Das sagt der Vizechef: Wow, was ein Spaß!!!

Mr. Shopbot von Tomy
Mr. Shopbot von Tomy

Meine (Erwachsenen-)Meinung über Mr. Shopbot von Tomy: Er ist laut und nervig. Mr. Shopbot besitzt keinen Ausschalter! Einmal entsichert, plappert, piept und scheppert er immer wieder los, sobald er nur leicht bewegt wird. Ein Graus! Viel mehr als Lärm macht er dann auch nicht. Das Kind kann ihn mit den sechs Plastikmünzen füttern. Das hat allerdings keinen Effekt, außer dass sie nach unten in die Schublade plumpsen (wenn diese geschlossen ist). Um dem Roboter Mampf-Geräusche zu entlocken muss man ihm die Schnauze dann noch zudrücken. Von wegen „Klappe zu“…dann legt der Plastikhaufen mit seinem Futterlärm erst los – inklusive Rülpser.

Wenn man auf die Knöpfe auf seiner Brust drück, lärmt er undefiniert rum. Diese Knöpfe sind aber gar keine einzelnen Knöpfe, sondern hängen alle zusammen. Beim Bot ist viel Schein und wenig Sein. So besteht das “Scannen” der Milchtüte und der Eierbox auch lediglich im Drücken des Knopfes an der Scanhand. Trotz dieser verschiedenen Druckpunkte: Die Vielfalt der Geräusche ist arg begrenzt. Für mich hört sich alles gleich an. Das Ding muss doch schnell langweilig werden. Was für ein furchtbarer, klobiger Quatsch!!!

Die Meinung des 21-monatigem Vizechefs: Wow, was ein Spaß!!! Schublade auf, Schublade zu. Münzen rein, Münzen raus. Münzen durchfallen lassen, wenn die Schublade offensteht. Hä? Wo sind die hin? Ah! Dahinten! Hach, ist das großartig! Und die Münzen kann man auch ganz toll in den Ritzen des Sofas verstecken. Mensch! Und hast Du schon gesehen, Mama? Die Augen leuchten!!!

Der Mini hat Spaß. Viel Spaß. Und das schon eine ganze Weile. Und sogar der Fünfjährige beschäftigt sich mit dem Ding immer mal wieder einige Minuten. Das muss ich als erwachsene Person nicht unbedingt verstehen, ist aber so. Ob man sich diesen nicht ausschaltbaren Roboter in die eigenen vier Wände holen will? Ich eher nicht. Aber wenn Oma, Opa oder die Paten das Ding schenken wollen (und bei sich lagern!), dann sollen sie das ruhig tun. Der Vizechef spricht eine Empfehlung aus.

Manche Gefühle wirken overacted

Fotokarten Gefühle: Für Kindergarten, Schule, Elternbildung und Teamarbeit
Fotokarten Gefühle: Für Kindergarten, Schule, Elternbildung und Teamarbeit

Die 32 schwarz-weißen Fotokarten “Gefühle: Für Kindergarten, Schule, Elternbildung und Teamarbeit” von Sandra Irmler und Jeanette Boetius sollen der “emotionalen Erziehung” dienen. Das heißt, Kinder (und Erwachsene) sollen daran lernen Gefühle zu deuten und Mimik zu lesen; sich selbst und ihr Gegenüber besser zu verstehen.

Die Gesichtsausdrücke auf den Fotos wurden von verschiedenen Kindern (und mir) nicht immer passend zum dafür verantwortlichen Gefühl gewertet. So wurde z.B. Neugier als Schock, Interesse als Rumalbern, Stärke als Aggression und Enttäuschung als Arroganz gedeutet.

Laut der beiliegenden Infokarten sind die Fotos über viele Jahre, in intensiven Gesprächen und Sitzungen mit den fotografierten Kindern entstanden. Die Kinder hätten bei den Gesprächen genau das Gefühl empfunden, dass auf der Karte zu sehen sei. Das unterschiedliche Menschen unterschiedliche Gefühle in die Gesichtsausdrücke hineininterpretieren, sei normal und für Diskussionen über die Wahrnehmung durchaus gewollt. Nun ja. Das mag im Grunde ja so stimmen, dennoch: Ich empfinde einige Karten als arg überzogen, overacted und dadurch unpassend. Gerade, wenn man doch eigentlich das Feingefühl für Mimik und Gefühlswelt schulen möchte… Manche Gefühle wirken overacted weiterlesen

Eine herzerwärmend Geschichte mit liebenswerten Protagonisten, aber…

„Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert
„Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert

Manchmal mag ich die taumelnd-leichte Melancholie französisch-sprachiger Autoren. Und wenn ich ältere Herrschaften sehe, die Händchen haltend und verliebt durch die Straßen gehen, bekomme ich umgehend feuchte Augen. Damit hatte der zweite Roman der Brüsselerin Karine Lambert grundsätzlich gute Karten bei mir. Dennoch schaffte Und jetzt lass uns tanzen nicht, mich zu packen. Eine herzerwärmend Geschichte mit liebenswerten Protagonisten, aber… weiterlesen

Mein Favorit für den Goldenen Windbeutel 2017

Alete Kinderkeks
Alete Kinderkeks

Der Alete Kinderkeks soll babygerecht (ab dem 6. Monat als Brei) und praktisch für unterwegs sein. Beides ist in meinen Augen totaler Quatsch!

Nach einem Blick auf die Zutatenliste entschied ich mich dagegen, diese Kekse meinem Baby anzubieten. Der Keks besteht zu 65,5 % aus Weizenmehl. Ok. Die zweite Zutat ist dann aber auch schon Zucker! In der Nährwerttabelle steht es dann noch deutlicher: 100 Gramm Keks enthält 25 Gramm Zucker!! Ein Viertel des Keks ist Zucker!!! Soviel Zucker in einem Babyprodukt ist weder notwendig noch kann es gut sein. Mein Favorit für den Goldenen Windbeutel 2017 weiterlesen

Heilige Makrele! Das macht auch kleinen Lesemuffeln Spaß!

Hilo 01: Der Junge, der auf die Erde krachte
Hilo 01: Der Junge, der auf die Erde krachte

Daniel Jacksons (D.J.) großer Bruder Louis ist ein Tennis-Ass. Sein großer Bruder Dexter ist ein Chemie-Nerd. Seine kleine Schwester Jennifer “spielt Geige. Und singt. Und tanzt Ballett.” Und seine kleine Schwester Lisa ist erst sieben, geht aber schon in die dritte Klasse. D.J. dagegen kann nichts besonders gut. Und nichts besonders schlecht. Er ist stinknormal. Und etwas langweilig. Bis er in einem Krater einen kleinen Jungen in silberner Unterhose entdeckt.

Der lustige, rülpsende, super schnell lernende Hilo entpuppt sich als mega-krasser Roboter, der zur Erde gekommen ist, um die Menschheit zu beschützen. Vor dem ultrabösen Razorwark und seinen Hightech-Monstern. D.J. und seine allerbeste Freundin aus Kindergartentagen Gina unterstützen den sehr menschlichen Weltenretter nach besten Kräften. Heilige Makrele! Das macht auch kleinen Lesemuffeln Spaß! weiterlesen

Lang ersehnt: Wochenmarkt am Chlodwigplatz

Wochenmarkt am Chlodwigplatz
Wochenmarkt am Chlodwigplatz

Der Asphalt schmolz fast, so heiß war’s am Premieren-Tag. Dennoch trotzten 13 Stände der Sommerhitze vor der Severinstorburg in der Kölner Südstadt und präsentierten ihre Ware. Und die konnte sich sehen lassen. Bio und konventionelles Obst und Gemüse, Pferdfleisch, Rindfleisch, Blumen, Feinkost, Eier und Obst, Brot und Backwaren, Fisch und Pasta, frisch gebrühter Kaffee und Käse, Käse, Käse!

Seit letzter Woche laden regelmäßig bis zu 16 Wochenmarkt-Stände zum Shoppen auf den Chlodwigplatz ein. Jeden Donnerstag zwischen 11 und 18 Uhr bieten die Händler ihr Angebot feil. Lang ersehnt: Wochenmarkt am Chlodwigplatz weiterlesen

Haus Balchem erstrahlt in neuem Glanz

Haus Balchem - Stadtbibliothek Köln
Haus Balchem – Stadtbibliothek Köln

Leseratten wie wir stoßen schnell an finanzielle Grenzen, wenn es darum geht, an neues Lesefutter zu kommen. Die städtischen Bibliotheken halten uns von Beschaffungskriminalität ab und versorgen uns stets mit interessanten Informationen rund um die Bücherwelt (und mehr!). Leider verwandelte sich unsere Kölner Stadtteil-Bibliothek in der Altstadt-Süd vor fast drei Jahren in eine Dauerbaustelle. Letzten Donnerstag eröffnete Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach nun endlich die frisch sanierte Bücherei auf der Severinstraße. Haus Balchem erstrahlt in neuem Glanz weiterlesen

Herbstzeit – Kürbiszeit! Überbackener Sweet-Dumpling.

Überbackener Sweet-Dumpling Kürbis
Überbackener Sweet-Dumpling Kürbis

Beim letzten Besuch des Erlebnisbauernhofs Gertrudenhof in Hürth inspirierte mich die unglaubliche Auswahl an Kürbissorten zu kulinarischen Experimenten. Zwei kleine Sweet-Dumplings wanderten in den Einkaufskorb, um mich an gefüllten Kürbissen zu versuchen. Herbstzeit – Kürbiszeit! Überbackener Sweet-Dumpling. weiterlesen

Ein kleines Stück Selbstständigkeit

Idena Kinder CD Player SING A LONG
Idena Kinder CD Player SING A LONG

Unser kleiner Chef liebt den Idena Kinder CD Player, seit er gerade mal zwei Jahre alt ist. Über zehn Monate schleppt er das robuste Plastikgerät nun schon stolz durch die Wohnung, über Spielplätze und Parks. Er präsentiert ihn jedem Gast, jedem Spielkammeraden und jedem hergelaufenem Spaziergänger. Ein kleines Stück Selbstständigkeit weiterlesen

Auch Bären können selbstsüchtige Riesen sein

Ciara Flood: Bruno und die Nervkaninchen
Ciara Flood: Bruno und die Nervkaninchen

Bruno der Bär mag es ruhig. Bruno der Bär ist gerne allein. Als ein quirliger Haufen Kaninchen ins Nachbarhaus ziehen und immer wieder bei ihm vorbeischauen, gefällt das dem Griesgram gar nicht. Immer wieder und wieder wimmelt er sie missmutig ab. Behauptet, er habe keinen Honig, keine Bücher, keine Zeit. Dabei hat er von allem reichlich. Als ihm die Kaninchen ein Geschenk vor die Tür stellen, mit allem, was er – wie er sagt – nicht hat, beginnt der Bär zu begreifen, dass er vielleicht falsch lag. Dass das Leben mit Freunden wohl doch schöner ist.

40 wundervoll, in warmen Farben illustrierte Seiten erzählen die Geschichte des Brummelbären Bruno. Detailreich, aber nicht überladen, regen die Bilder dazu an, nicht nur vorzulesen, sondern auch das zu entdecken, was die wenigen Sätzen nicht sagen. Zum Beispiel, dass Bruno gar nicht so alleine lebt. Ein (nerviges) kleines Mäuslein wohnt bei ihm und stört ihn offensichtlich gar nicht. Obwohl es ihm ständig Dinge stibitzt. Mein Zweijähriger lauschte seinem Papa ganz andächtig, als der ihm Bruno und die Nervkaninchen von Ciara Flood vorlas. Durch kleine Suchspielchen a la “Wo ist die Maus?”, “Siehst Du den grummeligen Schneebären?”, “Da hat der Bär aber viel Holz gehackt” oder “Boah, machen die Kaninchen ein Chaos!” blieb er alle Seiten über aufmerksam.

Mittlerweile ist er fast drei Jahre alt und  noch immer begeistert von dem grummeligen Bären und den quirligen Langohren, kommentiert das Verhalten des selbstsüchtigen Riesen und würde am liebsten auch neben solch Kaninchen-Nachbarn leben.