„Pippos Reise“ von Satoe Tone

Bilderbuch „Pippos Reise“ von Satoe Tone auf einer Frühlingswiese voller Gänseblümchen

Frosch Pippo kann nicht mehr träumen. Traurig zählt er Schafe. Bis ihn eins der Schäfchen mitnimmt. In seine Schafsträume. Zusammen reisen die beiden durch blühende Maiwiesen und über den Juni-Teich. Über eine Grassteppe voller Julikornblumen. In ein Meer voller Quallen, die mit den Sternen am Augusthimmel tanzen möchten. Hinein in ein erntereifes Weizenfeld im September.

Durch farbenfrohen Oktoberwald und kühlen Novemberregen. Dezember-Schneeflocken verwandeln sich in dichtes Januargestöber. Februarträume kündigen den Frühling an. Im März erwacht die Hoffnung. Verheißungsvoll blüht der April. Traumwandelnd verbunden wuchs eine tiefe Freundschaft.

Ein somnambulierender Rausch

Rückentext des Bilderbuches „Pippos Reise“ von Satoe Tone

Satoe Tone malt prächtige Traumwelten. Führt Pippo und uns durch watteweiche, glimmende, schummrige Kalenderbilder. Wir schweben, tauchen, wandeln durch die Monate. Begegnen Wesen, die alle eigene Wünschen hegen. Alle von anderen Welten schwärmen. Reisen wollen. Sich treiben lassen.

Das Bilderbuch „Pippos Reise“ ist eine wundersame Traumreise für Kinder ab zwei, drei Jahren. Es gibt auf eine tänzelnde, fantastische Weise Einblick in den Wandel des Jahres. Stellt die Monate vor. Gibt Einblick in die Essenz der Jahreszeiten. Ein somnambulierender Rausch, der zu eigenen Gedankenreisen inspiriert.

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„Die Welt da draussen“ von Jessica Meserve

Das Bilderbuch „Die Welt da draussen“ von Jessi Meserve im Wald mit Möhrchen

„Kaninchen bleiben am liebsten in der Nähe von ihrem Zuhause.“
Wo „es warm, sicher und gemütlich ist.“ Wo immer genügend Möhren in der Erde stecken. Zusammen mit anderen Kaninchen.

Alles was nicht Kaninchen ist, das ist höchst wahrscheinlich gefährlich. Das lernen schon die Kleinsten im Bau. Ganz nach dem Motto: „Verstecken, nicht suchen.“

Aber…diese Möhre…da vorne…gleich neben dem Bau… Sieht sie nicht lecker aus? Perfekt, sieht sie aus! Kaninchen reckt sich. Und streckt sich. Und purzelte ins Neuland hinein. Durchs falsche Loch. Ins Wassernass. Oh weh!

Und dann trifft es auch noch auf ein Nicht-Kaninchen. Mit Krallen. Bestimmt auch gruselig. Bloß schnell weg. Bloß schnell verstecken. Im flott gebuddelten Loch zittert das Kaninchen. Fragt sich ängstlich, ob es wohl bald gefressen wird. Aber: Das Gegenteil ist der Fall.

Das Nicht-Kaninchen hilft dem Langohr. Überrascht von leckersten Nicht-Möhren gibt sich das Karnickel einen Ruck. Macht Dinge, die Kaninchen gewöhnlich nicht tun. Und entdeckt die Welt da draußen.

„Die Welt da draussen“ inspiriert und beflügelt

Rückentext des Bilderbuches „Die Welt da draussen“ von Jessica Meserve

„Die Welt da draussen“ ist ein Mut machendes, Augen öffnendes, mitreißendes Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren. Es sprüht vor Lebensfreude und Witz. Es macht enorm gute Laune und weckt den Verstand. Mit dem Kaninchen die Welt zu entdecken beflügelt. Zu sehen, dass unterschiedlichste Wesen voneinander lernen inspiriert. Dass Fremde freundlich und gut sein können, weckt Vertrauen. Dass selbst das Fallen Spaß machen kann, wenn man weiß, dass man aufgefangen wird, wissen wir hier eh. Und dass es auch das Kaninchen herausfindet, freute uns sehr.

Hach, ich bin begeistert. Von der Geschichte. Von der Erzählweise. Und von den wundervollen Illustrationen. Welche den größten Teil des Charmes und des Humors des Buches ausmachen. Es vielschichtig und altersübergreifend spannend gestalten. An diesem Kinderbuch haben Großeltern, Eltern, Tanten, Onkel und natürlich die Kinder gleichermaßen Freude.

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„Das Krokodil sucht eine neue Heimat“ von Yoeri Slegers

Das Bilderbuch „Das Krokodil sucht eine neue Heimat“ von Yoeri Slegers

„Früher hatte Krokodil ein schönes Haus. […]
Es hatte eine Familie und viele Freunde. […]
Es war gut, bis es schlimm wurde.
Schlimm, schlimmer, am schlimmsten.“

Plötzlich war Krokodil nicht mehr sicher. Musste weg. Suchte einen Ort zum Bleiben. Doch nirgends passte es rein. Überall zeigten die anderen Tiere auf das Krokodil. Niemand hieß es willkommen. Wie sein Rucksack wurde es immer leerer und kleiner. Und es war so müde!

Als es sich vollkommen erschöpft irgendwo an Land schleppt, will es sich nur ausruhen. Umso überraschter ist es, als es erwacht. Denn es wartet eine wundervolle Überraschung. Weil es sie durchaus gibt. Die sicheren Orte. Mit herzlichen Wesen.

Aufklärend und Hoffnung stiftend

Rückenansicht des Bilderbuches „Das Krokodil sucht eine neue Heimat“ von Yoeri Slegers

Yoeri Slegers‘ Bilderbuch „Das Krokodil sucht eine neue Heimat“ erzählt von Flucht. Von Angst, Ablehnung und Erschöpfung. Aber auch von Mitgefühl und einem Ankommen. Der Belgier zeigt in seiner Fabel anhand eingängiger, kindgerechter Bilder die lange Reise eines Flüchtlings. Der eben noch gut lebte. Doch plötzlich heimatlos ist.

Dass es sich dabei um ein vermeintlich starkes, gefährliches Krokodil handelt, macht die ablehnende Haltung der anderen Tiere nachvollziehbarer. Dennoch gehört unsere Sorge dem müden Reisenden. Der dann von den Kleinsten und harmlosesten endlich Hilfe erhält. Sich integriert. Dazu gehört und seine neue Heimat aufs Beste ergänzt. Welch wundervolle Botschaft.

Ein aufklärendes, hoffnungsstiftendes Kinderbuch für kleine Weltenretter ab drei Jahren.

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„Noch ein Märchen für das Bärchen“ von Richard Jones und Alice B. McGinty

Das Pappbilderbuch „Noch ein Märchen für das Bärchen“ von Richard Jones und Alice B. McGinty

„Im Spätherbst weckte kühler Wind
beim Mittagsschlaf das Bärenkind.
Es zitterte, Brrr, war das kalt!
Man roch: Bald gab es Frost im Wald!“

Höchste Zeit für den Winterschlaf. Aber doch wohl nicht ohne ein Märchen! So versprach die Mutter ihrem Bärchen:

„Wenn wir uns tummeln
und ohne Bummeln, ohne Brummeln
die Arbeit heut zu zweit verrichten,
bleibt Zeit für Gutenachtgeschichten.“

Ganz brav half da das Bärchen. Suchte Ästchen für sein Nestchen. Besuchte all die Sommer-Lieblingsplätzchen. Lief zu Fichte, Bach und Beerenhecke. Schnupperte nochmal in jede Ecke. Kletterte bis hoch hinauf ins bunte Herbstzeit-Eichenlaub. Und trotz dem Spaß in Beerenhecke, Bach und Fichte, bliebt selbstverständlich Zeit für die Geschichte.

„Zufrieden lächelte das Kleine,
denn die Geschichte war ja seine.“

Ein wunderherziges Pappbilderbuch

Rückseite des Pappbilderbuches „Noch ein Märchen für das Bärchen“ von Richard Jones und Alice B. McGinty

Hach! „Noch ein Märchen für das Bärchen“ ist einfach ein wunderherziges Pappbilderbuch für Kinder ab drei Jahren! Mit großartigen Illustrationen. Warm und weich und wohltuend. In milden, heimeligen Farben. Traumhaft verschleiert. Herbstlich. Dennoch bleiben Tiere und Natur realistisch. Sind nicht kitschig. Trotz aller zuckersüßen Niedlichkeit.

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„Ein wilder Tag in der Schule“ von Christine Naumann-Villemin und Grégoire Mabire

Eine meiner persönlichen Neuentdeckungen der letzten Frankfurter Buchmesse waren die Kinderbücher des Schweizer Midas Verlages. Eine kleine, sehr feine Auswahl an vielfältigen, künstlerischen, frischen und frechen Bilderbüchern. Eins reiste mit nach Köln. Wo es meine Jungs sofort an sich rissen.

Das Bilderbuch „Ein wilder Tag in der Schule“ von Christine Naumann-Villemin und Grégoire Mabire

Heute darf jedes Kind etwas Besonderes mit in die Schule bringen. Doch bevor die aufgeregten Kinder ihre Mitbringsel präsentieren können, springt die Lehrerin panisch in die Luft. Weil eine große haarige Spinne auf ihrem Fuß sitzt.

Nun ja… Frau Koch landet unglücklich. Der Schrank kippt um. Was zur Folge hat, dass das Klassenzimmer durch die Decke kracht. Im Schulhof landet. Es folgt ein Sturm. Der den Boden des Klassenzimmers auf eine Weide weht. Auf der ein Stier grast…

Ein aberwitziger Bilderbuchspaß

Rückenansicht des Bilderbuchs „Ein wilder Tag in der Schule“ von Christine Naumann-Villemin und Grégoire Mabire

Ihr ahnt es. Es geht so weiter. Es kommt eines zum anderen. Die Reise der Klasse wird immer abstruser. An immer verrücktere Orte verschlägt es die Kinder samt Lehrerin. Immer dabei: Das kleine Spinnentier. Welches – natürlich – eine wichtige Rolle spielen wird.

„Ein wilder Tag in der Schule“ ist ein aberwitziger Bilderbuchspaß. An dem nicht nur Schüler ihre Freude haben. Der Vize (5) kringelte sich vor Lachen. Machte sich zwischendurch nur ein wenig Sorgen um das Spinnchen. Der Chef (8) wünscht sich sehnlichst, dass seiner Klasse auch mal so etwas geschieht. Immerhin, ein Schrank ist während des Schlagzeigunterrichts schon einmal umgefallen. Da ist eine verrückte Reise wie in diesem Buch doch der nächste logische Schritt. Oder?

Wir purzeln durch die Seiten

Wenige Sätze pro Seite, sich wiederholende Elemente und eine actiongeladene Stimmung sorgen dafür, dass wir durch die Seiten purzelten. Wie die Kinder der Klasse von Frau Koch. Welch Taumel!

Die Illustrationen stecken voller Witz. Sind überdreht und doch super sympathisch. Nicht drüber. Genau richtig.

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„Ich wünsche mir“ von Christoph Niemann

Das Bilderbuch „Ich wünsche mir“ von Christoph Niemann vor weißem Hintergrund umgeben von drei Geschenk-Päckchen

Oh, ein Geschenk! Was verbirgt sich wohl in diesem schön verpackten, gelben Päckchen? Hach, welch Spannung! Es könnte alles drin sein…

Huch, noch ein Paket? Ein grünes? Ein rotes? Argh, was macht denn dieses Geschenkpapier? Warum gelingt das Auspacken nicht? Weshalb verwandelt es sich? Aber, ach, das ist doch eigentlich ganz lustig.

Nee! Doch eher ärgerlich! Oder spannend? Enttäuschend! Fantastisch! Verwirrend, aufwühlend, erschöpfend, grenzenlos, unfassbar!

Öffnet Türen in unseren Köpfen

Das Bilderbuch „Ich wünsche mir“ von Ausnahmetalent Christoph Niemann kommt komplett ohne Worte aus. Dennoch – oder gerade deswegen – freuen, staunen und ärgern wir uns mit der Protagonistin. Welche die unendlichen Möglichkeiten entdeckt, die ein ungeöffnetes Geschenk bietet. Ganze Welten sind darin verborgen. Vergangenheit und Zukunft. Nichts oder Alles. Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen.

Niemann spielt ganz wunderbar mit den Vorstellungen und Erwartungen des Betrachters. Treibt es weit mit uns und der kleinen Beschenkten. Und öffnet damit Türen in unseren Köpfen. Schickt unsere Fantasie auf Reisen.

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„Der Seelenvogel“ von Michal Snunit und Na’ama Golomb

Zum 30. Jubiläum dieses wunderbaren Buches, landet „Der Seelenvogel“ endlich auch bei mir!
„Der Seelenvogel“ von Michal Snunit und Na'ama Golomb

Wie er bisher an mit vorbei flattern konnte, ist mir ein Rätsel. Denn das kleine Büchlein beherbergt wahrlich Großartiges. Es steckt voller kraftvoller Sätze, die uns helfen uns etwas besser zu verstehen. Uns anzunehmen. Unsere Seele zu entdecken.

Zusammen mit dem Seelenvogel. Der mittendrin wohnt, in unserer Seele. Bei jedem von uns. Der das fühlt, was wir fühlen. Dem alles weh tut, wenn uns jemand verletzt. Der lustige Sprünge macht, wenn uns jemand liebt. Der sich ganz klein macht, wenn jemand böse auf uns ist. Und uns ausfüllt, wenn uns jemand in den Arm nimmt.

Niemand wird ohne diesen Vogel geboren. Solange wir leben, begleitet er uns. Öffnet die Schubladen, in denen unsere Gefühle und Stimmungen lagern. Bestimmt so unsere Launen. Denn manchmal gehorcht er uns nicht. Dann bringt er uns in Schwierigkeiten. Weil er sauer oder eifersüchtig oder wütend ist. Manche Vögel machen jeden Morgen die Schublade „Freude“ auf, andere Vögel vergessen die Schublade „Traurigkeit“ zu schließen.

„Manche Leute hören den Seelenvogel oft, manche hören ihn selten. Und manche hören ihn nur einmal in ihrem Leben.“

Worte für dieses Unbegreifliche in uns drin

„Der Seelenvogel“ von Michal Snunit und Na'ama Golomb

„Der Seelenvogel“ beflügelt uns, über unsere Gefühle zu reden. Gibt Großen und Kleinen ein Hilfsmittel an die Hand, etwas zu verbalisieren für das es doch oft nur unzureichend Wörter gibt. Mit dem Bild des wuselnden, wütenden, weiten Vogels im Kopf, schaffen wir es Gefühlen ein Bild zu geben. Dieses Flatternde, Wechselnde, Unbegreifliche in uns drin ein Gesicht zu geben. Vielleicht auch gnädiger mit uns zu sein. Den Vogel mal zu streicheln, wenn er tobt. Oder uns mitreißen zu lassen, wenn er tanzt.

Die einfache, weiße Illustration des Vogels wirkt dabei wie eine Leinwand für die Fantasie. Die klaren Sätze leiten an. Stellen vor und lassen uns dann los. Zum Horchen. Zuhören. In uns fühlen. Dabei bleibt es nicht aus, sich den Vogel der anderen vorzustellen. Empathie zu entwickeln. Fast nebenher. Welch wundervolles Geschenk!

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„Rolf und sein Karton“ von Annika Thamm

„Rolf und sein Karton“ von Annika Thamm

Annikas Hund Rolf liebt seinen Karton. Egal ob er davor, dahinter oder daneben sitzt. Ob er darauf steht oder sich darunter versteckt. Ein Nickerchen darin ist genauso fein, wie das Fangenspiel drumherum. Als Hürde zum darüber springen eignet er sich. Genauso wie als Tunnel zum Darunter-durch-huschen. Hindurch geht’s natürlich auch. Zwischen zwei Kartons kann Annika ihn nicht kitzeln. Rolf fällt immer etwas ein.

Wie Rolf geht es auch meinen Kindern. Schon immer. Noch immer! Auch mit seinen acht Jahren gibt es für den Chef nichts Cooleres als die Ankunft eines großen Kartons. Was bauten er und der Vizechef (4) nicht schon alles aus den Pappeboxen. Flugzeuge, Restaurants, Ninja-Höhlen, Schlagzeuge, Reiseboxen für Kuscheltiere… Momentan schläft der Chef gar in einem Karton. 🤷‍♀️

Eine anständige Kiste stiehlt dem besten Geschenk nach kurzer Zeit die Show. Schon manches Mal empfahlen wir Großeltern und Co. direkt nur Kartons zu schenken. Aber sie bleiben unbelehrbar. 😅

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„Oskar sucht die Liebe“ von Jonas Fehling und Marilena Friese

„Oskar sucht die Liebe“ von Jonas Fehling und Marilena Friese

Was ist eigentlich Liebe?“ fragt Mäuse-Mädchen Lotta im Unterricht. Lehrerin Ringelschwanz antwortet, dass man das nicht im Klassenzimmer lerne. „Die Liebe müsst ihr draußen suchen.“

Na toll! Was sollen die Mäusekinder mit dieser Antwort anfangen? Da müssen sie die Liebe wohl selber erforschen. Für Oskar ist klar, er will die Liebe noch heute finden. Er sucht unter einem Stein. In einem Busch. Bei Kater James.

Dann fällt ihm ein: Er weiß ja gar nicht, wie die Liebe aussieht! Dass ihm Opa sagt, sie sähe wie Oma aus, hilft dem kleinen Mäuserich auch nicht weiter. Nachbarin Schönhaar klärt ihn auf: „Die Liebe ist ein Gefühl.“
Tja, und nun? Oskar ist enttäuscht und traurig. Wie soll er denn bitte ein Gefühl finden?

„Ich würde ja bei anderen Menschen suchen!“

„Oskar sucht die Liebe“ von Jonas Fehling und Marilena Friese

Oskar findet die Liebe natürlich. Als warmes Gefühl in seinem Bauch. In einer Umarmung seines Vaters. Der ihn tröstet und die Sorgen weg küsst.

„Oskar sucht die Liebe“ ist ein warmherziges Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren. Der Vize (4) verliebte sich auf den ersten Blick in die putzige Maus. Er lauschte gespannt, als ich ihm vorlas und lächelte verzückt, als Papa Maus Oskar in die Arme schloss. Was den Startschuss zu einem großen Familienkuscheln gab. 😊

Auch der Chef (8) findet Illustrationen und Geschichte „süß“. Der Neunmalkluge kommentierte von der Seite, dass die Liebe natürlich nicht unter einem Stein liegt. Dass man sie eh nicht sehen kann. Dass er sie bei anderen Menschen suchen würde. Hach, da schmolz ich natürlich dahin. Alles richtig gemacht, beim Großen, würde ich sagen. 😁

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„Heiße Milch mit Honig: Eine Geschichte, die wärmt und tröstet“ von Frank Daenen

„Heiße Milch mit Honig: Eine Geschichte, die wärmt und tröstet“ von Frank Daenen

Kleiner Bär und Großer Bär sitzen zusammen. Trinken eine Tasse heiße Milch mit Honig. Bevor ihr Winterschlaf beginnt. Dabei schmiedet Kleiner Bär Pläne fürs Frühjahr. Spiele spielen. Pfannkuchen backen. Dem Großen ein Liedchen vorspielen. Ein Baumhaus bauen. Und natürlich heiße Milch mit Honig trinken.

Als Kleiner Bär nach dem Winter erwacht, freut er sich auf all das. Doch… Großer Bär ist nicht da! Er fehlt. Kleiner Bär vermisst ihn so sehr! Die Trauer macht Bauchweh. Macht bewegungslos.

Nach und nach schaffen es seine Freunde ihn aufzumuntern. Setzen all die schönen Pläne um. Bis das lächelnde Bärchen wieder da ist. „Nur wenn etwas daneben geht, fehlt ihm Großer Bär mehr denn je…Dann denken Kleiner Bär und seine Freunde zusammen an Großer Bär und wie lieb er war. Bei einer Tasse heiße Milch mit Honig.“

Kleiner Bär versinkt in Trauer und wir trauern mit

„Heiße Milch mit Honig: Eine Geschichte, die wärmt und tröstet“ von Frank Daenen

In „Heiße Milch mit Honig“ zeigt uns Frank Daenen in herzigen Bildern, was Trauer anrichtet. Was mit uns passiert, wenn jemand Geliebtes nicht wiederkommt. Stirbt. In gedeckten Farben und wohliger Atmosphäre verströmt das Bilderbuch eine warme, ruhige Stimmung. Der belgische Illustrator lässt uns fühlen, was kleiner Bär fühlt. Lässt uns mit ihm trauern.

Denn Kleiner Bär versinkt in Trauer. Zieht sich zurück. Kapselt sich ab. Durchlebt einen tiefen Trauerprozess. Bis – ganz langsam – wieder Leben in ihn kommt. Seine Freunde ihn wieder erreichen. Lebensfreude zurückkehrt. Doch die Trauer verschwindet nicht komplett. Bleibt Teil vom Kleinen Bären. Sowie all die schönen Erinnerungen. Denen er Raum gibt. Die er hegt. Und es ist ok. Ok, zu trauern. Ok, wieder Freude zu empfinden.

Rührt zu Tränen und weckt Erinnerungen

„Heiße Milch mit Honig: Eine Geschichte, die wärmt und tröstet“ von Frank Daenen

„Heiße Milch mit Honig“ rührt zu Tränen. Es weckte Erinnerungen an meine Oma. An meine Großtante. An Urlaube mit meinem Onkel. Und an Treffen mit Freunden, die nicht mehr da sind. Ich roch die heiße Milch mit Honig. Ja, das tat ich. Aber auch den Grießbrei meiner Kindheit. Einen Kuhstall im Allgäu, Mangeldampf und Tomatensuppe. Weinte ein paar Tränen um all die Menschen, von denen ich mich schon verabschieden musste.

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