„Rolf röhrt“ von Timon und Julian Meyer: Ein quirliges, tierisch lautes Bilderbuch

„Rolf röhrt“ von Timon und Julian Meyer
„Rolf röhrt“

Während im Novemberwind all die rotbraunen und gelborangenen Blätter zu Boden schweben, kuscheln wir uns aufs Sofa. Essen viele Kekse. Trinken eine Menge Kakao. Und lesen! Besonders toll finden die Jungs jahreszeitlich passende Lektüren. Dementsprechend kommen Herbstbücher gerade sehr gut an.

Und wenn zwischen den Buchdeckeln dann noch bilderreiche Seiten stecken, es ein wenig wild und lustig und gereimt zugeht, dann sind wir glücklich. Das neue Buch der kreativen Brüder Timon und Julian Meyer ist genau solch ein Herbstbuch.

„Rolf röhrt, das stört.“

Hirschjunge Rolf geht seinen Freunden ganz gewaltig auf den Wecker. Denn er röhrt die ganze Zeit. Unaufhörlich. Und laut. Sehr laut! „Beim Basteln und im Streichelzoo, beim Fahrradfahren sowieso.“ Fuchs und Dachs, Eichhorn und Bär werden nicht mehr froh. Doch Rolf kann einfach nicht anders. Egal wie sehr er sich bemüht.

Nur Hirschkuh Irmchen bekommt nicht genug von Rolfs Krach: „Das ist Musik in meinen Ohren. Ich fühle mich wie neugeboren!“ Was? Musik? Oh ha! Naja, vielleicht… Mir nichts, Dir nichts rockt der Wald. Zusammen lärmen, bis es knallt. So haben alle Tiere Spaß. Und das war’s.

Quirliges und tierisch buntes Bilderbuch

„Rolf röhrt“ von Timon und Julian Meyer
„Rolf röhrt“

Wenn der Vize (4) sich mit mir „Rolf röhrt“ anschaut, dann kichern und jauchzen wir. Zu lustig ist es, dem Rolf zusammen ein genervtes „Ruuuuheeee!“ entgegenzuschmettern. Mit den Reimen durch den Wald zu jagen. Die leidenden Tiergesichter zu studieren. Und abschließend lärmend über das Sofa zu hüpfen. Ok, den Part überlasse ich (größtenteils) dem Vierjährigen.

„Rolf röhrt“ ist ein quirliges, tierisch buntes Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren. Timon Meyers Verse sind pointiert. Julian Meyers Bilder drollig-lustig. Sie fangen die Stimmung der Tiere deutlich ein. Zum quietschen lustig.

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Halloween-Tipp: „Mortina“ – Die niedliche Zombie-Freundin von nebenan

Mortina – Ein Mädchen voller Überraschungen
Mortina – Ein Mädchen voller Überraschungen

Mortina ist ein nettes, kleines Mädchen, das gerne mit ihrem Hund spielt und sich nichts sehnlichster wünscht als Freunde. Doch ihre Tante Dipartita verbot ihr strengstens, die Villa Decadente zu verlassen. Auf gar keinen Fall dürfe sie den Kindern aus dem Dorf begegnen. Dann müssten sie ihr Zuhause vielleicht verlassen. Denn obwohl Mortina ein absolut liebenswertes Mädchen ist, normal ist sie nicht. Wie Tante, Katz und (wahrscheinlich) Hund, ist sie ein Zombie.

Aber als die kleine Untote zufällig von diesem Fest namens Halloween erfährt, hält sie nichts mehr. Sie schmiedet einen Plan und mischt sich unter die unheimlich verkleidete Kinderschar. Ein Monster unter vielen fällt doch nicht auf. Oder?

Schaurig-niedlich und gruselig-verspielt

„Mortina – Ein Mädchen voller Überraschungen“ der Italienerin Barbara Cantini ist eine nette, kleine Geschichte über ein nettes, kleines Mädchen. Die schaurig-niedlichen, gruselig-verspielten, detailreichen Bilder verwandeln diese kleine, nette Geschichte in etwas Besonderes. In die Bilder gekleckste Sätze Mortinas verleihen dem Ganzen einen frechen Comic-Style.

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