Lisa Keil: „Bleib doch, wo ich bin“

Lisa Keil: "Bleib doch, wo ich bin"
Lisa Keils Liebesroman: „Bleib doch, wo ich bin“

„Aber Kaya, du bist meine letzte Rettung und außerdem meine Lieblingstante.“ Mit diesen Worten schubst Kayas Nichte Milli ihre Tante in einen verwirrend, gefühlschaotischen Frühling voller Herz und Schmerz und Durcheinander. Um Milli vor dem Zorn ihrer strengen Mutter zu schützen schlüpft die Mittzwanzigerin in die Haut ihrer älteren Schwester. Und damit startet ein heiter-tragisches Verwechslungswirrwarr.

Denn wegen einer Wette mit ihrer besten Freundin, flirtet Kaya auf einem Dorffest mit Lasse. Millis Lehrer! Sie erkennt ihn nicht. Und er fragt sich natürlich, was da um alles in der Welt in die Mutter seiner Schülerin gefahren ist. Nun ja, die Missverständnisse nehmen ihren Lauf. Und die Gefühle galoppieren hinterher.

Nachvollziehbar menschlich und chaotisch-bekloppt

Lisa Keil erzählt die Geschichte flott daher. Wunderbar fließend, natürlich. Lebendig, lustig, liebenswert – und hin und wieder auch angenehm-prickelnd erotisch. Die Verwirrungen und Irrungen sind nachvollziehbar menschlich und chaotisch-bekloppt.

Die quirlige, selbstbewusste Kaya muss man einfach mögen. Sie lebt ein Leben, dass ich selber gerne führen würde. Zumindest so ähnlich. Ohne Pferd… Rob und Lasse sind Kerle zum Dahinschmelzen. Gutaussehend, witzig, verständnisvoll. Vielleicht ein wenig zu glatt. Zu perfekt.

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Wo die Freiheit wächst – Briefroman zum Widerstand der Edelweißpiraten

Frank Maria Reifenberg: Wo die Freiheit wächst - Briefroman zum Widerstand der Edelweißpiraten
Frank Maria Reifenberg: Wo die Freiheit wächst – Ein Briefroman zum Widerstand der Edelweißpiraten

Lene macht eine Ausbildung im Friseursalon von Madame Céline in Köln Nippes. Sie ist 16 Jahre alt. Sie mag Bücher, lässt sich von Jungs den Kopf verdrehen und hegt eine unverwüstliche, beste Freundschaft zu Rosi. Lene ist ein ganz normales Mädchen. Doch die Zeiten sind nicht normal.

Wir befinden uns im Jahr 1942. Bombenangriffe der Alliierten gehören zu Lenes Leben. Rosi flüchtete schon aufs Land. Die Freundschaft wurde zur Brieffreundschaft. Lenes großer Bruder Franz kämpft an der Ostfront. Ihr kleiner Bruder entwickelt sich zum glühenden Nazi. Ihre kleinen Schwestern kennen keinen Frieden. Ihre Mutter ist nur noch ein Schatten. Ihr Vater? Vermisst. Lene versucht ihren Weg durch die Trümmer zu finden, ohne sich selbst und die Menschlichkeit zu verlieren.

Es fühlt sich so echt an, weil es so echt ist

Knapp ein Jahr begleiten wir Lene. Schauen Ihr beim Briefeschreiben über die Schulter. Und dürfen Nachrichten ihrer Lieben an sie lesen. Denn Wo die Freiheit wächst ist ein Briefroman. Ungewöhnlich und gewöhnungsbedüftig. Schwierig. Doch lohnend. Ich brauchte lange, um in die Geschichte rein zu finden. Aber dann fühlte sich das Geschehen so nah an, so intensiv, so persönlich, dass ich mit Lene auf jeden neuen Brief fieberte. Ich lauschte ihren Gesprächen. War heimlich Zeuge von Dingen, die doch keiner wissen sollte. Keiner wissen durfte.

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