„Milchzähne“ von Helene Bukowski: Ein düsterer, postapokalyptischer Albtraum

Helene Bukowski: "Milchzähne" (Cover von netgalley.de abfotogafiert)
Helene Bukowski: „Milchzähne“ (Cover-Quelle: netgalley.de)

Skalde lebt mit Ihrer seltsam abwesend wirkenden Mutter Edith irgendwo in dem Land hinter der gesprengten Betonbrücke. Die Menschen der Gegend sprengten die Brücke aus Angst vor den Anderen. Vor denen, die vor der Katastrophe flüchten. Vor der Hitze. Vor dem Chaos, dass auch Edith vor mehr als 20 Jahren in die Gegend trieb wie ein Stück Treibholz. Teil des Landes, an das der Fluss sie spülte, wurde Edith aber nie.

Skalde und Edith waren ein Herz und eine Seele, bis Skalde die Milchzähne ausfielen. Wie den Menschen in der Gegend. Dieser Verlust trieb einen Keil zwischen die beiden. Skalde blieb sich selbst überlassen, während sie zu einer Frau heranwuchs. Das Zusammenleben zwischen der extravaganten, unbeherrschten Mutter und dem bodenständigen, angepassten Kind – reine Zweckgemeinschaft.

Bis Meisis auftaucht. Das Kind mit den feuerroten Haaren kommt nicht aus der Gegend. Die Einheimischen wollen es nicht. Skalde nimmt es dennoch bei sich auf. Gegen den Willen aller. Das Auftauchen des Kindes, die immer heißer werdenden Tage, die ausgehenden Vorräte – das mühsam aufrechterhaltene Gleichgewicht beginnt zu wanken.

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Spannend, lehrreich und lustig – für Groß und Klein.

Dave Shelton: Bär im Boot
Dave Shelton: Bär im Boot

Ein Junge steigt in ein winziges Ruderboot. Er möchte rüber auf die andere Seite. Dem Bär ists recht und los geht die 304 Seiten lange Reise.

Ein Kinderbuch mit über 300 Seiten? Das klingt erst einmal viel. Doch die großen Buchstaben und die zahlreichen Illustrationen relativieren diese Zahl gründlich. Bär im Boot lässt sich flott und wunderbar vorlesen.

Langeweile kommt nicht auf. Und das, obwohl Kulisse und Charaktere arg begrenzt sind. Da gibt es das Boot. Um das Boot herum viel Wasser und über dem Boot den Himmel. Viele, viele Seiten lang bestimmt diese blaue Landschaft die Reise der beiden Bootreisenden, die einsam durch das Blau rudern. Spannend, lehrreich und lustig – für Groß und Klein. weiterlesen

Stefan aus dem Siepen: „Das Seil“

Stefan aus dem Siepen: "Das Seil"
Stefan aus dem Siepen: "Das Seil"

„Auf dem Boden lag ein Seil – nichts weiter.“ Allein dieser Satz auf dem Rücken des Buches mit dem unprätentiösen und mehr als passenden Titel Das Seil überzeugte mich, es unbedingt lesen zu wollen. Der Klappentext beschreibt Stefan aus dem Siepens 175-seitigen Roman als „glänzend geschriebene Parabel“, die „den Einbruch des Unbegreiflichen und Chaotischen in eine wohlgeordneten Welt“ schildert. Stefan aus dem Siepen: „Das Seil“ weiterlesen