Eine herzwärmende Geschichte über das Abschiednehmen

Benji Davies: Opas Insel
Benji Davies: Opas Insel

Sams Opa wohnt im Haus am Ende des Gartens. Unter dem Blumentopf liegt immer ein Schlüssel für Sam bereit. Eines Tages findet Sam Opa erst nach langem Suchen. Vom Dachboden aus begeben die beiden sich auf eine Reise zu einer exotischen, weit entfernten Insel. Einer bunten, warmen Insel voller Pflanzen und Tiere. Opa fühlt sich hier sehr wohl. So wohl, dass er gar nicht mehr nach Hause möchte. Sam verabschiedet sich von Opa und fährt mit dem großen Schiff alleine zurück nach Hause.

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Spannend, lehrreich und lustig – für Groß und Klein.

Dave Shelton: Bär im Boot
Dave Shelton: Bär im Boot

Ein Junge steigt in ein winziges Ruderboot. Er möchte rüber auf die andere Seite. Dem Bär ists recht und los geht die 304 Seiten lange Reise.

Ein Kinderbuch mit über 300 Seiten? Das klingt erst einmal viel. Doch die großen Buchstaben und die zahlreichen Illustrationen relativieren diese Zahl gründlich. Bär im Boot lässt sich flott und wunderbar vorlesen.

Langeweile kommt nicht auf. Und das, obwohl Kulisse und Charaktere arg begrenzt sind. Da gibt es das Boot. Um das Boot herum viel Wasser und über dem Boot den Himmel. Viele, viele Seiten lang bestimmt diese blaue Landschaft die Reise der beiden Bootreisenden, die einsam durch das Blau rudern. Spannend, lehrreich und lustig – für Groß und Klein. weiterlesen

Leila Sales: This Song Will Save Your Life

Leila Sales: This Song Will Save Your Life
Leila Sales: This Song Will Save Your Life

Elise ist viel zu perfektionistisch, viel zu eloquent, viel zu uncool – und viel zu unbeliebt. Elise will Freunde, will beliebt sein, will nicht sie selbst sein. Elise kann alles, kann sich nicht leiden, kann sich nicht ändern. Elise will nicht mehr. Doch weil die 16-Jährige nicht blöd ist, merkt sie, dass sie nicht wirklich sterben will. Ihr halbherziger Selbstmordversuch eigentlich nur ein Hilferuf war. Schlaflos spaziert der – in Punk- und Indie-Musik verliebte – Teenie durch die Nächte und entdeckt dabei einen angesagten Underground Club. Elise entdeckt eine neue Welt. Eine Welt in der sie kein Looser ist, in der ihr Musikgeschmack geschätzt wird, in der sie gefeiert und nicht gemobbt wird. Leila Sales: This Song Will Save Your Life weiterlesen

Wie ein Wickinger – mit Wickie verreisen

Knorrtoys Bouncie Trolley Wickie
Knorrtoys Bouncie Trolley Wickie

Das Kind geht gerne auf Reisen. Stellt sich in den Flur und wartet auf den Zug. Sehr geduldig. Sehr ausdauernd. Obwohl bis heute kein Zug vorbei kam… Egal: Fürs Warten braucht es eben einen Koffer. :-)

Die Fakten: Der kleine Koffer von Knorrtoys ist ungefähr so groß wie ein 5 kg-Sack Kartoffeln (LxBxH: 27 x 21 x 39 cm). Er wiegt 1,3 Kilo und fasst etwa 18 Liter Volumen. Er nennt zwei blinkende, leichtlaufende und leise Gummiräder sein Eigen. Sein Griff lässt sich auf 66 und 84 cm ausziehen oder komplett einfahren. Man kann den Koffer aber nicht nur als Trolley hinter sich herziehen. Nein, er lässt sich auch als Rucksack tragen. Wie ein Wickinger – mit Wickie verreisen weiterlesen

Leipziger Buchmesse 2016: Mitten ins Herz

Astrid Desbordes, Pauline Martin: Ich hab dich unendlich lieb …
Astrid Desbordes, Pauline Martin: Ich hab dich unendlich lieb …

Freitag, 17 Uhr irgendwas. Ich bin komplett fertig und mäandere nur noch ein wenig durch die Messestände. Bis mich zauberhafte Cover an den Stand des Verlags Kleine Gestalten locken. Ich halte ein Buch in den Händen. Blättere durch die Seiten. Und blinzele prompt hinterhältige, dicke Tränchen fort. Das Buch, das mich so schnell und vollständig überrumpelte? Das Bilderbuch “Ich hab dich unendlich lieb …” der Französinnen Astrid Desbordes (Autorin) und Pauline Martin (Illustrationen). Leipziger Buchmesse 2016: Mitten ins Herz weiterlesen

Leipziger Buchmesse 2016: Aufforderung zur Schamlosigkeit

Ein absolutes Highlight meines Messe-Freitags war die Veranstaltung "Kinder- oder JugendbuchautorIn werden" der Akademie für Autoren. Akademie-Gründerin Maria Koettnitz interviewte die erfolgereiche Kinder- und Jugendbuchautorin Claudia Schreiber.
Kinder- oder JugendbuchautorIn werden.
Claudia Schreiber erzählt zum Thema: “Kinder- oder JugendbuchautorIn werden”

Sehr lebendig, authentisch und nahbar erzählte Claudia Schreiber über ihre Erfahrungen. Und die Wahlkölnerin hat viel zu erzählen. Als sie in den 90ern als Journalistin in Moskau lebte, schrieb sie ihr erstes Kinderbuch “Sultan und Kotzbrocken”. Sie schickte ihr Manuskript an genau einen Verlag. Weil sie diesen toll fand. Dann passierte nichts. Bis sich der Verlag nach drei Jahren bei ihr meldete. Er würde ihr Buch gerne veröffentlichen. Verrückt! Seitdem ist sie im Hanser-Verlag zu Hause und neben den zwei “Sultan und Kotzbrocken”-Büchern veröffentlichte Schreiber mittlerweile mehrere Kinder- und Jugendbücher. Ihr letzter Jugendroman mit Bestseller-Potential (“Solo für Clara”) ist gerade erschienen. Ein richtiges Autorenmärchen.

Für die angehenden Autoren im Publikum hatte Claudia Schreiber einige spannende Ratschläge parat. So käme das Wort Kotzbrocken bei Erwachsenen zwar manchmal nicht so gut an, Kinder hätten damit aber gar kein Problem. Kotzbrocken, Popo und Mist – für Kinder ein Heidenspaß! Ein paar Kraftausdrücke einbauen, scheint aber keine sichere Bank. Als studierte Pädagogin wisse sie zwar grundsätzlich, wie Kinder funktionieren, das würde beim Schreiben aber nichts nutzen. Das Schreiben eines Kinderbuches sei schwerer als das Schreiben von Büchern für Erwachsene. Das Publikum sei kritischer. Wenn die Geschichte nicht packt, zeigen Kinder es direkt. Sowieso gälte: Das Manuskript sollte immer wieder am Zielpublikum getestet werden. Also Kinder schnappen und vorlesen, vorlesen, vorlesen. Bis sie begeistert sind. Erst dann ist die Geschichte reif für einen Verlag. Leipziger Buchmesse 2016: Aufforderung zur Schamlosigkeit weiterlesen

Ich wünschte mir, ich könnte mich teilen

Leipziger Buchmesse
Gewusel auf der Leipziger Buchmesse
Quelle: leipziger-buchmesse.de

Am Donnerstag ist es soweit: Ich fahre zur Leipziger Buchmesse. Damit erfüllt sich ein langgehegter Traum.

Anfang Februar fiel die Entscheidung und fast hätte ich sie direkt wieder verworfen. Denn eine bezahlbare Unterkunft über die Messetage zu ergattern war sechs Wochen vorher schon fast unmöglich. Airbnb.de brachte die Lösung. In einer kleinen Studentenbude darf ich meine Leipziger Nächte verbringen. Letzte Woche erschreckte mich mein Host zwar ganz schön mit der Ankündigung, dass es einen Notfall gäbe und er das Angebot stornieren müsse. Nun soll es aber doch klappen. Allerdings beruhigte ich mich sowieso schnell wieder, als ich sah, dass es bei Airbnb noch Angebote für den Zeitraum gab.

Jetzt sitze ich jedenfalls in jeder freien Minute über dem Veranstaltungsplan und versuche mich zu entscheiden, an welcher Lesung, Schulung, Podiumsdiskussion, Führung oder Preisverleihung und welchem Bloggertreffen ich teilnehmen will. Es zerreißt mich fast. Verlage, Radiosender, Buchhändler oder Bildungsanstalten präsentieren so viele tolle Veranstaltungen. Da wünschte ich mir, ich könnte mich teilen.  Ein paar Veranstaltungen sind aber schon gesetzt. Der Carlsen-Verlag lädt zum Bloggertreffen ein und diese Einladung werde ich sehr gerne annehmen. Außerdem werde ich auf jeden Fall bei der Preisverleihung des “Ungewöhnlichsten Buchtitels des Jahres 2015″ vorbeischauen. “Der große Fantasy-Leseabend” klingt ebenfalls nach einer Pflichtveranstaltung. Genauso wie der Vortrag: “Kinder- oder JugendbuchautorIn werden”.  Bis Mittwochabend werde ich wohl noch einige Stunden über dem Veranstaltungskalender brüten. Schwere Entscheidungen werde ich fällen müssen. Unter anderem, welche Bücher ich für die Zugreise nach Leipzig einpacken soll…

Rider von BIG: Leises, wendiges und pflegeleichtes Laufrad

Laufrad: Rider von BIG
Laufrad: Rider von BIG

Der Rider von BIG ist ein Lauffahrzeug für Kinder zwischen 18 Monaten und drei Jahren. Perfekt für unseren (zum Testbeginn) gerade Zweijährigen. Der BIG Rider ist bis 25 kg belastbar. Unser Rennfahrer wog zum Teststart gerade mal die Hälfte. Der Chef war knapp 88 cm lang – das Gefährt für Kids ab 80 cm geeignet. Der Rider sollte ihm wie angegossen passen.

Tatsächlich sah es aber so aus, als ob das Rad schon ein wenig zu klein für unseren Draufgänger wäre. Anstatt sitzen zu bleiben stand er immer wieder auf und lief (über dem Sitz stehend) mit dem Rider durch die Gegend. Motorisch (und koordinatorisch) wäre das Fahren im Sitzen für ihn kein Problem gewesen. Es schien ihm nur nicht schnell genug zu sein. Außer es ging abwärts… Heute, nach knapp sieben Monaten, würdigt er das Rädchen keines Blickes mehr. Mit dem Bobby Car flitzt er über Hof und Straßen, der Rider steht traurig in der Ecke. Er hat das Teil vielleicht vier Wochen lang gerne genutzt. Rider von BIG: Leises, wendiges und pflegeleichtes Laufrad weiterlesen

Großer Bärenzirkus, großer Spaß! (Für Große und Kleine.)

Benjamin Chaud: Großer Bärenzirkus
Benjamin Chaud: Großer Bärenzirkus

An einem wunderschönen Frühlingsmorgen wacht der kleine Bär alleine in der Bärenhöhle auf und beschließt den Wald zu erkunden. Da entdeckt er ein Leuchten hinter den Bäumen. Er folgt ihm und findet eine belebte Lichtung. Der sonnige Weg führt ihn in eine Höhle. Ein Rohr zu einem Zirkus.  Und – hach – was der kleine Bär dort alles erlebt und entdeckt, das findet Ihr am besten selber heraus.

Im Bilderbuch “Großer Bärenzirkus” des französischen Illustrators Benjamin Chaud begleiten wir den kleinen Bären auf 32 kunterbunten Seiten durch das Gewusel, Gewimmel und Gewühle seiner Traumwelt. Wirkt anfangs alles noch realistisch und bekannt, werden Figuren und Handlung Seite für Seite verrückter und traumhafter. Im Wald ist alles friedlich. Es gibt zwar viel zu sehen, aber es sieht so aus, als ob der Bär wirklich nur einen kleinen Ausflug macht. In der Höhle schläft dagegen ein Mammut, ein U-Boot befindet sich auf Tauchfahrt im unterirdischen See und ältere Kinder identifizieren vielleicht sogar einen weißen Hasen, der auf seine Taschenuhr schaut und Alice in ihr Wunderland folgt. Großer Bärenzirkus, großer Spaß! (Für Große und Kleine.) weiterlesen

Anschauliches Porträt über die Gesellschaft zur Zeit des ersten Weltkriegs

Herbert Günther: Zeit der grossen Worte
Herbert Günther: Zeit der grossen Worte

Paul ist 14 Jahre alt, als der erste Weltkrieg beginnt. Pauls Vater und sein älterer Bruder gehören zu den ersten, die sich freiwillig als Soldaten melden. Wie der Großteil des Volkes begrüßen sie die Entwicklung, sind Feuer und Flamme. Der Krieg wird sicher schnell zu Ende sein. Mit den Deutschen legt man sich nicht an. Doch schnell zeigt sich, dass ein Krieg keinen Spaß macht und weder ehrenwert noch befreiend ist. Und schnell vorbei ist er schon gar nicht.

Hunger, Armut, Verzweiflung, ein Heer Verwundeter und Toter, die ständige Angst um Bruder und Vater – es ist eine harte Zeit, in der Paul erwachsen wird. Anschauliches Porträt über die Gesellschaft zur Zeit des ersten Weltkriegs weiterlesen