Geschwister auf Abenteuer in „Ich und mein Bruder“

Das Bilderbuch "Ich und mein Bruder" liegt auf einem Spieleteppich. Es lehnt an einer Stoffkatze. Ein Spielzeugarztkoffer steht im Hintergrund. Davor krabbelt eine Stoffschildkröte über einen Spielzeugkochtopf. Im Vordergrund liegt ein Stoff-Wal (das Maskotchen des Magellan-Verlags)
Katrin Hirt/Christine Thau: Ich und mein Bruder

Kinder! Sie sind so großartig. So fantastisch. So magisch. Sie brauchen kein als pädagogisch bewertetes Spielzeug, keine lehrreichen Setzkästen und keine Plastikpuppenlandschaften. Wie oft wunderten sich Freunde und Verwandte, wenn sich meine Söhne länger mit Karton und Geschenkpapier beschäftigten als mit dem Geschenk, das darin verpackt war. Und wie vielfältig sie Muscheln, Tannenzapfen, Äste, Matsch und Klebeband einsetzen – beeindruckend. Ihre Fantasie ist grenzenlos und mitreißend.

Ich und mein Bruder nimmt uns mit auf die Reise in diese wunderbare, kindliche Welt. Die große Schwester erzählt uns was sie so mit ihrem kleinen Bruder erlebt. Auf sieben Doppelseiten berichtet sie, dass sie selten zu Hause sind. Sie zeigt uns ihre Mondrakete und ihren Zirkus. Wir dürfen sie auf eine Expedition in unbekannte Gegenden begleiten; beobachten, wie sie verletzte Tiere versorgen und in ihrer Höhle von der selbstgekochten Suppe kosten. Doch zum Schluss verrät sie uns: „Hin und wieder, ganz selten, sind wir auch zu Hause“.

Eigentlich, ja eigentlich (für erwachsene Augen), sind die Geschwister natürlich die ganze Zeit zu Hause. Im Garten, im Wohn- oder Kinderzimmer, auf dem Dachboden. Doch was wissen wir Erwachsenen schon…

Erinnert mich so sehr an meine Jungs

Als ich das Cover sah, sprang es mich direkt an. Es erinnerte mich so sehr an meine beiden Jungs (auch wenn hier im Buch eine große Schwester mit kleinem Bruder Abenteuer erlebt). Chef und Vizechef gehen seit einiger Zeit genauso auf Abenteuerreisen. Bauen Raketen, Wohnmobile, Höhlen; gehen einkaufen, kochen Suppen und bereiten Kaffeetafeln vor; sind Ärzte, Entdecker, Detektive, Monsterjäger. Ich könnte jedes Mal vor Rührung heulen, wenn ich sie dabei beobachte.

Die Illustrationen von Christine Thau fangen dieses geschwisterliche Miteinander detailgetreu ein. Die einfach, kurzen Sätze von Katrin Hirt haben genau den richtigen Ton. Sie klingen so sehr nach meinem Großen. Ich muss zugeben, dass ich den Text beim ersten Lesen etwas langweilig fand, etwas zu einfach. Ich dumme Erwachsene, ich! Sowohl der Fünfjährige als auch der Zweijährige haben sich in das Pappbilderbuch sofort verliebt.

Es ist so bezaubernd, wie die beiden zusammen auf der Couch sitzen und zusammen die Bilder anschauen. Wenn ich es vorlesen, verbinden wir es mit Zählspielen. Da kam der Chef selbst drauf. Er fing einfach an, die Blätter in der „Höhle“ zu zählen. Dann die Erste Hilfe-Kreuze im Tierkrankenhaus. Außerdem macht es einen riesen Spaß, zu knobeln, welche Tiere leben und welche „nur“ Kuscheltiere sind.

Dass es im Buch eine große Schwester ist, stört meinen Großen übrigens überhaupt nicht. Er freut sich einfach, dass die beiden fast dieselben Abenteuer erleben wie er uns sein kleiner Bruder.

Ich danke Magellan für unser kostenloses Rezensionsexemplar!

Titel: Ich und mein Bruder
Autorin: Katrin Hirt
Illustratorin: Christine Thau
Format: Pappbilderbuch, 16 Seiten
Verlag: Magellan
Erscheinungstermin: 16. Januar 2019
ISBN: 978-3-734-81542-3
Preis 8 €
Empfohlenes Alter: ab 2 Jahren
Hier gehts zum Buch auf der Magellan-Website: Zu Magellan

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2 Gedanken zu „Geschwister auf Abenteuer in „Ich und mein Bruder““

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