„Alfred – Elefant seit 1932“ von Kristina Heldmann

1999 rettete Illustratorin Kristina Heldmann einen lädierten Holzelefanten namens Alfred aus dem Main. Das in die Jahre gekommene Spielzeug durfte bei ihr zur Ruhe kommen. Bis sie viele Jahre später seine Geschichte zwischen Buchdeckel malte. So wie sie gewesen sein könnte.
Das Kinderbuch „Alfred - Elefant seit 1932“ von Kristina Heldmann liegt auf einer Backsteinmauer von Efeu umgeben

Vor 90 Jahren bauten Emmi und ihr Opa den Alfred. Als Geschenk zum zweiten Geburtstag von Emmis kleinem Bruder Otto. Der fortan mit dem Elefanten an seiner Seite die Welt entdeckte.

1943: „In dieser Zeit mussten Jungen in Deutschland Maschieren üben – Zeit für Elefanten hatten sie nicht.“ Deswegen zog Alfred zu Ottos kleiner Cousine Henne. Doch als diese wegen des Krieges die Stadt verlassen musste, blieb der tapfere Elefant bei Nachbarin Bach.

Als die Familie Monate später wiederkommt, „war nicht mehr viel übrig von der Stadt.“ Auch ihr Haus ist zerstört. Aber welch Wunder – in der Trümmern entdecken sie Alfred! In einer atemberaubenden Rettungsaktion gelingt es Henne und ihren Geschwistern den geliebten Elefanten zu bergen.

Alfred zog von Kind zu Kind

Die Rückseite des Kinderbuches „Alfred - Elefant seit 1932“ von Kristina Heldmann

Jahre später gab auch Henne Alfred wieder in neugierige Kinderhände. So zog das treue Tier von Kind zu Kind. Gab Selbstvertrauen und Sicherheit. Führte ein aufregendes Spielzeugleben. Rettete gar Leben. Testete verschiedene Lebensweisen. Kam auch mal aufs Abstellgleis. Und doch ging es immer weiter.

Im Buch beginnen die Söhne der Autorin zu forschen. Die sozialen Netzwerke zu durchkämmen. Um Vorbesitzer zu finden. Mit Hashtags suchen sie nach Alfreds Kindern: #elefantalfred #werkenntdiesenelefanten #bittemelden #holzelefantmitgeschichte #elefantsuchtseinekinder. Und werden fündig.

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„Baba Anna: Wie meine ukrainische Großmutter auf dem Brombeerblatt flog“

Das Bilderbuch „Baba Anna: Wie meine ukrainische Großmutter auf dem Brombeerblatt flog“ von Yaroslava Black und Ulrike Jänichen

„Sie sieht schön aus“, sagte ich. Mutter nickte…sicherlich war Baba Anna mit uns zufrieden. Nichts haten wir vergessen. Wie konnten wir auch? Hatte sie uns doch bei jedem Fest an ihre Sterbe-Garderobe erinnert“.

Sie wünschte, dass Baba Anna sich im Spiegel sehen könnte. Doch die Spiegel sind zugedeckt. Weil der Geist der Verstorbenen sich nicht darin verirren soll. Nicht spukend zurück bleiben soll. Doch das Kind ist sich sicher: Die Großmutter würde nicht spuken. Sie will doch zu Großvater.

„Wir wollten lachen, aber stattdessen husteten wir nur. Denn wir waren unter der strengen Beobachtung vieler alter Frauen, denen es wichtig war, alles nach Gottes Ordnung zu verrichten.“

So lächelt das Mädchen in ihren Schal. Den sie trägt, weil es im Haus kalt ist. Weil Baba Anna es jetzt nicht warm mag. Sie erinnert sich an die letzten Tage mit ihrer Oma. Und an weit Zurückliegende. An Lustiges und Schönes.

Von der jungen Erzählerin erfahren wir, dass der Sarg erst nach drei Tagen das Haus verlässt. Welche Bräuche beachtet werden müssen. Um der Seele den Weg ins Geisterreich zu erleichtern. Und sie berichtet uns, was Baba Anna ihr im Traum verriet. Als sie fragte, ob es schwer war zu sterben.

„Kein bisschen“, sagte sie. „Wie Kleider ablegen. Man wird leicht wie ein Blatt und kann fliegen.“

Geborgenheit und Zuversicht

Rückseite des Bilderbuches „Baba Anna: Wie meine ukrainische Großmutter auf dem Brombeerblatt flog“ von Yaroslava Black und Ulrike Jänichen

Yaroslava Black erzählt vom Tod ihrer Großmutter. Erzählt von den Bräuchen in dem Dorf ihrer Kindheit. Am Fuße der Karpaten, im ukrainischen Galizien. Mit Riten, die vielen von uns archaisch vorkommen mögen. Jedoch in mir eine Sehnsucht wecken. Mir zeigen, wie sehr ich diesen natürlichen Umgang mit dem Tod vermisse. Wie sehr ich den Wunsch hege, mich auch so verabschieden zu dürfen.

Auch meinen Kindern wünsche ich, dass sie den Tod als einen Teil des Lebens annehmen. Angstfrei und neugierig. Und genau diesen unbefangenen Umgang mit dem Tod vermittelt die in Köln lebende Pfarrerin.

Die folkloristisch anmutenden Illustrationen von Ulrike Jänichen begleiten Blacks Worte höchst feinsinnig. Farbenprächtig, fast üppig führen die weichen Buntstiftbilder durch die Geschichte. Streicheln Geborgenheit und Zuversicht in den Verlust.

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„Panda-Pand: Wie die Pandas mal Musik zum Frühstück hatten“ von Saša Stanišić und Günther Jakobs

Zum heutigen bundesweiten Vorlesetag stelle ich Euch ein ganz famoses Kinderbuch vor. Das erst durchs Vorlesen seinen kompletten Charme entfaltet. Perfekt für gemeinsame Lesezeit.

Das Kinderbuch „Panda-Pand: Wie die Pandas mal Musik zum Frühstück hatten“ von Saša Stanišić und Günther Jakobs in einem Haufen Laub liegend

Nicht-Peter hat ein Ohr, das größer ist als das andere. Außerdem ist er immer mittelmäßig gelaunt. Er mag bedächtiges Bodenturnen, Kurz-mal klettern und Bambus. Wie alle Pandas. Davon isst er jeden Tag richtig viel. Aber eines morgens hörte er plötzlich einen Ton im Bambus. Wuh!

„Keinen schönen Ton oder so, aber hey: Hast du dein Leben lang Bambus gegessen ohne Ton, dann muss der erste gar nicht schönklingen, um so richtig spannend zu sein.“

Nicht-Peter erforscht den Ton. Entdeckt schöne Töne, wilde Töne; gemütliche, schwindelige, hohe, laute, müde Töne.

Und wer so was tolles wie einen Ton entdeckt, der will das anderen natürlich zeigen. Und selbstverständlich sind auch Nicht-Gerhard und Nicht-Olivia ziemlich krass beeindruck von den Pflötentönen. Bald schon wackelt der Bambuswald im Takt der Panda-Pand.

Ein anarchischer und doch sehr lehrreicher Spaß

Rückseite des Kinderbuches „Panda-Pand: Wie die Pandas mal Musik zum Frühstück hatten“ von Saša Stanišić und Günther Jakobs

„Panda-Pand“ des deutschen Buchpreisgewinners Saša Stanišić rockt das Kinderzimmer. Nicht-Peters Geschichte ist genauso wild und kreativ erzählt wie dessen Musik. Voller Witz und Wortneuschöpfungen. Eine Herausforderung für Vorleser und Erwachsenen-Attitüde. Ein anarchischer und doch sehr lehrreicher Spaß.

Denn auch wenn der Text Blödelquatsch gesättigt über die Seiten rauscht, entdecken wir doch reichlich Fakten. Übers Pandaleben. Und in Stanišić’ einnehmenden Nachwort auch übers Pandasterben.

Die frechen Illustrationen von Günther Jakobs unterstreichen den Witz der Worte vortrefflich.

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„Zippel 2 – Ein Schlossgespenst auf Geisterfahrt“ von Alex Rühle

Das Vorlesebuch „Zippel 2 – Ein Schlossgespenst auf Geisterfahrt“ von Alex Rühle in Efeu liegend

Paul und Zippel sind beste Freunde. Der Grundschüler und das wirklich wahre Schlossgespenst gehen zusammen durch dick und dünn. Und haben jede Menge Spaß.

Als Paul seinen neunten Geburtstag feiert fällt Zippel siedend heiß ein, dass er ja auch Geburtstag hat. Genau einen Tag nach Paul. Sein Wunsch: Eine Fahrt mit der Geisterbahn. Auf dem Oktoberfest. Denn vielleicht gibt es da ja noch andere Gespenster.

Die betagte Frau Wilhelm erfüllt ihm seinen Wunsch gerne. Doch der Besuch der Geisterbahn endet anders als gedacht. Der garstige Bahnbetreiber fängt das Gespenst. Will es als Attraktion seines Fahrgeschäfts einsetzen. Aber Zippel wäre nicht Zippel, wenn er nicht das Beste aus der Situation machen würde. Und Frau Wilhelm und Paul lassen ihren Freund selbstverständlich auch nicht im Stich.

Packende Oktoberfest-Action

Auch das zweite Zippel-Abenteuer macht wieder richtig viel Spaß. Auch wenn uns der Anfang schwer fiel. Es sehr langsam Fahrt aufnahm. Meine Jungs packte es erst, als die Oktoberfest-Action begann. Zwar schmunzelte gerade mein Neunjähriger auch bei den Geburtstagsfeierbeschreibungen. Und der Fünfjährige beim Wiedersehen mit Frau Wilhelm. Doch so richtig riss sie die Geschichte erst am Schluss mit.

Mir selbst ging es ähnlich. Mir fehlte die Leichtigkeit und der unbeschwerte Witz des ersten Bandes. Außerdem fühlte ich mich mit dem Nebenplot unwohl. Denn über Zippel und Pauls Mietshaus droht Unheil. Der Eigentümer will es verkaufen. Alle Mieter sollen raus. Das beunruhigte meine Jungs ziemlich. Sollte es wirklich so einfach sein, Mieter vor die Tür zu setzen? Bis ich Chef (9 Jahre) und Vizechef (noch grade so 5 Jahre) versichert hatte, dass das in Deutschland so leicht nicht ist, war die Leselaune ziemlich getrübt.

Zippel und Paul regeln das schon

Rückseite des Kinderbuches „Zippel 2 – Ein Schlossgespenst auf Geisterfahrt“ von Alex Rühle

Fiesling Motz Malm und seine Geisterbahn fanden die Kinder dagegen gar nicht so gruselig. Selbst, dass er seinen Sohn wirklich mies behandelt, fiel ihnen nicht sonderlich auf. Mir dagegen schon. Mulmig las ich mich durch die drückende Familiengeschichte. Vermisste ein schönes Schaustellergegengewicht. Insgesamt kam die Kirmes nicht gut weg. Was ich echt schade fand.

Zum Schluss geht natürlich alles gut aus. Zippel und Paul regeln nicht nur die Sache mit dem Eigentümer. Es gelingt Zippel auch einen guten, alten Freund des Hauses zu retten. Für Chef und Vize war die Welt damit in Ordnung. Das Buch ein rundherum gelungenes Vorleseerlebnis. Bei dem – besonders im letzten Drittel – auch richtig viel gelacht wurde. Und spätestens als ich mit meinem Großen ein Gedicht in getrennten Rollen vorlasen, war ich mit allem versöhnt.

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Kuschelflosse 7: „Das goldige Glücksdrachen-Geglitzer“ von Nina Müller

Das Vorlesebuch "Kuschelflosse - Das goldige Glücksdrachen-Geglitzer“ von Nina Müller an einen Regenbogendelfin gelehnt auf einem flauschigem, naturfarbenen Kissenliegen

Gleich soll sie verlost werden. Die größte Seeigel-Sahnetorte der Welt. Ganz Fischhausen versammelt sich vor der Konditorei „Süßes Glück“. Alle warten gespannt auf den großen Moment. Auch Fellfisch Kuschelflosse, Seebrillchen Sebi, Schwimmerdbeere Emmi und Herr Kofferfisch warten seit Wochen auf diesen Moment.

Doch, oh weia! Herr Kofferfisch rumpelt aus Versehen Kuschelflosses Glückbringer entzwei. Um seinen arg betrübten Freund zu trösten, will er ihm ganz schnell Ersatz beschaffen. Also landet die Truppe im Krimskramsladen. Wo Herr Kofferfisch eine geheimnisvolle Glücksdose findet. Mit der kann bei der Verlosung nichts mehr schief gehen! 😊

Tatsächlich enthält die Dose eine glücksbringende Überraschung: Einen höchst seltenen und enorm schüchternen Glücksflutsch. Ob der kleine Glücksdrache wirklich Glück bringt? Und was ist das überhaupt, dieses Glück?

Flauschig-fluffig und lehrreich

Im siebten Abenteuer der Fischhausener Freunde dreht sich alles um große Erwartungen. Um Vorfreude und Wünsche. Aber auch um Einfühlungsvermögen und Verständnis. Zusätzlich ist das Mogeln Thema. Was es in anderen auslöst. Wie man damit umgehen kann, wenn man jemanden beim Schummeln erwischt.

Ausschnitt einer Innenseite des Vorlesebuches „Kuschelflosse: Das goldige Glücksdrachen-Geglitzer“ von Nina Müller
Kuschelflosse Band 7: „Das goldige Glücksdrachen-Geglitzer“ von Nina Müller

Für mich ist es wieder eine absolut lehrreiche Geschichte. Dabei flauschig-fluffig. Ohne Zeigefinger. Dafür mit viel Niedlichkeit. Und Sahnetorte. 😉

Chef (9) und Vizechef (5) mögen „Das goldige Glücksdrachen-Geglitzer“ sehr. Der Große fühlt sich in Kuschelflosses Clique noch immer wohl. Das Vorschulkind fühlt sich immer wohler. Ist im besten Kuschelflosse-Alter.

Kuschelige Vorlesemomente

Rückseite von Kuschelflosse Band 7: "Das goldige Glücksdrachen-Geglitzer“ von Nina Müller

Wir genießen die Vorlesemomente mit allen zusammen auf dem Sofa lümmelnd. Stecken die Nasen in die Blätter mit ihren wundervollen Wuselbildern. Entdecken alte Bekannte. Freuen uns über neue. Sind ganz vernarrt in den zuckersüßen, traurigen Glücksflutsch. Genießen die Momente, in denen unsere Unterwasserfreunde über sich hinauswachsen.

Nächste Woche erscheint schon Band 8 der blubberfrischen Reihe. „Das kurios komische Klimbim-Kliff“ verspricht ein spukiges Urlaubsabenteuer. Hach, was freuen wir uns auf üsselige Herbstnachmittage auf unserer Couch!

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„Die Geschichte von Mo“ von Dorothee Schwab und Stefan Karch

Das Bilderbuch „Die Geschichte von Mo“ von Dorothee Schwab und Stefan Karch auf Sand liegend, drumherum Steine und kleine Äste als Bild angeordnet

„Jeden Tag, wenn die Sonne hinter dem Hügel hervorblitzt, geht Mo los.“

Jeden Tag geht sie den gleichen Weg. Kennt ihn genau. Doch heute hält sie inne. Schaut auf den Boden. Entdeckt ein Schneckenhaus. Hört eine Stimme. Macht sich auf. Auf zum Meer. Nimmt den anderen Pfad. Landet in einer anderen Geschichte. Genießt das Meer. Vielfältigste Eindrücke. Um endlich wieder heim zu kehren. Und:

„Auf dem Weg zurück wirkt für Mo alles strahlender und frischer als je zuvor.“

Rückseite des Bilderbuches „Die Geschichte von Mo“ von Dorothee Schwab und Stefan Karch

„Die Geschichte von Mo“ überrascht mit surrealem Verlauf und erstaunlicher Optik. Da abenteuert sich ein Kind auf seinem Alltagsweg in andere Welten. Versinkt in Details. Im Wesentlichen. Kommt erfrischt und achtsam zurück in den Alltag.

So weit und offen Mos Gedanken vom Weg abschweifen, so real und konkret wirken die Materialien der Collagen. Steine, Linsen, Äste, Pappe, Reis… Ein faszinierender Kontrast.

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„Frag doch mal die Maus: Können Fische pupsen? Die erstaunlichsten Fragen an die Maus.“

Das Sachbuch für Kinder „Frag doch mal die Maus: Können Fische pupsen? Die erstaunlichsten Fragen an die Maus.“ lehnt an einer maroden Ziegelmauer

Für Chef (8) und Vizechef (5) ist und bleibt die Maus unbestrittene Koryphäe, wenn es um die Rätsel der Welt geht. Auch wenn Checker, Bauwagenbewohner und Ah-Sager ihren Horizont erweitern: Meine Jungs bleiben dem orangenen Nager treu. Sowohl in bewegten Bildern als auch auf gedruckten Seiten.

Die Bücher der „Frag doch mal die Maus“-Reihe sind seid Jahren Dauerbrenner. So auch der Band „Können Fische pupsen?“. Der uns „Die erstaunlichsten Fragen an die Maus“ präsentiert. Also wirklich echte Fragen. Von wirklich echten Kindern. An die wirklich echte Sendung mit der Maus gestellt. 😉

In diesem Buch finden wir die Antworten auf 50 clevere Fragen. Mal frech, mal nachdenklich, mal um die Ecke gedacht.

Fragen aus den Bereichen:

  • Körper & Mensch
  • Tiere
  • Natur, Technik & Umwelt
  • Rätsel des Alltags
  • Redewendung
Blick ins Kindersachbuch „Frag doch mal die Maus: Können Fische pupsen? Die erstaunlichsten Fragen an die Maus.“

Dabei finden wir Antworten auf Fragen wie:

  • Warum ist Gähnen ansteckend?
  • Wie schnell ist ein Nieser?
  • Gibt es Vögel, die rückwärts fliegen können?
  • Haben Küken einen Bauchnabel?
  • Kann man auf dem Mond Federball spielen?
  • Kann man beim Schäfchenzählen wirklich schneller einschlafen?
  • Warum packt man seine sieben Sachen?
  • Wieso redet man um den heißen Brei herum?
Rückenansicht des Kindersachbuchs „Frag doch mal die Maus: Können Fische pupsen? Die erstaunlichsten Fragen an die Maus.“

Und noch so viele mehr. Jeweils vier bis sechs Seite widmen sich der Antwort auf eine Frage. Dabei ist der Aufbau immer gleich. Auf der ersten Antwortseite stellt eine Sprechblase die Frage vor. Zusammen mit einer zum Thema passenden Illustration. Und einem stimmungsvollen Einleitungstext. Es folgen die ausführlichen Antworten. Die durchaus textlastig sind. Aber auch immer durch faszinierende Bilder, lustige Mausillustrationen und erklärende Grafiken aufgelockert werden.

Im abschließenden „Mausschlau“-Kasten verrät die Maus dann noch überraschende Schlauberger-Fakten. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass der Puma den Weltrekord im Weitsprung hält? Oder das Heringe im Pazifischen Ozean größere Plauderfische sind als ihre Verwandten im Atlantik?

Blick ins Kindersachbuch „Frag doch mal die Maus: Können Fische pupsen? Die erstaunlichsten Fragen an die Maus.“


Nachhaltig beeindruck hat mich das Kapitel zur Gebärdensprache. In dem zwei Kinder uns in Fotostrecken einige Worte beibringen. Im Berliner Gebärdensprachendialekt. Was auch die Frage beantwortet, ob überall auf der Welt die gleiche Gebärdensprache verwendet wird. 😊

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„Club der frechen Möwen: Die Suche nach dem verschwundenen Schatz“ von Usch Luhn

Das Kinderbuch „Club der frechen Möwen: Die Suche nach dem verschwundenen Schatz“ von Usch Luhn vor einer Backsteinmauer neben einem Spielzeug-Leuchtturm

Stella und Rosalie verbringen ihren Sommer auf einer kleinen Nordseeinsel. Im „Haus Sturmmöwe“. Ihre Mutter schreibt an einem Sommerroman. Und die Mädels verbringen ihre Zeit mit ihren neu gewonnen Freunden Enno, Elin und Naima.

Nachdem die fünf Freunde in ihrem ersten Abenteuer mit ihrem „Club der frechen Möwen“ gemeinen Robbendieben das Handwerk legten, wenden sich die Inselbewohner nun bei kleineren Problemen an sie. Ist ein Vogel ausgerissen? Die Möwen finden ihn! Wurde ein Schlüssel verloren? Die Kinder werden ihn aufspüren!

Neben diesen Detektivaufträgen genießen die Freunde den Sommer. Essen zu viel Eis und planen eine Übernachtung im Leuchtturm. Es ist wundervoll! Bis Ennos bester Freund Sten einen Keil zwischen die Möwen treibt.

Dessen Vater ist ein echter Kommissar und gesuchten Museumsdieben auf der Spur. Darauf bildet sich Sten ganz schön was ein. Finden die Mädchen. Als plötzlich Exponate der neuen Wikingerausstellung gestohlen werden, müssen alle Möwen an einem Strang ziehen. Ob es ihnen gelingt, den Fall zu lösen?

Club der frechen Möwen 2: Ein perfekter Sommer

Die Rückseite des Kinderbuches „Club der frechen Möwen: Die Suche nach dem verschwundenen Schatz“ von Usch Luhn

Klar schaffen die Kinder das. Zusammen sind die Freunde aufmerksamer und schlauer als so manch ein Erwachsener. Zu guter Letzt zeigt sich, dass auch sture Angeber ihr Herz am rechten Fleck tragen. Und Waldkater Kasimir darf bei diversen Gastauftritten durch die Geschichte Maunzen und dabei viele, viele Krabben naschen.

Auch das zweite Möwenabenteuer fanden meine Jungs aufregend. Wie gerne würden Chef (8) und Vizechef (5) den Sommer am Meer verbringen. Detektivfälle lösen. Im Leuchtturm übernachten. Und in einem Wikingerdorf campen. Usch Luhn beschreibt schönste Kinderträume. So wollen doch wahrscheinlich die meisten Kinder ihren Sommer verbringen. Wild und frei und voller Abenteuer.

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„Ein wilder Tag in der Schule“ von Christine Naumann-Villemin und Grégoire Mabire

Eine meiner persönlichen Neuentdeckungen der letzten Frankfurter Buchmesse waren die Kinderbücher des Schweizer Midas Verlages. Eine kleine, sehr feine Auswahl an vielfältigen, künstlerischen, frischen und frechen Bilderbüchern. Eins reiste mit nach Köln. Wo es meine Jungs sofort an sich rissen.

Das Bilderbuch „Ein wilder Tag in der Schule“ von Christine Naumann-Villemin und Grégoire Mabire

Heute darf jedes Kind etwas Besonderes mit in die Schule bringen. Doch bevor die aufgeregten Kinder ihre Mitbringsel präsentieren können, springt die Lehrerin panisch in die Luft. Weil eine große haarige Spinne auf ihrem Fuß sitzt.

Nun ja… Frau Koch landet unglücklich. Der Schrank kippt um. Was zur Folge hat, dass das Klassenzimmer durch die Decke kracht. Im Schulhof landet. Es folgt ein Sturm. Der den Boden des Klassenzimmers auf eine Weide weht. Auf der ein Stier grast…

Ein aberwitziger Bilderbuchspaß

Rückenansicht des Bilderbuchs „Ein wilder Tag in der Schule“ von Christine Naumann-Villemin und Grégoire Mabire

Ihr ahnt es. Es geht so weiter. Es kommt eines zum anderen. Die Reise der Klasse wird immer abstruser. An immer verrücktere Orte verschlägt es die Kinder samt Lehrerin. Immer dabei: Das kleine Spinnentier. Welches – natürlich – eine wichtige Rolle spielen wird.

„Ein wilder Tag in der Schule“ ist ein aberwitziger Bilderbuchspaß. An dem nicht nur Schüler ihre Freude haben. Der Vize (5) kringelte sich vor Lachen. Machte sich zwischendurch nur ein wenig Sorgen um das Spinnchen. Der Chef (8) wünscht sich sehnlichst, dass seiner Klasse auch mal so etwas geschieht. Immerhin, ein Schrank ist während des Schlagzeigunterrichts schon einmal umgefallen. Da ist eine verrückte Reise wie in diesem Buch doch der nächste logische Schritt. Oder?

Wir purzeln durch die Seiten

Wenige Sätze pro Seite, sich wiederholende Elemente und eine actiongeladene Stimmung sorgen dafür, dass wir durch die Seiten purzelten. Wie die Kinder der Klasse von Frau Koch. Welch Taumel!

Die Illustrationen stecken voller Witz. Sind überdreht und doch super sympathisch. Nicht drüber. Genau richtig.

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„Detektivbüro Grusel & Co. – Achtung! Weltraum-Glibber“ von Nicolas Gorny und David Füleki

Mein Blick fiel eben auf den Kalender und ich hab mich ganz schön erschreckt! Voll passend, denn: Am Sonntag ist schon Halloween. Höchste Zeit für „Grusel & Co“!
„Detektivbüro Grusel & Co. - Achtung! Weltraum-Glibber“ von Nicolas Gorny und David Füleki

Rocko Grusel knackt gerne Rätsel, mag Streiche, Comics und Pizza. Luis Zack beobachtet gerne Sterne, liest Bücher und mag Computerspiele. Der eine ist wagemutig, der andere handelt überlegt. Dennoch sind die beiden Neunjährigen beste Freunde. Zusammen mit Rockos englischer Bulldogge Schnüffler sind sie Experten für gruselige Angelegenheiten aller Art.

Als in der Nähe ein Meteor auf die Erde kracht, machen sie sich sofort auf den Weg zum Meteoriten. Der sich als Raumschiff entpuppt. Mit Forscherin Ulf an Bord. Die notlanden musste. Nachdem Ulf sich mit lebenserhaltender Schokolade gestärkt hat, fällt ihr ein: Sie hatte ja das gefährlichste Wesen des Universums an Bord! Sie dürfen keine Zeit verlieren!!!

Um die Erde vor dem allesverschlingenden Glibberglobb zu retten, müssen Rocko, Luis, Ulf und Schnüffler allerdings eine streng geheime Geheimorganisation austricksen. Aber das intergalaktische Team schafft das schon.

Temporeiche Geschichte mit Pepp

„Detektivbüro Grusel & Co. - Achtung! Weltraum-Glibber“ von Nicolas Gorny und David Füleki

„Detektivbüro Grusel & Co. – Achtung! Weltraum-Glibber“ ist der Auftakt einer quirligen Erstleserreihe für fortgeschrittene Lesestarter. Mit ganz vielen Bildern und übersichtlichem Text. Der Comic-Style macht auch Lesemuffeln Laune. Die temporeiche Geschichte hat Pepp. Starke Kinder besiegen dumme Erwachsene und retten die Menschheit. Welch Spaß!

Für Action-Kids

Dass die Geschichte so flott daherkommt, ist auf der einen Seite natürlich super. Auf der anderen Seite hatte uns das Ganze zu wenig Tiefe. So richtige Sympathie mit den Helden kam bei Chef (8) und Vizechef (4) auch nicht auf. Am coolsten fanden sie Außerirdische Ulf. Luis kam auch noch gut weg. Doch Rocko kam bei meinen Jungs so gar nicht gut an. Zu laut, zu forsch polterte er ihnen durchs Buch.

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