Philips AVENT Babyphone SCD580/00

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT mit Sternenlichtprojektor

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT mit Sternenlichtprojektor

Schon vor der Geburt unseres Krümels informierten wir uns über Babyphone. Wir wollten uns auf jeden Fall ein digitales Gerät anschaffen, da diese weniger Störgeräusche übertragen und eine bessere Sendequalität haben sollten. Wegen sehr guter Kritiken bei amazon.de, legten wir uns für rund 65 € ein TOMY 71028 – Babyphone Digital Plus TD300 zu. Doch ganz zufrieden waren wir damit nicht (unangenehmes Rauschen; störende, nicht ausschaltbare Signallichter-Disco). Deswegen ergriff ich gerne die Chance ein Philips AVENT Babyphone SCD580/00 über das amazon vine-Programm zu testen (momentaner reduzierter amazon-Preis: 114 €).

Um es schon einmal vorweg zu sagen: Das Babyphone hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir sind absolut zufrieden! Die Sendequalität ist fantastisch, nichts rauscht oder brummt. Wenn es im Kinderzimmer still ist, bleibt auch die Elterneinheit still. Macht das Baby Geräusche, werden sie glasklar übertragen. Toll!

Empfindlichkeit und Empfangsbereich

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT Elterneinheit

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT Elterneinheit

Wer nicht jedes Geräusch seines Babys hören möchte, kann über die Elterneinheit die Empfindlichkeit des Mikrofons der Babyeinheit einstellen. Ist sie sehr hoch eingestellt, hört die Mama jeden Mucks und der Lautsprecher der Elterneinheit ist immer eingeschaltet. Stellt man die Empfindlichkeit dagegen auf hoch, mittelhoch oder niedrig ein, schaltet sich der Lautsprecher erst ein, wenn ein Geräusch übertragen wird. Wir verwenden meist die “hoch”-Einstellung und hören auch damit schon leisestes Kieksen und Wimmern.

Zusätzlich lässt sich die Lautstärke der Elterneinheit variieren (sieben Stufen plus einer Mute-Einstellung). Hier verwenden wir meist die zweitlauteste Einstellung, bei der wir sogar einen mittleren Pupser hören, wenn sich die Geräusche unserer Umgebung in Grenzen halten. So laut muss man das Gerät wahrscheinlich nicht einstellen, um genug vom Baby mitzubekommen. Aber wir sind übersorgsame Erstlingseltern. ;-)

Der Empfangsbereich des Babyphones soll 330 Meter im Außenbereich und bis 50 Metern in Räumen betragen. Das haben wir nicht ausgemessen. Aber überall in unserer Wohnung (über 80 Quadratmeter im Erdgeschoss), im Hof, im Keller und im Kiosk an der Ecke haben wir Empfang. Verschiedene Materialien sollen zu einem Empfangsverlust von bis zu 100 Prozent führen, so etwa Stahlbeton und Metallgitter. Wir haben teilweise Stahlbetonwände, die Übertragung scheint jedoch ungetrübt. Sollte der Empfangsbereich einmal verlassen werden, erklingt ein Warnton. Da bei uns das “Link”-Licht, welches anzeigt, dass eine Verbindung besteht, aber immer leuchtete, kann ich zu diesem Warnton und seiner Zuverlässigkeit nichts sagen.

Akustische und visuelle Signale

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT Babyeinheit

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT Babyeinheit

Macht das Baby Geräusche blinkt auf der Elterneinheit zusätzlich zur Audio-Übertragung ein optisches Signal auf. Je nach Lautstärke des übertragenen Geräuschs ein bis fünf Lichter. Diese Lichter nerven nicht und sind als Eyecatcher genau richtig. Sie leuchten auch, wenn das Mobilteil auf stumm gestellt wurde.

Seitlich an der Elterneinheit befindet sich ein Knöpfchen, mit dem man in den Nachtmodus wechseln kann. Dann verringern sich automatisch die Helligkeit der Signale und des Displays sowie die Lautstärke der übertragenen Geräusche.

Wegen Übermüdung und Stilldemenz verlegen junge Mütter (und Väter) gerne mal das ein oder andere. Wenn das auch mit der Elterneinheit passiert, drückt man ganz einfach die “Find”-Taste an der (hilfreicher Weise immer an der gleichen Stelle stehenden) Babyeinheit und folgt dem lauten Audiosignal zum verlegten Mobilteil. Diese Funktion hat mir schon mehrfach aus der Klemme geholfen, wenn mein Mann (*hüstel*) das Ding verlegt hat.

Sternenhimmel-Projektion

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT mit Sternenlichtprojektor

Sternenlichtprojektion

Ein absolutes Highlight für uns und unseren Kleinen ist die Sternenhimmel-Projektion. Schaltet man diese ein, erstrahlen bunte Formen in wechselnden Konstellationen an der Zimmerdecke. Schon mit acht Wochen begeisterten diese Lichter unseren Diktator und er fand (und findet) bei ihrer Betrachtung oft zügig allein in den Schlaf. Die Projektion lässt sich auch aus der Ferne über die Elterneinheit einschalten. So nutze ich den Sternenhimmel gerne als Nachtlicht für nächtliche Kinderzimmerbesuche. Das reflektierte Licht ist gerade hell genug, um sich im Raum zurechtzufinden. Das (recht dunkle) orangefarbene Nachtlicht der Babyeinheit nutzen wir (bisher) dagegen kaum. Die Dauer der Projektion können die Eltern via Elterneinheit einstellen (zwischen fünf und 20 Minuten).

MP3-Anschluss und Schlaflieder

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT mit Sternenlichtprojektor

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT mit Sternenlichtprojektor

Auch den MP3-Anschluss des Philips AVENT SCD580/00 und die fünf gespeicherten Schlaflieder verwenden wir fast nie. Die Schlaflieder klingen wie Klingeltöne eines Handys aus den späten 1990ern – blechern, tönend, dingellingend. Das macht keinen Spaß und in den Schlaf döst damit auch niemand. Da bringt jede Spieluhr mehr Freude.

Wer eigene Musik über MP3-Player auf dem Babyphone abspielen möchte, kann den Player seiner Wahl mit dem mitgelieferten Audio-Link-Kabel an das Gerät anschließen. Das eine Ende des Kabels einfach in die Kopfhörerbuchse des Players, das andere Ende in die Audio-Buchse der Babyeinheit. Ich habe es mit meinem iPod-Shuffle ausprobiert und es klappte einwandfrei. Die Steuerung der Lieder und der Lautstärke funktioniert dann über die Tasten des MP3-Players. Die Wiedergabequalität ist …ok. Allerdings verfügen heutzutage die meisten Radiowecker über eine bessere Klangqualität. Der Sound erinnert an die Liedwiedergabe via Smartphone. Wenn ich meinem Chef Lieder vorspielen will, dann nutze ich doch lieber einen altmodischen CD-Spieler.

Feuchtigkeits- und Temperatursensor

Sinnvoll finde ich den Feuchtigkeits- und Temperatursensor der Babyeinheit. Er misst die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer und übermittelt sie zur Elterneinheit. So kann ich auf dem Display zusätzlich zu Uhrzeit und Batteriestand auch immer diese Daten ablesen. Außerdem kann man sowohl für die Temperatur als auch für die Feuchtigkeit einen Wert festlegen, bei dem man alarmiert werden möchte. Sinkt die Raumtemperatur etwa unter 18 °C ertönt ein Warnsignal und teilt mir mit, dass ich die Heizung hochdrehen sollte.

Weitere Funktionen der Elterneinheit

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT mit Sternenlichtprojektor

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT mit Sternenlichtprojektor

Im Beruhigungsmenü der Elterneinheit können Mama und Papa Nachtlicht, Schlaflieder und Sternenlichtprojektor ein- und ausschalten sowie deren Laufzeit timen (fünf, zehn, 15 oder 20 Minuten). Talk-Funktion, Feed-Timer, Weinalarm und Uhrzeitanzeige ergänzen die Funktionen der, an einem zum Lieferumfang dazugehörigen Band tragbaren, Mobileinheit.

Die Talk-Funktion nutzen wir recht häufig. Mit dieser Gegensprechfunktion kann man dem Baby via Elterneinheit gut zureden, wenn man noch auf dem Weg zu ihm ist. Oft genügt es aber auch schon, wenn es nur die Stimme von Mama oder Papa hört, und es beruhigt sich.

Stellt man den Weinalarm ein, fängt das Mobilteil an zu vibrieren, wenn die Geräusche im Kinderzimmer eine bestimmte Lautstärke übersteigen. Gerade auf Partys sehr praktisch.

Der Feed-Timer ist eigentlich nur eine Art Wecker inklusive Countdown-Anzeige auf der Elterneinheit. Nach der eingestellten Zeitdauer ertönt ein akustisches Signal. Da man heutzutage doch eher nach Bedarf füttert und nicht nach festgelegten Zeiten, finde ich den Begriff Feed-Timer allerdings etwas ungünstig. Falls man seinem Kleinen aber zum Beispiel regelmäßig ein Medikament geben muss oder wegen Gedeihstörungen wirklich ganz regelmäßig gefüttert werden muss, kann diese Funktion Gold wert sein.

Design und Praktikabilität der Elterneinhei

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT Elterneinheit

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT Elterneinheit

So wie die Schlafliedmelodien den Klingeltönen eines Handys der späten 90er gleichen, so ähnelt die Elterneinheit einem klobigen, schweren Handy aus der Mitte dieses Jahrzehnts. Mir gefällt es zwar gut, ein anständiges Gewicht in der Hand zu haben, doch wenn man das Gerät am Band um den Hals trägt, behindert und stört das wuchtige, baumelnde Teil schon sehr. Eine Möglichkeit, es an Gürtel oder Hosenbund zu fixieren, gibt es nicht. Positiv empfinde ich aber, dass es durch Gewicht und Kompaktheit so stabil ist, dass man es überall sehr gut aufrecht hinstellen kann.

Auch mag ich, dass man es einfach in die Aufladeschale des Ladegeräts stellt, um das Akku wieder mit Energie zu versorgen. Sollte man mal vergessen haben, das Mobilteil zeitig wieder aufzuladen, erinnert ein Alarm an den niedrigen Batteriestand, so dass man nie in die Gefahr kommt, dass das Gerät unbemerkt leer läuft. Überhaupt ist uns das noch nie passiert. Philips Avent gibt die Laufzeit des Akkus mit 16 Stunden an. Wir hatten die Elterneinheit aber auch schon bis zu 20 Stunden rumliegen und es war noch immer Saft drauf.

Umstrittene DECT-Technik

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT mit Sternenlichtprojektor

Philips AVENT SCD580/00 Babyphone DECT mit Sternenlichtprojektor

Das SCD580/00 verfügt über DECT-Technik (Digital Enhanced Cordless Telecommunications = verbesserte, digitale, schnurlose Telekommunikation). DECT verursacht Elektrosmog und birgt damit grundsätzlich ein gesundheitliches Risiko (auch wenn es bisher noch nicht bewiesen werden konnte). Eltern sollten sich also gut überlegen, ob sie diese Technik einsetzen wollen. Wir wollten von der besseren Sendequalität profitieren. Um die Strahlung auf unseren Krümel zu minimieren, steht die Babyeinheit gut zwei Meter vom Kinderbett entfernt. Philips AVENT empfiehlt im “Quick Start Guide” einen Abstand von mindestens einem Meter.

Außerdem ist das SCD580/00 mit einer Eigenschaft namens Smart Eco ausgestattet. Dieses Smart Eco verringert die Funkübertragung in dem es automatisch den effizientesten und niedrigsten Gebrauch von Sendeleistung und Energie berechnet, je nach Entfernung zwischen Baby- zur Elterneinheit.

Wer die Funkübertragung noch stärker verringern möchte, kann den sogenannten Eco Max-Modus einschalten. In diesem Modus bleibt das DECT-Signal grundsätzlich ausgeschaltet. Erst, wenn das Baby anfängt Geräusche zu machen, verbindet sich die Babyeinheit mit der Elterneinheit. Weil die Funkübertragung erst wieder aktiviert werden muss, kommen die Babylaute dann erst ein wenig verzögert an.

Wie gesagt, wir sind begeistert

Wir hören jeden Mucks unseres Krümels, wenn wir ihn hören wollen und können Empfindlichkeit und Lautstärke nach Bedarf regulieren, wenn wir mal nicht jeden Pups mitbekommen möchten. Bei Reichweite, Empfang und Akkulaufzeit haben wir bisher nichts zu meckern. Der Sternenhimmel begeistert uns und den kleinen Chef, genauso wie die Gegensprechfunktion. Temperatur- und Feuchtigkeitsanzeige sind sinnvoll genauso wie der Vibrationsalarm und die Timer-Funktion. Die Bedienungsanleitung ist sehr ausführlich und verständlich geschrieben, der “Quick Start Guide”-Flyer gibt mit seinen selbsterklärenden Bildern einen perfekten Überblick, um das Gerät schnell in Betrieb zu nehmen.

Die Schlaflieder und den MP3-Anschluss nutzen wir wegen mangelnder Klangqualität nicht. Und ob man sich noch ein Elektrosmog verursachendes Gerät in die Wohnung holt, das muss jeder für sich entscheiden, drüber nachdenken sollte man vorher aber schon einmal.

Weiterführender Linkszum Thema Elektrosmog:
ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2012

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