„Herbsthundewetter“ von Andreas und Dirk Steinhöfel

Das Bilderbuch „Herbsthundewetter“ von Andreas und Dirk Steinhöfel vor rotbraunem Herbstlaub

Ein Junge und ein Welpe schauen aus dem Fenster in den Nebel. Gerne würde der kleine Hund nach draußen. Doch bei diesem Herbsthundewetter geht das nicht.

Also erzählt ihm der Junge, was ihn erwartet. Von den Jahreszeiten und davon, wie sich das Wetter verändert. Von allem, was der kleine Hund erleben wird, wenn er größer ist.

Mit Hund und Kind durch die Jahreszeiten

Und wir träumen uns mit Hund und Kind in klirrend kalte Wintertage. Rutschen über Eis. Erahnen die Frühlingsblumen unter dem Schnee. Bewundern glitzernden Morgentau. Jagen Schmetterlingen hinterher. Genießen Gute-Laune-Wetter und träge Sommertage. Grollende Gewitter und verhagelte Wiesen. Blitz und Donner. Bunte Herbstblätter und flammendes Abendrot. Bis der Nebel uns wieder nach Hause führt.

Weckt Erinnerungen und Vorfreude

Rückseite des Bilderbuches „Herbsthundewetter“ von Andreas und Dirk Steinhöfel mit Rückentext

Dirk Steinhöfels weiche Aquarelle fangen die wechselnden Jahreszeiten und ihre Stimmung traumschön ein. Erinnerungsschwer wirken diese Bilder. Dabei wecken sie Vorfreude auf das, was kommt.

Andreas Steinhöfel formuliert zu den Illustrationen seines Bruders offene, kurze Sätze. Sätze, die auffordern sich hineinzuversetzen. Erlebte Tage wachzurufen. Sich auf Wintertage und Sommergewitter zu freuen. Mit dem Jungen und seinem kleinen Hund auf Erinnerungsreise zu gehen. Was natürlich gerade jetzt, an trüben Herbsttagen und üsseligen Winterabenden, besonders schön ist.

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„Bär und das Murmeln im Wind“ von Marianne Dubuc

Das Bilderbuch „Bär und das Murmeln im Wind“ von Marianne Dubuc vor einer Roten Backsteinmauer

Eigentlich hatte Bär alles, was er braucht: Ein schönes Haus, Freunde, einen Lieblingssessel, hin und wieder frisch gebackenen Erdbeerkuchen.

„Bär hatte ein schönes Leben.“

Doch dann veränderte das Murmeln im Wind alles. Plötzlich ist sein Sessel nicht mehr so gemütlich. Der Erdbeerkuchen nicht mehr so lecker. Auf einmal sagt ihm etwas, dass er fort muss. Es Zeit für Neues ist.

Also packt er seine liebsten Sachen in einen Beutel und bricht auf. Verlässt sein Zuhause. Lässt es für andere zurück. Läuft seiner Nase nach. Fühlt sich manchmal allein. Und manchmal frei wie der Wind. Macht mal eine Pause. Bleibt eine Weile irgendwo. Bei irgendwem. Um dann wieder das Murmeln im Wind zu hören. Ihm wieder zu folgen. Auch mal zu zweifeln. Um endlich anzukommen. Bei einem neuen Haus. Neuem Freund. Neuer Heimat. Ohne das Murmeln im Ohr.

Altes hinter sich lassen, Neues ausprobieren

„Bär und das Murmeln im Wind“ verdeutlicht dieses schwer zu fassenden Gefühl, gerufen zu werden. Fort zu müssen. Das Alte hinter sich zu lassen und Neues auszuprobieren. In ästhetischen, weichen Bildern reisen wir in dieser Fabel der Sehnsucht hinterher. Auf zu neuen Ufern. An denen das Fernweh hoffentlich heilt.

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