Ausschnitt des Buchrückens von „Faust: Eine Graphic Novel“ von Jan Krauß und Alexander Pavlenko (nach Goethes "Faust I")

„Faust: Eine Graphic Novel“ von Jan Krauß und Alexander Pavlenko (nach Goethes „Faust I“)

„Faust: Eine Graphic Novel“ von Jan Krauß und Alexander Pavlenko (nach Goethes "Faust I")

Wer kennt ihn nicht? Den Faust! Durch Goethes Drama mussten sich viele von uns im Deutschunterricht kämpfen. Auch ich. Wobei mir manch andere Schullektüre schwerer fiel. Die Zerrissenheit des Protagonisten war meinem Teenie-Ich bekannt. Seine Kämpfe nachvollziehbar. Immer aktuell.

So freute ich mich sehr diese Graphic Novel von Jan Krauß und Alexander Pavlenko zu entdecken. Welche die historische Tragödie frisch adaptiert. Dabei das eh zeitlose Thema in stimmungsvolle Bilder bannt. Und versucht die Verse des Bühnenstückes in alltagstaugliche Prosa zu modernisieren.

Illustrationen voll faustscher Stimmung

Pavlenkos Illustrationen fangen die faustsche Stimmung wahrlich großartig ein. Die düsteren Bilder und charaktervollen Figuren geben die Essenz des Klassikers gekonnt intensiv wieder. Optisch und haptisch ist dieses Comic-Buch ein Genuss.

Ein Ausschnitt einer Innenseite von „Faust: Eine Graphic Novel“ von Jan Krauß und Alexander Pavlenko (nach Goethes "Faust I")

Allein der Text schaffte es nicht mich zu überzeugen. Vermisste ich doch Goethes gekonnt gesetzte Verse. Nicht von Ungefähr prägte Faust zahlreiche Redewendungen, die wir bis heute gebrauchen. Für die Graphic Novel kürzte Jan Krauß den Text in Spechblasenhappen. Verständlich. Dabei gingen jedoch die meisten Reime verloren. Hier und da entdeckt der geneigte Leser Originalzitate. Doch leider haben derer wenige überlebt.

Ein Ausschnitt einer Innenseite von „Faust: Eine Graphic Novel“ von Jan Krauß und Alexander Pavlenko (nach Goethes "Faust I")

Gekürzt und entreimt, doch nicht modern

Buchrücken des Comics „Faust: Eine Graphic Novel“ von Jan Krauß und Alexander Pavlenko (nach Goethes "Faust I")

Da auf das Wesentliche gekürzt und entreimt, erwartete ich zeitgemäße Sätze. Eine modernisiert Wortwahl. Vergeblich. Zwar kurz, doch veraltet reden sich Faust und Methistopheles um Kopf und Kragen. Das war für mich schwer verdaulich.

Irgendwann gewöhnte ich mich an den Stil. Fokussierte mich auf die Bilder. Die hier nun fast mehr sagen als die Worte. Woraus ein ganz neuer Faust-Genuss erwuchs.

Ich danke der Edition Faust für mein kostenloses Rezensionsexemplar.

Titel: „Faust: Eine Graphic Novel“
Geschrieben von: Jan Krauß (nach Goethes „Faust I“)
Illustriert von: Alexander Pavlenko
Genre: Graphic Novel, Comic, Drama, Tragödie, Klassiker
Themen: Religion, freier Wille, Magie, Verführung, Philosophie
Format: Hardcover; 162 Seiten
Verlag: Edition Faust
Erscheinungsdatum: 13. Dezember 2021
ISBN: ‎978-3-9454-0078-4
Preis: 24 €
„Faust: Eine Graphic Novel“ beim Verlag: Zum Buch (mit Leseprobe)
Alexander Pavlenko im Netz: Besuch den Illustratoren
Alexander Pavlenko auf Instagram: @alexander___pavlenko

Das Kleingedruckte zu den weiterführenden Links:
Mit Klick auf den Link öffnet sich ein neues Fenster. Auf die Inhalte und die Umsetzung der Datenschutzrichtlinien dort, habe ich keinen Einfluss.

Veröffentlicht von

Simone

Das ist mein Blog. Hier tob ich mich aus. ;) Ich bin eine unverbesserliche Leseratte. Mein Herz schlägt aber auch für Filme und Serien, frische Luft, Basteleien und gutes Essen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.