Monica M. Vaughan: "K.I. – Freundschaft vorprogrammiert"

Monica M. Vaughan: „K.I. – Freundschaft vorprogrammiert“

Monica M. Vaughan: "K.I. – Freundschaft vorprogrammiert"
Monica M. Vaughan: „K.I. – Freundschaft vorprogrammiert“

Danny (12) hat keine Freunde. Er geht anderen Kindern lieber aus dem Weg. Stürzt sich in die virtuellen Abenteuer von „Land X“. Doch dann lernt Danny Eric kennen.

Eric ist das absolute Gegenteil von Danny. Er will beliebt sein. Fährt die coolsten Skateboards, trägt immer die neuesten Klamotten und die angesagtesten Schuhe. Wegen dieser Schuhe erhält er von Danny auch seinen Spitznamen: Slick.

Irgendetwas stimmt nicht

Gegensätzlicher könnten die beiden Jungen nicht sein. Dennoch werden sie die besten Freunde. Sie lernen sich auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten von Slicks toter Schwester kennen. Doch: „In Wirklichkeit hat Slick nie eine tote Schwester gehabt und auch keine lebendige, aber das wusste er damals nicht, genauso wenig wie ich.“

Überhaupt: Irgendetwas stimmt nicht mit Slick. Der Junge nimmt alles ernst, versteht keinerlei Ironie. Und er merkt sich einfach alles; hat ein fotografisches Gedächtnis. Auch scheint er ein Mathe- und Technikgenie zu sein. Und warum muss er bloß jeden Freitag zum Zahnarzt? Als Danny herausfindet, was dahintersteckt, bringt das nicht nur ihre Freundschaft in große Gefahr.

Mittendrin

Monica M. Vaughan: "K.I. – Freundschaft vorprogrammiert"
„K.I. – Freundschaft vorprogrammiert“ – Rückentext

In „K.I. – Freundschaft vorprogrammiert“ erzählt uns Danny, wie seine Freundschaft mit Slick begann. Und was danach geschah. Welch grausigen Entdeckungen er macht. Danny gibt uns Slicks Tagebuch zu lesen und ergänzt es mit seinem eigenen Bericht. So sind wir mittendrin im Geschehen.

Ich fieberte sehr mit Danny und stieg voll in das Geschehen ein. Monica M. Vaughan schreibt ganz nah dran. Trifft den Ton des verunsicherten, 12-jährigen Einzelkinds Danny erstaunlich gut. Sie beschreibt eine Welt, die unsere sein könnte. Sensibilisiert für Methoden der Beeinflussung, die schon heute praktiziert werden. Von denen ich selbst als Produkttesterin und Bloggerin Teil bin. Das saß!

Wundervolle Nebencharaktere

Ganz besonders mochte ich, die Nebencharaktere! Dannys warmherzige Mutter, sein Nerd-Cousin Vito, Schulkamerad Ethan und seine Schwester Hope. Hope ist für mich sowieso die eigentliche Heldin des Buches. Sie hat das Down-Syndrom. Aber das erwähnt Vaughan nur nebenbei. Hope ist ganz selbstverständlich dabei. Als vollwertiger Teil des Teams.

Im Ganzen ist Vaughans Ton zwar altergerecht und nah an der Zielgruppe, dabei aber absolut respektvoll und warmherzig. Dannys sympatische Familie trägt ihren Teil dazu bei. Aber auch Slicks auf Logik beschränkte Beobachtungen, die frei von sozialbedingten Wertungen sind.

Ich behalte bei Weitem nicht mehr jedes Buch, aber „K.I. – Freundschaft vorprogrammiert“ bekommt einen Platz im Bücherregal. Mindestens bis meine Jungs alt genug sind, es zu lesen.

Ich danke dtv für unser kostenloses Rezensionsexemplar.

Titel: K.I. – Freundschaft vorprogrammiert
Originaltitel: Friendroid
Geschrieben von: Monica M. Vaughan
Aus dem Amerikanischen übersetzt von: Anja Hansen-Schmidt
Genre: Science Fiction, Kinderbuch, Jugendbuch
Themen: Freundschaft, Werbung, Künstliche Intelligenz, Computerspiele
Format: Hardcover, 336 Seiten
Verlag: dtv Junior
Erscheinungstermin: 25. Oktober 2019
ISBN: 978-3-4237-6264-9
Preis: 14,95 €
Altersempfehlung: ab 11 Jahren
Das Buch beim Verlag: Zu dtv
Besuch die Autorin auf instagram: @nosleepneeded

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Veröffentlicht von

Simone

Das ist mein Blog. Hier tob ich mich aus. ;) Ich bin eine unverbesserliche Leseratte. Mein Herz schlägt aber auch für Filme und Serien, frische Luft, Basteleien und gutes Essen.

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