„Hier lang! Da lang!“ von Doreen Cronin und Renata Liwska

„Hier lang! Da lang!“ von Doreen Cronin und Renata Liwska

„Brumm, Pieps und Glitschi machten sich früh auf, um den besten Platz zu finden, wo sie den Tag verbringen wollten.“ Bär Brumm will hier lang. Zum Strand. Aber Vogel Pieps möchte da lang. In die Berge. Derweil packt Schnecke Glitschi etwas zu essen ein…

Bald hat Brumm Hunger. Bald ist Pieps müde. Ein Snack wäre jetzt gut. Doch wo ist Glitschi mit dem Essen hin? Sie entdecken eine Heidelbärspur. Hier lang. Und da lang. Zum besten aller Plätze.

Eine lehrreiche Geschichte ohne Moralkeule

„Hier lang! Da lang!“ von Doreen Cronin und Renata Liwska

In „Hier lang! Da lang!“ begleiten wir drei Freunde in einem ganz normalen Tag. Den jeder mit eigenen Erwartungen füllt. Mit wenigen Worten und weichen, sparsamen Zeichnungen eröffnet das Bilderbuch eine Situation, die Kinder nur zu gut kennen. Zeigt, dass Kompromisse möglich sind. Dass alle zusammen glücklich sein können. Auch wenn dann vielleicht keiner genau das bekommt, was er am Anfang wollte.

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Eine Bereicherung für unser Homeschooling: „Mein großes Buch der Erde“

„Mein großes Buch der Erde“ Pop-up-Buch

Als dieses Sachbuch für Kinder bei uns einzog, löste es wahre Begeisterungsstürme aus. Vollkommen überwältigt bestaunten Chef (7) und Vizechef (4) die großen Seiten mit ihren vielen Mitmach-Elementen. Je mehr Klappen und Schieber sie entdeckten, desto größer wurde ihre Freude.

Damit bereicherte „Mein großes Buch der Erde“ unseren Heimschul-Sachunterricht sehr. Selbst wenn die Luft am Nachmittag raus war und alle eigentlich nur noch eine Folge Ninjago schauen wollten – mit diesem Buch schummelte ich den Jungs dann doch noch etwas Sachkunde-Wissen unter.

Wobei meist der Vierjährige die treibende Kraft war. Und ist. Er liebt dieses Sachbuch sehr. Jedes Mal – wirklich jedes Mal! – wenn er die Seite mit dem Vulkan aufklappt entfleucht ihm ein erstauntes: „Woah!“. Es ist aber auch einfach beeindruckend, wenn der ca. 20 cm hohe Pop-up-Vulkan aus den Buchseiten schießt.

Erstaunliche Effekte

„Mein großes Buch der Erde“ Pop-up-Buch

Auch der Siebenjährige mag die interaktiven Elemente. Schon die Erde auf der ersten Seite überzeugte ihn. Durch das Umklappen der „Oberfläche“ schauen wir nämlich ins Innere unseres Planeten. Im Schnitt zeigen sich alle Erdschichten. Inklusive der Ozeane und tektonischen Platten.

Wie die sich bewegen, erfahren wir sehr anschaulich auf der nächsten Seite. Wo wir per Schieber die Indische Platte auf die Eurasische knallen lassen. Um den Himalaja aus der Seite wachsen zu lassen. Außerdem können wir hier tektonische Platten auseinanderdriften und aneinander reiben lassen. Die Auswirkungen sind erstaunlich.

So macht Sachkunde Spaß

„Mein großes Buch der Erde“ Pop-up-Buch
Tektonische Platten „falten“ den Himalaja

Eine große Ausklappseite zeigt uns, wie das Leben auf der Erde entstand. Wie es sich veränderte. Danach wird der Wasserkreislauf erklärt. Mit einem famosen Ausklapp-Diorama. Auch unsere Atmosphäre schießt über das Buch hinaus. Das beeindruckt und bleibt in Erinnerung.

Dagegen sind die Seiten zu Klima und Rohstoffe unaufgeregter. Doch auch hier gibt es hinter zahlreichen Klappen viel zu entdecken. So einprägsam vermittelt, haftet das Wissen bei den Jungs hoffentlich besser als bei mir. Denn ich habe all dieses Schulwissen schon lange wieder vergessen.

Unser Fazit: Spielerisch, farbenfroh und aufregend vermittelt dieses Sachbuch Grundlagenwissen über unsere Erde. So macht Sachkunde Spaß.

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Großer Bärenzirkus, großer Spaß! (Für Große und Kleine.)

Benjamin Chaud: Großer Bärenzirkus
Benjamin Chaud: Großer Bärenzirkus

An einem wunderschönen Frühlingsmorgen wacht der kleine Bär alleine in der Bärenhöhle auf und beschließt den Wald zu erkunden. Da entdeckt er ein Leuchten hinter den Bäumen. Er folgt ihm und findet eine belebte Lichtung. Der sonnige Weg führt ihn in eine Höhle. Ein Rohr zu einem Zirkus.  Und – hach – was der kleine Bär dort alles erlebt und entdeckt, das findet Ihr am besten selber heraus.

Im Bilderbuch „Großer Bärenzirkus“ des französischen Illustrators Benjamin Chaud begleiten wir den kleinen Bären auf 32 kunterbunten Seiten durch das Gewusel, Gewimmel und Gewühle seiner Traumwelt. Wirkt anfangs alles noch realistisch und bekannt, werden Figuren und Handlung Seite für Seite verrückter und traumhafter. Im Wald ist alles friedlich. Es gibt zwar viel zu sehen, aber es sieht so aus, als ob der Bär wirklich nur einen kleinen Ausflug macht. In der Höhle schläft dagegen ein Mammut, ein U-Boot befindet sich auf Tauchfahrt im unterirdischen See und ältere Kinder identifizieren vielleicht sogar einen weißen Hasen, der auf seine Taschenuhr schaut und Alice in ihr Wunderland folgt. Großer Bärenzirkus, großer Spaß! (Für Große und Kleine.) weiterlesen

Anschauliches Porträt über die Gesellschaft zur Zeit des ersten Weltkriegs

Herbert Günther: Zeit der grossen Worte
Herbert Günther: Zeit der grossen Worte

Paul ist 14 Jahre alt, als der erste Weltkrieg beginnt. Pauls Vater und sein älterer Bruder gehören zu den ersten, die sich freiwillig als Soldaten melden. Wie der Großteil des Volkes begrüßen sie die Entwicklung, sind Feuer und Flamme. Der Krieg wird sicher schnell zu Ende sein. Mit den Deutschen legt man sich nicht an. Doch schnell zeigt sich, dass ein Krieg keinen Spaß macht und weder ehrenwert noch befreiend ist. Und schnell vorbei ist er schon gar nicht.

Hunger, Armut, Verzweiflung, ein Heer Verwundeter und Toter, die ständige Angst um Bruder und Vater – es ist eine harte Zeit, in der Paul erwachsen wird. Anschauliches Porträt über die Gesellschaft zur Zeit des ersten Weltkriegs weiterlesen