Anna Böhm: „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ (Emmi & Einschwein 4)

Anna Böhm: „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ (Emmi & Einschwein 4)

Jede*r Wichtelstädter*in bekommt zum zehnten Geburtstag ein Fabelwesen. So kam Emmi zum einmaligsten, witzigsten, herzigsten und liebenswertesten Fabelwesen überhaupt: Einschwein!

Nun naht Einschweins erstes Weihnachtsfest. Welches unbedingt wunderwonnig werden soll. Doch irgendwas läuft schief. Nachdem die Wunschzettel abgesendet sind, kommen sie zurück. Korrigiert!

Mit dem Wunschzettel-Wichtel scheint etwas ganz und gar nicht zu stimmen. Bloß was? Es wäre doch gelacht, wenn Emmi und Einschwein das Rätsel nicht lösen können.

Wie hielten wir es bisher bloß ohne Einschwein aus?

Anna Böhm: „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ (Emmi & Einschwein 4)

Immer wieder stolperte ich die letzten Jahre über Emmi und Einschwein. Doch fanden wir nicht zueinander. Allerdings folge ich Einschwein-Schöpferin Anna Böhm auf Instagram. Als diese dort eine Handvoll „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ verloste, warf ich meinen Namen in den Hut. Und hatte (Ein)Schwein.

Wie wir es bisher ohne das freundliche Fabelwesen aushielten, ist uns ein Rätsel. Nachdem es bei uns angekommen war, stellte Einschwein unsere Adventslesepläne auf den Kopf. Um das 24 Kapitel dicke Buch als Adventskalenderbuch zu lesen, fehlte allen Beteiligten die Geduld. Wie schafft das überhaupt jemand?

Sowohl Chef (7) als auch Vizechef (4) ließen alle anderen Lektüren liegen. Emmi, Ihre Familie, die fantastischen Fabelwesen, Einschwein und seine kulinarische Magie – die Jungs waren hin und weg.

Die absurden Antworten vom Wunschzettelwichtel schockierten Schul- und Kindergartenkind gleichermaßen. Enorm enthusiastische Wichtel und das ganze dubiose Drumherum kitzelte die Detektivinstinkte meines Großen. Puddingschuhe und Lebkuchenzauberei bezirzten den Kleinen.

Fabulöser Weihnachtspaß – witzig, spannend, herzlich

Genauso begeistert wie die Kinder bin auch ich. „Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!“ ist ein fabulöser Weihnachtspaß – witzig, spannend, herzlich. Obwohl es der 4. Band der „Emmi & Einschwein“-Reihe ist, vermissten wir nichts. Fühlten uns sofort wohl. Nicht nur die Kinder lachten immer wieder laut los. Auch ich bekam vom Dauergrinsen Muskelkater. Und Einschweins Zimtwünsche zaubern wir uns nun regelmäßig (Rezept im Buch).

Trotz aller Begeisterung: Ich muss Euch vor Einschwein warnen! Denn es wird nicht bei einem Band bleiben. Wenn Ihr ein Einschwein-Buch gelesen habt, werdet Ihr mehr wollen. Band 1 lag spontan noch unterm Baum. Und wurde sofort durchgesuchtet. Band 2 und 3 sind schon beim Buchhändler des Vertrauens bestellt. Da sie nicht auf Ostern oder Geburtstage warten wollten, finanziert der Chef Band 2 von seinem Weihnachtsgeld. Für Band 3 opfert der Vize seines. Die Einschweinsucht ist groß! ❤

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„Das Wunder von R.“ von Francesca Cavallo und Verena Wugeditsch

„Das Wunder von R.“ von Francesca Cavallo und Verena Wugeditsch

Einen Tag vor Heilig Abend bekommen Manuel, Camila und Shonda einen Brief. Einen Brief vom Weihnachtsmann! Mit der Bitte um Hilfe. Dass die Geschwister und ihre beiden Mamas zusagen, ist Ehrensache.

Auch wenn sie noch ganz neu in R. sind. Noch niemanden kennen. Schließlich flüchteten sie mit ihren Mamas gerade erst aus ihrer Heimat. Weil dort Familien mit zwei Mamas verboten wurden.

Als am Heiligabendmorgen zehn Elfen mit den Geschenken für alle Kinder aus R. in ihrer kleinen Wohnung ankommen, macht die Familie große Augen. Doch die Zeit drängt. Also legen Kinder und Elfen und Mamas los. Über 250.000 Päckchen wollen bis zum Abend verpackt werden. Denn dann kommt der Weihnachtsmann sie abholen.

Die Welt gehört in Kinderhände

Allerdings bleibt das Treiben in der 5. Etage nicht unentdeckt. Da die Bürger von R. allem Fremden und Ungewöhnlichem misstrauen, rufen sie wegen des wachsenden Geschenkeberges auf dem Dach von Haus Nummer 10 im Weg der großen Kamine die Polizei.

Wie gut, dass zumindest die Kinder von R. neugierig, kreativ und offen sind. Und die Regeln der Erwachsenen in Frage stellen. So retten die neuen und alten Kinder aus R. zusammen das Weihnachtsfest.

Unbeschwerte Diversität

„Das Wunder von R.“ von Francesca Cavallo und Verena Wugeditsch

„Das Wunder von R.“ ist ein zauberhaftes Kinderbuch, das gut an ein oder zwei kuschligen Adventsnachmittagen vorgelesen werden kann. Das wichtelige Weihnachtsmärchen erzählt eine kurze, wunderliche Geschichte. Herrlich kindlich-kurios. Dabei liegt der Fokus zwischen den Zeilen in unbeschwerter Diversität.

Die meisten Erwachsenen werden über die beeindruckende Vielfalt im Buch staunen. Im Gegensatz dazu fällt vielen Kindern nichts Besonderes auf. Unterschiedliche Hautfarben, alleinerziehende Eltern, Familien mit zwei Papas oder zwei Mamas – das finden Kinder nicht spektakulär. Das ist normal. Da sollten wir Großen uns echt ein Beispiel nehmen.

Selbstverständliche Vielfältigkeit

So herrscht Vielfältigkeit nicht nur in der Familie Greco-Aiden. Die zahlreichen, ganzseitigen Bilder zeigen, dass bei den Bewohnern von R. alle Hautfarben vertreten sind. Auch bei den Wichteln.

Genauso treten Jungs wie Mädchen gleich stark auf. Auch wenn die Mädels präsenter sind. Der Text thematisiert das alles übrigens nicht. Allein die Illustrationen bilden die herrliche Reichhaltigkeit ab. Ganz selbstverständlich.

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Yuval Zommer: „Der Weihnachtsbaum, den niemand wollte“

Yuval Zommer: „Der Weihnachtsbaum, den niemand wollte“

Seit Tagen rezitieren meine Kinder dieses Buch. Laufen grinsend durch die Wohnung und flüstern: „Ich bin eine Fichte und das ist meine Geschichte“. Es könnte gruselig sein. Wenn es nicht so niedlich wäre.

Denn mit diesen Worten beginnt das zauberhafte Winter-Weihnachts-Bilderbuch „Der Weihnachtsbaum, den niemand wollte“. Yuval Zommer illustrierte die Geschichte der Fichte nicht nur, er dichtete auch die feinen Reime. Welche Cornelia Boese wunderbar ins Deutsche rettete. Nur der Titel verlor leider seine Hintergründigkeit. Denn „The Tree That’s Meant To Be“ („Der Baum, der sein soll“) spielt sehr passend mit der Message der Fichtengeschichte.

Die steht nämlich im Wald und entwickelt sich gar nicht so, wie man es von einem hübschen Baum erwartet. Ist krumm und klein. Fühlt sich bedeutungslos. Schließlich kommt die Winterzeit.

Ein Fest in Sternglanz

So viele Bäume sieht die Fichte gehen. Nur sie selbst, sie bleibt „auf der Lichtung stehen“. Bis am Morgen die Tiere kommen. Sie schmücken das Bäumchen und tanzen. Und feiern ein Fest in Sternglanz. Und die Fichte? War glücklich. War wer! Und wächst weiter. Im Wald.

„Ich wachse und gefalle mir.
Bin immer grün und immer hier.“
Yuval Zommer: „Der Weihnachtsbaum, den niemand wollte“

Ich las die Geschichte erst mit dem Vizechef (4). Er war ganz hin und weg von den weichen Zeichnungen. Dem Winterwald. Den Tieren. Er trauerte mit der Fichte, als sie niemand wollte. Und strahlte, als die Tiere sie schmückten. Als die Nacht im Wald voll Zauber leuchtete. Und was freute er sich für das Bäumchen, als es sich angenommen fühlte. Angekommen, akzeptiert und geliebt. Es war gut. Ganz so, wie es war.

Als der Chef (7) aus der Schule kam, mussten wir das Buch sofort noch einmal lesen. Der Vize bestand darauf. Anschließend fragte ich den Zweitklässler, wie ihm das Buch gefiel. „Gut!“

Doch nach dieser Standardantwort formulierte er seine Gedanken diesmal aus. Er fände es toll, dass gezeigt werde, dass man anders sein darf. Dass es ok ist. Das Buch sollte man allen Kinder zeigen, die nicht so viele Freunde haben. Die dazu gehören wollen. Denen es aber schwer fällt. Und natürlich auch denen, die manchmal doof sind zu den anderen. Die sollten erkennen, dass die Anderen auch cool sind.

Tja, was soll ich da noch sagen. Der Chef hat recht!

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Erik Ole Lindström: „Die wundersame Winterreise der Selma Larsson“

Erik Ole Lindström: „Die wundersame Winterreise der Selma Larsson“

Selmas Mama muss an Heiligabend arbeiten. Aber das ist gar nicht schlimm. Eigentlich. Denn das Mädchen sollte mit ihrem Papa und seiner neuen Familie Weihnachten feiern. Doch dann kommt alles anders. Ihr Papa fährt nach Frankreich. Zur Familie seiner neuen Frau. Und Selma?

Mama organisiert flott, dass Selma über die Weihnachtstage zu Tante Maja kann. Damit ist Selma sehr einverstanden. Schließlich ist Tante Maja Tierärztin und hat einen Hof voller Ponys und Hunde. Aber dann geht irgendwie alles schief. Weder Tante Lotta ist zu Hause (wo Maja das Mädchen hätte auflesen sollen). Noch Tante Maja! Zu der das clevere Kind kurzerhand allein weiterreist.

Da stimmt doch was nicht? Warum ist Maja nicht zu Hause? Weshalb fehlt ein Pony im Stall? Entschlossen macht sich Selma auf die Suche. Spannt ihr Lieblingspony vor den Schlitten und bricht mit den beiden Hunden Kato und Luna zu einer abenteuerlichen Reise auf. Mitten durch den weißen, schwedischen Winterwald.

Wahrlich wundersames Winterabenteuer

„Die wundersame Winterreise der Selma Larsson“ versetzte uns in ein wahrlich wundersames Winterabenteuer. Wundersam und doch realistisch. Dass Mama Termine durcheinanderwirft, das kennt Selma schon. Da muss sie halt selbst handeln. Das fällt dem tatkräftigen Mädchen nicht schwer. Selbstverständlich macht sie sich alleine auf dem Weg. Natürlich sucht sie ihre Tante. Schließlich könnte ihr etwas passiert sein. Und ein Schneesturm zieht auf…

Erik Ole Lindström gelang ein herrlich zeitloses, unaufgeregtes und doch unfassbar spannendes Kinderbuch. Meine Jungs waren so wütend auf Selmas Papa und bangten mit Selma um ihre Tante. Sie fieberten mit, als das Mädchen heldenhaft zwei Brüdern und ihrer Schwester zur Hilfe eilte. Immer wieder hielten sie die Luft an, wenn Selma über etwas oder jemand stolperte. Sie sich neuen Herausforderungen stellte. Und immer wieder atmeten sie erleichtert oder erfreut auf, wenn dem Mädchen nichts geschah, sie erfolgreich war oder ihr geholfen wurde.

Schlittenfahrt in neues Familienmodell

Erik Ole Lindström: „Die wundersame Winterreise der Selma Larsson“

Selma ist ein so großartiges Mädchen. Tapfer und mutig, freundlich, schlau und überlegt. Doch fühlt sie sich auch verloren, ist traurig und wütend. Wünscht sich eine Familie. Denn ihre ging kaputt. Ihre Eltern streiten nur noch. Trennten sich. Zusammen war gestern. Seit sie zehn Jahre alt ist, gibt es keine Familienfotos mehr.

Auf ihrer abenteuerlichen Schlittenfahrt lernt Selma aber Menschen kennen, die ihr ein anderes Bild von Familie offenbaren. Kinder mit Extra-Eltern. Kauzige Alte, die weder einsam noch unglücklich sind. Liebe Menschen, die sich kümmern und Perspektiven bieten. Sie lernt, dass es Möglichkeiten gibt. Andere Familienmodelle, die auch glücklich machen. Und sie lernt, das es hilft zu reden. Sich Luft zu machen.

Damit vermittelt diese zauberhafte Geschichte ein Gefühl für Familie in ihren verschiedenen Facetten. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger, nebenbei und selbstverständlich.

Von Füchsen und Menschen: Die Lieblingsstellen

So endet Selmas Winterreise mit einem Happy End, dass die Augen meiner Kinder strahlen ließ. Der Chef (7) freute sich dermaßen mit Selma, dass sein Grinsen fast von einem Ohr zum anderen reichte. Das Finale war definitiv seine Lieblingsstelle. Auch der Vize (4) leuchtete beim Weihnachtsfest. Jedoch war sein Highlight – ganz klar – der kleine Findelfuchs.

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„Unsere kleine Höhle“ von Céline Claire und Qin Leng

"Unsere kleine Höhle" von Céline Claire und Qin Leng

Der Wald erwacht. Alles scheint friedlich. Doch ein Sturm zieht auf! Die Waldbewohner bereiten sich eilig auf das Unwetter vor. Sammeln Vorräte, verrammeln die Türen. Als in der Ferne zwei Gestalten erscheinen, beobachten die Waldbewohner sie misstrauisch. Was wollen die hier? Unsere Vorräte?

Die beiden gehen von Tür zu Tür. Suchen Schutz vor dem kalten Wind. Doch niemand öffnet ihnen. Alle wissen einen Grund die beiden abzuweisen. Nur Kleiner Fuchs läuft ihnen hinterher. Bringt ein wenig Licht in ihr Dunkel. Und das können die beiden gut gebrauchen.

Von Hoffnung und Güte

"Unsere kleine Höhle" von Céline Claire und Qin Leng

„Unsere kleine Höhle“ erzählt eine zeitlose, immer aktuelle Geschichte. Die Geschichte von der Angst vor dem Fremden. Von Hoffnung und Güte; Nächstenliebe und Zusammenhalt. Die Fabel führt uns vor Augen, nicht wegzusehen. Zu handeln. Auf andere zuzugehen und zu vertrauen. Denn das Gute, das wir geben, das kommt zu uns zurück. Bestimmt.

In nebelzarten Aquarellen haucht Illustratorin Qin Leng die Geschichte aufs Papier. Nimmt uns mit in diesen kalten Spätherbsttag voll warmer Erdtöne und eiskaltem Wind.

Mama? Warum helfen sie nicht?

Die Moral leuchtet schon den Kleinsten ein. Oder eher: Sie verstehen nicht, dass es einer Moral bedarf. Für meinen Vize (4) war es gar keine Frage. Er hätte die beiden sofort reingelassen. Verstand nicht, warum die Tiere sie abweisen.

Unser Gespräch drehte sich also weniger darum, dass wir helfen sollten wo es nur geht. Es drehte sich darum, warum die Tiere es eben nicht tun. Und ja, er hat recht! Eigentlich ist es vollkommen unverständlich. Wenn jemand in Not ist, dann müssen wir hinschauen. Dann müssen wir helfen!

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Escape Room Adventskalender: „Die drei unheimlichen Geschenke“ von Eva Eich

Escape Room Adventskalender: "Die drei unheimlichen Geschenke" von Eva Eich

Wie schon letztes Jahr gibt es bei uns lesbare Adventskalender. Ich genieße einfach die Extra-Lesezeit, die den Hauch des Besonderen innehat. Zum einen werden wir wieder „Maximilian und der verlorene Wunschzettel“ lesen. Das passt noch für Chef (7) und Vizechef (4) und kam letztes Jahr einfach unglaublich gut an. Daneben werde ich mit dem Großen den „Escape Room Adventskalender: Die drei unheimlichen Geschenke“ lesen.

Dieser Adventskalender-Krimi ist für Kinder ab neun Jahren empfohlen. Doch nachdem ich reingeschnuppert habe, passt das auch wunderbar für „Die drei ???“-erprobte Siebenjährige. Wenn Mama vorliest. Und das mache ich natürlich gerne. Denn so ein Knobbelkrimi macht Kinder froh und Erwachsenen ebenso. Für ein Escape-Abenteuer bin ich immer zu haben.

Escape-Adventskalender: Weihnachtswunder zum Aufschneiden

Escape Room Adventskalender: "Die drei unheimlichen Geschenke" von Eva Eich

Die Geschichte klingt wunderbar weihnachtlich: Nachdem Toni und ihr Bruder Luka drei mysteriöse Geschenke in ihrem Zimmer finden, beginnt ein rätselhaftes Abenteuer. Der Weihnachtsmann wurde entführt! Von Rentieren und Wichteln fehlt jede Spur. Was ist passiert?

Tja, das finden die Geschwister mit uns zusammen heraus. Jeden Tag ein bisschen. Bis wir Heiligabend hoffentlich Weihnachtsmann und Co. gefunden haben werden.

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Stimmungsvolles Adventsbuch: Der Weihnachts-Countdown

Der Weihnachts-Countdown
Der Weihnachts-Countdown

Irgendwie brachte mich der Titel „Der Weihnachtscountdown“ und der Hinweis „Noch 24 Tage bis Weihnachten“ auf die falsche Fährte. Ich erwartete ein Adventskalender-Buch bei dem man jeden Tag im Advent eine Seite vorlesen kann und so bis Heiligabend jeden Tag etwas zu entdecken hat. Wie bei „Maximilian und der verlorene Wunschzettel“. Dafür eignet sich das Bilderbuch von Adam und Charlotte Guillain jedoch nicht. Aber es steckt eine herzige Adventsgeschichte mit putzig-wimmeligen Illustrationen zwischen den Buchdeckeln, die wir bestimmt mehr als einmal lesen werden.

„Das Weihnachtsfest“ rief Bär, „ist bald!
Wir wollen mit dem Zählen starten!“
Die Tiere trafen sich im Wald
und alle konnten’s kaum erwarten.“

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Adventskalender zum Vorlesen und mehr: Maximilian und der verlorene Wunschzettel

Maximilian und der verlorene Wunschzettel - ein Adventskalender-Buch
Maximilian und der verlorene Wunschzettel – Eine Adventsgeschichte in 24 1/2 Kapiteln

Huch? Es ist ja schon Mitte November! Nur noch wenige Tage, dann beginnt der Advent. Eine Zeit voller Tannenduft, Plätzchenaroma, Weihnachtsmarktbesuchen und leuchtenden Kinderaugen. Mitverantwortlich für diese leuchtenden Kinderaugen sind – natürlich – Adventskalender.

Bei uns Zuhause wurden die Kalender in den letzten Jahren immer größer und immer zahlreicher. Omas und Opas wollen auch einen schenken, jeder jedem Kind mindestens einen. Aber – ehrlich! – ich hab die Nase voll vom weihnachtlichen Wettrüsten. Da mach ich nicht mehr mit. Ich habe zwar aufgegeben, die Großeltern zu erziehen und erwarte resigniert die vorweihnachtlichen Gaben an die Brut. Selbst fülle ich aber keine Säckchen, kaufe keine fertig abgepackten Spielzeugarsenale mehr. Ich schenke Zeit.

Ok, auch dabei lasse ich mir helfen: Vom zauberhaften Adventskalender-Buch „Maximilian und der verlorene Wunschzettel“.

Ein Brief für den Weihnachtsmann Heiligabend!

Es ist kalt. Die kleine Straßenmaus Maximilian hat Hunger. Doch Bratkartoffeln und Käse sucht er vergebens. Stattdessen wirft ihn ein Briefumschlag um. Wortwörtlich. Als Maximilian erkennt, dass es der Brief eines kleinen Jungen an den Weihnachtsmann ist, hält ihn nichts mehr auf. Durch 24 ½ Kapitel begleiten wir den kleinen Nager durch ein aufregendes Abenteuer. Denn eines ist Maximilian klar: Dieser Brief muss so noch heute sein Ziel erreichen.

Etwa fünf Minuten brauche ich, um ein Kapitel vorzulesen. Mal etwas mehr, ein andermal etwas weniger. Die Kapitel haben damit eine gute Länge, um sie beim Aufwachen vorzulesen. Selbst vor der Schule. Das sollten wir meistens hinbekommen. Ein paar Kapitel enden mit fiesen Cliffhangern. Das könnte zu Diskussionen führen á la „Niiiiiicht auuuuuufhööööören, Mama!!!“. Aber so wachen die kleinen Monster am nächsten Morgen vielleicht gar schneller auf…

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