Doktor Miez und das verschwundene Sumselschaf

"Doktor Miez - Das verschwundene Sumselschaf" von Walko
„Doktor Miez – Das verschwundene Sumselschaf“ von Walko

In wenigen Wochen wird der Chef eingeschult. Menschenskinder, ist das verrückt! Lief ich nicht gestern noch mit dickem Erstlingsmama-Babybauch durch die Gegend? Und jetzt lernt der Große bald schon lesen! Da dachte ich mir, es schadet nicht mal in Erstlesebücher reinzuschnuppern. „Doktor Miez – Das verschwundene Sumselschaf“ soll sich perfekt zum Lesenlernen ab der ersten Klasse eignen. So konnte ich dem neuen Buch des Kultautoren und Illustrators Walko („Hase und Holunderbär“) nicht widerstehen.

Doktor Miez und sein Assistent – Hund Joschi – leben am Rand des idyllischen Sumseldorf. Gerade als das Sauseschwein und Igsi, der Igel, beim Doktor in der Sprechstunde sind, taucht der Plappergei auf. Määh, das Sumselschaf ist verschwunden. Die Freunde machen sich prompt auf die Suche. Unterwegs sammeln sie Marsmännchen mit seiner neuesten Erfindung ein; Kroko, die sich mal wieder ärgert, dass sich niemand vor ihr erschreckt, kommt auch mit und Löwe Löbe schließt sich dem Trupp natürlich ebenfalls an. Zusammen erklimmen sie den grünen Hügel, um ihre Freundin Määh zu retten.

Wuselschön

Alle Charaktere bezaubern durch extreme Putzigkeit, ulkig-einfachen Namen und herrlich normale Durchgeknalltheit. Die zahlreichen Bilder sind so wuselschön, dass wir das Buch gerne einfach aufklappen, um uns in den sanften Illustrationen zu verlieren.

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Hopp! Hopp! Aufgewacht, die Sonne lacht!

Das Buch "Hopp! Hopp! Aufgewacht, die Sonne lacht!"
Hopp! Hopp! Aufgewacht, die Sonne lacht!

Als ich Hopp! Hopp! Aufgewacht, die Sonne lacht! sah, dachte ich, es wäre die Neuauflage eines Bilderbuches aus den 1950ern – so nostalgisch schön und zeitlos wirkten die warmen Farben, der kleine Junge in seiner einteiligen, langen Unterwäsche und das Holzbett mit seinen verschlafenen Bewohnern. Die Bilder der rustikalen Hüte im Wald, die einfache Einrichtung, die Tierbande…die Geschichte scheint aus der Zeit gefallen. Doch das Bilderbuch ist ganz neu. Selbst das amerikanische Original erschien erst dieses Jahr.

Der Retro-Eindruck zieht sich durch das ganze Buch. Reime und Stimmung könnten Dekaden auf dem Buckel haben. Ich schlug es auf und erinnerte mich an Urlaube im Allgäu und den Duft der Pfannkuchen meiner Oma. Ich fühlte mich heimelig wohl. Dabei wirkt das Pappbilderbuch kein bisschen verstaubt.

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