Ja, es gab sie. Die genialen Frauen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Zu allen Zeiten. Überall auf der Welt. Darunter viele Women of Color. Doch schrieben weiße Männer über weiße Männer. Wurden Frauen nicht für voll genommen. Eigneten sich Männer ihre Erfolge an. Zeit, das zu ändern und unseren Kindern zu zeigen, dass Frauen jeglicher Herkunft schon immer alles konnten!
„Geniale Frauen, geniale Forschung: Pionierinnen der MINT-Wissenschaften“ stellt uns 20 krasse Frauen vor, die die Welt veränderten. Von der Mesopotamierin Tapputi-Belatekallim, die vor über 3200 Jahren Parfüm destillierte. Über die Naturforscherin Maria Sibylla Merian im 17. Jahrhundert und die Architektin Sarah Guppy im 18. Jahrhundert. Bis zur Medizinerin Tu Youyou und Chemikerin Omowunmi Sadik im 20. und 21. Jahrhundert.
Das Sachbuch für Kinder ab sechs Jahren widmet jeder Wissenschaftlerin, Erfinderin und Forscherin eine reich illustrierte Doppelseite. Neben einem kurzen Lebenslauf gibt es Informationen zu ihrem Fachgebiet, ihren Entdeckungen und Erfindungen.
Regt an, selbst aktiv zu werden
Doch das Kinderbuch begnügt sich nicht damit, diese inspirierenden Biographien vorzustellen. Auf den letzten Seiten regt es an, selbst aktiv zu werden. Stiftet zum Beispiel an, Blüten zu malen, Fossile zu gießen, eine Brücke zu bauen, Düfte zu kreieren oder eine Lavalampe zu basteln. Periodensystem, Windmesstabelle und Glossar runden das Ganze noch ab.
Beeindruckende Lebenswege starker Frauen
Dieses Kindersachbuch steckt voll spannendem Wissen. Und die Auswahl der vorgestellten Wissenschaftlerinnen finde ich grandios – divers und überraschend. Da steht Kuscheltier-Pionierin Margarete Steiff zwischen Erfinderin Margaret Knight und Geschäftsfrau Madam C.J. Walker. Die eine, durch Kinderlähmung auf einen Rollstuhl angewiesen. Die zweite aus ärmsten Verhältnissen stammend. Und die dritte, die Tochter afroamerikanischer Sklaven. Welch beeindruckenden Lebenswege. Welch starke Frauen!



