Jörg Hilbert: So hoch der Baum

Das Bilderbuch "So hoch der Baum" vor einer alten Backsteinmauer
Jörg Hilbert: So hoch der Baum

„Steh auf, Schlafmütze!“ So weckt Eichhörnchen Eichi seine beste Freundin Kathi. Das Käuzchen möchte so gerne noch ein wenig schlafen, doch Eichi ist ganz aufgeregt: Seine Haselnüsse sind verschwunden. Er findet sie einfach nicht. Jetzt hat das Hörnchen nichts mehr für den Winter, denn „Eichhörnchen fressen nun mal Haselnüsse, das weiß doch jedes Kind.“

Damit Eichi nicht verhungern muss, bitten die beiden Freunde die Bewohner des Baumes um Hilfe. Denn „so hoch der Baum, so viele Leute wohnen hier“ auch. Herr Klopfstock der Specht sucht mit den beiden den Wald ab. Tante Turteltäubchen nimmt sie mit zu den Gärten der Stadt. Familie Pieps inspiziert mit ihnen die Weiten der Getreidefelder. Kröte Schneckenmütz paddelt mit ihnen über den Teich und mit Meister Mull dem Maulwurf wühlen sie unter der Erde. Als die Nacht anbricht versucht es Kathi mit ihren scharfen Käuzchenaugen. Doch die Nüsse bleiben verschwunden.

Von wegen: Eichhörnchen essen nur Nüsse!

„Aber was ist das?“ – Wer Freunde hat, muss nicht verhungern! Die Baumbewohner besuchen Eichi und bringen ihm als Gastgeschenke all das mit, was sie auf ihren Ausflügen entdeckt haben: Eicheln, Hagebutten, Getreideähren, Bucheckern, Pilze und Tannenzapfen. Denn die sind auch lecker. Von wegen: Eichhörnchen essen nur Nüsse!

Zum Aufspringen und Drumherumlaufen

Ritter Rost-Erfinder Jörg Hilbert schuf mit So hoch der Baum ein – nicht nur wegen des baumlangen Formates – außergewöhnliches Kinderbuch. Es vereint die besten Eigenschaften von Wimmel-, Sach- und gereimtem Bilderbuch. Meine Jungs und ich legen das Buch auf den Boden und lümmeln uns drumherum. Wir beugen uns drüber und nehmen verschiedene Stellen in Augenschein. Die langen Seiten geben den Bildern Raum und den Lesern ganz viel Luft.

Es ist kein Buch fürs Bett; es ist ein Buch zum Aktivsein. Zum Suchen und Aufspringen und Drumherumlaufen. Besonders natürlich die großen Doppelseiten, auf denen sich immer eine der gesuchten Nüsse versteckt. Meist freut sich grade ein anderes Tier über den Fund. Denn Haselnüsse schmecken ja nicht nur Eichhörnchen.

Jörg Hilbert: So hoch der Baum
Jörg Hilbert: So hoch der Baum

Die Kinder finden die Nuss sehr schnell. Immer wieder. Verrückt, diese zauberhaften Wesen. Da dachte ich Erwachsene doch glatt, dass das Suchspiel schnell langweilig wird. Pustekuchen! Die Kids finden es immer wieder schön, die Nuss zu finden und entdecken nebenbei immer wieder neue Sachen. Der Zweieinhalbjährige liebt die Bilder, der Fünfjährige das Gesamtpaket.

Auf der letzten Seite hält das Buch für uns dann auch noch pures Sachwissen über Eichhörnchen für uns bereit. Besser geht’s nicht.

Der kleine Vorleser

Mit der App Der kleine Vorleser könnt Ihr Euch So hoch der Baum sogar vorlesen lassen. Die App des Carlsen Verlags kann man sich kostenlos bei Google Play, amazon oder im Appstore runterladen. Installation und Start der 34,25 MB großen App klappte auf meinem Samsung S7 reibungslos. Das Buch zu scannen war kein Problem. Allerdings klappt die Navigation im Buch bei uns nicht. Ich kann nicht vor- und zurückblättern bzw. verselbstständigt sich das Weiterblättern und ich habe keine Kontrolle mehr über die Kapitelwahl. Auch ein Neustart half da nicht. Außerdem hört der kleine Vorleser auf zu lesen, wenn sich das Smartphone für den Ruhemodus verdunkelt. Sehr schade. Die App ist so eine tolle Sache, doch zumindest auf meinem Handy (noch) nicht nutzbar. Sie ist aber auch noch ganz frisch. Ich gebe ihr auf jeden Fall noch eine Chance und probiere sie nach dem nächsten Up-Date einfach noch mal aus.

Ich danke dem Carlsen Verlag für unser kostenloses Exemplar, dass ich mir als Andenken vom Family-Blogger-Kaffeekränzchen auf der Leipziger Buchmesse mitnehmen durfte.

Titel: So hoch der Baum
Autor und Illustrator: Jörg Hilbert
Format: Hardcover, 48 Seiten
Verlag: Carlsen
Erscheinungstermin: 28. Februar 2019
ISBN: 978-3-551-51110-2
Preis 14 €
Empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
Website des Autors: http://joerghilbert.de/de/

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