„Das Vermächtnis der Vier“ von Christopher Tefert

Das Fantasy-Epos „Das Vermächtnis der Vier“ von Christopher Tefert lehnt an einer Backsteinwand. Vor dem Taschenbuch steht ein orangener Spielzeigdrache

Als Oni die ehrfurchtgebietende Stadt Windemere betritt, ahnt er nicht welch Abenteuer vor ihm liegen. Welch Gefahren. Welch lebensverändernden Begegnungen und Erkenntnisse. Er will doch nur seine Schafe verkaufen. Und seine Schwester retten.

Die wird beschuldigt Magie zu beherrschen. Was streng verboten ist. Im Namen der Götter. Deren Gesetze Priester und König scharf durchsetzen. Deren Regeln auch für Oni heilig sind. Doch muss der rechtschaffene Junge schnell einsehen, dass Recht und Gesetz nicht unbedingt die selbe Bedeutung haben. Dass die Welt viel komplizierter ist, als sie ihm in seinem beschaulichen Heimatdorf erschien. Und dass es nicht seine Schwester ist, die Magie wirken kann.

Das Abenteuer beginnt

Schon bald bringen Onis intuitiv angewandte Fähigkeiten ihn in Gefahr. Doch mit seinem guten Herzen gewinnt er genauso schnell Verbündete. Die ihn vor dem Tod bewahren. Wenn auch nicht vor dem Kerker. In dem er viele Monde ausharrt. Von allen vergessen. Bis ihn Prinzessin Trisha aus dem Loch befreit. Weil sie seine Hilfe braucht. Um einen Schwur zu erfüllen, den sie einem uralten Wesen gab.

Ja, und dann beginnt das Abenteuer eigentlich erst. Die beiden Helden bezwingen ihre Ängste. Erforschen ihre Kräfte. Treffen machtvolle Freunde und mächtige Feinde. Lernen sich zu vertrauen. Und lieben.

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Strangeworlds 2: „Die Reise ans Ende der Welt“ von L. D. Lapinski

Strangeworlds 2: „Die Reise ans Ende der Welt“ von L. D. Lapinski

Nachdem Flick die Katastrophe in Fünflichter gerade noch so verhindern konnte, ist sie nun vollwertiges Mitglied der Strangeworlds-Gesellschaft. Deren Mitglieder mit Hilfe von magischen Koffern in andere Welten reisen. Um diese zu schützen. Leider besteht die Gesellschaft nur noch aus sehr wenigen Mitglieder. Allen voran Jonathan, der viel zu früh zum Hüter des Gesellschaft wurde als sein Vater verschwand.

Nun ruft Käpt‘n Nyfe um Hilfe. Ihre Welt schrumpft. Was in Fünflichter und vielen anderen Welten des Multiversums geschah, passiert auch im Bruch. Doch können Flick und Jonathan helfen? Zu allem Überfluss sorgt Jonathans Cousine Avery für Unruhe im eingespielten Team.

Auch Strangeworlds 2 gefiel dem Chef

Strangeworlds 2: „Die Reise ans Ende der Welt“ von L. D. Lapinski

Der Chef (8) verschlang den ersten Band der Strangeworlds-Reihe mit mir zusammen am Stück. Durch Koffer in andere Welten zu gelangen, diese Idee hatte es ihm angetan. Dass es um uns herum Magie gibt, da sind wir uns eh ganz sicher. Allein uns fehlt der richtige Blick. So ist es auch vollkommen logisch, dass es unendlich viele mögliche Welten gibt. Die Einführung ins Strangeworlds-Universum gefiel uns beiden außerordentlich gut.

Auch der zweite Band gefiel dem Chef richtig, richtig gut. Die Wasserwelt des Bruches mit ihren Piraten, Meermenschen und Seeungeheuern war genau sein Ding. Allerdings tat er sich über große Strecken schwer. Bis kurz vor Schluss verstrickt sich die Geschichte in Intrigen und Streitigkeiten der Wasserweltbewohner. Die Geschichte kommt nicht so richtig in Fahrt. Doch der Achtjährige wollte wissen, wie es weitergeht. So gelangten wir zum fulminanten Ende.

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„Unsichtbar im hellen Licht“ von Sally Gardner

„Unsichtbar im hellen Licht“ von Sally Gardner

Celeste erinnert sich einfach nicht. Warum ist sie hier? Weshalb nennen sie alle Maria? Wieso kennt sie sich im Opernhaus aus? Auch wenn sich alles seltsam verzerrt anfühlt. Anders. Nach und nach kehren Erinnerungen zurück. Tauchen vom Grund ihrer Seele an die Oberfläche auf.

Erinnerungen an ihre Zwillingsschwester. An Ihre Gouvernante. An ihr richtiges Leben. Das Leben vor dem Spiel mit dem Mann im smaragdfarbenen Anzug. Mit dem sie um die Zukunft spielt. Um die Zukunft all der Menschen, die von der Regent verschwunden sind. Als das prächtige Schiff ins neue Jahr fuhr.

Wirr, konstruiert und unentspannt

„Unsichtbar im hellen Licht“ von Sally Gardner

Ich wollte die Geschichte des Mädchens, das sich mit einer legendären Mythenfigur anlegt, unbedingt lesen. An klassischen Märchengeschichten in neuem Gewand komme ich nicht vorbei. Zudem üben Theater und Opernhäuser eine hypnotische Faszination auf mich aus. Sie allein verbreiten schon eine magische Atmosphäre. So hatte die junge Heldin aus dem Roman „Unsichtbar im hellen Licht“ leichtes Spiel, mich einzufangen. Leider konnte sie mich nicht lange halten.

Zu wirr, zu konstruiert und zu unentspannt trug mir Sally Gardner das Abenteuer ihrer Protagonistin vor. Zu hölzern und oberflächlich blieben mir die Charaktere. Gerne hätte ich mehr über die Hintergründe manch einer Nebenfigur erfahren. Doch leider wurde die Tiefe von Nebensächlichkeiten zugeschüttet. Die Menge an Charakteren blieb zu zahlreich und gesichtslos. Gleichzeitig wiederholten sich immer wieder Bilder und Überlegungen. Zogen sich zerfaserte Stränge in die Länge.

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