Am Rand des verwunschenen Dunkelwaldes liegt das kleine Örtchen Zauberhexhausen. Dort wohnen auch Hexe Trixi und Zauberer Max mit ihren Eltern und Gestaltwandelhaustier Edgar. Die Zwillinge teilen sich nicht nur ihr Hochbett, auch Mamas alten Zauberstab dürfen sie nur abwechselnd nutzen. Eigene Zauberstäbe gibt’s frühestens zu ihrem nächsten Geburtstag. Klar, da ist Streit vorprogrammiert ist. Dass Trixi viel besser zaubern kann als Max, macht das Ganze nicht besser.
Dann passiert es: Der Stab bricht. Als sich die beiden mal wieder nicht einigen können. Schlimmer noch – die Reparaturzauber gehen total nach hinten los. Machen die magische Quelle kaputt. Die Zauberkraft versiegt. Der Versuch den Schlamassel wieder in Ordnung zu bringen, führt die beiden in den unheimlichen Dunkelwald. Wo sie sich vielen Herausforderungen und ihren Ängsten stellen müssen.
Ganz viel Identifikationspotenzial
„Ein halber Zauber“ ist ein magisches Vorlesebuch für Kids ab vier, eher fünf Jahren. Besonders natürlich für Geschwister. Weil: Wer kennt sie nicht, diese Nerven raubenden Streitigkeiten. Da steckt ganz viel Identifikationspotenzial drin.
Auch das ein Geschwister etwas besser kann als der andere, kennen wir hier nur zu gut. Der Vize überflügelt in vielen Schul-Dingen seinen großen Bruder. Dafür hat der Chef andere Stärken. Genau wie bei den beiden Zauberhex-Zwillingen. Wie gut, dass jeder anders ist. So können wir uns wunderbar ergänzen. Und zusammen (fast) alles schaffen. Egal ob Mensch, Hexe oder Zauberer.
Voll kreativer Einfälle und drolliger Figuren
Heimlicher Protagonist ist Gestaltwandler Edgar, der mit seinen drolligen Tieradaptionen und als Leidtragender des halben Zaubers den Kindern die Show stielt. Aber auch die anderen Nebencharaktere überzeugen mit überraschender Tiefe und schrulligen Eigenschaften. Überhaupt verblüffte mich Miriam Manns Kinderbuch mit kreativen Einfällen und drolligen Figuren. Ich las das Buch so gerne vor.

Die putzigen Illustrationen von Lisa Forsch ergänzen das Geschehen zauberhaft atmosphärisch und kindgerecht. Für Vorschulkinder dürften es gerne noch mehr große Bilder geben, finde ich. Aber auf jeder Seite findet sich mindesten ein kleiner Hingucker. Das reicht oft schon, um dem Auge während des Lauschens etwas Halt zu geben.


Kinderbuch für eine große Alterspanne
Wir lasen das Buch hier übrigens zusammen während unseren heiligen Abendvorleseminuten. Wobei selbst der Chef (11) seinen Spaß hatte. Zwischendurch fast mehr mitfieberte als sein kleiner Bruder. Deswegen empfehle ich das Buch für eine große Alterspanne: Von Vorschüler*innen bis zu Fünftklässler*innen, die einer leichten Fantasy-Lektüre zum Selberschmökern nicht abgeneigt gegenüberstehen.
Ich danke dem Carlsen Verlag für unser kostenloses Rezensionsexemplar.
Titel: Ein halber Zauber
Geschrieben von: Miriam Mann
Illustriert von: Lisa Forsch
Lektoriert von: Sabine Hannich
Genre: Kinderbuch, Bilderbuch, Fantasy für Kinder
Themen: Fantasie, Geschwisterliebe
Format: Hardcover, 144 Seiten
Verlag: Carlsen
Erscheinungstermin: 26. September 2024
ISBN: 978-3-5515-2234-4
Preis: 16 €
Altersempfehlung des Verlags: ab 4 Jahren (Internetseite), ab 5 Jahren (Rückentext) 🤷♀️
„Ein halber Zauber“ beim Verlag: Zum Buch
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