„Sonnenschein zum Frühstück: Entdecke die Welt der Pflanzen“

„Sonnenschein zum Frühstück: Entdecke die Welt der Pflanzen“ von Michael Holland und Philip Giordano

Ganz ehrlich? Der Titel war’s! „Sonnenschein zum Frühstück“ – zack – hab ich ein Lächeln im Gesicht. Auch die einnehmende Sonnenblume sowie das Relief-Cover weckten ein wohliges Gefühl in mir. Welches das Buch nicht enttäuschte. Trotz seiner kleinen Schwächen.

Das Sachbuch „Sonnenschein zum Frühstück: Entdecke die Welt der Pflanzen“ steckt voll spannend aufgearbeiteter Informationen rund um unsere Flora.

Autor Michael Holland erklärt uns alles, was wir über Pflanzen wissen müssen. Über ihren Aufbau, ihre Abstammung und Evolution. Darüber, weshalb Pflanzen so wichtig sind. Was sie tun. Wo sie überall drinstecken und was sie alles können. Er erklärt, weshalb einige Pflanzen mit Vorsicht zu genießen sind. Dass andere als Heilmittel dienen. Der ehemalige Vorsitzende des Bereiches Bildung im Botanischen Garten von Chelsea kennt sich richtig gut aus.

„Sonnenschein zum Frühstück: Entdecke die Welt der Pflanzen“ weiterlesen

„Rund um die Sonne: Das Weltall zum Staunen und Entdecken“

Gleich geht’s los! Zuerst ziehen wir unsere Raumanzüge an. Dann steigen wir ins Raumschiff. Starten unsere Reise „Rund um die Sonne“.
„Rund um die Sonne: Das Weltall zum Staunen und Entdecken“ von Patricia Geis

Denn dieses galaktische Sachbuch entführt uns ins Weltall. Es zeigt uns die Erde von oben. Erklärt, welche Aufgabe die internationale Raumstation ISS hat. Wie alt und heiß die Sonne ist. Weshalb die Bewegung von Erde, Mond und Sonne unsere Tage, Monate und Jahre bestimmen. Was es mit Sonnen- und Mondfinsternissen auf sich hat. Und was Planeten und Satelliten sind.

Mit vielen interaktiven Elementen lädt das Buch Kinder ab sechs Jahren ein, die Geheimnisse unseres Sonnensystems zu entdecken. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Einflüssen der Sonne auf unsere Erde. Doch werden auch die anderen Planeten unserer Galaxie beleuchtet. Hinter Klappen entdecken kleine Forscher verborgenes Wissen. Schiebeelemente reizen die Neugier.

„Rund um die Sonne: Das Weltall zum Staunen und Entdecken“ weiterlesen

„Kennst du die Natur? Bäume“ von Kevin Warwick und Pau Morgan

„Kennst du die Natur? Bäume“ von Kevin Warwick und Pau Morgan

Dieses Sachbuch für Kinder hat es uns angetan. Nachdem ich es direkt von vorne bis hinten vorlesen musste, nehmen die Kinder es nun immer wieder zur Hand. Blättern herum. Lassen sich von den Experimenten und Bastelideen inspirieren.

So legten wir schon eine Blättersammlung an und überlegten uns Baumgedichte. Wir probierten aus, welche Samen am weitesten fliegen und sammelten Tannenzapfen. Für die Weihnachtsdeko. Wen kümmert schon die Jahreszeit? Uns doch nicht! Als nächstes wollen wir unbedingt Papier selber machen. Und ein Baumbestimmungsbuch anlegen. Und Rinde abpausen. Und…

Wir sind begeistert!

„Kennst du die Natur? Bäume“ von Kevin Warwick und Pau Morgan

Neben den zahlreichen Anregungen strotzt das Buch vor Baumwissen. Was macht einen Baum aus? Welche Blätter gehören zu welchem Baum? Was hat es mit der Fotosynthese auf sich? Wie war das mit den Bienchen und den Blüten? Welche Wege entwickelten Bäume, um ihre Samen zu verbreiten? Wo liegt der Unterschied zwischen Nadelbäumen und Laubbäumen? Wie alt werden Bäume? Und wie hoch? Und wie können wir herausfinden, wie alt und hoch der Baum neben der Schule ist?

„Kennst du die Natur? Bäume“ von Kevin Warwick und Pau Morgan weiterlesen

Frag doch mal … die Maus: „Unsere Erde“

Da die Maus-Bücher bei meinen Jungs gerade mal wieder sehr gefragt und im Dauereinsatz sind, lege ich kurzerhand ein Maus-Spezial ein.
Frag doch mal die Maus: „Unsere Erde“

Quasi aus aktuellem Anlass. Denn neben großer Mausliebe feiern wir schließlich auch Geburtstag. Immerhin wird „Die Sendung mit der Maus“ dieses Jahr 50. Jahre alt!

Seit über 35 Jahren gehört das orangefarbene Nagetier zu meinem Leben. Damals schaute ich die Sendung mit meinem Papa. Der die Maus noch immer liebt. Heute schaue ich die Sendung mit meinen Kindern. „Die Sendung mit der Maus“ verbindet Generationen.

Bei uns gehört die Maus zum perfekten Sonntag einfach dazu. Doch ziehen wir sie auch in der Woche zu Rate. Ganz ohne Fernsehen und Co. Denn bei uns wohnt die Maus im Bücherregal.

Und obendrauf gibt’s ganz viel Maus

Frag doch mal die Maus: „Unsere Erde“

Die Reihe „Frag doch mal … die Maus!“ erklärt in gewohnter Maus-Weise komplexe Themen verständlich und kompakt. Mit vielen Grafiken, Fotos und – natürlich – immer wieder der Maus. Die Bücher sind sozusagen gebundenen Sachgeschichten.

Im Band „Unsere Erde“ beantwortet die Maus insgesamt 52 Fragen. Unter anderem:

  • Warum ist die Erde rund?
  • Wieso gibt es Erdbeben?
  • Warum gibt es so viele verschiedene Länder?
  • Wie entsteht eine Versteinerung?
  • Warum gibt es Menschen mit verschiedenen Hautfarben?
  • Wann brechen Vulkane aus?
  • Warum schwimmen Inseln nicht einfach weg?
  • Woher weiß der Fluss, wohin er fließen muss?
  • Stimmt es, dass es auf der Erde immer wärmer wird?

Seit mein Zweitklässler beim Kampf ums Lesenlernen siegreich war, nimmt er seine Nase kaum noch aus den Seiten. Schmökert schon, bevor der Rest der Familie erwacht. Dabei sind die Sachbücher der Maus gerade enorm beliebt. Auch dieser Band.

Frag doch mal … die Maus: „Unsere Erde“ weiterlesen

Eine Bereicherung für unser Homeschooling: „Mein großes Buch der Erde“

„Mein großes Buch der Erde“ Pop-up-Buch

Als dieses Sachbuch für Kinder bei uns einzog, löste es wahre Begeisterungsstürme aus. Vollkommen überwältigt bestaunten Chef (7) und Vizechef (4) die großen Seiten mit ihren vielen Mitmach-Elementen. Je mehr Klappen und Schieber sie entdeckten, desto größer wurde ihre Freude.

Damit bereicherte „Mein großes Buch der Erde“ unseren Heimschul-Sachunterricht sehr. Selbst wenn die Luft am Nachmittag raus war und alle eigentlich nur noch eine Folge Ninjago schauen wollten – mit diesem Buch schummelte ich den Jungs dann doch noch etwas Sachkunde-Wissen unter.

Wobei meist der Vierjährige die treibende Kraft war. Und ist. Er liebt dieses Sachbuch sehr. Jedes Mal – wirklich jedes Mal! – wenn er die Seite mit dem Vulkan aufklappt entfleucht ihm ein erstauntes: „Woah!“. Es ist aber auch einfach beeindruckend, wenn der ca. 20 cm hohe Pop-up-Vulkan aus den Buchseiten schießt.

Erstaunliche Effekte

„Mein großes Buch der Erde“ Pop-up-Buch

Auch der Siebenjährige mag die interaktiven Elemente. Schon die Erde auf der ersten Seite überzeugte ihn. Durch das Umklappen der „Oberfläche“ schauen wir nämlich ins Innere unseres Planeten. Im Schnitt zeigen sich alle Erdschichten. Inklusive der Ozeane und tektonischen Platten.

Wie die sich bewegen, erfahren wir sehr anschaulich auf der nächsten Seite. Wo wir per Schieber die Indische Platte auf die Eurasische knallen lassen. Um den Himalaja aus der Seite wachsen zu lassen. Außerdem können wir hier tektonische Platten auseinanderdriften und aneinander reiben lassen. Die Auswirkungen sind erstaunlich.

So macht Sachkunde Spaß

„Mein großes Buch der Erde“ Pop-up-Buch
Tektonische Platten „falten“ den Himalaja

Eine große Ausklappseite zeigt uns, wie das Leben auf der Erde entstand. Wie es sich veränderte. Danach wird der Wasserkreislauf erklärt. Mit einem famosen Ausklapp-Diorama. Auch unsere Atmosphäre schießt über das Buch hinaus. Das beeindruckt und bleibt in Erinnerung.

Dagegen sind die Seiten zu Klima und Rohstoffe unaufgeregter. Doch auch hier gibt es hinter zahlreichen Klappen viel zu entdecken. So einprägsam vermittelt, haftet das Wissen bei den Jungs hoffentlich besser als bei mir. Denn ich habe all dieses Schulwissen schon lange wieder vergessen.

Unser Fazit: Spielerisch, farbenfroh und aufregend vermittelt dieses Sachbuch Grundlagenwissen über unsere Erde. So macht Sachkunde Spaß.

Eine Bereicherung für unser Homeschooling: „Mein großes Buch der Erde“ weiterlesen

„Lerne uns kennen: Die Fische“ von Lucia Scuderi

„Lerne uns kennen: Die Fische“ von Lucia Scuderi
„Lerne uns kennen: Die Fische“ von Lucia Scuderi

Auf die Frage nach dem Lieblingstier werden wohl die wenigsten Kinder mit „Fische“ antworten. Auch meine Jungs nicht. Doch finden sie das geheimnisvolle Unterwasserleben in Fluss, See und Meer extrem spannend. Daran dürften Kuschelflosse und Nemo nicht ganz unschuldig sein. 😊

Um der geliebten Fiktion ein Fundament aus Sachwissen zu bauen, zog das Sachbuch „Lerne uns kennen – Die Fische“ von Lucia Scuderi bei uns ein. Die bunten Illustrationen der Sizilianerin sprechen Chef (7) und Vizechef (4) gleichermaßen an. In altersgerechter Bilderbuch-Optik schwimmen die Fische über die Seiten. Dennoch wirken sie realistisch. Stimmen Proportionen und Körperbau.

Ganz deutlich erkennen wir die einzelnen Arten. Da tummeln sich Neunauge, Mondfisch und Teufelsrochen. Seenadel, fliegende Fische und Skorpionfisch. Schwertfisch, Hai und Zackenbarsch. Und noch so viele mehr. Es ist eine faszinierende Fauna. Exotisch und farbenfroh und raffiniert.

„Lerne uns kennen: Die Fische“ von Lucia Scuderi weiterlesen

Superleser! „Hallo, Igel!“ – Sach-Geschichten für Leseanfänger

Hallo, Igel! Sach-Geschichten für Leseanfänger, 1. Lesestufe
Hallo, Igel!

Ha! Mein Lesemuffel liest! Endlich. Der Knoten löst sich. Und ich beginne mich etwas zu entspannen. Denn mitten in der zweiten Klasse wird es doch auch langsam Zeit. Finde ich.

Den Durchbruch brachte tatsächlich eine Schulaufgabe. Die flatterte letzte Woche während der (ersten) Klassen-Quarantäne des Herbstes per Padlet zu uns in den Heimunterricht. Die Kinder sollten eine Lesetagebuch anlegen. Dafür sollten sie sich selbst ein Buch aussuchen. Und dieses Buch dann komplett lesen. Was soll ich sagen? Der Chef liest!

Seine Wahl fiel auf „Hallo, Igel“ aus der Superleser!-Reihe des DK Verlags. Praktisch veranlagt, wie mein Großer ist, wählte er ein Buch aus, mit dem er nicht nur ein Fach bedient. Denn im Sachunterricht geht’s grade – passend zur Jahreszeit – auch um Igel.

Große Igel-Liebe

Hallo, Igel! Sach-Geschichten für Leseanfänger, 1. Lesestufe
Hallo, Igel!

Aber bei uns herrscht insgesamt große Igel-Liebe. Schon lange. Nun liest der Chef jeden Nachmittag dem Vize zwei, drei Seiten aus „Hallo, Igel“ vor. Danach huschen hier zwei Igelkinder durch die Räume, bauen Nester und spielen Verstecken. Was ich durchgehend versuche, nicht nervig sondern niedlich zu finden… ?

Das Superleser!-Igel-Buch mag der Chef sehr. Die Größe (etwas länger als Din A5), liegt dem Siebenjährigen gut in der Hand. Die Seitenzahl (48) erschlägt ihn nicht. Das Lesebändchen ist der Hit! Für das Lesetagebuch-Projekt wählte er das Buch wegen der großen Buchstaben aus. Am besten findet er die Seite mit den Igel-Babys. Die schaut er sich täglich an. Egal welche Seiten er gerade gelesen hat. ?

Gut verdaubare Texthappen und putzige Bilder

Hallo, Igel! Sach-Geschichten für Leseanfänger, 1. Lesestufe
Hallo, Igel!

Der Chef findet den Schwierigkeitsgrad der Sätze genau richtig. Meine Meinung: Insgesamt wurde sehr auf Einfache Sprache geachtet. Doch Trennstriche irritierten den Zweitklässler schon etwas (Beispiele: „Vorder- und Hinterbeine“ oder „Hör- und Geruchssinn“).

Ansonsten: Alles top! Gut verdaubare Texthappen, putzige Bilder, verständliche Sprache – hier passt alles. Zusammen mit dem günstigen Preis (5,95 €) ein absolutes Preis-Leistungswunder. Es wird nicht das letzte Buch der Reihe sein, das bei uns einzieht.

Superleser! „Hallo, Igel!“ – Sach-Geschichten für Leseanfänger weiterlesen

Emilia Dziubak: „Das Faultier und die Motte: Die ungewöhnlichsten Tierfreundschaften“

Emilia Dziubak: "Das Faultier und die Motte: Die ungewöhnlichsten Tierfreundschaften"

Kater Homer fühlt sich nicht geschätzt. Also macht er sich auf die Suche nach neuen Freunden. Dabei schaut er sich im Tier- und Pflanzenreich um. Denn in Flora und Fauna gibt es jede Menge spannende Partnerschaften zu entdecken.

Zum Beispiel die Ameisen. Die beschützen Blattläuse und bekommen dafür leckeren Honigtau von ihnen. Oder die Grundel, die den Pistolenkrebst beschützt. Der ihr dafür eine hübsche Höhle baut. Im Pansen der Kuh und im Darm der Termiten wuseln Bakterien und Einzeller. Der Schiffshalter hält den Hai sauber. Das Eichhorn hilft den Nussbäumen bei ihrer Verbreitung. Wolf und Rabe gehen gar zusammen jagen. Und das sind nur einige der beeindruckenden Partnerschaften, die Homer uns vorstellt

Ein wahrer Augenschmaus

Emilia Dziubak: "Das Faultier und die Motte: Die ungewöhnlichsten Tierfreundschaften"

Allein wegen der Bilder ist „Das Faultier und die Motte“ ganz großes Vergnügen. Die Illustrationen von Emilia Dziubak sind wie immer ein wahrer Augenschmaus. Chef (7) und Vizechef (fast 4) lieben die Zeichnungen sehr. Die einzelnen Motive vermitteln deutlich, wie es um die tierischen Freundschaften bestellt ist.

Mit den Texten tun wir uns dagegen ein wenig schwer. Zwar begeistern die kompakten Informationen besonders meinen wissbegierigen Zweitklässler. Doch die manchmal eingestreuten lateinischen Namen verwirrten uns. Warum wird nicht jedes Tier, nicht jede Pflanze auf Latein vorgestellt? Warum die einen, aber nicht die anderen?

Auch die Rahmenhandlung um Kater Homer irritierte uns. Der Dreijährige schätzte Homer. Ihm gefiel insbesondere Homers Heimkehr sehr. Doch der Wechsel von Geschichte und Sachbuch war eine Herausforderung für ihn. Der Kater als Erzähler ungewohnt. Dem Siebenjährigen gefiel die Rahmenhandlung gar nicht. Bei ihm wäre ein reines Sachbuch wesentlich besser angekommen.

Symbiosen aus Flora und Fauna

Am Ende überrascht das Buch mit einem Quiz („Welcher Freundestyp bist Du?“). Meine Jungs interessierte das nicht die Bohne. Dagegen fanden Chef und Vize das abschließende Labyrinth klasse. Für mich passte dieser Quiz- und Rätselteil wiederum weder zum Sachbuch noch zur Geschichte.

Ich bin hin und her gerissen. Allein für die Zeichnungen liebe ich „Das Faultier und die Motte“. Die Idee, Symbiosen aus Flora und Fauna schon kleinen Kindern nahe zu bringen, ist absolut großartig!

Emilia Dziubak: „Das Faultier und die Motte: Die ungewöhnlichsten Tierfreundschaften“ weiterlesen

„Die Umweltkonferenz der Tiere“ von Anita van Saan und Dorothea Tust

„Die Umweltkonferenz der Tiere“ von Anita van Saan und Dorothea Tust

„Es war an einem Tag im Lenz,
da trafen sich zur Konferenz,
…[viele, viele Tiere]…

Man kam, um sich zu informieren,
zu demonstrieren, diskutieren.
Wie ohne Streit und ohne Zwist
der Natur zu helfen ist.“

Der Natur geht’s nämlich gar nicht gut. Das berichten nacheinander Biene, Biber, Fledermaus und Gorilla; Panda, Tiger und Kamel; Maus, Eisbär, Wal und Clownfisch. Alle berichten sie von katastrophalen Entwicklungen auf Feldern, in Wäldern, in Wüste und Meer, im Dschungel und der Antarktis.

Und klar ist: Der Mensch ist die Wurzel allen Übels. So sagt die Biene „ich versteh dich! Oft sind Menschen unausstehlich. Doch kleine Kinder meistens nicht sie haben eine andre Sicht.“

Und genau diese Kinder erfahren in dem Sachbilderbuch „Die Umweltkonferenz der Tiere“ ganz viele Hintergründe über die Probleme, die wir Menschen unserer Umwelt bereiten. In rhythmischen Reimen stellt jeweils ein Tier sein Problem vor.

„1, 2, 3, 4, Gift im Wasser hassen wir!“

Die Biene erzählt von Gift auf den Feldern. Der Biber von Flussbegradigungen. Der Abendsegler vom Baumsterben. Gorilla und Panda beklagen das Schrumpfen ihrer Lebensräume. Darunter leidet auch der Tiger. Außerdem begehrt der Mensch sein Fell. Dem Kamel geht’s noch ganz gut. „Doch andre Tiere haben’s schwer, denn Wüste gibt es immer mehr.“ Auch die Mäuse beklagen den Treibhauseffekt. Dem Eisbären erzählt sie damit nichts Neues. Ihm bereiten auch noch Schmutz und Bohrungen Sorgen. Dem Wal liegt Plastik schwer im Magen, der Clownsfisch sorgt sich ums Korallensterben.

„Die Umweltkonferenz der Tiere“ von Anita van Saan und Dorothea Tust

Knackige Sachtexte mit kompakten Hintergrundinfos ergänzen die Protestverse der Tiere. Anita van Saans Reime sind fluffig, lustig, einnehmend. In den lexikalen Begleittexten vermittelt die Biologin kurz und sehr verständlich das Warum. Warum haben es Gorilla, Tiger und Panda so schwer? Weshalb finden die Bienen keine Blüten mehr? Wieso fehlt dem Eisbär Lebensraum?

„Schlechte Luft und harte Zeiten, wir müssen für das Klima streiten“

Die Kombination von unterhaltsamen Reimen und informativem Sachtext finde ich sehr gelungen. Wenn der Vizechef (3) mir das Buch bringt, lese ich ihm meist nur die Reime vor. Dagegen interessiert sich der Chef (7) mehr für die Hintergründe. Beide mögen das Buch sehr.

„Die Umweltkonferenz der Tiere“ von Anita van Saan und Dorothea Tust weiterlesen

„Ein Baum für Tomti“ – so macht Naturkunde Spaß!

Nina Blazon und Karin Lindermann: "Ein Baum für Tomti"
Nina Blazon und Karin Lindermann: Ein Baum für Tomti

Maja und ihre kleine Schwester Fini staunen nicht schlecht, als sie den kleinen Jungen in ihrer Küche entdecken. Mit seiner Grasjacke, den moosgrünen Hosen und den Rindenstiefeln sieht er nicht aus wie ein Gespenst. Ist er ein Zwerg? Ein Kobold? Nein, Tomti ist ein Baumgeist!

Doch leider weiß der kleine Baumgeist nicht, wohin er gehört. Während seines Winterschlafs ist ihm sein Baum abhandengekommen. Erst wackelte der Baum, dann brüllte und blitzte es. Tomti flüchtete. Mit Kopfschmerzen und ohne eine leise Ahnung, woher er kommt, wachte er in der Zimmerpalme der Lindemanns auf. Doch die Palmenwohnung ist viel zu klein für ihn. Kurzerhand beschließen die Mädchen, dem kleinen Baumgeist bei der Wohnungssuche zu helfen.

Auf der Suche nach dem perfekten Baum

Sie holen Majas besten Freund Konrad an Bord und begeben sich auf die Suche nach dem perfekten Baum für Tomti. Doch in der Stadt ist das gar nicht so einfach. Die meisten Bäume sind schon bewohnt. Oder wollen gar nicht bewohnt werden. Und überhaupt sind Bäume in der Stadt ja eher Mangelware. Dennoch: Die vier Freunde geben nicht auf. Dabei lernen sie allerhand Wissenswertes über Bäume an sich und über verschiedene Baumsorten im Speziellen.

„Ein Baum für Tomti“ – so macht Naturkunde Spaß! weiterlesen