„Gute-Nacht-Geschichten“ von Saviour Pirotta und Susanna Lockheart

„Gute-Nacht-Geschichten“ von Saviour Pirotta und Susanna Lockheart
„Gute-Nacht-Geschichten“

Der Donnerstag entwickelt sich zum Tag für Herzensbücher. Denn auch heute möchte ich Euch ein Buch aus unserer Schatzkammer vorstellen: „Gute-Nacht-Geschichten“ von Saviour Pirotta und Susanna Lockheart.

Seit gut sechs Jahren lebt das Buch mit den feinen Kartonseiten bei uns. Es wartete in einer antiquarischen Grabbelkiste vor einer Buchhandlung auf mich. Ohne zu zögern rettete ich es.

Ehe ich mich versah, begann der Chef seine Lektüren selbst auszusuchen. Von da an gehörte dieses besondere Bilderbuch zu unseren liebsten Lieblingsbüchern.

Wenn das geht, liebt es der Vize noch mehr als der Chef. Der Vierjährige wünscht sich des Abends immer und immer wieder eine Geschichte aus dem Buch. Wobei es dann doch jedes Mal drei werden.

Surrealistische Traumgeschichten

„Gute-Nacht-Geschichten“ von Saviour Pirotta und Susanna Lockheart

Denn Saviour Pirottas 13 Geschichtchen sind wirklich kurz. Eher surrealistische Gedichte. Auf ein oder zwei Seiten untergebracht. Verrückte, skurrile Erzählungen. Traumwelten vorwegnehmend. Begleitet von sanften, doch nicht weniger kuriosen Bildern von Susanna Lockheart. Genauso traumhaft und fantastisch wie die Geschichte.

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„Magische Gutenachtgeschichten“ von Valérie Roumanoff

„Magische Gutenachtgeschichten“ von Valérie Roumanoff

Gute-Nacht-Geschichten gehören bei uns einfach dazu. Damit kommen wir alle zur Ruhe. Jeden Abend kuscheln wir vier uns aufs Sofa. Meist lesen wir ein, zwei Kapitel aus dem Buch, welches wir eh gerade zusammen lesen. In den letzten Monaten oft Einschwein. 😊

Doch als ich über „Magische Gutenachtgeschichten“ von der französischen Hypnotherapeutin Valérie Roumanoff stolperte, erwachte meine Neugier. Es enthält 15 therapeutische, Metaphern reiche Vorlesegeschichten.

Mit diesen Geschichten sollen Kinder ab drei Jahren die Herausforderungen des Großwerdens besser meistern. Sie sollen den Schlaf und die Entwicklung der Kinder fördern. So dass sie ihre Probleme quasi im Schlaf lösen. Spannend!

Hypnotisches Vorlesen

Zu Beginn erklärt die Autorin, wie ihre magischen Geschichten funktionieren. Worauf wir beim hypnotischen Vorlesen achten sollten. So soll man zum Beispiel unbedingt mit der ersten Geschichte beginnen. Und immer nur eine Geschichte pro Abend lesen.

Es gibt Auslassungspunkte, die beachtet werden wollen. Kursiv gedruckte Passagen, die der Entspannung dienen. Und fett gedruckte Schlüsselwörter, die besonders betont werden sollen. Mit diesem Rüstzeug lässt uns Roumanoff dann auf ihre Erzählungen los.

Hohes Identifikationspotential

Die 15 Gutenachtgeschichten beginnen alle mit einer alltäglichen Situation. Ich wage zu behaupten, dass alle Eltern sich hier wiederfinden. Schon in der ersten Szene fühlte ich mich erwischt. Denn Protagonistin Jeanne würde so gerne spielen. Doch Mama und Papa haben keine Zeit. Papa meint gar, Langeweile sei wichtig.

Sauer geht Jeanne in ihr Zimmer. Wo Goldfisch Igor auf sie wartet. Mit dem sie sich von nun an auf magische Ausflüge begeben wird.

Kuriose Situationen und merkwürdige Gegenden

„Magische Gutenachtgeschichten“ von Valérie Roumanoff
Das Buch von Hinten

Chef (7) und Vizechef (4) reisten gerne mit. Fanden sich in den fantasievollen Geschichten wieder. Igor führt uns in kuriose Situationen und merkwürdige Gegenden. Erzählte uns von quengelnden Musiknoten, kleinen Booten in Not, schüchternen Marionetten und beharrlichen Schnecken.

Für die Kinder sind es zauberhafte Kurzgeschichten. Für uns Eltern war die Moral der Fabeln und Parabeln dagegen meist recht offensichtlich. Einmal dreht es sich darum, mit Wut, Angst oder Schüchternheit klar zu kommen. Ein andermal darum, mit Trennungen, Mobbing oder Eifersucht umzugehen.

Dabei zementieren die Geschichten keine Lösung. Allerdings lenken sie die Aufmerksamkeit deutlich auf Möglichkeiten. Auf Auswege.

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„Das Kaninchen, die Dunkelheit und ein Trick“ von Nicola O’Byrne

Nicola O'Byrne: „Das Kaninchen, die Dunkelheit und ein Trick“
Nicola O’Byrne: „Das Kaninchen, die Dunkelheit und ein Trick“

Das wuselige Kaninchen ist gar nicht müde. Die Dunkelheit nervt! Wenn es gar nicht dunkel werden würde, dann müsste es auch nicht schlafen.
„Und schwupps!, hatte es eine eine Idee.“

Kurzerhand trickst das schlaue, kleine Wesen die gutmütige Dunkelheit aus. Sperrt sie in eine Keksdose – „…Schnapp!“
Welch Freude!

Doch andere Tiere brauchen die Dunkelheit. Und irgendwie wird das Kaninchen auch immer mürrischer. Natürlich überhaupt gar nicht, weil es müde wäre…

Als auch noch seine Karotten durch die Dauersonne in Gefahr geraten, sieht selbst das sture Kaninchen ein, dass die Dunkelheit auch gute Seiten hat. Sie sogar wunderschön sein kann!

Ganz große Bücherliebe

Nicola O'Byrne: „Das Kaninchen, die Dunkelheit und ein Trick“

„Das Kaninchen, die Dunkelheit und ein Trick“ von Nicola O’Byrne war ein Highlight meines Kinderbuchjahres 2020. Wie das knuffige Kaninchen kinderschlau die Dunkelheit austrickst. Die Nacht besiegt. So stolz ist, auf diesen Erfolg.

Mit welcher Geduld die Dunkelheit mit dem kleinen Trotzkopf redet. Auf die negativen Folgen hinweist. Nicht wütend wird. Sondern das Kaninchen seine Erfahrung machen lässt. Darauf wartend, dass es schon einsehen wird.

Um es dann liebenswürdig zu überwältigen. Mit umwerfenden Aussichten und der Erkenntnis, dass die Dunkelheit noch viel mehr kann, als kleine Kaninchen ins Bett zu bringen. Das löste bei mir ganz große Bücherliebe aus.

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Britta Teckentrup: Mond – Eine Reise durch die Nacht

Britta Teckentrup: Mond - Eine Reise durch die Nacht

Der Mond! Diese unglaublich faszinierende, helle Scheibe zieht schon die Blicke der Kleinsten magisch nach oben. Der Chef spekuliert seit er reden kann über den Erdtrabanten und freut sich jedes Mal, wenn er ihn erblickt. Der zweijährige Vize-Chef genauso. Deswegen freuten wir uns sehr, als wir Weihnachten mit dem wunderschön illustrierten Gucklock-Buch „Mond – Eine Reise durch die Nacht“ von Britta Teckentrup beglückt wurden.

Eine atmosphärische Reise um die Welt

In dem betörend schönen Bilderbuch begleiten wir den Mond von seiner zunehmenden Sichel im Wald bis zum Vollmond am Strand. Um dann die finstere Neumondnacht auf einem Feld zu verbringen und dem abnehmenden Mond über Berge und Steppen zum Südpol zu folgen. Zweizeilige Verse ergänzen die atmosphärischen, in dunklen Tönen gehaltenen Bilder. Die Gucklöcher verdeutlichen dabei eindrucksvoll, dass es sich bei dem immer anders aussehenden Himmelskörper doch jedes Mal um unseren Mond handelt.

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„Schlaf gut, kleines Murmeltier!“ Geschrieben von Nastja Holtfreter

Nastja Holtfreter: Schlaf gut, kleines Murmeltier!

Wer kennt das nicht? Kaum erwähnt Papa, dass es Zeit für’s Bett ist, erwachen die Kleinen zu neuem Leben. Kaum wetzt Mama die Zahnbürsten, erfüllt frische Energie die kleinen Körper. Als hätten man auf einen Knopf gedrückt. Müder? Ich? Niemals! Auch das kleine Murmeltier aus „Schlaf gut, kleines Murmeltier!“ ist noch gar nicht müde. Wirklich!

Doch seine Freunde wissen es besser. Wollen dem kleinen Murmeltier helfen. Der Widder, die Kuh, der Erpel, der Bär, das Schaf, die Eule und sogar der Wolf – alle geben ihr Bestes. Verraten dem Murmeltierkind ihre ganz persönlichen Einschlaftipps. Die wirken auch. Ganz fantastisch sogar. Alle Tiere schlafen ein. Nur das kleine Murmeltier nicht. Bis Mama Murmeltier dem Kleinen einen dicken Gutenachtkuss verpasst und sie zusammengekuschelt einschlafen.

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