Schlafen? Der Vizechef empfiehlt einen Blick auf die Sterne!

Nastja Holtfreter: Schlaf gut, kleines Murmeltier!
Nastja Holtfreter: Schlaf gut, kleines Murmeltier!

Wer kennt das nicht? Kaum erwähnt Papa, dass es Zeit für’s Bett ist, kaum wetzt Mama die Zahnbürsten, erwachen die Kleinen zu neuem Leben. Als hätten man auf einen Knopf gedrückt. Auch das kleine Murmeltier aus Schlaf gut, kleines Murmeltier! ist noch gar nicht müde. Wirklich! Aber seine Freunde wollen ihm helfen. Der Widder, die Kuh, der Erpel, der Bär, das Schaf, die Eule und der Wolf – alle geben ihr Bestes. Verraten dem Murmeltierkind ihre besten Einschlaftipps. Die wirken auch fantastisch. Alle Tiere schlafen ein. Nur das kleine Murmeltier nicht. Bis Mama Murmeltier dem Kleinen einen dicken Gutenachtkuss verpasst und sie zusammengekuschelt einschlafen.

Schlafen? Der Vizechef empfiehlt einen Blick auf die Sterne! weiterlesen

Zauberhaft

Kaye Umansky: Elsa, Hexenlehrling - Eine Woche voller Magie (Bildquelle: www.arsedition.de)
Kaye Umansky: Elsa, Hexenlehrling – Eine Woche voller Magie
(Bildquelle: www.arsedition.de)

„Elsa hielt gerade die Stellung im der Laden ihrer Familie, als die Hexe in die Stadt wehte.“

So beginnt die Geschichte von Elsa und ihrer Woche voller Magie. Der Laden ihrer Familie liegt in einer kleinen Stadt am Rande des Krummfinger-Walds. Auch wenn Elsas Vater größten Wert auf Kundenservice legt, bringt der Gemischtwarenladen namens Galeria Sonnenblum der sechsköpfigen Familie gerade genug Geld zum Überleben ein. Als nun die stadtbekannte Hexe Magenta Zack in den Laden weht, um eine Haushüterin für ihren Turm im Wald zu finden, ziert sich Elsa nicht lange. Zu verlockend ist das Versprechen von Gold und Zeit für sich. Zu verführerisch der Gedanke an Bücher, die nicht sofort von ihren drei kleinen Brüdern zerfleddert und zernagt werden. Haushüten, das macht sie gern, aber hexen? Nein, das wird sie ganz sicher nicht.

Zauberhaft weiterlesen

Frech, clever und liebenswert

Jonny Bauer: Ein Affe an der Angel
Jonny Bauer: Ein Affe an der Angel

Darko wohnt oben im achten Stock des Hauses mit den acht Stockwerken. Er ist ein Abenteuer. Ein Tierforscher. Mit seinen Tarnwesten mit den vielen Taschen (für Taschenlampe, Taschendrachen, Hustensaftbetäubungsmittel, Fernglas, Streichhölzer, Knallfrösche und, und, und…) ist er immer für alles gerüstet. Für Regenwurmangelpartien, bei denen er ziemlich viele Tiere angelt, nur keinen Regenwurm. Für Stauforschungsexpeditionen, bei denen er eine Ameisenkolonie retten muss. Und für die schwierigste Aufgabe von allen: Über’s Wochenende auf ein Meerschweinchen aufzupassen.

Die drei wilden Geschichten entspringen Darkos Fantasie. Sowie die (meisten) Tiere in seinen Abenteuern Darkos umfangreichem Tierlexikon entspringen. Am Ende jeder Episode verschwinden sie nacheinander zurück ins Buch und verabschieden sich. Bis zum nächsten Mal.

Frech, clever und liebenswert weiterlesen

Geräuschvolles Bauernhofbuch von Ravensburger

Sachen suchen, Sachen hören: Auf dem Bauernhof
Sachen suchen, Sachen hören: Auf dem Bauernhof

Der Vizechef liebt dieses Buch seit er 15 oder 16 Monate alt ist. Der große Bruder zeigte ihm wie es funktioniert, er machte es nach und – zack – seitdem sitzt er regelmäßig auf dem Sofa und lässt die Kuh muhen, den Hund bellen, den Hahn krähen, das Schwein grunzen und den Traktor rattern. Seine Lieblingsgeräusche variieren. Anfangs war‘s der Traktor, dann die Kuh, dann der Hahn. Nun wohnt Sachen suchen, Sachen hören: Auf dem Bauernhof schon gut zehn Monate bei uns und langweilig sind die zwölf Seiten noch immer nicht. Selbst der Fünfjährige leistet dem Mini immer noch gerne Gesellschaft, wenn der das geräuschvolle Bauernhofbuch mal wieder aus dem Regal gezogen hat.

Geräuschvolles Bauernhofbuch von Ravensburger weiterlesen

Bilderbuch oder Musikspielzeug? Beides!

Christine Georg: Mein liebstes Klavierbuch
Christine Georg: Mein liebstes Klavierbuch

Das Pappbilderbuch „Mein liebstes Klavierbuch“ bezaubert mit den knuffigen Illustrationen der Kommunikationsdesignerin Christine Georg. Auf den liebevoll gestalteten Seiten tanzen zum Beispiel Igel und Eichhörnchen miteinander; toben Zappelmänner über, hinter und auf Pilzen herum; kümmern sich Ente, Maus und Bär um den kranken Hasen in der Grube; plantscht ein Frosch mit Gummistiefeln durch den Regen; bekommt ein Waschbär Post; sind wir zu Gast auf einer Schmetterlingshochzeit, reisen mit der Schneckenpost und lassen uns von einer Grille in den Schlaf fiedeln. Bilderbuch oder Musikspielzeug? Beides! weiterlesen

Heilige Makrele! Das macht auch kleinen Lesemuffeln Spaß!

Hilo 01: Der Junge, der auf die Erde krachte
Hilo 01: Der Junge, der auf die Erde krachte

Daniel Jacksons (D.J.) großer Bruder Louis ist ein Tennis-Ass. Sein großer Bruder Dexter ist ein Chemie-Nerd. Seine kleine Schwester Jennifer „spielt Geige. Und singt. Und tanzt Ballett.“ Und seine kleine Schwester Lisa ist erst sieben, geht aber schon in die dritte Klasse. D.J. dagegen kann nichts besonders gut. Und nichts besonders schlecht. Er ist stinknormal. Und etwas langweilig. Bis er in einem Krater einen kleinen Jungen in silberner Unterhose entdeckt.

Der lustige, rülpsende, super schnell lernende Hilo entpuppt sich als mega-krasser Roboter, der zur Erde gekommen ist, um die Menschheit zu beschützen. Vor dem ultrabösen Razorwark und seinen Hightech-Monstern. D.J. und seine allerbeste Freundin aus Kindergartentagen Gina unterstützen den sehr menschlichen Weltenretter nach besten Kräften. Heilige Makrele! Das macht auch kleinen Lesemuffeln Spaß! weiterlesen

Auch Bären können selbstsüchtige Riesen sein

Ciara Flood: Bruno und die Nervkaninchen
Ciara Flood: Bruno und die Nervkaninchen

Bruno der Bär mag es ruhig. Bruno der Bär ist gerne allein. Als ein quirliger Haufen Kaninchen ins Nachbarhaus ziehen und immer wieder bei ihm vorbeischauen, gefällt das dem Griesgram gar nicht. Immer wieder und wieder wimmelt er sie missmutig ab. Behauptet, er habe keinen Honig, keine Bücher, keine Zeit. Dabei hat er von allem reichlich. Als ihm die Kaninchen ein Geschenk vor die Tür stellen, mit allem, was er – wie er sagt – nicht hat, beginnt der Bär zu begreifen, dass er vielleicht falsch lag. Dass das Leben mit Freunden wohl doch schöner ist.

40 wundervoll, in warmen Farben illustrierte Seiten erzählen die Geschichte des Brummelbären Bruno. Detailreich, aber nicht überladen, regen die Bilder dazu an, nicht nur vorzulesen, sondern auch das zu entdecken, was die wenigen Sätzen nicht sagen. Zum Beispiel, dass Bruno gar nicht so alleine lebt. Ein (nerviges) kleines Mäuslein wohnt bei ihm und stört ihn offensichtlich gar nicht. Obwohl es ihm ständig Dinge stibitzt. Mein Zweijähriger lauschte seinem Papa ganz andächtig, als der ihm Bruno und die Nervkaninchen von Ciara Flood vorlas. Durch kleine Suchspielchen a la „Wo ist die Maus?“, „Siehst Du den grummeligen Schneebären?“, „Da hat der Bär aber viel Holz gehackt“ oder „Boah, machen die Kaninchen ein Chaos!“ blieb er alle Seiten über aufmerksam.

Mittlerweile ist er fast drei Jahre alt und  noch immer begeistert von dem grummeligen Bären und den quirligen Langohren, kommentiert das Verhalten des selbstsüchtigen Riesen und würde am liebsten auch neben solch Kaninchen-Nachbarn leben.

Spannend, lehrreich und lustig – für Groß und Klein.

Dave Shelton: Bär im Boot
Dave Shelton: Bär im Boot

Ein Junge steigt in ein winziges Ruderboot. Er möchte rüber auf die andere Seite. Dem Bär ists recht und los geht die 304 Seiten lange Reise.

Ein Kinderbuch mit über 300 Seiten? Das klingt erst einmal viel. Doch die großen Buchstaben und die zahlreichen Illustrationen relativieren diese Zahl gründlich. Bär im Boot lässt sich flott und wunderbar vorlesen.

Langeweile kommt nicht auf. Und das, obwohl Kulisse und Charaktere arg begrenzt sind. Da gibt es das Boot. Um das Boot herum viel Wasser und über dem Boot den Himmel. Viele, viele Seiten lang bestimmt diese blaue Landschaft die Reise der beiden Bootreisenden, die einsam durch das Blau rudern. Spannend, lehrreich und lustig – für Groß und Klein. weiterlesen

Leipziger Buchmesse 2016: Mitten ins Herz

Astrid Desbordes, Pauline Martin: Ich hab dich unendlich lieb …
Astrid Desbordes, Pauline Martin: Ich hab dich unendlich lieb …

Freitag, 17 Uhr irgendwas. Ich bin komplett fertig und mäandere nur noch ein wenig durch die Messestände. Bis mich zauberhafte Cover an den Stand des Verlags Kleine Gestalten locken. Ich halte ein Buch in den Händen. Blättere durch die Seiten. Und blinzele prompt hinterhältige, dicke Tränchen fort. Das Buch, das mich so schnell und vollständig überrumpelte? Das Bilderbuch „Ich hab dich unendlich lieb …“ der Französinnen Astrid Desbordes (Autorin) und Pauline Martin (Illustrationen). Leipziger Buchmesse 2016: Mitten ins Herz weiterlesen

Optisch schön, doch der kleine Chef ist nicht begeistert

Guido van Genechten: Der kleine weiße Fisch ist glücklich
Guido van Genechten: Der kleine weiße Fisch ist glücklich

„Der kleine weiße Fisch ist glücklich. Mama kommt ihn abholen.“ Er sagt „Tschüs“ zu der Schnecke im Schneckenhaus, zum Frosch auf dem Felsen, zum Seepferdchen unter dem Blatt und zu all seinen anderen Freunden, die sich hinter, zwischen oder neben etwas befinden, bis er vor seiner Mama davon schwimmt. Kleinkinder ab 24 Monaten sollen mit dem 20-seitigen Pappbilderbuch von Guido van Genechten die ersten Präpositionen lernen; eben jene Verhältniswörter: im, auf, unter, hinter, zwischen, neben und vor. Optisch schön, doch der kleine Chef ist nicht begeistert weiterlesen