ohne Moralkeule. Hach, so mag ich das!

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„Im Leben nicht! Ein Naturgrab für Opa“ von Susanne Maria Emka und Lisa Rammensee

Das erzählende Sachbilderbuch „Im Leben nicht! Ein Naturgrab für Opa“ von Susanne Maria Emka und Lisa Rammensee in wildwuchendem Grün

„Papa ist traurig. Mama ist traurig. Oma ist traurig.
Hummelchen ist auch traurig. Weil alle traurig sind.
Warum? Weil Opa gestorben ist.“

Hummelchen stellt sich vor, dass Opa nun fliegen kann. Trotzdem, sein Körper muss beerdigt werden. Sein Grab muss an den richtigen Platz. Nicht zu laut, soll er sein. Nicht zu trist. Dafür lebendig. Von tierischen Freunden umgeben. Ein Ort, zum Wohlfühlen. An dem das Leben tobt. Das hätte Opa gewollt.

Lebendiger Friedhof

Rückseite des Kinderbuches „Im Leben nicht! Ein Naturgrab für Opa“ von Susanne Maria Emka und Lisa Rammensee mit Rückentext

Susanne Maria Emka erzählt in ihrem Kinderbuch „Im Leben nicht! Ein Naturgrab für Opa“ einfühlsam davon, was nach dem Tod eines Menschen passiert. Wir finden mit Enkelin Hummelchen genau den richtigen Platz für Opas Grab. Begleiten sie zu Trauerfeier und Beerdigung. Singen das Traurigkeitsbauchweh weg und regen uns über triste Grabsteine auf. Zusammen entdecken wir, wie lebendig der Friedhof ist. Suchen insektenfreundliche Pflanzen aus. Sähen Löwenmaul und Vergissmeinnicht. So dass im Sommer alles summt und brummt. Das Leben weiter geht.

Die feinfühligen Illustrationen von Lisa Rammensee zeigen in warmen Farben Überforderung und Traurigkeit. Aber auch Lebensfreude, Tapferkeit, Liebe und Fürsorge.

So schön fand ich es, wie diese Familie mit dem Tod des geliebten Opas, Vaters, Mannes umgeht. Wie zugewandt sie einander sind. Wie das Kind bei aller eigener Trauer nicht vergessen wird. Es geborgen bleibt, wahrgenommen und zugehört wird. Auch, wie die Wünsche des Opas bedacht werden. Denn auch ihn lernen wir kennen. Durch Erinnerungen. Die in Hummelchen weiterleben.

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„Ein halber Zauber“ von Miriam Mann und Lisa Forsch

Das Kinderbuch „Ein halber Zauber“ von Miriam Mann und Lisa Forsch vor einer alten Backsteinmauer

Am Rand des verwunschenen Dunkelwaldes liegt das kleine Örtchen Zauberhexhausen. Dort wohnen auch Hexe Trixi und Zauberer Max mit ihren Eltern und Gestaltwandelhaustier Edgar. Die Zwillinge teilen sich nicht nur ihr Hochbett, auch Mamas alten Zauberstab dürfen sie nur abwechselnd nutzen. Eigene Zauberstäbe gibt’s frühestens zu ihrem nächsten Geburtstag. Klar, da ist Streit vorprogrammiert ist. Dass Trixi viel besser zaubern kann als Max, macht das Ganze nicht besser.

Dann passiert es: Der Stab bricht. Als sich die beiden mal wieder nicht einigen können. Schlimmer noch – die Reparaturzauber gehen total nach hinten los. Machen die magische Quelle kaputt. Die Zauberkraft versiegt. Der Versuch den Schlamassel wieder in Ordnung zu bringen, führt die beiden in den unheimlichen Dunkelwald. Wo sie sich vielen Herausforderungen und ihren Ängsten stellen müssen.

Ganz viel Identifikationspotenzial

Rückseite des Kinderbuches „Ein halber Zauber“ von Miriam Mann und Lisa Forsch mit Rückentext

„Ein halber Zauber“ ist ein magisches Vorlesebuch für Kids ab vier, eher fünf Jahren. Besonders natürlich für Geschwister. Weil: Wer kennt sie nicht, diese Nerven raubenden Streitigkeiten. Da steckt ganz viel Identifikationspotenzial drin.

Auch das ein Geschwister etwas besser kann als der andere, kennen wir hier nur zu gut. Der Vize überflügelt in vielen Schul-Dingen seinen großen Bruder. Dafür hat der Chef andere Stärken. Genau wie bei den beiden Zauberhex-Zwillingen. Wie gut, dass jeder anders ist. So können wir uns wunderbar ergänzen. Und zusammen (fast) alles schaffen. Egal ob Mensch, Hexe oder Zauberer.

Voll kreativer Einfälle und drolliger Figuren

Heimlicher Protagonist ist Gestaltwandler Edgar, der mit seinen drolligen Tieradaptionen und als Leidtragender des halben Zaubers den Kindern die Show stielt. Aber auch die anderen Nebencharaktere überzeugen mit überraschender Tiefe und schrulligen Eigenschaften. Überhaupt verblüffte mich Miriam Manns Kinderbuch mit kreativen Einfällen und drolligen Figuren. Ich las das Buch so gerne vor.

Ausschnnitt einer Innenseite des Kinderbuches „Ein halber Zauber“ von Miriam Mann und Lisa Forsch

Die putzigen Illustrationen von Lisa Forsch ergänzen das Geschehen zauberhaft atmosphärisch und kindgerecht. Für Vorschulkinder dürften es gerne noch mehr große Bilder geben, finde ich. Aber auf jeder Seite findet sich mindesten ein kleiner Hingucker. Das reicht oft schon, um dem Auge während des Lauschens etwas Halt zu geben.

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Mitmachspaß vom Feinsten: „Bist du ein Monster?“ von Guilherme Karsten

Das Bilderbuch „Bist du ein Monster?“ von Guilherme Karsten vor dem Auge eines großen Spielplatzsalamanders aus Holz

„Hallo! Ich bin ein starkes und böses, sehr böses Monster!
Nichts und niemand macht mir Angst!“

Doch immer alleine schreckliche Dinge zu tun, das ist auf Dauer schon etwas langweilig. Darum sucht das Monster einen Kumpel. Jemanden, der genauso stark und böse ist. Mit genauso großen Augen. Mit Krallen und Zacken auf dem Rücken.

„Hey Du, bis du auch ein Monster?“

Fragt es also. Aber unsere Antworten gefallen ihm nicht. Denn wir haben keine gelben Augen und auch keinen langen, spitzen Schwanz. Dann sind wir wohl keine Monster. Allerdings können wir stampfen. Und brüllen. Wir können wirklich ganz dolle schaurig sein. Ehrlich!

Huch? Monster? Wo bist denn Du? Tja, da waren wir vielleicht ein wenig zu motiviert…

Witzig, mitreißend und drollig

Die Rückseite des Mitmachbuches „Bist du ein Monster?“ mit Rückentext

Das Bilderbuch „Bist du ein Monster?“ ist Mitmachspaß vom Feinsten. Perfekt, um mit Kindern ab drei, vier Jahren ihr inneres Monsterchen zu suchen.

Erst spüren wir nach, welche Farben unsere Augen haben. Wie scharf und lang unsere Nägel sind. Ob unsere Haut grün und rau ist. Um dann laut und wild und wundervoll schrecklich zu sein. So schrecklich, dass selbst dem kleinen Monster Angst und Bange wird. 😄

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„Ich hasse/liebe Bücher“ von Mariajo Ilustrajo

Das Bilderbuch „Ich hasse/liebe Bücher“ von Mariajo Ilustrajo vor einer Mauer in der Sonne stehend, davor: zwei Löwenzahnblüten

„Geniesst Eure Ferien und vergesst nicht, ein Buch zu lesen!“

Das kann ja wohl nicht wahr sein! Ein ganzes Buch? Dabei hasst Lisa Bücher. Na, da fangen die Ferien ja toll an. Mama schleppt sie in die Bücherei. Wo es sooo viele Bücher gibt. Aber keines überzeugt sie. Alle sind so dick. Am liebsten würde sie einfach wieder gehen. Doch Mama drückt ihr ein Buch in die Hand, das sie als Kind las. Das kommt mit. Widerwillig beginnt das Mädchen zu lesen. Das Buch fängt gar nicht schlecht an. Das könnte richtig gut werden… hoppla:

„Wow! Wo bin ich?“

Plötzlich befindet sich Lisa in einer anderen Welt. Sucht Zutaten für einen Zaubertrank. Dafür reist sie zu gefährlichen und unheimlichen Orten. Kämpft gegen grimmige Piraten. Tanz mit verzauberten Fröschen. Trinkt mit Hexen Tee. Um schlussendlich selbst verwandelt aus der Geschichte aufzutauchen.

Oh, was für ein tolles Buch!

Rückseite des Kinderbuches „Ich hasse/liebe Bücher“ von Mariajo Ilustrajo mit Rückentext und Barcode

„Ich hasse liebe Bücher“ ist für Bücher liebende Mamas und Papas. Für Geschichten liebende Kinder und für solche, die noch kritisch sind. Es ist für vorlesende Große und in Bildern wandernde Kleine. Für jene, die auch schon einmal so schnell wie möglich gegessen und Zähne geputzt haben. Die auch schon einmal die Taschenlampe unter der Bettdecke angeknipsten. Um weiterlesen zu können und zu erfahren, wie es ausgeht.

Lesemuffel dagegen erhaschen durch Tusche, Acryl-Farbe und Buntstiftstriche hindurch einen Blick in andere Dimensionen. Bekommen eine fantastische Anleitung fürs Weltenreisen. Und verwandeln sich am Ende vielleicht auch von Bücherhassenden zu Bücherliebenden.

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„Der Tag, an dem ich ein Vogel wurde“ von Ingrid Chabbert und Raúl Nieto Guridi

Das Buch „Der Tag, an dem ich ein Vogel wurde“ von Ingrid Chabbert und Raúl Nieto Guridi vor einer alten Wand mit bröckeligem Putz

„Am ersten Schultag verliebte ich mich. Zum ersten Mal.“

Viele Bilder malt er von ihr. Auch mit Herzen. Doch sie sieht ihn nicht. Sie liebt Vögel. Beobachtet sie. Sie hat nur Augen für Vögel. Also verkleidet er sich als Vogel. Dass ihn in der Schule alle anstarren, das stört ihn nicht. Er ist ein Vogel.

Zwar fällt pullern und Fußballspielen als Vogel ganz schön schwer… Doch eines Tages sieht sie ihn. Nimmt ihm das Kostüm ab. Umarmt ihn:

„Ich bin jetzt kein Vogel mehr, aber dafür kann ich fliegen.“

Philosophische Liebeserklärung an die Liebe

Rückseite des Kinderbuches „Der Tag, an dem ich ein Vogel wurde“ von Ingrid Chabbert und Raúl Nieto Guridi

„Der Tag, an dem ich ein Vogel wurde“ ist eine Liebeserklärung an die Liebe. Ans Verschossen sein. An wahre Hingabe. Eine Allegorie auf das Sehen und Gesehenwerden. Es lässt sich herrlich philosophieren mit diesem Bilderbuch. Dabei bleibt die Geschichte schlicht und in einfachen Strichen gezeichnet.

Um zusammen zu kommen, müssen wir den anderen wahrnehmen. Uns auf ihn einlassen. Doch dürfen wir uns auch nicht verleugnen. Müssen bei uns bleiben. Uns nicht verstecken, sondern Masken fallen lassen. Wir selbst sein. Erst dann können wir frei sein. Welch wundervolles Bild. Ein Buch für Große und Kleine Verliebte.

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„Hornbert ist süß“ von Robert Scheffner

Das Bilderbuch „Hornbert ist süß“ von Robert Scheffner halb auf einem kleinen Kübis liegend, umgeben von Efeu

Als etwas unglaublich Niedliches Rufus aus den sauersten Gruselträumen weckt, schreckt er schreiend auf. Panisch flüchtet er, so schnell er kann.

„Viel zu süß und auch zu fein, so was darf im Gruselland nicht sein!“

Doch das knuffige Einhörnchen verfolgt den kleinen Kürbis immer weiter. Hartnäckig und hicksend. Hicksend? Oh ja! Und bei jedem Hicks verwandelt sich etwas vormals Gruseliges in etwas putzig Zauberhaftes. Welch Gruselschlamassel!

Aber das entzückende Tierchen will das offenbar gar nicht. Vergießt bitterste Kullertränen; scheint todtraurig. Da muss Rufus natürlich helfen. Zusammen versuchen sie den fiesen Schluckauf loszuwerden. Ob sie es pünktlich bis zum Halloween-Fest schaffen?

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„Opas Engel“ von Jutta Bauer

Die Jubiläumsausgabe des Bilderbuches „Opas Engel“ von Jutta Bauer vor den Beinen einer Marmorstatue

„Mir konnte keiner was!“

Das erzählte Opa. Immer, wenn sein Enkel ihn besuchte. Im Krankenhaus. Bei seinem letzten Abenteuer. Sein ganzes Leben lang war er der Mutigste. Nie fürchtete er sich. Egal wie welche Gefahren auf ihn lauerten. Ob er von Bäumen fiel, sich raufte, in den Krieg zog – er schaffte alles.

Auch als er die Liebe fand, ein Kind bekam, ein Haus baute. In guten und in schlechten Tagen: Er hatte viel Glück. Weil ein Engel über ihn wachte. Und nun, da Opa ihn nicht mehr braucht, zieht er weiter. Denn die Abenteuer der Enkels beginnen gerade erst.


Szenenbilder eines reichen Lebens

Die Rückseite der Jubiläumsausgabe des Bilderbuches „Opas Engel“ von Jutta Bauer

„Opas Engel“ beschert mir Gänsehaut und Tränen. Viele Tränen der Rührung, Trauer und Freude. Ohne Tränen kann ich es dem Vize (7) nicht vorlesen. Zu sehr erinnert mich das Erzählte, das Gezeigte an meinen Papa. Obwohl selbst er zu spät geboren wurde, um der Opa des Buches zu sein. Egal! Auf meinen Vater passt genau so ein Engel auf. Schon 81 Jahre wacht er an seiner Seite. Und er wird auf seine Enkel aufpassen, ob sie wollen oder nicht. Ganz gleich, was ihre agnostische Mama glaubt. Oder nicht glaubt.

In Szenenbildern eines reichen Lebens zeigt uns Illustratorin Jutta Bauer mit sehr viel Humor die Leiden eines Schutzengels. Und seine Freuden. Auf freche Lausbubenjahre folgen bittere Kriegszeiten, entbehrungsreichen Wiederaufbau, hoffnungsvolle Liebe und wohlhabenden Lebensabend. Ein reiches Leben. Ein friedliches Ende. An einem schönen Tag.

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„Kapitel 2 ist weg!“ von Josh Lieb und Nikolai Renger

Das herrliche Quatschbuch „Kapitel 2 ist weg!“ von Josh Lieb und Nikolai Renger

„Das zweite Kapitel ist verschwunden. Gestern war es noch da. Es kann nicht weggelaufen sein. Jemand muss es gestohlen haben.“

So beginnt eines der wahnwitzigsten Bilderbücher für Kinder ab vier Jahren, dass mir bisher in die Hände gekommen ist. Während der Chef uns um Hilfe bittet und Hauptkommissarin McGonagle durch die Seiten stümpert, gammelt ein Haufen Ms in Kapitel sechs rum. In dem Hausmeister Milo auch noch Satzzeichen verschwinden lässt.

Rückseite des Bilderbuches „Kapitel 2 ist weg!“ von Josh Lieb und Nikolai Renger

Jede Doppelseite ein Kapitel huschen wir nur so durch die Geschichte. Die wenig Handlung hat. Dafür umso mehr Humor: Absurd komischer Sprachwitz in Kombination mit buchstäblichem Unsinn und einfallsreichen Wortklaubereien.

KiTa-Kinder kringeln sich wegen des offensichtlichen Quatsches. Grundschulkinder entdecken schon einige Feinheiten im Spiel mit Rechtschreibung und Grammatik. Während Erwachsene die hintersinnige Abstrusität genießen können. Damit ist „Kapitel 2 ist weg!“ wirklich ein Spaß für die ganze Familie.

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„Bär und das Murmeln im Wind“ von Marianne Dubuc

Das Bilderbuch „Bär und das Murmeln im Wind“ von Marianne Dubuc vor einer Roten Backsteinmauer

Eigentlich hatte Bär alles, was er braucht: Ein schönes Haus, Freunde, einen Lieblingssessel, hin und wieder frisch gebackenen Erdbeerkuchen.

„Bär hatte ein schönes Leben.“

Doch dann veränderte das Murmeln im Wind alles. Plötzlich ist sein Sessel nicht mehr so gemütlich. Der Erdbeerkuchen nicht mehr so lecker. Auf einmal sagt ihm etwas, dass er fort muss. Es Zeit für Neues ist.

Also packt er seine liebsten Sachen in einen Beutel und bricht auf. Verlässt sein Zuhause. Lässt es für andere zurück. Läuft seiner Nase nach. Fühlt sich manchmal allein. Und manchmal frei wie der Wind. Macht mal eine Pause. Bleibt eine Weile irgendwo. Bei irgendwem. Um dann wieder das Murmeln im Wind zu hören. Ihm wieder zu folgen. Auch mal zu zweifeln. Um endlich anzukommen. Bei einem neuen Haus. Neuem Freund. Neuer Heimat. Ohne das Murmeln im Ohr.

Altes hinter sich lassen, Neues ausprobieren

„Bär und das Murmeln im Wind“ verdeutlicht dieses schwer zu fassenden Gefühl, gerufen zu werden. Fort zu müssen. Das Alte hinter sich zu lassen und Neues auszuprobieren. In ästhetischen, weichen Bildern reisen wir in dieser Fabel der Sehnsucht hinterher. Auf zu neuen Ufern. An denen das Fernweh hoffentlich heilt.

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