„Der kleine Dunkelfresser“ – für alle, die das Licht im Dunklen mal nicht sehen

"Der kleine Dunkelfresser" von Ilka Volz mit Illustrationen von Julia Dürr
„Der kleine Dunkelfresser“ von Ilka Volz mit Illustrationen von Julia Dürr

„Böse starrt Leo die Flurtüre an, und die große Glasscheibe in der Tür starrt wie ein mürrisches finsteres Auge zurück. Leo kann sich einfach nicht überwinden, den dunklen Flur entlangzugehen…“ Dabei ist Leonie mit ihren sieben Jahren eigentlich wirklich schon zu alt, um Angst im Dunkeln zu haben. Doch der lange Weg durch den dunklen Flur ins neue Kinderzimmer, der ist einfach viel zu unheimlich.

Überhaupt ist neuerdings alles ziemlich blöd. Leonie ist mit ihrer Mama von Papa weggezogen. Ihr bester Freund Jakob wohnt nun nicht mehr im selben Haus. Sie geht auf eine andere Schule als er. Dafür gibt’s in ihrer Klasse eine gemeine Oberzicke, die sie dauernd piesackt. Ihre Mama arbeitet oft zu lang. Ihr Papa ist manchmal schwer zu erreichen. Und weil Ihre Mama keine Zeit hat und ihr Papa nicht ans Telefon geht und Jakob zu weit weg wohnt, wird sie wohl seine Geburtstagsfeier verpassen. Klar, dass bei so viel Chaos und Veränderung die Dunkelheit um Leo zunimmt und bedrohlich wirkt.

Köstliches Dunkel

Doch ganz unverhofft glimmt ein leuchtender Schimmer in Leonies Leben auf. Als sie auf der Suche nach Opa Kurts Buddelschiffen tapfer dessen düsteren Dachboden durchstöbert, entdeckt sie ein schimmerndes, summendes, säuselndes Wuschel. Und irgendwie landet das flauschige Wuselknäuel in Leos Rucksack. Was sie allerdings erst zu Hause bemerkt… Leos Dunkelheit schmeckt dem kleinen, knopfäugigen Wesen ganz wunderbar. Und je mehr Finsternis es frisst, desto heller strahlt es; desto mehr Licht durchflutet Leos Leben. Und desto besser sieht auch sie wieder das Licht im Dunklen.

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Alex Rühle: „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“

Alex Rühle: Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst
Alex Rühle: Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst

Sonntags auf der Frankfurter Buchmesse – Menschenmassen schieben sich durch die Gänge, es ist der fünfte Tag für mich, die Füße tun mir weh, ich bin übervoll mit wunderbaren Eindrücken, aber auch sehr erschöpft. Und ich will langsam nur noch nach Hause zu meinen Jungs. Meine Geheimwaffe gegen miese Laune und Messeendstress? Ich setze mich ins Lesezelt auf der Agora und höre Kinderbuchautoren zu. Das bereitet mir immer gute Laune. Egal wer liest. Beim letzten Mal hatte ich aber das Glück, Alex Rühle erleben zu dürfen, wie er aus seinem ersten Kinderbuch las: „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“. Alex, Zippel und Paul hatten mich sofort überzeugt!

Von wegen Schloss wie Burg

Als Paul nach seinem ersten Schultag nach den Sommerferien nach Hause kommt, entdeckt er etwas Erstaunliches. Im fast schon antiken Türschloss der Altbauwohnung, in der er mit seinen Eltern lebt, spukt doch tatsächlich – ja – ein SCHLOSSgespenst. Denn: Von wegen Schloss wie Burg! Richtige Gespenster wohnen in Türschlössern. Und das weiß Zippel ganz genau. Schließlich ist er ein wirklich wahres Schlossgespenst.

Ansonsten weiß Zippel nicht viel. Das kleine Gespenst reimt gerne Quatschgedichte, hat Angst vor Awachsanan, findet den menschlichen Verdauungsapparat ziemlich witzig und macht überhaupt gerne Unsinn. Schnell werden Paul und Zippel die besten Freunde und es beginnt eine wuselig-aufregende Zeit. Doch als die doofen Awachsanan das alte Türschloss austauschen wollen, müssen sich die beiden etwas einfallen lassen. Denn wo soll Zippel denn dann wohnen?

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Lisa Keil: „Bleib doch, wo ich bin“

Lisa Keil: "Bleib doch, wo ich bin"
Lisa Keils Liebesroman: „Bleib doch, wo ich bin“

„Aber Kaya, du bist meine letzte Rettung und außerdem meine Lieblingstante.“ Mit diesen Worten schubst Kayas Nichte Milli ihre Tante in einen verwirrend, gefühlschaotischen Frühling voller Herz und Schmerz und Durcheinander. Um Milli vor dem Zorn ihrer strengen Mutter zu schützen schlüpft die Mittzwanzigerin in die Haut ihrer älteren Schwester. Und damit startet ein heiter-tragisches Verwechslungswirrwarr.

Denn wegen einer Wette mit ihrer besten Freundin, flirtet Kaya auf einem Dorffest mit Lasse. Millis Lehrer! Sie erkennt ihn nicht. Und er fragt sich natürlich, was da um alles in der Welt in die Mutter seiner Schülerin gefahren ist. Nun ja, die Missverständnisse nehmen ihren Lauf. Und die Gefühle galoppieren hinterher.

Nachvollziehbar menschlich und chaotisch-bekloppt

Lisa Keil erzählt die Geschichte flott daher. Wunderbar fließend, natürlich. Lebendig, lustig, liebenswert – und hin und wieder auch angenehm-prickelnd erotisch. Die Verwirrungen und Irrungen sind nachvollziehbar menschlich und chaotisch-bekloppt.

Die quirlige, selbstbewusste Kaya muss man einfach mögen. Sie lebt ein Leben, dass ich selber gerne führen würde. Zumindest so ähnlich. Ohne Pferd… Rob und Lasse sind Kerle zum Dahinschmelzen. Gutaussehend, witzig, verständnisvoll. Vielleicht ein wenig zu glatt. Zu perfekt.

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Doktor Miez und das verschwundene Sumselschaf

"Doktor Miez - Das verschwundene Sumselschaf" von Walko
„Doktor Miez – Das verschwundene Sumselschaf“ von Walko

In wenigen Wochen wird der Chef eingeschult. Menschenskinder, ist das verrückt! Lief ich nicht gestern noch mit dickem Erstlingsmama-Babybauch durch die Gegend? Und jetzt lernt der Große bald schon lesen! Da dachte ich mir, es schadet nicht mal in Erstlesebücher reinzuschnuppern. „Doktor Miez – Das verschwundene Sumselschaf“ soll sich perfekt zum Lesenlernen ab der ersten Klasse eignen. So konnte ich dem neuen Buch des Kultautoren und Illustrators Walko („Hase und Holunderbär“) nicht widerstehen.

Doktor Miez und sein Assistent – Hund Joschi – leben am Rand des idyllischen Sumseldorf. Gerade als das Sauseschwein und Igsi, der Igel, beim Doktor in der Sprechstunde sind, taucht der Plappergei auf. Määh, das Sumselschaf ist verschwunden. Die Freunde machen sich prompt auf die Suche. Unterwegs sammeln sie Marsmännchen mit seiner neuesten Erfindung ein; Kroko, die sich mal wieder ärgert, dass sich niemand vor ihr erschreckt, kommt auch mit und Löwe Löbe schließt sich dem Trupp natürlich ebenfalls an. Zusammen erklimmen sie den grünen Hügel, um ihre Freundin Määh zu retten.

Wuselschön

Alle Charaktere bezaubern durch extreme Putzigkeit, ulkig-einfachen Namen und herrlich normale Durchgeknalltheit. Die zahlreichen Bilder sind so wuselschön, dass wir das Buch gerne einfach aufklappen, um uns in den sanften Illustrationen zu verlieren.

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Kuschelflosse – Der knusperleckere Buchstaben-Klau

Nina Müller: Kuschelflosse - Der knusperleckere Buchstaben-Klau
Nina Müller: Kuschelflosse – Der knusperleckere Buchstaben-Klau

„Mein Radio ist krank. Es hat einen unheimlich merkwürdigen Schluckauf.“ So begrüßt Fellfisch Kuschelflosse seinen Freund Sebi durch das Aquafon. Doch das belesene Seebrillchen weiß auch keinen Rat. Es stellt sogar fest, dass auch auf seiner Zeitung und in seinen Büchern Buchstaben fehlen. Zusammen mit ihren Freunden Schwimmerdbeere Emmi und Herrn Kofferfisch machen sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis der verschwundenen Buchstaben.

Findefisch Krawallo weist ihnen den Weg durch die Bäckerei Huberhörnchen und deren Zauber-Kaminkehrer-Türchen, in die U-Blubberbahn bis zur geheimnisvollen Mjammjam-Fabrik und deren gewieften Boss – dem Mjammjam-Hai. Und dann geht das Abenteuer erst richtig los.

Der knusperleckere Buchstabenklau ist so quirlig-wild wie seine Vorgänger. Die Unterwasserwelt von Fischhausen genauso kunterbunt wie in den vier bisherigen Geschichten. Wir treffen alte Bekannte, die vier Freunde sind unzertrennlich, abenteuerlustig, neugierig und frech. Der Chef kicherte sich bei Herrn Kofferfischs Pups-Anekdoten scheckig und grinste über jeden Krawallo-Krach. Doch diesmal saß er auch schockiert neben mir, während in Fischhausen immer mehr Buchstaben verschwanden. Was war da los? Das darf doch nicht sein! Bücher dürfen doch nicht kaputt gemacht werden!!!

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Wo die Freiheit wächst – Briefroman zum Widerstand der Edelweißpiraten

Frank Maria Reifenberg: Wo die Freiheit wächst - Briefroman zum Widerstand der Edelweißpiraten
Frank Maria Reifenberg: Wo die Freiheit wächst – Ein Briefroman zum Widerstand der Edelweißpiraten

Lene macht eine Ausbildung im Friseursalon von Madame Céline in Köln Nippes. Sie ist 16 Jahre alt. Sie mag Bücher, lässt sich von Jungs den Kopf verdrehen und hegt eine unverwüstliche, beste Freundschaft zu Rosi. Lene ist ein ganz normales Mädchen. Doch die Zeiten sind nicht normal.

Wir befinden uns im Jahr 1942. Bombenangriffe der Alliierten gehören zu Lenes Leben. Rosi flüchtete schon aufs Land. Die Freundschaft wurde zur Brieffreundschaft. Lenes großer Bruder Franz kämpft an der Ostfront. Ihr kleiner Bruder entwickelt sich zum glühenden Nazi. Ihre kleinen Schwestern kennen keinen Frieden. Ihre Mutter ist nur noch ein Schatten. Ihr Vater? Vermisst. Lene versucht ihren Weg durch die Trümmer zu finden, ohne sich selbst und die Menschlichkeit zu verlieren.

Es fühlt sich so echt an, weil es so echt ist

Knapp ein Jahr begleiten wir Lene. Schauen Ihr beim Briefeschreiben über die Schulter. Und dürfen Nachrichten ihrer Lieben an sie lesen. Denn Wo die Freiheit wächst ist ein Briefroman. Ungewöhnlich und gewöhnungsbedüftig. Schwierig. Doch lohnend. Ich brauchte lange, um in die Geschichte rein zu finden. Aber dann fühlte sich das Geschehen so nah an, so intensiv, so persönlich, dass ich mit Lene auf jeden neuen Brief fieberte. Ich lauschte ihren Gesprächen. War heimlich Zeuge von Dingen, die doch keiner wissen sollte. Keiner wissen durfte.

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Günther Jakobs‘ anarchischer Cartoon-Spaß: „Katz und Maus wollen hier raus“

Günther Jakobs: "Katz und Maus wollen hier raus - Nun mach das Buch schon auf!"
Günther Jakobs: „Katz und Maus wollen hier raus – Nun mach das Buch schon auf!“

„Huch, wo bin ich hier?“ fragt die kleine Katze und fordert uns auf: „Fühl mal!“. Also fühlen wir. Ja, das fühlt sich glatt an! Dann schnuppern wir. Es riecht nach Papier. Oh ja! Die Katze findet mit uns heraus, dass sie in einem Buch steckt.

Schön und gut, aber auf Dauer doch nicht so ganz das, was sie will. Sie will da raus! Darum geht sie mit uns auf die Suche nach einem Ausweg. Wir drehen das Buch für sie und schütteln es; verfolgen das Kätzchen dabei, wie es versucht hinauszulaufen – alles ohne Erfolg. Deshalb streicheln wir die Katze, während sie sich ausruht und zwicken sie, damit sie aufwacht. Nichts hilft. Wir greifen zu drastischeren Maßnahmen. Doch erst als die Katze sich einen Freund malt, gelingt den beiden zusammen, was uns vorher nicht gelang.

Aufforderung zum Tabubruch

Uiuiui, was ein anarchisch-witziger Spaß. Mit dem Cartoon „Katz und Maus wollen hier raus“ sprengt Illustrator Günther Jakobs den Rahmen üblicher Bücher und verhilft damit nicht nur seinen tierischen Buchbewohnern zum Ausbruch. Das kleine Büchlein rüttelt an festgefahrenen Regeln und lehrt, wie schön es ist auch mal die Regeln zu brechen.

Nicht nur, dass uns der Protagonist persönlich anspricht und uns zum Mitmachen animiert, er fordert uns auch zum absoluten Tabu auf. Zum größten Verbrechen eines Buchliebhabers: Wir sollen eine Seite zerreißen. In echt! Boah, was hat mein Fünfjähriger schockiert geschaut als ihn die Katze dazu aufforderte ausnahmsweise eine Seite durchzureißen. Auch Ermutigungen meinerseits führten nur zu entsetztem Kopfschütteln. Den zweijährigen Revoluzzer musste ich dagegen nicht zweimal bitten. Mit großer Freude riss er mit mir zusammen ein ordentliches Stück Papier aus dem Buch. Yeah! Jetzt haben wir ein Unikat! :-D

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„Taumspringer“ von Alex Rühle: Gebt den Träumern das Kommando!

Alex Rühle: "Traumspringer"
Alex Rühle: „Traumspringer“

Leon ist ein Träumer. Zumindest nennen ihn seine Lehrer und seine Eltern so. Dabei guckt er nur gerne, was draußen passiert und denkt so gern an andere Sachen. Doch seine Lehrer und seine Eltern haben recht. Mehr als sie ahnen.

Denn Leon ist nicht nur ein Träumer – er ist ein Traumspinger! Er kann seine Träume steuern und die Träume von anderen Schlafenden betreten. Und genau wegen dieser Fähigkeit benötigt Morpheus dringend Leons Hilfe. Der Hüter der Nacht und Archivar all unserer Träume befürchtet, dass sein Bruder Krato Unheilvolles im Schilde führt. Krato verschwand aus der Unterwelt, ging zu den Menschen. Und als Krato das letzte Mal zu den Menschen ging, löste das die Pest aus… Nur Leon kann helfen.

Fiktionale Gefahren treffen Alltagstücken

Traumspringer von Alex Rühle ist ein fantastischer Abenteuerroman für Kids ab zehn Jahren. Rühle verwebt die fiktionale Gefahr durch Krato geschickt mit den ganz realen Tücken der Gegenwart und des Erwachsenwerdens. Die erste Schwärmerei gehört genauso dazu, wie das Unverstandenfühlen durch Erwachsene und der Mobbing-Alltag in der Schule.

Nebenbei wird unser Umgang mit Medien hinterfragt. Denn ein außergewöhnliches Browser-Game fesselt die Aufmerksamkeit von immer mehr Menschen aus Leons Umfeld. Nach und nach verfallen die meisten seiner Freunde dem Spiel. Und sogar sein Vater.
Was hier überzeichnet ein wichtiger Teil der Geschichte ist, hält dem ein oder anderen Jugendlichen (und Elternteil) bestimmt den Spiegel vor. Zumindest ich fühlte mich durchaus erwischt.

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Klassischer Krimi an meinem Sehnsuchtsort

Jean-Luc Bannalec: "Bretonische Verhältnisse"
Jean-Luc Bannalec: „Bretonische Verhältnisse“

Wenn ich vom perfekten Leben träume, dann träume ich von einem alten, restaurierten Hof mit ein, zwei kleinen Nebengebäuden am Atlantik. Im Westen Frankreichs. In der Bretagne. Steile Klippen, traumhafte Sand-, Stein- und Kieselstrände, duftende Kiefern und Pinien. Der würzige Seegeruch, dessen Algen- und Salzaromen auf die schweren, feuchten Auendüfte des Hinterlandes prallen, seltsam wild und harmonisch. Pickelnder Cidre und nach Meer schmeckender Muscadet. Salzige Butter, reichhaltiges Gebäck, Crêpes und Galettes. Die Bretagne ist mein absolutes Sehnsuchtsland. So viele verwunschene Stunden voll des atemberaubenden bretonischen Lichts verbrachte ich die letzten Jahre mit meinem Mann an der Westküste der großen Halbinsel.

Urlaub in der Nähe des Tatorts

So stand denn auch der Krimi Bretonische Verhältnisse sofort auf meiner Lesewunschliste als es erschien. Doch wie es manchmal so ist… Die Jahre – ja, Jahre! – vergingen. Das Buch wartete geduldig. Bis jetzt. Bretonische Verhältnisse begleitete mich in unseren letzten langen, außersaisonalen Familienurlaub bevor die Schulpflicht des Chefs uns an die Hauptsaison bindet. In die Bretagne. Wo ich das Buch endlich verschlang. Und als Bonus die Orte des Geschehens direkt begutachten konnte. Denn der Tatort lag nicht weit von unserem Feriendomizil.

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Kristina Günak: „Glück ist meine Lieblingsfarbe“

Kristina Günak: „Glück ist meine Lieblingsfarbe“
Kristina Günak: „Glück ist meine Lieblingsfarbe“ (Bildquelle: Bastei Lübbe)

„Alles wird gut!“ Das ist Julis Lieblingsspruch. Doch irgendwie ist ihr beim Gutwerden etwas dazwischengekommen. Sie ist nicht glücklich im verregneten Hamburg; im gutbezahlten, aber verhassten Job; bei ihrer zielorientierten Familie. Was will sie wirklich? Warum scheinen alle anderen ihren Platz im Leben gefunden zu haben? Was macht ein zufriedenes Leben aus? Mit ihren 30 Jahren sollte sie doch wissen, wohin die Reise geht. Um Antworten zu finden nimmt sich Juli kurzer Hand eine Auszeit.

Mit leichtem Koffer und schwerem Seelengepäck reist sie nach La Palma. Arbeitet als Sandwich-Verkäuferin und Hundesitterin und grübelt. Und lernt den ernsten, zuverlässigen Quinn kennen. Der sich mit dem Glück auch ziemlich schwer tut. Als Juli plötzlich die Verantwortung für einen kleinen Hund übernehmen muss und Quinn sie selbstlos unterstützt, beginnt das Ziel der Reise Formen anzunehmen. Oder ist der Weg dann doch das Ziel?

Warm wie eine kanarische Sommerbrise

Glück ist meine Lieblingsfarbe ist eine herzerwärmende Romanze, die Mut macht auf’s Herz zu hören. Juli ist eine unglaublich sympathische Protagonistin. Und das meine ich wortwörtlich. Es ist unglaublich, wie liebenswert sie ist. Sie ist zu gut für diese Welt. Ich kleine Teilzeit-Misanthropin möchte mir dringend eine Scheibe von der menschenliebenden Juli abschneiden. Das Gute im Menschen sehen. Auf die Bedürfnisse anderer so eingehen, wie sie es tut und die Welt dadurch einen Tick besser machen. Denn es ist doch eigentlich so einfach, wenn man ein wenig hinter die Mauern schaut.

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