Das Kind vom anderen Stern

„Das Kind vom anderen Stern“ von Ross Welford

Das Kind vom anderen Stern

Heiligabend in einem verschneiten Kaff in Northumberland: Die zwölfjährige Tammy verschwindet spurlos. Dafür stolpert ihr Zwillingsbruder Ethan über ein unsichtbares Ufo. Und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Mit seinem verschrobenen Kumpel Iggy, dessen Huhn Suzy und dem außerirdischen Wesen Hellyann begibt er sich auf die Rettungsmission. Doch wie soll er seine Schwester retten? Denn die hockt als Ausstellungstück in einem Zoo auf einem sehr weit entfernten Planeten.

Lobeshymne auf Menschlichkeit und Emotionen

Das Kind vom anderen Stern

Ross Welford schrieb mit „Das Kind vom anderen Stern“ wieder ein fantastisches Abenteuer. Mit wundervoll kindlichem Blick auf die Welt. Und darüber hinaus. Eine Lobeshymne auf Menschlichkeit und Emotionen.

So locker und flockig seine Sprache ist, so tief und breit sind die Probleme, die er nebenher anspricht. Sozialkritisch, gesellschaftskritisch, hintergründig. Dass starke Kinder die Welt retten, ist ja eh klar. Die Underdogs. Von dieser Welt und der anderen.

Der Chef konnte sich gut hineinversetzen

Das Kind vom anderen Stern

„Das Kind vom anderen Stern“ ist ein fantastischer Science-Fiction-Roman. Empfohlen für Kinder ab zehn Jahren. Nachdem ich meinem Siebenjährigen aber den Rückentext vorgelesen hatte, war er Feuer und Flamme. So schlugen wir die Verlagsempfehlung mal wieder in den Wind. Was gut war. Denn nach anfänglichen Längen fand der Chef die Geschichte arg spannend. So spannend, dass er es am liebsten in einem Rutsch vorgelesen bekommen hätte. Als Gutenachtgeschichte ist „Das Kind vom anderen Stern“ damit definitiv nicht geeignet.

Ethan, Iggy und sein Huhn sind ein klasse Team. Die drei machen Spaß. Dass Ethans Schwester verschwunden ist, das war für meinen Großen anfangs schon eine emotionale Herausforderung. Genauso herausfordernd wie für den Protagonisten. Schließlich hatten die beiden Geschwister sich vor dem Verschwinden noch heftig gestritten. In so eine Situation kann sich der Chef gut hineinversetzen.

Ganz viel Redebedarf

Das Kind vom anderen Stern

Als dann aber Hellyann und ihr Raumschiff immer mehr Platz einnehmen, verlor das Buch diesen Schrecken. Hellyanns Heimat und ihr Wesen an sich faszinierte den Chef viel zu sehr. Schon fing er an zu spekulieren was er tun würde. Wie würde er wohl reagieren, wenn so ein haariges, stinkendes, fremdes Wesen Hilfe brauchen würde?

Dass eine seiner Omas ähnlich cool reagieren würde, wie die Oma der Zwillinge, bezweifelte er arg. Doch setzt er seine Hoffnung in seine Eltern und ihre bekloppten Freunde.

Allein für diese Diskussionen mit meinem Erstgeborenen, danke ich Autor Ross Welford. Die machten nicht nur großen Spaß. Sie gaben mir auch so wundervolle Einblicke in sein Denken, in sein großes Herz und seinen wachen Verstand.

Triggerwarnung!

Nun werde ich ein wenig spoilern. Also Achtung!
„Das Kind vom anderen Stern“ ist keine fluffige Kinder-Fiction. Es behandelt ernste Themen wie Kindesentführung, Trennungen, überforderte Eltern, tiefe Trauer, Tod. Besonders hart dürfte es für einige Kinder sein, dass Hellyann bei der Befreiung des Erdenkindes den Heldentod stirbt.

Der Chef ist es noch nicht gewohnt, dass Charaktere sterben. Doch nahm er Hellyanns Märtyrertum tapfer hin. Es ging im Happy End der Kinder fast unter. Ja, es machte ihn traurig. Aber im fulminanten, rasanten Höhepunkt hatte er fast keine Zeit, die Konsequenz von Hellyanns Handeln zu betrauern. Im Nachgang beeindruckte ihn das aber schon. Positiv. Der Einsatz dieses fremden Wesens imponierte ihm sehr. Das abschließende Fazit des Chefs: „Ein tolles Buch!“

Ich danke dem Coppenrath Verlag für mein kostenloses Rezensionsexemplar.

Titel: Das Kind vom anderen Stern
Geschrieben von: Ross Welford („Der 1000-jährige Junge“, „Der Hund, der die Welt rettet“)
Übersetzt von: Petra Knese
Genre: Kinderbuch, Sci-Fi, Abenteuer, Science-Fiction, Bücher für mutige Kinder
Themen: Freundschaft, Gefühle, Außerirdische, Weltraumreisen, andere Planeten, Aliens, Gesellschaftskritik
Format: Hardcover mit Relieflack und Farbschnitt, 352 Seiten
Verlag: Coppenrath
Erscheinungstermin: 8. Januar 2021
ISBN: 978-3-6496-3778-3
Preis: 16 €
Altersempfehlung des Verlages: ab 10 Jahren
„Das Kind vom anderen Stern“ im Verlags-Shop: Zum Buch
Ross Welford im Netz: Besuch den Autor
Ross Welfort auf Instagram: @rosswelford1

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Veröffentlicht von

Simone

Das ist mein Blog. Hier tob ich mich aus. ;) Ich bin eine unverbesserliche Leseratte. Mein Herz schlägt aber auch für Filme und Serien, frische Luft, Basteleien und gutes Essen.

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