„Das Meer“ von Piret Raud

Das Bilderbuch „Das Meer“ von Piret Raud von einer Hand vor Strand und Meer gehalten

„Das Meer liebte seine Fische sehr…
Es las ihnen auch jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte vor.“

Doch wie es eben so ist: Die Fische tobten wild und benahmen sich manches Mal daneben. Das Meer war müde. Wünschte sich Ruhe. Wollte ungestört seinen Gedanken nachhängen. Als die Fische dann mal wieder besonders laut waren, hatte das Meer die Nase voll. Und ging weg.

Erst fanden die Fische das toll. Endlich konnten sie so laut sein, wie sie wollten. Aber am Abend fehlte das Meer, um den Fischen ihre Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Eine Katze bemerkte ihre Not. Sie bot an vorzulesen. Wenn sie die Fische danach fressen dürfe. Die Fische nahmen gerne an.

Ausschnitt einer Innenseite des Bilderbuches „Das Meer“ von Piret Raud

„Dumme Fische“

Nun, die Katze las eine wirklich schöne Geschichte vor. Welche die Fische zu Tränen rührte. Ach, was vermissten sie plötzlich ihr Meer. Oh, was weinten sie. Sie weinten und weinten und weinten. Bis die Tränenflut die wasserscheue Katze vertrieb. Bis das Meer zurückgeweint war.

Ich fühlte mich ertappt und verstanden

Rückseite des Bilderbuches „Das Meer“ von Piret Raud

„Das Meer“ der estländischen Kinderbuch-Autorin Piret Raud gehört zu den Bilderbüchern, die mein Vizechef (6) dieses Jahr bisher am häufigsten zur Hand nahm. Tat ich mich mit den archaisch anmutenden Illustrationen schwer, haben sie es ihm angetan. Lange betrachtet er die schematischen Formen und surrealen Zusammenstellungen. Sieht Welten in ihnen, die mir verschlossen sind.

Bei der Geschichte ist es umgekehrt. Mein Vorschüler mag sie auch, doch sehe ich in ihr wahrscheinlich sehr viel mehr als er. Fühle mich ertappt und verstanden. Genieße Ton und Humor. Und lese sie gerne auch zum 13. Male vor. Um ein wenig Ruhe zu haben.

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„Willi Wölfchen: Wir bauen ein Boot!“ von Julia Klee und Nikolai Renger

Das Pappbilderbuch „Willi Wölfchen: Wir bauen ein Boot!“ von Julia Klee und Nikolai Renger mit einem selbstgebauten Modelschiff im Hintergrund

Willi Wölfchen ist gewachsen. Nun ist ihm sein Boot viel zu klein. Er braucht dringend ein Größeres. Am besten selbstgebaut. Bieber Karlotta, Eichhörnchen Flitz und Blitz, Fuchs Ferdi und Igel Ida helfen mit. Du auch?

Na klar! Der Vize (6) schnappte sich Säge, Nägel, Hammer und Pinsel. Sägte, schlug und malte. Und hatte einen Heidenspaß.

Denn das Pappbilderbuch „Willi Wölfchen: Wir bauen ein Boot!“ bringt seine eigenen Werkzeuge mit. Sicher verstaut zwischen den stabilen Seiten. In Vertiefungen ruhend. Am Buch befestigt mit edlen Bändern. Das ist cool und neu und besonders.

Ausschnitt einer Innenseite des Pappbuches „Willi Wölfchen: Wir bauen ein Boot!“ von Julia Klee und Nikolai Renger

Genau das Richtige für kleine Werkzeugfans

Rückseite des Pappbilderbuches „Willi Wölfchen: Wir bauen ein Boot!“ von Julia Klee und Nikolai Renger

Um an die Werkzeuge zu kommen, ist kein Knibbeln und Piddeln nötig. Die Kids ziehen einfach am Bändel. Und schwups – sind Hammer, Nägel und Co. einsatzbereit. Die putzigen Illustration sowie die kleine Alltagsgeschichte sind genau das Richtige für kleine Werkzeugfans ab 3 Jahren.

Ich danke dem Esslinger Verlag für unser kostenloses Rezensionsexemplar.

Titel: Wir bauen ein Boot!
Reihe: Willi Wölfchen
Illustriert von: Nikolai Renger
Text von: Julia Klee
Genre: Kinderbuch, Bücher für KiTa-Kinder, Pappbilderbuch, Mitmachbuch
Themen: Tiere, Handwerk, Heimwerken
Format: Pappbilderbuch mit Spiel-Elementen, 12 Seiten
Verlag: Esslinger (Thienemann-Esslinger)
Erscheinungstermin: 24. Februar 2023
ISBN: 978-3-4802-3790-6
Preis: 12 €
Altersempfehlung des Verlags: ab 3 Jahren
„Wir bauen ein Boot!?“ beim Verlag: Zum Buch

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„Überall erklingt Musik“ von Gema Sirvent und Lucía Cobo

Das Bilderbuch „Überall erklingt Musik“ von Gema Sirvent und Lucía Cobo an einen Stein gelehnt auf einem Sandstrand mit Meer und Vögeln im Hintergrund

„In ihren Träumen klingen die Wellen und der Sand flüstert, während er durch ihre Finger gleitet: Rusch schiiih, rusch schiiih … während ihr Herz im Takt schlägt: dadam, dadanm dadan …“

Sofia trägt die Geräusche ihres Zuhauses am Meer in sich. Auch in den Ferien nimmt sie sie mit. Zu ihren Großeltern. Deren Haus mitten im Wald steht. Wo Sofia in der Nacht den Taktstock schwingt und ein nächtliches Konzert dirigiert. Mit rauschendem Nebel und fiependen Mäuschen. Mit knackenden Eichhörnchen und tappendem Fuchs. Dazu röhrende Hirsche und zirpenden Grillen.

„Jeder spielt im eigenen Takt, jeder Ton kommt zu seiner Zeit.“

Ausschnitt einer Innenseite aus dem Bilderbuch „Überall erklingt Musik“ von Gema Sirvent und Lucía Cobo

Sicher und geborgen im Klang der Welt

Rückseite des Bilderbuches „Überall erklingt Musik“ von Gema Sirvent und Lucía Cobo

„Überall erklingt Musik“ ist eine traumhafte, fantastische, musische Reise. Alles tönt. In der Natur. In Sofia. Und in uns. Phantasie und Wirklichkeit vermischen sich. Wir wandeln barfuß durch die Wildnis. Umgeben von Sternenlicht und Tierlauten. Sicher und geborgen im Klang der Welt.

Es ist ein magischer Spaziergang. Den ich sehr genoss. Der den Vizechef (6) allerdings zunächst verwirrte. Ein Mädchen nachts allein im Wald? Das ist doch viel zu gefährlich. Träumt sie? Was passiert da?

Doch mein Vorschüler ließ sich drauf ein. Selbst noch voller Magie versteht er Sofias Ausflug. Betracht versonnen die traumhaften Illustrationen. Lautmalt die Geräuschkulisse und formuliert eigene Klänge. Denn in unserer Stadt hört sich die Welt wieder ganz anders an. Obwohl auch in uns Meer und Wald wild klingen.

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„WiBuKi“- die neue Sachbuchreihe für Kindergartenkinder

„WiBuKi“- die neue Sachbuchreihe für Kindergartenkinder: "Die Unterwasserwelt", "Die Katzenfamilie" und "Die Bauernhoftiere"

Im Sommer kommt der Vize (6) in die Schule. Schon seit Wochen zelebriert er mit den anderen Vorschulkindern seiner KiTa-Gruppe diese aufregende Zeit. Malt in der Schulecke des Kindergartens Buchstaben und Zahlen. Erforscht mit Waldameise Fred Naturwissenschaften. Und fragt uns zu Hause Löcher in den Bauch. Lange Rede kurzer Sinn: Unser Bedarf an Sachbüchern für Kinder steigt gerade enorm.

Dementsprechend neugierig war ich, als ich WiBuKi entdeckte. Die Sachbuchreihe für Kinder von drei bis sechs Jahren stellt Tiere verschiedener Lebensräume bzw. unterschiedlicher Arten vor. Im Interview beantworten die Tiere etwa folgende Fragen:

  • Wer bist Du?
  • Was frisst Du gern?
  • Wie jagst Du?
  • Lebst Du gern alleine?
  • Wie nennt man Dein Baby
  • Was kannst Du besonders gut?
  • Wie groß bist Du?
  • Wie sprichst Du?
  • Wie und wo lebst Du?

Zusätzlich gibt es zu jedem Tier noch einen übersichtlichen Block mit „Faszinierenden Fakten“.

Drei der Hefte haben wir uns ganz genau angeschaut:

  • Die Unterwasserwelt
    Mit Delfin, Hai, Krabbe, Meeresschildkröte, Narwal, Qualle, Riesenmanta, Seepferdchen, Tintenfisch und Blauwal.
  • Die Bauernhoftiere
    Mit den Tieren: Kuh, Schaf, Huhn, Schwein, Ziege, Gans, Hund, Biene, Pferd und Esel.
  • Die Katzenfamilie
    Mit Tiger, Löwe, Jaguar, Puma, Leopard, Gepard, Luchs, Ozelot, Manul und Hauskatze.

Spannendes Sachwissen im Interview-Stil

In kurzen Häppchen vermitteln die Hefte KiTa-Kindern spannendes Sachwissen. Dabei steht jeder Text zusammen mit einer passenden Illustration. Durch den Interview-Stil präsentieren sich die Fakten besonders kindgerecht und lebendig. Im Gespräch mit Meeresbewohnern, Samtpfoten und Nutztieren merken sich kleine Schlauberger Informationen und Anekdoten direkt noch mal besser.

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„Die Katzenbande“ von Catherine Metzmeyer und Grégoire Mabire

Das Bilderbuch „Die Katzenbande“ von Catherine Metzmeyer und Grégoire Mabire vor einer Backsteinmauer

Mitten in der lauten Stadt steht eine Mauer. Beschmiert mit bunten Graffiti. Neben der großen Straße über die der Verkehr rauscht. Dahinter leben sechs wilde Katzen: die Katzenbande.

Als die Bande zusammen zur Futtersuche losziehen, will sich ihnen ein kleines Kätzchen anschließen. Doch die Großen wollen es nicht dabei haben. Es sei noch zu klein. Störe nur. Sei im Weg.

Obwohl der Winzling sehr enttäuscht ist, reist es sich zusammen. Geht hinterher. Macht sich auf Abenteuerreise. Auch wenn es sich etwas fürchtet. Auf der Jagd durch die Stadt, wächst die kleine Katze über sich hinaus. Am Ende rettet sie die großen Katzen gar aus einer ziemlich misslichen Lage. Und ist der Held der Katzenbande

Klein, aber oho!

Das Bilderbuch „Die Katzenbande“ von Catherine Metzmeyer und Grégoire Mabire

„Die Katzenbande“ nimmt Kinder ab etwa drei Jahren mit auf eine aufregende Städtetour. Aus Katzenaugen. Durch Hinterhöfe. Über Dächer und Boote und gefährliche Straßen. Das kleine Kätzchen wuselt sich durch die wimmeligen Seiten des Bilderbuches. Immer hinter den Großen her. Mutig und ausdauernd und verspielt.

Der Vize (6) jagte mit dem Kätzchen durch die Stadt. Warnte es vor Autos und Hunden. Feuerte es an. Und grinste breit als es zum Held der Geschichte wurde. Denn für meinen Vorschüler war eh klar, dass es doof ist, den Kleineren nicht mitmachen zu lassen. Jemanden auszuschließen ist immer blöd!

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„So schlafen die Tiere“ von Maike Harel sowie Laura und Florian Fuchs

Das Bilderbuch „So schlafen die Tiere“ von Maike Harel sowie Laura und Florian Fuchs auf einer hellen Kuscheldecke liegend.

„Komm, wir gehen schlafen, komm, es wird Zeit.“
„Och nö, echt nicht, Mama, ich bin nicht so weit.
Erzähl mir von Tieren, das wäre nett!“
„Erzählen? Von Tieren? Die gehen jetzt ins Bett!“

In Wiesen und Wäldern, im Fluss und im Meer. In Savanne, Dschungel und am Nordpol. Genauso wie auf dem Bauernhof und der ein oder anderen Stadtwohnung. Überall machen die Tiere ihre Augen zu.

„Hier schnarcht der Hund im Stall schläft die Kuh,
und jetzt, kleines Traumkind, jetzt schläfst auch du!“

Ausschnitt einer Innenseite des Bilderbuches „So schlafen die Tiere“ von Maike Harel sowie Laura und Florian Fuchs

„So schlafen die Tiere“ – und auch wir kommen zur Ruhe

Rückseite des Gute-Nacht-Buchs „So schlafen die Tiere“ von Maike Harel sowie Laura und Florian Fuchs

Sanft vorgelesenen begleitet dieses atmosphärische Bilderbuch still und sacht in den Schlaf. Die Verse verleihen den Worten einen behutsamen Rhythmus. Genau richtig ist es lang, um zur Ruhe zu kommen.

Die großformatigen Illustrationen füllen müde Kinderaugen mit friedlichen Bildern. Bieten viele Details, überfordern jedoch nicht. So dass die Kleinen zusammen mit Eisbär, Löwe, Wal und Otter ins Land der Träume reisen.

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„Das schönste Geschenk der Welt“ von Jonathan Emmett und Vanessa Cabban

Das Pappbilderbuch „Das schönste Geschenk der Welt“ von Jonathan Emmett und Vanessa Cabban in einem Haufen Laub liegend

Seit einer Woche regnet es. Bei diesem Wetter bleibt Maulwurf lieber unter der Erde. Aber er vermisst seinen Freund Hase so sehr! Also beschließt Maulwurf einen Tunnel zu bauen.

Auf seinem Weg zu Hase stößt er erst auf das Nüsse-vergrabende Eichhörnchen. Dann auf den faulenzenden Igel. Beide schließen sich dem kleinen Buddler an. Gemeinsam graben sie sich bis zu Hases Höhle.

Welch Glück! Denn Hase ist krank. Sie schenken ihm Nüsse und warmes Laub. Doch dass nun alle zusammen sind, das ist das schönste Geschenk.

Herziges Pappbilderbuch mit schöner Botschaft

Rückseite des Pappbilderbuches „Das schönste Geschenk der Welt“ von Jonathan Emmett und Vanessa Cabban

„Das schönste Geschenk der Welt“ ist ein herziges Pappbilderbuch für Kinder ab drei Jahren. Die knuffigen Figuren muss man einfach mögen. Auch wenn die Nüsse eher Eicheln sind und der Hase eher ein Kaninchen. Was solls. Die Botschaft ist einfach schön und gut und richtig.

Wenn wir jemanden vermissen, dann sollten wir ihm das auch zeigen. Uns nicht in unserer Höhle vergraben. Uns nicht vom Wetter aufhalten lassen. Auch wenn es mal unbequem ist: Wir brauchen einander.

Ausschnitt einer Innenseite des Bilderbuches „Das schönste Geschenk der Welt“ von Jonathan Emmett und Vanessa Cabban
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„Mein Spielspaß-Buch: Die Tiere feiern Geburtstag im Wald“ von Elena Bruns und Angela Keoghan

Das Pappbilderbuch „Mein Spielspaß-Buch: Die Tiere feiern Geburtstag im Wald“ von Elena Bruns und Angela Keoghan mit seinen Papp-Puzzle-Figuren

„Im Wald ist die kleine Eule erwacht,
sie hat Geburtstag in dieser Nacht!“

Deshalb schmeißt sie für alle Tiere im Wald ein Fest. Für Eichhörnchen, Füchse, Bär und Hirsche

„Die Tiere feiern die ganze Nacht,
sieh nur wie fröhlich die Eule lacht!“

Waldparty für Kids ab drei Jahren

Allein schon wegen der knuffigen Tierillustrationen und der griffigen Reime, wäre „Die Tiere feiern Geburtstag im Wald“ ein echter Bücherschatz. Doch dieses Pappbilderbuch ist noch so viel mehr. Denn all die feiernden Tieren schlüpfen aus den Seiten. Laden zum Spielen und Mitfeiern ein.

Denn im Buch verstecken sich 14 Puzzle-Teile. Welche Kinder ab drei Jahren recht leicht herauslösen können. Schneller als erwachsene Vorleser denken, haben die Kids den Bogen raus. Stecken Eule, Eichhörnchen, Fuchs, Hirsch und Bär zusammen. Und feiern ihre eigene Waldparty.

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„Alles ist außergewöhnlich“ von Penny Harrison und Katie Wilson

Das Bilderbuch „Alles ist außergewöhnlich“ von Penny Harrison und Katie Wilson

„Hattest du schon mal einen außergewöhnlichen Wunsch?…Vielleicht träumst du davon, durch die Sterne zu hüpfen? Oder davon, auf einem Einhorn zu fliegen?“

Doch muss es immer Ungewöhnlich sein? Laut und strahlend? Sind es nicht eher die kleinen, leisen Momente in denen der Zauber lebt? Liegt nicht gerade im Einfachen das Besondere?

Eine Nacht im Zelt. Ein Windhauch auf unserer Haut. Ein stilles Waldabenteuer. Das sind die Erlebnisse, auf die es ankommt. Denn im Gewöhnlichen steckt auch immer das Außergewöhnliche. Es liegt allein im Auge des Betrachters.

Achtsamen Thesen regen zu Gesprächen an

Rückseite des Bilderbuches „Alles ist außergewöhnlich“ von Penny Harrison und Katie Wilson

Das ist die Botschaft des Bilderbuchs „Alles ist außergewöhnlich“. Mit kindlichen Bildern und Sätzen, die über die Seiten schweben. Es ist ein besinnliches Buch für Kinder ab drei Jahren. Die achtsamen Thesen regen zu Gesprächen an. Darüber, was wichtig ist. Sich den kleinen Dinge zuzuwenden. Auf die es ankommt. Durch die das Leben mehr als lebenswert wird. Erfüllt und strahlend und voller Außergewöhnlichem.

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„Frank und Bert“ von Chris Naylor-Ballesteros

Das Bilderbuch „Frank und Bert“ von Chris Naylor-Ballesteros in Laub liegend mit einem rosa Faden, der sich hin und her windet

Brrr, ist das kalt da draußen! Zeit, die Mützen und Schals rauszusuchen. Oder auch flott noch etwas Warmes zu stricken. So wie Frank. Der hat sich eine himmelblaue Bommelmütze gestrickt. Und seinem besten Freund Bert einen herrlich kuschligen, pinken Schal. Damit ist ihnen muckelig warm, während sie ihr Lieblingsspiel spielen: Verstecken.

Bert denkt, er wäre darin richtig gut. Doch…naja! Sein Freund findet ihn immer sehr schnell. Der Bär meint, es läge nur daran, dass er nie genug Zeit habe. Und da Frank ein guter Freund ist, zählt er bis hundert. Um Bert eine Chance zu geben.

Als der Fuchs fertig gezählt hat und die Augen öffnet, entdeckt er jedoch sofort eine Spur. Die ihn schnurstracks zum Versteck seines Freundes führt. Aber – wie gesagt – Frank ist ein wirklich guter Freund… 😊

Spielt mit unseren Erwartungen

Rückseite des Bilderbuches „Frank und Bert“ von Chris Naylor-Ballesteros

Nach „Der Koffer“ war mir klar, dass ich alle Bücher von Chris Naylor-Ballesteros lesen muss. Zu beeindruckt lies mich das schlichte, einprägsame Bilderbuch über Fremdenfeindlichkeit und Toleranz, Flucht und Ankommen zurück. Und auch wenn „Frank und Bert“ offensichtlich ein weniger schweres Thema behandelt, es geht genauso zu Herzen. Lädt genauso zum Gespräch ein.

Denn die einfach wirkende Illustration, die stereotyp besetzten Protagonisten spielen mit unseren Erwartungen. Der schlaue Fuchs entpuppt sich als einfühlsamer Freund. Der behäbige Bär hat es vielleicht doch faustdick hinter den Ohren. Frank und Bert sind damit sehr menschlich – vielschichtig und eigen.

Der neonpinke Faden, der sich durch die Geschichte zieht, bricht nebenher Klischees. Ebenso wie der strickende Frank. Ganz selbstverständlich, ganz unbeschwert. Herzerwärmend und frisch.

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