Regula Ysewijn: „Das offizielle Downton-Abbey-Weihnachtskochbuch“

Regula Ysewijn: „Das offizielle Downton-Abbey-Weihnachtskochbuch“

Na, wisst Ihr schon, was bei Euch Heiligabend auf den Tisch kommt? Gibt es etwas Einfaches wie Würstchen und Kartoffelsalat? Oder lasst Ihr es kulinarisch so richtig krachen? Also, wir gönnen uns was. Gerade in diesem Jahr! Dafür lasse ich mich vom offiziellen „Downton-Abbey-Weihnachtskochbuch“ inspirieren.

Denn ich bin ein riesiger Fan der britischen Fernsehserie „Downton-Abbey“. Alle sechs Staffeln suchteten wir durch. Den Kinofilm natürlich auch. Insbesondere begeistert mich, dass die Produktion so großen Wert auf Detailgenauigkeit und Realität legt. Damit erweckt sie den Start des 20. Jahrhunderts und die beginnende Moderne zum Leben. Diese Zeit finde ich unglaublich spannend: Die Mode, die Umbrüche in der Gesellschaft, die enormen Fortschritte der Technik. Es war eine so aufregende Zeit!

Doch einen großen Teil meiner Faszination für die Serie macht definitiv das Essen aus. Das Gewusel in der Küche. Die opulenten Gedecke im Speisezimmer. Seit ich denken kann, hege ich eine Liebe für britische Gerichte. So hat das englische Essen meiner Meinung nach absolut zu Unrecht einen schlechten Ruf. Deswegen freute ich mich riesig über dieses Buch!

Gräflicher Themenabend

Regula Ysewijn: „Das offizielle Downton-Abbey-Weihnachtskochbuch“

Die flämische Lebensmittelhistorikerin Regula Ysewijn stellt uns in diesem Weihnachtskochbuch britische Gerichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vor. Genau solche Gerichte, wie sie in einem herrschaftlichen Haus wie dem der Granthams zu den Festtagen serviert worden wären. Mit diesen Rezepten gerüstet, steht einem gräflichen Themenabend nichts entgegen. Denn die Rezepte sind verständlich erläutert und wirklich nachkochbar. Von der Vorspeise über die Zwischen- und Hauptgerichte bis zu den Häppchen, Nachspeisen und Getränken.

Es gibt so Einiges zu entdecken, hier nur eine kleine Auswahl: Ochsenschwanz-Consommé, Lachs- und Fleischpasteten. Danach Coq au vin oder Madras-Chicken-Curry, Yorkshire Christmas Pie oder Yorkshire Pudding. Vielleicht mit Brandy-Butter? Oder doch lieber mit Brot-Sauce? Als Nachtisch Plum Pudding, Mince Pies, Trifle oder Weihnachtskuchen. Als Abschluss Milk Punch, Cider-Punsch oder Egg-Flip. Wenn ich nur so viel essen könnte (und Küchenpersonal hätte)… ich würde über die Weihnachtstage alles zubereiten.

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„Artgerechte Ernährung“ – mein Ausflug ins Kochbuch-Genre

Artgerechte Ernährung. Das Kochbuch von Dr. med. Matthias Riedl und Anna Cavelius
Artgerechte Ernährung. Das Kochbuch von Dr. med. Matthias Riedl und Anna Cavelius

Ich blogge gerade echt gerne. Mit allem, was dazu gehört. Dieses Jahr tobte ich mich schon bei der Instagram-Challenge „Meet the Blogger“ aus, besuchte die fantastische LitBlog Convention, wusel rum und halte die Augen offen. So stolperte ich über die diesjährige Challenge von NetGalleyDE.

NetGalley verbindet professionelle Leser (Journalisten, Buchhändler, aber eben auch Blogger) mit den Verlagen und ihren Rezensionsexemplaren (in Form von E-Books). Eine unglaublich praktische Plattform für lesebegeisterte Schreiberlinge.

In der #NetGalleyDEChallenge geht es nun darum, vier Wochen lang so viele neue Bücher kennenzulernen wie möglich. Ein Buch aus der Challenge habe ich Euch hier im Blog schon vorgestellt -> Witchmark von C. L. Polk. Neben der Hauptaufgabe besonders viele Bücher zu lesen – und natürlich auch zu rezensieren – stellt Netgalley im Laufe des Wettstreits auch drei Mini-Challenges. Die erste Aufgabe bestand darin, Einblick in sein Lesetagebuch zu geben oder (in meinem Fall) eines zu erstellen. Das machte Spaß und war unglaublich nötig.

Die zweite Mini-Challenge forderte mich nun aber tatsächlich heraus. Wir sollen ein neues Genre entdecken. Für mich Genre-Hüpfer echt schwierig. Sachbücher lese ich allerdings wirklich selten. Und Kochbücher stelle ich mir in Zeiten von Chefkoch und Co. auch kaum welche ins Regal. Also nutzte ich den Stupser und gab dem Kochbuch Artgerechte Ernährung des NDR-Ernährungs-Docs Dr. Matthias Riedl eine Chance. Und – lange Rede kurzer Sinn – darum geht es in diesem Beitrag eigentlich.

Gesund Essen

Dr. Riedl brachte Anfang des Jahres einen Ratgeber mit dem Titel: Artgerechte Ernährung: Heilung für Beschwerden, die Ärzte ratlos machen heraus. Im Grunde geht es darum, dass gesundes Essen – nun ja – gesund ist. Der Mensch soll sich so ernähren, wie es seiner Entwicklung angemessen ist. Eine falsche Ernährung mache krank. Das ist jetzt keine neue und auch keine seltene These. Aber jeder Gesundheitsguru zieht dazu seine eigenen Schlüsse und gibt andere Ratschläge. Riedl zieht Ernährungsgewohnheiten aus Gebieten der Erde heran, in denen die Bevölkerung besonders alt wird: Italien, Island, Schweiz, Singapur, Australien, Spanien, Japan, Schweden, Luxemburg und Israel.

Daraus folgert der Mediziner, dass gesundes Essen ballaststoff- und kohlenhydratreich und zu 80 % pflanzlich sein sollte. Es sollte viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, wenig rotes und viel weißes Fleisch. Außerdem gehörten hochwertige pflanzliche Proteine, Nüsse, Gewürze und Kräuter dazu. Der Mensch solle auf Ausgewogenheit, Vielfalt, Regionalität, Saisonalität achten, sich bewegen und soziale Kontakte pflegen. Klingt vernünftig. Und damit der geneigte Leser direkt mit der gesunden Ernährung loslegen kann, erschien im März das passende Kochbuch zum Ratgeber.

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