„Das Wiehern der Seepferdchen“ von Jochen Weeber

„Das Wiehern der Seepferdchen“ von Jochen Weeber

„Manchmal ist mein Herz ein Restaurant, in dem seit Wochen keine Gäste mehr sind. Muffiges Licht, der Koch hat gekündigt und die Kellnerin tröstet den Chef hinterm Tresen….

Aus „Das Wiehern der Seepferdchen“ (Seite 5)

Heute mal ganz kurz: „Das Wiehern der Seepferdchen“ ist eine ganz wundervolle, eine herausragende Sammlung kurzer Erzählungen. Jochen Weeber ging mit dem Kescher durchs Leben. Fischte uns atmosphärische, dichte, feinsinnige Miniaturen voller Seele. Voller Poesie. Sein Fang ist lyrisch; menschlich. Es geht um das Wesentliche: die Liebe, den Tod, das Zurückbleiben, den Duft des Tages in Kinderhaaren, um Gesang.

Den magisch gesetzten Worten nachsinnen

„Das Wiehern der Seepferdchen“ von Jochen Weeber

20 dieser fein schwingenden Geschichten präsentiert uns Weber in seinem 96-seitigen Bändchen. Die Längste ist gerade mal 12 Seiten lang. Die Kürzeste passt auf eine. Doch nie sind sie zu kurz. Immer genau richtig. Nach jeder verspürte ich den Drang weiterzulesen. Meistens zwang ich mich dazu, innezuhalten. Den so magisch gesetzten Worten nachzusinnen. Dem Geschrieben Zeit zu geben, sich zu setzen. Zu mir zu setzen. Noch ein wenig zu plaudern. Denn Weebers Worte klingen nach. Sehr gerne spreche ich für dieses Kleinod eine dringende Leseempfehlung aus!

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„Enzo – Oder: Warum es in Ordnung ist, Angst zu haben“

„Enzo – Oder: Warum es in Ordnung ist, Angst zu haben“ von Jochen Weeber und Fariba Gholizadeh

Der kleine Esel Enzo eroberte in „Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss“ unsere Herzen im Sturm. Umso gespannter waren wir auf den zweiten Band. Wie würde uns der zweite Teil gefallen? Käme die Fortsetzung an den ersten Teil heran?

Wir hätten uns die Gedanken sparen können. „Enzo – Oder: Warum es in Ordnung ist, Angst zu haben“ begeisterte uns mindestens genauso.

Angst haben ist voll ok!

Auf seinem Weg zu Doktor Eule sagt sich Enzo immer wieder, dass er ein mutiger kleiner Esel ist. Doch im Wartezimmer verlässt ihn der Mut. Da nutzt der Mut-mach-Zettel nichts. Selbst sein Lieblingsbuch hilft nicht. Also flitzt er – zack – nach draußen.

Wo er den Hasen trifft. Sein Freund begleitet ihn zurück ins Wartezimmer. Rät, an Schönes zu denken. Aber… ach… Enzo flitzt flugs wieder fort. Wo er das Eichhörnchen trifft. Das ihm einen Glücksbringer schenkt.

Nun, Enzo versucht es ganz tapfer. Immer wieder. Auch der Hahn weiß Rat. Genauso die Kuh. Schlussendlich schafft er es zum Arzt. Mit ganz viel Unterstützung seiner Freunde. Mit viel Einfühlungsvermögen. Einem verständnisvollen Doktor und Freunden, denen es eigentlich genauso geht.

Zusammen geht’s

„Enzo – Oder: Warum es in Ordnung ist, Angst zu haben“ von Jochen Weeber und Fariba Gholizadeh

Ach je, der Enzo. Leute, ich leg ihn Euch so sehr ans Herz. Uns begeisterte ja schon seine Suche nach etwas, was er richtig gut kann. Doch sein Kampf gegen die fiese Angst, lässt uns nochmal so richtig mitfiebern.

Wie gut kennen wir diese Wackelpuddingbeine. Wie nervös sind wir selbst vor Spritzen. Oder dem ersten KiTa-Tag nach einer längeren Pause. Oder überhaupt vor allem Neuen. Wenn dann Freunde dabei sind (oder Papa oder Mama oder eine Horde Kuscheltiere), fällt alles nur halb so schwer.

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„Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss“ von Jochen Weeber und Fariba Gholizadeh

Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss
Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss

Der kleine Esel Enzo verzweifelt. Er scheint einfach nichts gut zu können. Noch nicht einmal den roten Luftballon aufzupusten klappt. Pfffft – saust der Ballon dem Häschen ans Köpfchen. Und ach, was weint es! Doch gar nicht wegen des Ballons. Auch dem Hasen gelingt etwas nicht. Es ist zum Haare raufen.

Aber Enzo tröstet das Hasenkind. Denn ihm fällt ein, dass es richtig gut singen kann. Lächelnd versucht das Häschen nun den Ballon aufzublasen. Als er einigermaßen voll ist, passiert es… Pffft – diesmal erwischt es die Kuh. Auch sie ist traurig. Sie möchte doch so gerne schöne Schiffchen falten.

So saust der Ballon von Tier zu Tier. Alle können etwas nicht. Dennoch gelingt es Enzo immer, gute Laune zu verbreiten. Jedes Mal lenkt er den Blick der traurigen Tiere auf ihre Stärken. Nur er selbst weiß weiterhin nicht, was er gut kann. Dafür wissen es seine Freunde umso besser. 😉

Ganz viel Liebe für Enzo

Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss
Enzo von hinten

Enzo eroberte ganz schnell unsere Herzen. Schon die Anfangssituation ist uns so vertraut. Wie oft versuchte der Vize (4) schon einen Ballon aufzupusten. Und wie oft scheiterte er. Selbst dem Chef (7) gelingt es nicht immer. Geschweige denn mir…

Damit gewann Enzo schon auf den ersten Seiten ganz viel Liebe. Wie er dann die anderen Tiere tröstet, ihre Stärken erkennt und Freude verbreitet – das machte auch uns froh. Am Ende konnten wir seinen Freunden nur zustimmen. Enzo ist ein ganz toller Esel!

Jochen Weeber schrieb mit „Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss“ eine aufbauende, zuversichtliche, herzerwärmende Geschichte für Kinder ab 3 Jahren. Sogar mein Siebenjähriger identifizierte sich mit den knuffigen Tieren. Denn in der Schule wird es ja nicht besser. Eigentlich gibt es doch das ganze Leben lang etwas, das man nicht können muss. Auf jeden Fall nicht sofort.

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