„Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss“ von Jochen Weeber und Fariba Gholizadeh

Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss
Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss

Der kleine Esel Enzo verzweifelt. Er scheint einfach nichts gut zu können. Noch nicht einmal den roten Luftballon aufzupusten klappt. Pfffft – saust der Ballon dem Häschen ans Köpfchen. Und ach, was weint es! Doch gar nicht wegen des Ballons. Auch dem Hasen gelingt etwas nicht. Es ist zum Haare raufen.

Aber Enzo tröstet das Hasenkind. Denn ihm fällt ein, dass es richtig gut singen kann. Lächelnd versucht das Häschen nun den Ballon aufzublasen. Als er einigermaßen voll ist, passiert es… Pffft – diesmal erwischt es die Kuh. Auch sie ist traurig. Sie möchte doch so gerne schöne Schiffchen falten.

So saust der Ballon von Tier zu Tier. Alle können etwas nicht. Dennoch gelingt es Enzo immer, gute Laune zu verbreiten. Jedes Mal lenkt er den Blick der traurigen Tiere auf ihre Stärken. Nur er selbst weiß weiterhin nicht, was er gut kann. Dafür wissen es seine Freunde umso besser. 😉

Ganz viel Liebe für Enzo

Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss
Enzo von hinten

Enzo eroberte ganz schnell unsere Herzen. Schon die Anfangssituation ist uns so vertraut. Wie oft versuchte der Vize (4) schon einen Ballon aufzupusten. Und wie oft scheiterte er. Selbst dem Chef (7) gelingt es nicht immer. Geschweige denn mir…

Damit gewann Enzo schon auf den ersten Seiten ganz viel Liebe. Wie er dann die anderen Tiere tröstet, ihre Stärken erkennt und Freude verbreitet – das machte auch uns froh. Am Ende konnten wir seinen Freunden nur zustimmen. Enzo ist ein ganz toller Esel!

Jochen Weeber schrieb mit „Enzo – Oder: Was man alles nicht können muss“ eine aufbauende, zuversichtliche, herzerwärmende Geschichte für Kinder ab 3 Jahren. Sogar mein Siebenjähriger identifizierte sich mit den knuffigen Tieren. Denn in der Schule wird es ja nicht besser. Eigentlich gibt es doch das ganze Leben lang etwas, das man nicht können muss. Auf jeden Fall nicht sofort.

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Manche Gefühle wirken overacted

Fotokarten Gefühle: Für Kindergarten, Schule, Elternbildung und Teamarbeit
Fotokarten Gefühle: Für Kindergarten, Schule, Elternbildung und Teamarbeit

Die 32 schwarz-weißen Fotokarten „Gefühle: Für Kindergarten, Schule, Elternbildung und Teamarbeit“ von Sandra Irmler und Jeanette Boetius sollen der „emotionalen Erziehung“ dienen. Das heißt, Kinder (und Erwachsene) sollen daran lernen Gefühle zu deuten und Mimik zu lesen; sich selbst und ihr Gegenüber besser zu verstehen.

Die Gesichtsausdrücke auf den Fotos wurden von verschiedenen Kindern (und mir) nicht immer passend zum dafür verantwortlichen Gefühl gewertet. So wurde z.B. Neugier als Schock, Interesse als Rumalbern, Stärke als Aggression und Enttäuschung als Arroganz gedeutet.

Laut der beiliegenden Infokarten sind die Fotos über viele Jahre, in intensiven Gesprächen und Sitzungen mit den fotografierten Kindern entstanden. Die Kinder hätten bei den Gesprächen genau das Gefühl empfunden, dass auf der Karte zu sehen sei. Das unterschiedliche Menschen unterschiedliche Gefühle in die Gesichtsausdrücke hineininterpretieren, sei normal und für Diskussionen über die Wahrnehmung durchaus gewollt. Nun ja. Das mag im Grunde ja so stimmen, dennoch: Ich empfinde einige Karten als arg überzogen, overacted und dadurch unpassend. Gerade, wenn man doch eigentlich das Feingefühl für Mimik und Gefühlswelt schulen möchte… Manche Gefühle wirken overacted weiterlesen